Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Afd-Sieg in Sachsen-Anhalt - Panik bei den Kirchen
  2. 'Und ich dachte, es müßte um Gott und das Heil der Seelen gehen. Ich bin ja so naiv'
  3. Jesuitenpater Thomas Reese mit irrer Aussage: ‚Warum ich die alte lateinische Messe hasse‘
  4. Liebe 'Deutsche Kirche', ihr seid Heuchler vor dem Herrn!
  5. Ermahnung zur parteipolitischen Neutralität
  6. Nicht mehr zu retten - Zum Substanzverlust der Kirche
  7. Ein Drittel der 15-Jährigen in Deutschland kann nicht mehr ausreichend lesen oder rechnen!
  8. Wahl in Sachsen-Anhalt: AfD auch bei Kirchenmitgliedern stärkste Kraft
  9. ‚Synodalität – ein Wort ohne Begriff? Ein erfundenes Narrativ macht Karriere
  10. Papst bereitet Debatte zu strittigen Lehren seines Vorgängers vor
  11. Kritik von Theologen an der Beurlaubung von P. Edmund Waldstein
  12. 'Denn es wird nicht zu dem kommen, was diese Lügner versprechen.'
  13. US-Präsident Donald Trump gratuliert Katholiken zum Fest Maria Geburt
  14. Leere der kirchlichen Lehre
  15. Wundersame Heilung, eine Marienerscheinung und Berufung mit 4 Jahren

Päpstlicher Kulturminister verabschiedet Leonard Cohen auf Twitter

11. November 2016 in Kultur, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Kardinal Ravasi twittert zum Tod des weltbekannten Singer-Songwriters ein Zitat aus dessen Hit "Hallelujah"


Vatikanstadt-Montreal (kath.net/KAP) Der Präsident des Päpstlichen Kulturrates, Kardinal Gianfranco Ravasi, hat sich auf seine Art vom verstorbenen kanadischen Sänger und Songschreiber Leonard Cohen verabschiedet. Auf seinem Twitter-Account postete Ravasi am Freitag ein Zitat aus Cohens Hit "Hallelujah". Der Kardinal wählte einige Zeilen der Originalversion des Stücks aus dem Jahr 1984, in dem der Künstler sich mit dem Alten Testament auseinandersetzte. Ravasi zitiert die letzten Verse: "I'll stand before the Lord of Song With nothing on my tongue but Hallelujah" (Ich werde vor dem Gott der Lieder stehen, mit nichts auf meiner Zunge als Hallelujah).

Der Chefredakteur der deutschsprachigen Redaktion von Radio Vatikan, Pater Bernd Hagenkord, postete ein Video von Cohens "Hallelujah" auf Facebook mit den Worten "Goodbye great man. We will miss your voice" (Auf Wiedersehen, großer Mann. Deine Stimme wird uns fehlen).


Cohen ist bereits am 7. November in Los Angeles verstorben. Die Nachricht vom Tod des weltbekannten Musikers war von seiner Plattenfirma jedoch erst in der Nacht zum Freitag bekanntgegeben worden. Er wurde 82 Jahre alt. Kardinal Ravasi hatte bereits David Bowie zu seinem Tod im Jänner mit einem Songzitat auf Twitter verabschiedet.

Leonard Cohen wurde am 21. September 1934 in Montreal geboren. Sein Vater Nathan besaß dort ein renommiertes Textilkaufhaus. Der eher stille Knabe erbte von seinem Vater Zurückhaltung und Korrektheit; seine musische Gabe und den Hang zur Melancholie soll er von der Mutter Masha mitbekommen haben, der Tochter eines aus Russland ausgewanderten Talmud-Gelehrten.

Leonards Vorfahren hatten das Judentum in Kanada mitaufgebaut. Urgroßvater Lazarus wanderte in den 1860ern aus Litauen ein. Der angesehene Kaufmann wurde Vorsteher einer Synagogengemeinde, sein jüngerer Bruder Tzvi Hirsch Cohen Oberrabbiner von Montreal.

Cohens Gedichte und Lieder sind voll von religiösen Anleihen, Zitaten, Brechungen und Variationen. Der Song "Who by Fire" etwa greift auf die Liturgie zum Jom Kippur und zum jüdischen Neujahr zurück. Das Album "Various Positions" (1984) enthält unter anderem sein rätselhaftes "Hallelujah" und auch den Song - oder ist es ein Gebet? - "If it be Your Will".

Ein ausgelaugter Cohen suchte Anfang der 1990er die Stille in einem buddhistischen Kloster in den Bergen nahe Los Angeles. Er übte sich in Selbstdisziplin und japanischer Zen-Meditation und wurde 1996 unter dem Namen "Jikan" (deutsch: "der Raum zwischen zwei Stillen") zum Mönch ordiniert - der berühmteste Schüler von Zen-Meister Kyozan Joshu Sasaki (1907-2014).

Cohens jüdischem Glauben tat das keinen Abbruch, wie er erläuterte: Es gehe beim Zen nicht um Anbetung oder ein Gottesbild, sondern um Meditation. "Ich habe eine Religion, und ich suche keine andere. Ich bin ein Jude", stellte er klar.

RIP LEONARD COHEN! - Leonard Cohen: ´Hallelujah´ (Aufnahme von 2009)


Copyright 2016 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
(www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Elija-Paul 12. November 2016 
 

Ruhe in Frieden!

Ich denke er war ein gottsuchender Mensch und dabei war noch vieles durcheinander. Der Herr wird sich ihm jetzt in Liebe und Wahrheit offenbaren! Beten wir für ihn, damit er ihn bald von Angesicht zu Angsicht schauen kann wie er wirklich ist! Ich tue es jedenfalls und auch als Dank für seine Musik! Besonders schön für mich war "Joan of Arc", das er mit Jennifer Warnes gesungen hat. Link unten!

m.youtube.com/watch?v=gtwUyDPXROQ


4
 
 anjali 12. November 2016 
 

Leonard Cohen

Ich habe immer sehr genossen von seiner Musik. Dafuer danke ich ihn.Und ich bin traurig dass er gestorben ist,da er jetzt hier auf Erden keine neue Musik machen kann.


3
 
 Nummer 10 12. November 2016 

Verwirrung pur....

also ich habe bei dem Song "Halleluja" deutlich den Eindruck, dass es Gott in Frage stellt. Schaut Euch mal genau den Text an, offensichtlich wir Gott in Zweifel gezogen, zudem wir ausgerechnet der Sündenfall Davids groß dargestellt. Ich hatte auch das Empfinden, dass es Gott ein Gräuel ist, dass ich diesen Song nicht über meine Lippen bringen soll. Wenn ich mir nun die Biographie anschaue, so ist da auch sehr viel Verwirrung: Buddhistisches Praktizieren soll angeblich verträglich sein mit Judentum.....? Sehr fraglich....


0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Kultur

  1. Norwegischer Bischof Varden: „Gekommen um zu erfüllen“
  2. Eine erschütternde Oper nach einer Erzählung von Gertrude von Le Fort
  3. Chef der Vatikan-Bibliothek: Papst Leo ist ein Mann der Kultur
  4. Beethoven war "religiös mit fast missionarischem Anliegen"
  5. COL1972 - US-Frauen starten mit Pro-Life-Label die Modewelt-Revolution
  6. Oh Dio – Gott in der Oper
  7. ‘Stille Nacht’-Jubiläum mit Landesausstellung an neun Orten
  8. Wien: Bühnenpremiere von ‘Der Engel mit der Posaune’
  9. 'Ich glaube, dass niemand ohne Glauben leben kann'
  10. Estnisches Nationalmuseum: Keine Tritte mehr für Marienbild






Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  3. Aus Finanzgründen vermietet Church of England ihre Kathedralen für moderne Musik- und Discoevents
  4. Ermahnung zur parteipolitischen Neutralität
  5. Maria, die Mutter des Friedens
  6. Leere der kirchlichen Lehre
  7. Afd-Sieg in Sachsen-Anhalt - Panik bei den Kirchen
  8. Debatte um (politischen) Islam: Österreichische Ministerin für Verbot von Muslimbruderschaft
  9. Universität Texas A&M: 650 Personen bereiten sich auf Eintritt in die katholische Kirche vor
  10. Zwei muslimische Feiertage könnten bald in Kalifornien staatlich anerkannt werden
  11. Tausende beim „March for Life“ durch London – 15 katholische Bischöfe mit dabei
  12. Papst bereitet Debatte zu strittigen Lehren seines Vorgängers vor
  13. Die Freiheit der Liebe und die Einheit im Gebet
  14. Der Name 'Maria' - Ein „bitteres Meer“ und Schrecken der Dämonen
  15. Papst Leo XIV. spricht mit Erzbischof Gänswein

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz