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| ![]() „Das Ende von Maria 2.0“vor 40 Minuten in Buchtipp, 1 Lesermeinung „Zu einer Massenbewegung ist Maria 2.0 übrigens seit 2019 nicht geworden. Da hilft auch die zweifelhafte Unterstützung der Komikerin Carolin Kebekus nicht.“ – Leseprobe aus: „Die Kirche schafft sich ab: Die Katholische Kirche auf Abwegen“ Berlin (kath.net) Alle Macht den Frauen Auf Facebook, ihrer Webseite und in einer Petition riefen die Maria-2.0-Initiatorinnen Katholik(inn)en (!) also dazu auf, den Gottesdiensten und kirchlichen Ehrenämtern für eine Woche fern zu bleiben, um Druck auf den Klerus und die Hierarchie auszuüben – und zu zeigen: Ohne Frauen gehe es nicht. Parallel fanden Gottesdienste, Mahnwachen und Veranstaltungen im Freien statt. Die Gruppierung Maria 2.0 entstand als Antwort auf das tradierte Marien- und Frauenbild der „schweigenden und dienenden“ Frau, so die Initiatorinnen. Dies sei abwertend und längst überholt, daher der Zusatz „2.0“, der für einen Neuanfang steht. In dem Aufruf der Gruppe hieß es: „Wir rufen [...] alle Frauen auf, in einen „Kirchenstreik“ zu treten: Wir betreten keine Kirche mehr und tun keinen Dienst. Vor den Kirchen werden wir Gottesdienst feiern und unsere Klagen und Forderungen nachdrücklich und kreativ zum Ausdruck bringen.“ In einer bundesweiten Protestaktion schlug die Reforminitiative 2021 sieben Thesen für den Zugang von Frauen zu Kirchenämtern an die Türen katholischer Kirchen. Unterstützung kam von der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands und dem Katholischen Deutschen Frauenbund. Franz-Josef Bode, Bischof von Osnabrück, zeigte großes Verständnis für die Aktion. Zwar sei problematisch, dass Frauen die Eucharistiegemeinschaft verließen und in Pfarrsälen eigene Feiern abhielten, aber man müsse die „Ungeduld“ wahrnehmen, hinter der eine „ganz tiefe Verletzung“ vieler in ihrer Kirche aktiver Frauen stehe: „Dass sie sich in Kirche nicht so angenommen fühlen, wie es ihrem Einsatz entspricht.“ Zahlreiche Frauen fühlten sich durch die Ankündigung des Kirchenstreiks motiviert und organisierten daraufhin ebenfalls Streikaktionen an vielen Orten im gesamten Bundesgebiet. Ein Aufruf zum Boykott von Gottesdiensten bedeutete eine neue „Qualität“ in der Auseinandersetzung innerkirchlicher Kräfte mit der katholischen Kirche. In einem offenen Brief, der in der ZEIT veröffentlicht wurde, forderte Maria 2.0 Frankfurt die Kleriker sogar auf, zu heiraten und Kinder zu bekommen. „Kleriker heiratet und bekommt Kinder! Lernt zu lieben! Seid ganz Menschen – so wie Gott Mensch sein wollte! Steigt herab von euren hohen Rössern und goldenen Thronen! Steigt heraus aus euren Gräbern einer vorgestrigen Theologie! Lasst endlich eure toten Traditionen hinter euch, lasst alles hinter euch, was euch hindert zu Gott!“ Das Ende von Maria 2.0 Mit derartigen Forderungen entfernte sich Maria 2.0 von einfachen, frommen und glaubenstreuen Katholikinnen. Die Mutter Gottes wurde instrumentalisiert, ihr Name mit Forderungen nach der „Priesterinnenweihe“ verbunden. Viele Gemeindemitglieder waren und sind mit derartigen Ideen von Maria 2.0 nicht einverstanden. Diana Brenneke beispielsweise, von der Benrather Gemeinde St. Cäcilia, war der Überzeugung, die Kirche brauche im Augenblick vor allem die Unterstützung ihrer Mitglieder, um die Gemeinden wieder zu beleben, jedoch keinen neuen Thesenanschlag, wie einst bei Martin Luther. Zu einer Massenbewegung ist Maria 2.0 übrigens seit 2019 nicht geworden. Da hilft auch die zweifelhafte Unterstützung der Komikerin Carolin Kebekus nicht. Die Mitbegründerin der Reformbewegung Maria 2.0, Elisabeth Kötter, begrüßte die Unterstützung durch Kebekus mit folgenden Worten: „Eine Frau, die so stark für unsere Ziele kämpft, gehört zu uns.“ Kebekus ihrerseits rappte unterirdisch primitiv mit den Worten: „Bei der Priesterweihe komm’n wir nicht an die Reihe, nächster Papst wird eher ’n Heide als jemand mit ’ner Scheide.“ und forderte: „Lasst uns rein in euren Pimmelverein.“ Bei solch einladender Werbung wird sich die Kirche vor Eintritten kaum retten können, oder? Die beiden Initiatorinnen von Maria 2.0, Elisabeth Kötter und Andrea Voss-Frick aus Münster traten folgerichtig aus der katholischen Kirche aus, die sie zuvor bereits in Gedanken und Worten zerlegt hatten. Sie wollten zwar katholisch bleiben, aber nicht mehr als Mitglied „der öffentlich-rechtlichen Institution römischkatholische Kirche“. Da sie aber auf die Schnelle keinen Austrittstermin bekamen, konnten sie ihren Austritt erst nach einigen langen Wochen formal vollziehen. kath.net-Buchtipp – Neuerscheinung!
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