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Das Gratis-Christentum des Hendrik Wüst

vor 27 Stunden in Kommentar, 19 Lesermeinungen
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Sind daher die Kirchgänger, die den Glauben am Sonntag noch ernst nehmen und eine Hl. Messe besuchen, für den Ministerpräsidenten von NRW „frömmelnd“? Ein Kommentar von Roland Noé


Linz (kath.net/rn)

Zu Hause werde gebetet, wenn er abends da sei. Er möchte seinen Töchtern ein „Wertegerüst“ anbieten. NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) gab vor einigen Tagen im Funke-Podcast tiefere Einblicke in sein Privatleben. Was er dort präsentiert, ist das Lehrbuchbeispiel eines modernen Wohlfühl-Katholizismus: unverbindlich, konsumorientiert und frei von Pflichten.

Wüst betont, seine Familie sei „nicht frömmelnd“ und der sonntägliche Kirchgang gehöre schlicht nicht zu seiner Praxis. Interessant: Sind daher die Kirchgänger, die den Glauben am Sonntag noch ernst nehmen und eine Hl. Messe besuchen, für den Ministerpräsidenten von NRW „frömmelnd“?


Dass Glauben jedoch kein reines Buffet ist, aus dem man sich bequem nur die wohlschmeckenden Rosinen herauspickt, blendet der Christdemokrat offensichtlich aus. Wer den christlichen Glauben nicht nur als kulturelles Accessoire vor sich hertragen, sondern tatsächlich leben will, für den ist die Praxis eben kein vernachlässigbares Beiwerk.

Ein gelebter Glaube erschöpft sich nicht in heimischer Wohlfühlatmosphäre nach Feierabend. Er sucht die Gemeinschaft, das Sakrament und das Bekenntnis – und dazu gehört ganz zentral die Teilnahme an der Sonntagsmesse. Wer sich hier ausklinkt, degradiert den Glauben zu einer rein individuellen Befindlichkeit.

Dass Wüst seinen Töchtern das Christentum lediglich als „Angebot“ hinterlassen will, wirkt wie die konsequente Fortsetzung dieser Haltung von de facto Unverbindlichkeit. Eine Spiritualität ohne sonntägliche Praxis und eine Tradition ohne sichtbaren Vollzug bieten Kindern kein echtes Fundament, sondern nur ein unverbindliches Orientierungsangebot im Supermarkt der Möglichkeiten.

Eine Frage hätte ich noch an Herrn Wüst: Denken Sie, dass Ihre Kinder den Glauben später wirklich ernst nehmen? Und was denken die vielen gläubigen Muslime in Deutschland darüber, über Katholiken, die den eigenen Glauben so wenig ernst nehmen?


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Lesermeinungen

 discipulus vor 3 Stunden 
 

@Stefan Fleischer, @gebsby: Katholisch sein

Im Sinne von C.S. Lewis, der (ich glaube, es war in "Pardon, ich bin Christ) davor warnt, Begriffe zu entwerten, in dem man sie mit immer mehr auflädt, würde ich mich an die alte Definition halten: Katholisch ist, wer in eine Kirche, die in Gemeinschaft mit dem Bischof von Rom steht, hineingetauft wird oder in sie hinein konvertiert. Schlicht und ergreifend.

Darunter gibt es laue Katholiken, auch schismatische, häretische und apostatische Katholiken, natürlich auch ernsthafte, praktizierende, fromme Katholiken etc. etc.

Aber wenn wir anfangen, nur jene Katholiken zu nennen, die (uns - wem?) fromm genug erscheinen, entwerten wir den Begriff "Katholik" und letztlich auch das Kirchenverständnis.


0
 
 gebsy vor 5 Stunden 

@Josefus - Vergelt's Gott!

KLAR - NÜCHTERN - EINLADEND

Was kann ich hier und jetzt tun, um dem Nächsten Gottes helfende Liebe erfahrbar zu machen?


0
 
 sdamon vor 7 Stunden 
 

@ Stefan Fleischer

„Gibt es irgendwo eine "Auslegeordnung" dessen, was ein römisch-katholischer Christ glauben und welche anderen Voraussetzungen er (mindestens) erfüllen muss, um rechtmässig als solcher auftreten zu können?“

Nichts für ungut, aber das sollten Sie doch wissen.
Und wenn Ihre Frage rein rhetorisch war, dann ist die Antwort um so einfacher:
Bibel + KKK + CIC

Und wer simpel und infantil haben will, muss bei den Hagarenen um Aufnahme bitten.


0
 
 Stefan Fleischer vor 8 Stunden 

@ gebsy

Mir schwebt eine kurze Zusammenfassung vor, welche z.B. sagt: «Katholisch ist, wer an Gott, den Dreifaltig Einen glaubt, so wie ihn die Kirche in ihren beiden Glaubensbekenntnissen darlegt.» oder einfacher: «Katholisch ist, wer die ganze, allumfassende Lehre der Kirche akzeptiert und sich der Führung durch den Stellvertreter Christi auf Erden, den Papst, unterwirft.» Das müsste natürlich noch sauber ausgearbeitet und ergänzt und so formuliert werden, dass es als besonders verbindlich für jeden ist, welcher in der Öffentlichkeit als Katholik präsentiert. Das sich als Katholik zu verkaufen, wenn es nur darum geht, nur Stimmer zu gewinnen oder anderweitig davon zu profitieren, müsste darin klar abgelehnt werden.


1
 
 Josefus vor 17 Stunden 
 

Aus die Maus

Bin dann raus!


0
 
 Josefus vor 17 Stunden 
 

Aufwachen!

Christen sind am Ausssterben, die Gebote Dekalog und Kirchengebote sind obsolet.

Josefus


0
 
 Josefus vor 17 Stunden 
 

Realität

Sieht man die Realität bei Christen, muss man ernüchtert wahrnehmen, dass die Glaubenswahrheiten verdunstet sind


1
 
 naiverkatholik vor 18 Stunden 
 

explizite Mahnung zum sonntäglichen Kirchgang in 5 NRW-Bistümern unterschiedlich

Hab mal KI gefragt, was die NRW-Bischöfe in ihren Hirtenbriefefen dazu sagen. KI macht Fehler, Richtung stimmt aber meist. Es heißt, Dieser von Aachen und Woelki von Köln, würden Thema am explizitesten ansprechen.Bei Overbeck sei es weniger markant, ein Hirtenbrief von 2011 wird erwähnt. In Paderborn und Münster sei eher die grundsätzliche theologische Wertschätzung betont, weniger die konkrete pastorale Aufforderung.
Ihr Katholiken, kommt sonntags zur Messe, das sagen Bischöfe nicht gerne so deutlich und schlicht.


1
 
 SarahK vor 18 Stunden 
 

@Lupivius

so ist es wohl. Ich war zuerst von Frau Merkel begeistert, aber sie hat im Grunde den Rest des C‘s ausgehaucht,
Wüst ist wohl weder katholisch noch im Grunde ein Christ. Ich weiß nicht ob der Begriff Moralistic therapeutic deism (MTD) in Europa so bekennt ist wie in den USA, aber er ist zutreffend, nicht nur hier in dem Fall sondern auf die meisten Kirchensteuerzahler. Und ich finde die Kirche würde langsam gut daran tun Dinge so benennen wie sie sind, vielleicht wird der ein oder andere dann doch wach. Denn wie sagte mein Kind eben als wir uns über unsere Gemeinde unterhielten „Denk daran Mama, wir können nur das Wasser einschenken, nur Christus kann es in Wein verwandeln und wir können nur säen aber auf die Qualität des Bodens haben wir keinen Einfluss.“


2
 
 kant vor 19 Stunden 
 

Bitte nicht naiv sein! (2)

3. Ich kann verstehen, daß Christen, die ihren Glauben Ernst nehmen, sich von einer Partei mit „christlich“ im Namen mehr „Christ-Sein“ wünschen, aber sie sollten bei aller Kritik nicht vergessen, daß die CDU sicherlich mehr davon hat als so manche andere Partei.
4. Und denen, die hier offensichtlich kein Problem damit haben, daß statt der CDU die AfD in Deutschland regiert. Mag sein, daß die Angst vor den rechtsextremen Kräften in der AfD übertrieben ist, aber zu meinen, die Politik in Deutschland durch die AfD christlicher wird, ist einfach nur naiv.


2
 
 kant vor 19 Stunden 
 

Bitte nicht naiv sein! (1)

Die Artikel und die Kommentare hier finde ich ein bißchen schräg:
1. Da bekennt sich ein Politiker, ein Ministerpräsident, zum Christentum und zum regelmäßigen Gebet mit seinen Kindern und erntet dann von anderen Christen Kritik, weil er den regelmäßigen Sonntagskirchgänger „fömmelnd“ empfindet. Das finde ich kontraproduktiv! Da hätte ich von Sonntagskirchgängern ein bißchen mehr Demut erwartet.
2. Wenn der Ministerpräsident am Sonntag nicht zu Kirche geht, daß „frömmelnd“ findet und nicht weiß, daß die Eucharistiefeier am Sonntag ein ausdrücklicher Wunsch unseres Herrn Jesus Christus ist, dann ist das zuerst einmal nicht sein Problem, sondern daß der Kirche, die ihn getauft, zur Erstkommuion geführt und gefirmt hat. Was für ein defizitärer Sakramenten-Unterricht! Was für Bischöfe, die nicht den Mut haben, ihn in aller Liebe zu korrigieren!


1
 
 gebsy vor 21 Stunden 

Kompendium

@Stefan Fleischer - ist das Kompendium handlich und ausreichend?

www.vatican.va/archive/compendium_ccc/documents/archive_2005_compendium-ccc_ge.html


2
 
 ggk vor 21 Stunden 
 

Wüst & Co

Was erwartet ihr eigentlich von einem C-Politiker?
Die Politik ist, wie die deutsche kath. Amtskirche, vom Zeitgeist zersetzt. Ein Christ der seinen Glauben ernst nimmt kommt als Politiker z. Zt. nicht über die Kommunalebene hinaus. Die gibt es auch noch in der CDU. Vom Volk werden Politiker gewünscht und gewählt die dem Zeitgeist entsprechen, z.B. Wüst auf dem CSD Wagen u.ä. Es gibt auch noch ein paar einsame Leuchtfeuer wie unsere Bundestagspräsidentin die die Regenbogenfahne nicht zugelassen hat. Diese Leuchtfeuer werden bald als Rechtsextremisten eingeordnet. Wer die Politik christlicher gestaltet haben will muss sich Mitstreiter suchen und aktiv werden. Meckern und die AfD wählen ist kein Ausweg.


5
 
 Stefan Fleischer vor 22 Stunden 

Gibt es irgendwo

eine "Auslegeordnung" dessen, was ein römisch-katholischer Christ glauben und welche anderen Voraussetzungen er (mindestens) erfüllen muss, um rechtmässig als solcher auftreten zu können? Das würde in solchen und ähnlichen Fällen schnell und einfach Klarheit schaffen.


4
 
 Lupivius vor 23 Stunden 
 

Die Union

Ich habe wenige Tage der Abstimmung über die Ehe für Alle jene Partei verlassen. Das "C" ist dort nur noch nette Tradition, bei dem "D" sehe ich es genauso. Und es ist auch ein bisschen Marketing, damit die Wähler nicht merken, dass es sich nur noch um Einheitsbrei handelt: CDU koaliert mit SPD, alternativ koaliert SPD mit CDU, alternativ...
Ehrlicher wäre es, dies Partei in "Die Union" umzubenennen. Aber was zählt schon Ehrlichkeit nicht nur in der bundesrepublikanischen Parteienlandschaft UnsererDemokratie im besten Deutschland aller Zeiten?
Windhauch, alles Windhauch... was gestern versprochen wurde, ist laut heute nie geschehen. Ich habe damals die CDU verlassen mit dem Versprechen, mich nie mehr vor einen Parteikarren sparren zu lassen. Dem bin ich treu geblieben und dem werde ich treu bleiben. Das einzige Wahre und Beständige ist Jesus Christus. Ob man ihn nun "wählt" oder nicht.

Gelobt sei Jesus Christus


6
 
 ottokar vor 24 Stunden 
 

Habe Wüst schon immer für einen politischen Opportunisten gehalten.

Hier muss man sich schon fragen, was der Herr( ich meine Wüst) unter Christ sein versteht.Wo hat er seinen Anker? Offensichtlich leben nicht nur er in der CDU nur mehr ein typisches Wischiwaschi-Christentum, um gewählt zu werden.Mit einem solchen Gewissen lässt sich auch für Abtreibung und Ehe für alle stimmen.


9
 
 girsberg74 vor 25 Stunden 
 

Solche muss man wegen des "C" nicht wählen,

die nehmen auch mich als Christ nicht ernst; höchstens als Wahlvieh.


8
 
 Jothekieker vor 26 Stunden 
 

Nicht täuschen lassen

Das "C" im Namen seiner Partei heißt nur, daß diese Partei gerne von Christen gewählt werden möchte.


9
 
 Stephaninus vor 26 Stunden 
 

Erwartung

Hat da wirklich jemand noch was anderes erwartet?


6
 

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