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Scharfe Kritik von Birgit Kelle an Leihmutterschaftsentschuldigung von Jens Spahn

11. September 2026 in Prolife, 5 Lesermeinungen
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Kelle: Der CDU-Politiker habe sich nicht dafür entschuldigt, eine ausländische Möglichkeit zur Leihmutterschaft genutzt zu haben, obwohl sie im Inland verboten ist, und er damit deutsches Recht umging.


Berlin (kath.net/pl) Sehr scharfe Kritik an der öffentlichen Entschuldigung des CDU-Spitzenpolitikers Jens Spahn äußerte die bekannte Journalistin und Lebensschützerin Birgit Kelle gegenüber der evangelischen Nachrichtenagentur „IDEA“. Der CDU-Politiker habe sich nicht dafür entschuldigt, eine ausländische Möglichkeit zur Leihmutterschaft genutzt zu haben, „obwohl sie im Inland verboten ist, und damit deutsches Recht umgangen zu haben“. Ebenso habe er sich nicht dafür entschuldigt, „zu einem sicher satten Betrag in den USA ein Kind bestellt, bezahlt und somit gekauft zu haben“ oder dafür, „eine Frau damit faktisch zu einem Brutkasten degradiert zu haben“.

Vielmehr habe sich Spahn einzig dafür entschuldigt, seinen Wählern die Leihmutterschaft nicht früher mitgeteilt zu haben, so Kelle. Offenbar halte es also nicht für falsch, „als Bundestagsabgeordneter und damit als Gesetzgeber deutsche Gesetze für irrelevant zu halten und umgehen zu dürfen“. Auch wolle er sein Bundestagsmandat ja behalten und sei nur von Parteiämtern zurückgetreten.


Deshalb stelle Spahns Brief einen „recht durchschaubare(n) Versuch“ dar, „mit demonstrativ zur Schau gestellter Zerknirschung sich selbst zu rehabilitieren und den Karriereweg wieder in Fahrt zu bringen“. Jens Spahn halte sich, vertritt Kelle, „offenbar für ,gleicher‘ als das Volk“, für das er ja weiterhin Gesetze beschließen wolle.

Spahn hatte zuvor sich bei den CDU-Mitgliedern seines Wahlkreises in Nordrhein-Westfalen entschuldigt für seine Art des Umgangs damit, dass er ein Baby aus Leihmutterschaft aus den USA geholt hatte: „Ich war zu feige, bei diesem sensiblen Thema offen Farbe zu bekennen.“ Spahn und sein Partner Daniel Funke hatten im Juli die Geburt eines Kindes durch eine US-Leihmutter öffentlich gemacht. Funke ist der biologische Vater des Kindes. Spahn schreibt in seinem Entschuldigungsbrief, er habe eine „schwierige Debatte“ vermeiden und damit auch seiner werdende Familie schützen wollen. Allerdings habe er damit eine sehr viel schwierigere Debatte ausgelöst und dies sei falsch gewesen. Er bedauere dies zutiefst. „Vor allem aber habe ich durch den Widerspruch zwischen meiner früher öffentlich vertretenen Haltung und meiner persönlichen Entscheidung Vertrauen enttäuscht. Dafür möchte ich Sie um Entschuldigung bitten.“ 

Spahn war im Zusammenhang mit der breiten Kritik an seiner Art des persönlichen Umgangs mit der gemäß bundesdeutschem Recht verbotenen Leihmutterschaft als Fraktionsvorsitzender zurückgetreten.

kath.net-Buchtipp:
Birgit Kelle: Ich kauf mir ein Kind
Das unwürdige Geschäft mit der Leihmutterschaft |
Taschenbuch, 256 Seiten
2024 Finanzbuch Verlag
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3-95972-770-9
Preis Österreich: 18,60 €

Foto: Symbolbild


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Lesermeinungen

 Versusdeum 12. September 2026 
 

@girsberg74

Respekt, dass Sie Merkel schon 2002 durchschaut hatten. Ich gestehe, trotz immer größerer Distanz zur CDU (in BY eh kein Thema) mehr als 10 Jahre länger gebraucht zu haben (u.a. Canceln der "Extremismusklausel" im Zusammenhang mit der Verteilung von Steuergeldern "gegen rechts" durch eine gerade erst ernannte SPD-Ministerin und dabei insbesondere die verräterische Formel "gegen rechts" - und das von einer sich immer als "rechte Mitte" verstanden habenden Partei. Und DER Sündenfall war natürlich der Dammbruch von 2015, insbesondere, als sie mehrfach unter frenetischem Jubel der inszenierten "Massen" androhte, Asyzuwanderer "ohne Obergrenze" aufzunehmen, also auch bei 2, 20 oder 200 Millionen Asylzuwanderern nicht die Grenzen zu schließen. Dass die versprochenen "Fachkräfte" nie kamen (jedenfalls sehr wenige) und stattdessen viele Islamisten und Kriminelle den anonymen Zugang ind Paradies nutzen würden, war zu erwarten.


1
 
 Johannes14,6 12. September 2026 
 

Und plötzlich ist der gefallene CDU - Fraktionschef

im HAUSHALTSAUSSCHUSS, titelt der Spiegel.

Ich füge hinzu: Spahn,der mit seinen überteuerten Maskenkäufen > 3 Milliarden Schaden hinterläßt, und eine Reihe laufender Schadenserstazprozesse mit täglichen Zinsansrüchen >80000 € wegen offenbar fehlender Ausstiegsklausel (im Alleingang schlecht verhandelt!)

Spahn, der mit der "Pandemie der Ungeimpften" ungehemmt Angst und Druck verbreitete, sich gegen Covid "impfen" zu lassen, selbst aber auf Vitamin D vertraute, und die Chuzpe hatte, in der Enquete - Kommission am 15.12.25 zu behaupten:
"ES GING JA NIE UM FREMDSCHUTZ."

Spahn ist nicht nur wegen der Leihmuttergeschichte als Politiker Komplett UNAKZEPTABEL, dazu mangelt es dem Bankkaufmann offenbar nicht nur an medizinischem, sondern auch finanzpolitischem Sachverstand.

Und DANKE Frau Kelle, für ihre klaren Worte hinsichtlich seiner (Doppel-) Moralität.

individuelle-impfentscheidung.de/aktuelles/detail/spahn-ueber-covid-19-impfung-fremdschutz-war-nie-das-ziel.html


2
 
 girsberg74 12. September 2026 
 

Ad @Wirt1929

Herzlichen Dank für Ihre Beschreibung.

Ihr Beitrag stellt implizite die Frage, ob man besser innerhalb einer Partei oder außerhalb einer Partei für seine Überzeugungen kämpft.

Das führt dann, wenn es hart auf hart kommt, zu der Frage, inwieweit die „Mitstreiter“, insbesondere in der Führung, hinsichtlich des gedruckten Programms verlässlich sind.

Ich war nach langer ehrenamtlicher Mitarbeit 2002 aus der CDU ausgetreten, als Merkel, befragt zur Einfuhr embryonaler Stammzellen aus Israel – auch noch aus Israel ! – sagte, dass der Bundestagsbeschluss, dem sie zugestimmt hatte, ein guter Kompromiss sei.

Wenn es philosophisch nicht mehr stimmt, muss ich mich nicht mehr dafür strecken.
Und manches stellt man dann sinnvoller als Karikatur dar.


2
 
 Wirt1929 11. September 2026 
 

Glaubwürdigkeit

ist im Fall Jens Spahn neben persönlicher Arroganz im Umgang mit der sensiblen Thematik der Leihmutterschaft gänzlich abgegangen. Den christlichen Werten seiner politischen Überzeugungen mag er ohnehin schon seid langem abgeschworen haben und den Glückwünschen an Spahn aus der CDU kann ich mich aus Überzeugung, trotz gleicher Parteizugehörigkeit, nicht anschließen. Es bleibt ganz bitterer Nachgeschmack!


4
 
 girsberg74 11. September 2026 
 

Span, ein Leuchtfeuer der Glaubwürdigkeit !

Solche kann die CDU gut gebrauchen; tut alles für die Partei.


2
 

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