Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  2. Ist der Islam ‚eine alternative Form des byzantinischen Christentums‘?
  3. Vatikan genehmigte 2025 in 34 Diözesen die Feier der Alten Messe in Pfarrkirchen
  4. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  5. Antwerpens Bischof Bonny droht jetzt dem Papst
  6. 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft
  7. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  8. Die Deutsche Bischofskonferenz will keine 'Demontage' des deutschen Staatsfunks
  9. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  10. ‚Der Segen für Marie-Garance war auch ein Segen für ihre biologischen Eltern‘
  11. Papst versetzt umstrittenen Kurienkardinal Gambetti vom Petersdom in die Provinz
  12. US-Diözese führt Rosenkranzwochenende ein
  13. Einbürgerung als Wahlstrategie? Linke profitiert massiv von muslimischen Wählern in Berlin
  14. Vatikan bestätigt Sexualverbrechen des toten Ordensgründers Buela
  15. Das Houellebecq-Szenario: Wenn die politische „Mitte“ die Ränder großfüttert

Vatikan wirbt für Religionsdialog - Eine Islamfeindlichkeit im Westen?

16. September 2026 in Weltkirche, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Vatikan ruft zu mehr Verständigung zwischen den Religionen auf - gegen Christenverfolgung, Antisemitismus und eine angebliche Islamfeindlichkeit im Westen


Vatikan  (kath.net/KAP/red) Der Vatikan setzt ein Zeichen für Religionsvielfalt und Toleranz. In einem am Mittwoch veröffentlichten Dokument mit dem Titel "Ein Weg der Hoffnung" wendet sich die katholische Kirche gegen Christenverfolgung, Antisemitismus und  Islamfeindlichkeit. Der knapp 30 Seiten umfassende Aufruf zu einem gemeinsamen Einsatz aller Religionen für Respekt, Dialog und ein friedliches Zusammenleben wurde von drei Behörden der Römischen Kurie gemeinsam verfasst: den Dikasterien für die Glaubenslehre, für die Förderung der Einheit der Christen und für den interreligiösen Dialog. "Wie können wir den Ruf nach universaler Geschwisterlichkeit in Gesellschaften, die von wachsender kultureller und religiöser Vielfalt sowie von Krieg und Gewalt geprägt sind (...) in die Praxis umsetzen?", lautet der Ausgangspunkt der "Note".

Verfasst wurde sie anlässlich des 60. Jahrestags der Erklärung "Nostra aetate" des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962-1965). Sie war das erste offizielle Dokument, in dem die katholische Kirche die anderen Religionen positiv würdigte. Die Note bekräftigt das gemeinsame Erbe und die Solidarität mit dem jüdischen Volk.


Neben dem gemeinsamen Kampf gegen Antisemitismus sind auch die Konflikte im Nahen Osten ein Thema. "Viele Kommunikationsbrücken sind ins Wanken geraten und werden aufgrund der unterschiedlichen Deutung der Geschehnisse, die oft selbst innerhalb der jeweiligen Religionsgemeinschaften nicht eindeutig ist, weiterhin auf die Probe gestellt", so die Note. Dennoch seien laut dem Vatikan die Säulen des Dialogs stabil - darauf müsse weiter aufgebaut werden.

Durchaus umstritten dürften dann eine Einschätzung der Verfasser des Schreibens sein, die angebliche Islamfeindlichkeit im Westen verurteile, die nicht angemessen zwischen Fundamentalismus und Gewalt einerseits und dem friedlichen Leben muslimischer Gläubiger andererseits unterscheide. "Wir müssen jenen christlichen Gemeinschaften danken, die im Geiste der Gastfreundschaft sowie eines besseren Verständnisses und einer größeren Wertschätzung gegenüber muslimischen Gläubigen gewachsen sind", heißt es.

Trotz Fortschritten gebe es Schwierigkeiten im Dialog. So befürchteten einige Kreise beispielsweise eine Verwässerung der religiösen Identität. In gewissen Regionen seien die Beziehungen historisch von Konflikten geprägt, was Vertrauen erschwere - insbesondere zwischen Muslimen und Christen. Anderswo untergrüben Fundamentalismus, Vorurteile und politische Manipulation religiöser Zugehörigkeiten oder Gewalt im Namen Gottes die Grundlagen des Dialogs. In säkularisierten Gesellschaften werde das Religiöse manchmal an den Rand gedrängt oder instrumentalisiert.

Ein aufrichtiger Dialog schließe jegliche Instrumentalisierung aus. Er ziele auf gegenseitiges Verständnis auf die Entdeckung dessen ab, was für alle richtig und authentisch ist. "Angesichts derer, die Spaltungen schüren und Konflikte vorbereiten, sind heute die Gläubigen der verschiedenen Traditionen und an erster Stelle ihre Oberhäupter (...) aufgerufen, mit Klarheit und Hoffnung nach den Voraussetzungen für ein friedliches Zusammenleben zu suchen", so die Verfasser. Die Geschwisterlichkeit unter Gläubigen verschiedener religiöser Traditionen sei kein bloßes Ideal, sondern eine moralische, geistliche und soziale Notwendigkeit. 

Das Schreiben im WORTLAUT


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 




Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Thérèse von Lisieux und die ‚Süßigkeit‘ eines Buches über die Apokalypse
  3. Gesetzesvorschlag zum Verbot von Konversionstherapien in Nordirland ist ‚gefährlich‘
  4. 'Jesus macht alles und ich nichts'
  5. UN-Bevölkerungsfonds berichtet über das Leid der Frauen in Gaza
  6. Rosenkranzmonat Oktober steht im Zeichen des Friedens
  7. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  8. Reliquien der Kinder von Fatima kommen nach Berlin!
  9. Bekannte US-Influencerin und Mutter von neun Kindern konvertierte zum Katholizismus
  10. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  11. Frankreich und das Zeichen der Wiedergeburt
  12. Einbürgerung als Wahlstrategie? Linke profitiert massiv von muslimischen Wählern in Berlin
  13. Verletzter Priester: "Wir vergeben!"
  14. 'Wir sprechen deshalb zurecht hier nicht von Neuevangelisierung, sondern von Erstevangelisierung'
  15. Zehn Jahre ‚Amoris laetitia‘ – Die Kunst, eine Lehre zu ändern, ohne sie zu ändern

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz