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Dann sollen sie doch in die Hölle gehen

14. September 2026 in Kommentar, 19 Lesermeinungen
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Katholiken für eine Wahlentscheidung zu exkommunizieren ist schon dreist. Warum werden eigentlich die Wähler der Abtreibungsparteien nicht exkommuniziert? Auch hier zeigt sich die Krise der Bischöfe - Der Montagskick von Peter Winnemöller


Berlin (kath.net)

Der Erzbischof von Berlin, Heiner Koch, gab vor kurzem die Weisheit von sich, man könne auf die Kirchensteuer von AfD-Wählern auch verzichten. Als katholischer Bischof eine solche Aussage zu tätigen setzt entweder voraus, dass man der Allerlösungslehre anhängt, die natürlich eine Häresie ist, oder man ist der Ansicht, die AfD-Wähler mögen bitte in die Hölle kommen, weil man sie aus der Kirche herauskomplimentiert. Nobody expects the Berlin Inquisition!

Wir haben hier den dritten Aspekt der Krise des Episkopats: Die Krise der Heiligung. Es ist nach der Aufgabe zu leiten und zu lehren die dritte Aufgabe des Bischofs, das Volk zu heiligen. Das tut man vor allem durch Seelsorge. Die Sorge um die Seelen ist die Sorge um die Heiligung der Seele. Es geht nicht um ein besseres Leben auf der Erde. Schön, wenn man daran mitwirken kann, dies zu erreichen. Das beste Beispiel dafür ist die katholische Soziallehre oder eine gute, gesunde Morallehre, die die Menschen befähigt, ihre standesgemäße Keuschheit zu leben. Das kann eine Last sein, es wird aber in den allermeisten Fällen zu einem zufriedenen, gelingenden Leben beitragen.

Kernelement des Heiligungsdienstes in der katholischen Kirche sind die Sakramente. Es ist nicht die Aufgabe des Bischofs, den Voyeur in der Wahlkabine zu geben. Es ist seine Aufgabe, die Menschen in seinem Bistum zur Heiligkeit zu führen. Sollte es eine Sünde sein, die falsche Partei zu wählen? Dazu würde ich gerne einmal eine seriöse moraltheologische Einordnung hören. Um es vorwegzunehmen, eine Partei zu wählen, die wider die christliche Anthropologie redet oder die das Leben eines Menschen an seinem Anfang und an seinem Ende hin menschlicher Willkür verfügbar macht, ist für einen Christen nicht wählbar. Eine Partei, deren Vertreter das Volk systematisch belügen, ist für Christen nicht wählbar. Eine Partei, die nicht dem Wohl des Volkes dient, das sie wählt, ist für Christen nicht wählbar. Eine Partei, die Menschen nach Herkunft, Rasse, Geschlecht oder Religionszugehörigkeit diskriminiert, ist für Christen nicht wählbar.

Man merkt es schon: Die Quasi-Exkommunikation, die Koch ausgesprochen hat, die trägt in doppelter Hinsicht nicht. Sie ist unwahrhaftig, weil sie auf einem Auge blind ist und geht fehl, weil sie Menschen nicht zum Heil führt, sondern sogar diejenigen, die vielleicht daran zweifeln, ob es nun richtig war, diese oder jene Partei zu wählen, auch noch vor die Tür setzt. Es gibt brillante Analysen, die zeigen, in welchen Aspekte die AfD in Sachen Migration, Bildung, Innere Sicherheit, Energie und anderen Bereichen ganz oder teilweise zustimmungsfähige Positionen vertritt. Ebenso kann man zeigen, warum ein Transatlantiker die AfD außenpolitisch nur kritisch sehen kann. Kuscheln mit Wladimir Wladimirowitsch ist nicht so unsere Sache. Umgekehrt hat die AfD in Sachen Ukraine mindestens einen halben Punkt, wenn man sagt, dass eine Unterstützung der Ukraine um jeden Preis ein Fehler sein könnte. Die Korruption im Land ist hoch, unerträglich hoch. Die AfD hat keinen Punkt, wo sie die Unterstützung radikal ablehnt. Die Ukraine wurde völkerrechtswidrig überfallen und befindet sich in einem rechtmäßigen Abwehrkrieg. Die Dinge sind nicht so linear und einfach, wie das der Bischof von Berlin und andere Oberhirten versuchen, den Menschen glaubhaft zu machen.


Seit einigen Wochen klingt mir ein Wort von Pater Anton Lässer im Ohr, wir mögen doch bitte die Kirche nicht immer schlecht machen, stattdessen sollten wir uns um unsere Heiligkeit kümmern. Es war ein Reel, dass mir in irgendeinem der sozialen Medien in die Timeline gespült wurde, Der Heilige Geist hat da auch seine Finger im Spiel. Mein Zitat ist etwas verkürzt, aber das war der Kern. Man muss sich diesen Satz auf der Zunge zergehen lassen, denn es ist der Kern unseres Glauben, (spätestens) am Ende des Lebens heilig zu werden. Geht zur Beichte, betet den Rosenkranz, geht zur Messe und liebt euren Nächsten. So ähnlich muss das aussehen. Eigentlich ganz einfach und doch so schwer.

Nun frage ich mich, warum höre ich so einen Satz nicht von einem Bischof? Pater Anton for Bishop? Nein, das wäre die Antwort der Welt. Nicht, dass er nicht episkopabel wäre, doch lassen wir das den Heiligen Geist entscheiden. Man könnte stattdessen sagen, Bischof, hör auf Pater Anton. So wird ein Schuh daraus. Die Bischöfe reden am allerliebsten mit denen, die die Kirche schlecht, schlechter und noch viel schlechter reden. Diejenigen, die eine ganz andere Kirche wollen, die haben das Ohr der Bischöfe. Die sind politisch alle massiv gegen die AfD, weil sie alle durch die Bank anderen Parteien angehören. Nur mal am Rande bemerkt. Die Bischöfe reden in allererster Linie mit Kirchenfunktionären. Auf Bistumsebene die unterschiedlichen Räte der Diözese, auf nationaler Ebene mit dem „ZdK“. Wir müssen uns also nur die Protokolle und Beschlüsse des Synodalen Weges und des folgenden Ausschusses ansehen, um zu erkennen, dass die Bischöfe hier jahrelang sogar intentionell fast nur mit Leuten gesprochen haben, denen die Heiligkeit – sowohl ihre persönliche als auch die der Kirche – völlig wumpe ist. Mehr noch, sie wollen die Kirche verändern. Die Moral soll anders werden, die Lehre soll anders werden, das sakramentale Amt soll anders werden. Grundsätzlich will man nur das verändern, was man schlecht findet.

Diese Leute finden also die Kirche schlecht. Sie reden sie schlecht, sie wollen sie umbauen und wollen die Lehre der Apostel gegen ihre eigenen Fabeleien und Ohrbläsereien ersetzen. Pater Anton Lässer nennt das „Marketing des Teufels“. Und fordert uns auf, die Kirche zu lieben. Und da sitzt der Kern des Problems, wo man sich jeder einzelne Gläubige fragen muss: Liebe ich die Kirche? Und am Ende gilt das auch für jeden Bischof, für jeden Pfarrer, für jeden, der einen Dienst in der Kirche tut. Liebe ich die Kirche? Was macht das mit einem Bischof, einem Priester oder einem Mitarbeiter der Kirche, wenn er ständig mit Menschen spricht, die die Kirche reformieren wollen. Ecclesia semper reformanda, aber nicht von uns. Die beste Reform der Kirche ist die persönliche Bekehrung. Am besten jeden Tag neu. Jeder! Vom Bischof bis zum Kommunionkind.

Aber es ist besonders die Aufgabe des Bischofs, die Menschen anzuhalten, an ihrer Heiligung zu „arbeiten“. Nein, wir können es nicht machen, daher die Anführungszeichen. Es ist Gnade, ein Geschenk. Und wir müssen es annehmen. Dazu muss ein Bischof die Menschen ermutigen. Stattdessen, so hat man derzeit den Eindruck, geht es nur darum, gegen die blaue Partei zu pesten. Eine Meldung zu zehn Jahre Bischof Bätzing, der Spassss daran hat, Bischof zu sein. Eine sonderbare Vorstellung. Die Hälfte der Meldung geht damit drauf, sich an der AfD abzuarbeiten. Die andere Hälfte handelt von einer schrumpfenden Diözese, die 100.000 (in Worten: einhunderttausend) Mitglieder verloren hat, seit er Bischof ist. Der Mann müsste schlaflose Nächte haben, denn der Herr wird ihn nach jedem einzelnen dieser 100.000 fragen. Aber nein, die Diözese muss sparen, aber macht auf Bildung und Soziales. Wow! Ein kleines bisschen schimmert durch, wenn er Menschen mit Menschen und Menschen mit Gott in Berührung bringen will. Ist der Mann größenwahnsinnig? Ja, vermutlich, denn es scheint ihm völlig egal zu sein, Menschen völlig unbedarft und unbelehrt und unbekehrt zu lassen. Aber sie irgendwie mit Gott in Berührung bringen zu wollen.

Drei Teile Krise des Episkopats: Krise der Leitung. Immer mehr Bischöfe steigen immer früher aus dem Amt aus, werden im Amt krank. Hinterlassen ruinierte Bistümer mit Monsterpfarreien und aufgeblasenen Verwaltungen. Völlig überfordert bitten sie den Papst um Entpflichtung, der kaum anders kann, als die kranken alten Männer in den Ruhestand zu schicken. Krise der Lehre: In den Bistümern wird Gender, Klima und Migration gelehrt, aber sonst herrscht eher Leere. Krise der Heiligung: Kommunionkinder feiern irgendwie ein Fest mit Jesus und mit Brot. Firmlinge werden ins Leben verabschiedet. Eheschließungen sind selten geworden. Schauen Sie mal in die Pfarrnachrichten oder fragen Sie ihren Pfarrer, wie viele Trauungen er im vergangenen Jahr hatte. Taufen sind so ein Fest für das neugeborene Kind. Mangels Alternative geht man in die Kirche. Weltliche Trauerredner machen inzwischen ein Vielfaches aus. Sonntagsmessen werden immer leerer, Beichtstühle sind schon längst zu Abstellkammern mutiert.

Die Krise des Episkopats ist eine dreiteilige Krise. Leitung, Lehre und Heiligung liegen in Trümmern. Im Amt haben wir eine ganze Reihe alter, kranker, verzweifelter Männer, die nur noch auf ihren Ruhestand warten. Keine Regel ohne Ausnahme. Einige Bistümer wirken recht dynamisch. Übrigens hört man auch da mal in der Predigt, warum es vermutlich keine gute Idee ist, als Christ die AfD zu wählen. Das sei in einem Nebensatz gestattet. Das ist auch nicht uniform. Jeder Bischof hat einen anderen Schwerpunkt in seiner Arbeit. Wichtig wäre, dass er einen hat, der etwas mit dem Evangelium zu tun hat. Die allermeisten deutschen Bistümer sind prekär, was den Priesternachwuchs angeht. Sie sind prekär, was die Evangelisation angeht. Sie sind prekär, was Lehre und die Heiligung angehen. Es hängt nicht alles am Bischof, aber vieles. Wie soll ein Priester Neuevangelisierung betreiben, wenn der Bischof seine Nase rümpft? Wie soll ein Priester oder Pastoralreferent Qualität in die Katechese bringen, wenn ihm der Bischof darin nicht den Rücken stärkt? Und wie soll Heiligung gelingen, wenn ein Priester im Pfarrhaus sitzen muss, der gerne zelebrieren würde, es aber nicht darf, weil in der nebenan liegenden Kirche von Laien ein Wortgottesdienst gefeiert werden soll. Der Bischof muss schon sagen, dass er Lehre und Heiligung will. Er muss entschieden leiten. Dabei ist es natürlich möglich und nötig, sich beraten zu lassen. Aber warum lassen sich Bischöfe bevorzugt von Leuten beraten, die die Kirche hassen und eine ganz andere wollen?

Die Krise der Kirche in unserem Land, die in erster Linie eine Krise des Glaubens ist, wird sich nicht lösen lassen, wenn die Krise der Episkopats nicht gelöst wird. Aber die Kirche ist so anders, dass wir gar keine anderen Bischöfe brauchen als die, die wir haben. Die, die wir haben, müssen sich nur bekehren. Das haben sie mit uns gemeinsam. Und – für Bekehrung kann man beten. Und das sollten wir alle zusammen jetzt auch endlich einmal tun.


 

Bild oben: Eine verfallene Kirche als Symbol für die Krise der Heiligung. Foto: Peter Winnemöller mit KI erstellt.


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Lesermeinungen

 Veritasvincit 15. September 2026 
 

Ausschluss?

Mit dem Verzicht auf die Kirchensteuer von AfD-Mitgliedern hat Bischof sie noch nicht von der Kirche ausgeschlossen. Freiwillige Beiträge sind immer möglich.


0
 
 Felmy 15. September 2026 
 

@Toretto vor 14 Stunden

Wie definieren Sie den Begriff "Ausgrenzung"? Mit dem Tod, wie es die Nationalsozialisten in der Regel taten und es auch so verstanden oder indem Sie ( falls Eigenheim vorhanden) Fremden für einen längeren Zeitraum denn Einlass verwehren?


1
 
 girsberg74 14. September 2026 
 

Ad @Wilolf

Also ich habe das so genommen, dass Peter Winnemöller von einem anderen einen geradezu zwingenden Gedanken erhalten und dieser, gleich einem besonderen Ohrwurm, sich bei ihm (eine Zeitlang) festgesetzt hat(te) und sein Denken / Tun leitet(e).

Etwas undramatischer: Ihm war ein besonderes Licht aufgegangen, das ihn zwingend beschäftigt(e).


1
 
 René_007 14. September 2026 
 

Neuer Bischof von Speyer / Beten wir

Wenn ein katholischer Politiker wie C. Schaufert im Bistum Trier wegen seiner AfD-Nähe kirchlich gemaßregelt wird, muss die Frage erlaubt sein, ob die Kirche inzwischen politische Gesinnungsprüfung betreibt\.
Warum hören wir von den Bischöfen so wenig darüber, dass Grüne und Linke Positionen vertreten, die dem katholischen Schutz des ungeborenen Lebens widersprechen?
Wenn die Kirche politische Maßstäbe anlegt, dann bitte für alle Parteien gleichermaßen und ohne Scheuklappen.
Für den neuen Bischof von Speyer sollten wir deshalb beten und hoffen, dass er Christus, den Glauben und die Sakramente in den Mittelpunkt stellt – gerade auch angesichts der Personalie seines Generalvikars M. Sturm, der selbst von der katholischen zu den Altkatholiken übergetreten ist, ein Überläufer.
Willy Brandt trat wegen der Guillaume-Affäre als Bundeskanzler zurück – hätte der Bischof auch tun sollen, Sturm hatte ihn ja während seiner Krankheit monatelang vertreten und - aus meiner Sicht - Schaden angerichtet


3
 
 Versusdeum 14. September 2026 
 

@Toretto

Vielleicht recherchieren Sie mal nach z.B. folgenden Namen. Oder besser nicht, denn das könnte Ihre Vorurteile irritieren:
- Achille Demagbo
- Serge Menga
- Anna Nguyen
Und zum Nachdenken über woken Irrsinn, der im Namen des Antirassismus rassistisch cancelt, ein Link zu einem Interwiew mit Andrew Onegbu, dem wackeren Wirt des “Zum Mohrenkopf” in Kiel (keine Sorge, hat m.W. hat nichts mit der AfD zu tun). Übrigens hatte sich einmal ein Pärchen in seinem Lokal beim Kellner über den angeblich rassistischen Namen beschwert und verlangte nach dem Geschäftsführer. Als Onegbu kam, sagten sie: "Nein, wir wollen den Geschäfstsführer sprechen!". Tja: "Wer behauptet, er habe keine Vorurteile, der hat die meisten" (sa das Fazit einer Themenstunde im DLF vor langer Zeit).

www.rnd.de/panorama/kieler-restaurant-zum-mohrenkopf-warum-ein-schwarzer-gastronom-sein-lokal-nicht-umbennen-will-IP4ZSRMOHFCCXLAFCPNBBZWCGY.html


5
 
 Versusdeum 14. September 2026 
 

@Toretto Können wir bitte diesen Unsinn zumindest hier lassen. ja?

Jeder Staat beruht buchstäblich existentiell aus zwei Bestandteilen: Einem Staatsgebiet und einem Staatsvolk. Wenn wir jeden Menschen auf der Welt dort leben lassen würden, wo er will, würde insbesondere in den bisher sicheren und bessergestellten Staaten (vor allem im Wunschziel Deutschland) schnell jede Ordnung zusammenbrechen - so, wie wir es in Deutschland gerade immer schneller erleiden. Das Ergebnis: Sozialismus, die gleichmäßige Verteilung des Elends. Das Problem dabei: Der Abstieg begann in Deutschland fast unmerklich, so dass die meisten ihn gar nicht wahrnahmen, was auch an der systematischen Vertuschung der Nebenwirkungen und am etwa 2 Wochen zurückreichenden Gedächtnis und der durch nichts zu erschütternden regierungshörig- und gläubigkeit vieler "Wähl-Enden" lag. Und die junge Generation hat das sichere, Wohlhabende und international zwar nicht geliebte, aber respektierte und bewunderte, Deutschland nicht einmal mehr kennengelernt, nur die patholigische Karikatur dessen.


5
 
 Aventinus 14. September 2026 
 

nochmals zu @Toretto - das damals bis 1945 war fei kein "Wehrdienst" ...

... wie Sie schreiben - das war Zwang zum Einsatz des eigenen Lebens im Waffenkampf an einer tödlichen Front für ein kriegerisch-expansives christen- und judenhassendes Regime in "Großdeutschland", das bei Kriegsausbruch zuvor schon auch massenweise Kleriker in Konzentrationslager gesteckt und z.T. bereits umgebracht hatte: mit der Ankündigung der Vollendung dieser Christenbeseitigung in großem Stile nach gewonnenem Krieg.
Und auch bei den heutzutage radikal nicht wählbaren Ideologien "vergessen" Sie in Rosinenpickermanier seltsamerweise anscheinend ungenehme, in obigem Text dennoch aufgezählte: nämlich die Parteien mit Ideologien ... wider die christliche Anthropologie ... oder die das Leben eines Menschen an seinem Anfang und an seinem Ende hin menschlicher Willkür verfügbar machen ... Parteien, deren Vertreter das Volk systematisch belügen ... Parteien, die nicht dem Wohl des Volkes dienen ... . Da bleiben dann nicht mehr allzuviele heutige (etablierte) Parlamentsparteien übrig?


3
 
 ilomego 14. September 2026 

Wer sich auf das Christentum beruft ...

@Toretto: "Wer sich auf das Christentum beruft, kann keine Ideologien unterstützen, die Menschen aufgrund ihrer Herkunft, Rasse oder Nationalität ausgrenzen." Klingt gut, wird der Komplexität des Problems aber nicht gerecht. Denn seit 2015 sind laut statista.com die Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung von 12.627 (2015) auf 43.557 (2025) polizeilich erfasster Straftaten angestiegen, wobei Menschen aus bestimmten Ländern deutlich überrepräsentiert sind.
Im neuen Pisa-Vergleich schneiden Schülerinnen und Schüler in DE so schlecht ab wie nie zuvor. In Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften wurden in der Studie bei den getesteten 15-Jährigen "die niedrigsten Kompetenzwerte seit Beginn der Pisa-Erhebungen erzielt". Auch eine Folge von Klassen mit 50% und mehr Migrantenanteil.
„Wer sich auf das Christentum beruft, kann keine Parteien unterstützen, die sehenden Auges unsere Kinder dem kognitiven Niedergang und einer immer stärkeren Gefährdung durch sexuelle Gewalt aussetzen.“

de.statista.com/statistik/daten/studie/1079579/umfrage/opfer-von-straftaten-gegen-die-sexuelle-selbstbestimmung-in-deutschland/


5
 
 rorro 14. September 2026 
 

Ich wünschte es wäre nicht der Grund,

doch ich glaube, so lange man immer noch monetär sorgenfrei als Laienfunktionär unter dem Krummstab wird leben können, weiter sein leistungsunabhängiges Geld bezieht, wird sich die Situation nicht ändern.

Es gibt zwei Gründe etwas zu ändern: entweder man muß - finanziell - oder man brennt für etwas. Letzteres tun die wenigsten, ersteres fällt weg.

Also weiter wie gehabt, mit denselben Ergebnissen wie gehabt.


1
 
 Aventinus 14. September 2026 
 

@ Toretto - Sie erzählen leider nur die eine Hälfte dieser Jägerstätter-Einzigartigkeit:

mit seiner Entscheidung der unbedingten Waffendienstverweigerung für Hitlers Kriegs- und Vernichtungsfeldzüge ging er in Total-Opposition zum katholikenhassenden 3. Reich (dessen Ankündigung "Erst der Knoblauch - dann der Weihrauch" jedem Christkatholiken von Anfang an die Augen öffnete).
Franz Jägerstätter ging aber genauso in strikte Opposition zu seinem Bischof (!), der ihn mit dem lauwarmen Vorwurf abtun und abhalten wollte, daß Jägerstätter hiermit ein Selbstmörder und damit außerhalb der Kirche wäre! Heute wäre Jägerstätter sehr wahrscheinlich dezidiert ein Opponent des allzu staatsumarmenden Schmusekurses der DBK-Bischöfe.


3
 
 Wilolf 14. September 2026 
 

@Toretto: Wer sich auf das Christentum beruft,

kann aber auch keine Ideologien unterstützen, die Menschen aufgrund ihrer Schwäche (Ungeborene oder Alte&Kranke) töten lassen.
Es ist egal aus welcher Richtung die Ideologie kommt: Ein Christ kann auch nicht zu Hitlers Morden „nein“ sagen und zu Stalins Morden „ja“.
Hat Hr. Winnemöller nicht Recht? Sollten wir als Christen statt heilig etwa internationalsozialistisch werden?


5
 
 Stefan Fleischer 14. September 2026 

Kirche und Politik

Auf dem Heimweg kam mir die Frage, ob das Problem seine Wurzeln nicht im Paradigmenwechsels von gottzentriert zu menschzentriert hat. Die Kirche wird so immer mehr eine rein weltliche Organisation, denkt und handelt und urteilt nach rein menschlichen Massstäben, passt ihre Organisation weltlichen Strukturen an. Der menschliche Wille reisst so alle Macht an sich, und zerreisst damit die Einheit, bis hinein in den Glauben. Die Folgen sind Parteiungen auf allen Ebenen mit Grabenkämpfen innerhalb der Kirche und gegen aussen. Dagegen gibt es nur ein Mittel. Wir müssen Gott wieder ins Zentrum stellen, uns in allem ihm unterstellen. Gott muss wieder wahrhaft Gott werden, unser Herr, und Herr der ganzen Welt. Das würde uns wieder eine Einheit schenken, wie sie die Welt nicht zu schaffen vermag. Das würde uns wieder glaubwürdig machen und eine Autorität verschaffen, von welcher rein menschliche Organisationen nur träumen könnten.


3
 
 Toretto 14. September 2026 
 

Der Sel. Franz Jägerstätter zog eine unmissverständliche Linie, die bis heute als fundamentales historisches und moralisches Vorbild dient. Der oberösterreichische Landwirt verweigerte im Zweiten Weltkrieg aus tiefstem christlichen Glauben den Wehrdienst für das NS-Regime und bezahlte diese Entscheidung 1943 mit seinem Leben

Sein radikaler Schritt verdeutlicht auf historische Weise genau das, was heute auch Erzbischof Koch anspricht: Die absolute Unvereinbarkeit von christlichen Grundwerten und menschenverachtenden politischen Ideologien

Wer sich auf das Christentum beruft, kann keine Ideologien unterstützen, die Menschen aufgrund ihrer Herkunft, Rasse oder Nationalität ausgrenzen.


2
 
 serafina 14. September 2026 
 

@Riedkatholik

"... wo der politische Feind AfDlern den Handgruß verweigert ..."
oder wie der Vizekanzler, der selbst zugegeben hat, dass er den Aufzug nicht betreten hat, als er "die Weidel" darin gesehen hat.
Das ist einfach allerunterste Schublade!


7
 
 Wilolf 14. September 2026 
 

I understand only railway station

Reel, habe ich nachgeschlagen, ist ein schottischer Volkstanz. Und die Timeline kann ich als Zeitstrahl noch selbst übersetzen.
Aber wie kann ein Volkstanz in einen Zeitstrahl gespült werden???


1
 
 Riedkatholik 14. September 2026 
 

Teil 2: Die andere, die christliche AfD

Fortsetzung:..erhält und diesem letztendlich verantwortlich ist. Das Volk schulde ihm Gehorsam und Respekt.Diese MdB, der in seiner "Freizeit" als Seelsorger und Prediger in Freikirchen unterwegs ist, berichtete auch, dass er z.B. bei Gremiensitzungen den Bundeskanzler deshalb freundlich grüßt und ihm die Tür aufhält. Ich finde dies bemerkenswert geraden in diesen AfD-feindlichen Zeiten, wo der politische Feind AfDlern den Handgruß verweigert oder gar vor ihnen ausspuckt. Oder wenn sich sog. kath. Bischöfe wie Heiner Koch abfällig über die AfD äußern. Ein solches Kochsche Verhalten müsste auf ihn zurückfallen und wie Feuer in einer Wunde brennen. Der AfD-Mann dagegen zeigt, was Christentum sein kann.


6
 
 Riedkatholik 14. September 2026 
 

Teil 1: Jedem Satz Zustimmung. Die andere AfD.

Könnte jeden Satz Ihres Beitrags unterschreiben. Insbesondere Ihre Kritik an dem Umgang mit der AfD und der angeblichen Nicht-Wählbarkeit dieser Partei, die sich sehr konterkarieren lässt mit den unchristlichen Positionen der Altparteien. In der vergangenen Woche schrieb ich einem AfD-MdB, weil er auf das erste Zuhören seiner Rede etwas vermeintlich Unerhörtes sagte. Er bekam auch gleich eine "verbale Abreibung" durch unseren allbekannten Moralapostel Jens Spahn. Dieser AfD-Abg. fügte eine werschätzende Anrede für den "geschätzten Präsidenten Trump und den geschätzten Präsidenten Putin" ein. Man stutzt dabei schon mal, denn die ganze politische und auch die kirchliche Welt ziehen sowohl über Trump als auch erst recht über Putin her. Dieser AfD-Mann beantwortete meine Nachfrage mit der Bibel, was Normalchristen vielleicht etwas ungewöhnlich vorkommen mag. Er bezog sich auf den paulinischen Herrschaftsbegriff. Herrschaft als Gottesgnadentum. Der Herrscher, der seine Vollmacht durch Gott


4
 
 Stefan Fleischer 14. September 2026 

Die Gretchenfrage

„Nun sag, wie hast du’s mit der Religion?“ Sollten wir nicht unseren Bischöfen wieder einmal diese Frage stellen? Besser wäre es natürlich, wenn diese sich die Frage selbst stellen würden. «Welche Rolle spielen der Glaube, die Kirche, die Sakramente in meinem Leben? Wo auf meiner Prioritätenliste steht bei mir das ewige Heil der Seele, mein eigenes, aber auch jenes der mir anvertrauten Gläubigen und Ungläubigen meines Bistums? Und nicht zuletzt, was hat Gott in meinem Leben zu sagen? Ist er tatsächlich noch mein Herr, wie ich es so oft in der Liturgie sage?» Dabei ist natürlich nicht verboten, wenn jeder und jede von uns sich ebenfalls immer wieder mir diesen Fragen für sein eigenes Leben beschäftigt. Mehr wahrhaft gläubige, religiöse Menschen könnten unseren Hirten eine starke Stütze sein.


5
 
 dasUrmel 14. September 2026 
 

AFD - Kirchen - Kirchensteuer

Das Verhalten vieler Bischöfe soll also Krise angesehen werden. Die Kirchen schweigen mehrheitlich zu den Messer- und sonstigen Morden, zu den Vergewaltigungen und sonstigen schwersten Straftaten, zur Ausplündungen unserer Sozialsysteme schweigen und stimmen damit zu. Oder sie finden entschuldigende Worte ür die Mörder, Vergewaltiger usw. Nach den Morden von Solingen begann ein katholischer Gottesdienst im Fernsehen mit den Worten: "Wir denken an Solingen. Wir sollen jetzt nicht sagen, dass alle Ausländer schlecht sind und wir die Schotten dichtmachen sollen!" - Kein Wort des bedauerns und des Mitleids für die Ermordeten und deren Angehörige. Ich habe dann den Ausschaltknopf betätigt.

Schon seit Jahren treten ja viele freiwillig aus den Amtskirchen aus, weil diese den Menschen das vermittelt, was Jesus Christus nicht gelehrt und nicht gewollt hat. Jesus Christus hätte bestimmt Niemanden ausgeschlossen, der "falsch" gewählt hat.


6
 

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