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| ![]() 500 Euro für ein Sakrament oder was ist das wirkliche Problem?vor 2 Stunden in Kommentar, 2 Lesermeinungen Warum sieht das Bistum Augsburg ausgerechnet beim eigenen Kirchensteuereinzug kein Problem zwischen der Verknüpfung von Geld und Sakramenten? - Eine Glosse von Roland Noé München-Augsburg (kath.net) Doch dann folgten die typischen „deutschen Reflexe“: Das Bistum Augsburg ging umgehend auf Distanz. Man kritisierte als katholisches (!) Bistum allen Ernstes, ob es in Zeiten der Ökumene sinnvoll sei, eine solche Prämie auf die eigene Konfession zu beschränken. Zudem verwies das Bistum darauf, dass jeder Gläubige das Recht auf den Empfang der Sakramente habe, sofern die Voraussetzungen gegeben seien: „Katholische Eltern sind sogar verpflichtet, ihre Kinder baldmöglichst taufen zu lassen und im christlichen Glauben zu erziehen.“ Die Entscheidung der Eltern setze zudem eine bewusste Glaubensentscheidung voraus. Spannend: Während in der Seelsorgepraxis kaum ein Pfarrer überprüft, wie es um den tatsächlichen Glauben der Eltern bestellt ist, wird hier plötzlich die „bewusste Glaubensentscheidung“ hochgehalten. Besonders bemerkenswert ist jedoch folgender Satz in der Augsburger Stellungnahme: „Wo Sakramentenempfang und finanzielle Aspekte, wie gut gemeint auch immer, zu nahe zusammenrücken, bleibt aus kirchlicher Sicht unwillkürlich ein schales Gefühl.“ Eine Frage hätte ich da noch angesichts des deutschen Kirchensteuersystems: Wie verträgt sich dieses „schale Gefühl“ mit der hundertprozentigen Verknüpfung von Geld und Sakramenten durch die Kirchensteuer? Wer die Zahlung durch einen Kirchenaustritt verweigert, verliert nach Lesart der Deutschen Bischofskonferenz schließlich das Recht auf den Empfang der Sakramente. Dass diese Koppelung theologisch fragwürdig ist und den lieben Gott dieses deutsch-bürokratische Denken kaum interessieren dürfte, steht auf einem anderen Blatt. Aber warum sieht das Bistum Augsburg ausgerechnet beim eigenen Kirchensteuereinzug kein Problem zwischen der Verknüpfung von Geld und Sakramenten? Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal! ![]() Lesermeinungen
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