Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Das Gratis-Christentum des Hendrik Wüst
  2. Vatikan reagiert auf LGBT-Sexualkonzept für katholische Schulen in Hamburg!
  3. „Trägt der synodale Prozess dazu bei, die Seelen Christus und dem ewigen Heil näherzubringen?“
  4. 'Was ich am Katholizismus schon immer toll fand...'
  5. Ablehnung ökumenischer Konzile ist modernistisch
  6. Tragisches Ende einer Medjugorje-Wallfahrt: Zwölf polnische Pilger sterben bei Busunglück in Ungarn
  7. Der Bischof und der Denunziant
  8. Vor Papstbesuch in Lourdes: Alle Rupnik-Mosaike werden dauerhaft verhüllt
  9. Der vatikanische Synodalismus ist ein Anachronismus
  10. Der Glaube, der Gott nicht loslässt
  11. Die denkwürdige Wandlung des Tucker Carlson
  12. SPÖ-Ministerinnen fordern ‚Schutzzonen‘ um Abtreibungskliniken
  13. Papst Leo XIV. nimmt Rücktrittsgesuch von Bischof Wiesemann an
  14. Nach Lebensschutzdemonstration: Zwölf Polizisten von Linksradikalen verletzt
  15. US-Bischof Coakley: 'Wir haben noch nicht das letzte Wort zu Traditionis custodes gehört'

Eine erschütternde Oper nach einer Erzählung von Gertrude von Le Fort

27. November 2025 in Kultur, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Die Oper "Dialogues des Carmélites" erschüttert derzeit die Zuseher an der Wiener Staatsoper - Ein Kulturtipp von Roland Noé


Wien (kath.net/rn)
Erschütternd! Am Ende der Oper "Dialogues des Carmélites" von Francis Poulenc in der bekannten Wiener Staatsoper wollte zuerst nicht einmal so richtig Applaus aufkommen - nicht weil es den Menschen nicht gefallen hätte, sondern weil es ein erschütterndes Ende und selbst für eine Oper unglaubliche viele Opfer mit sich bringt. Eine Schwester nach der anderen wird am Schafott hingerichtet. Die Oper zeigt die Unmenschlichkeit und die Blutrünstigkeit der französischen Revolution und die Standhaftigkeit von heiligen Frauen, die für ihren Glauben in den Tod gehen. Und man fragt sich, warum die Franzosen so ein Ereignis überhaupt feiern können.

Das ganze Drama spielt in Compiègne bei Paris im April 1789.  Im dortigen Karmelitinnenkloster, das bald darauf von den Revolutions-Schergen aufgelöst wurde, kämpft die junge Adelige Blanche de la Force gegen ihre Todesangst. Sie möchte eine "heroisches Leben" frühren. Im Kloster selber geistern bereits die Todesengel und dunkle Gestalten am Rande herum, die das nahende Unheil ankündigen. Und die Klostergemeinschaft ist gespalten. Die Priorin und Blanche halten den Druck nicht aus und fliehen vor dem Tod. Doch Blanche, die von ukrainischen Sopranistin Olga Kulchynska auf wunderbare Weise gesungen wurde, kommt am Ende, als eine Nonne nach der anderen hingerichtet wurde, wieder zurück und singt das Salve Regina zu Ende als die anderen Schwestern, die das berühmte Marienlied gemeinsam begonnen haben, bereits verstorben sind. Die Oper ist nach einer Erzählung von Gertrude von Le Fort und Georges Bernanos und in Wien nach einem Drehbuch von Pfarrer Bruckberger und Philippe Agostini dargestellt. Am Beginn braucht man etwas Geduld, um in die Oper reinzufinden, doch vor der Pause erlebt man eines der schönsten Ave Maria, gesungen von den Wienern Opernstars. Besonders großartig agierte auch Dirigent Ro­bin Tic­cia­ti. Der 42-jährige in London geborene Musiker mit italienischen Wurzeln begeisterte mit einer unglaublichen Leidenschaft und Lebendigkeit das Publikum und man wird damit sogar fast von der dramatischen Handlung auf der Bühne abgelenkt. 


Klarer Opern-Tipp: "Dialogues des Carmélites" - Wien Staatsoper - Am Samstag gibt es für Wien noch Restkarten für die Vorstellung. https://www.wiener-staatsoper

Foto: (c) Wiener Staatsoper


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Gandalf 27. November 2025 

@schillerlocke

DANKE für den Hinweis, wusste ich nicht!


1
 
 Schillerlocke 27. November 2025 
 

Es freut mich,

dass auf dieses Meisterwerk der Gattung Oper aus der Zeit nach dem 2. Weltkrieg aufmerksam gemacht wird. Es handelt sich um eines der eindrucksvollsten Stücke der Gattung überhaupt. Und es sei daran erinnert, dass die Jahrhundertsängerin Anja Silja, die blutjung als Wagner-Sängerin in Bayreuth ihre Weltkarriere startete, später verschiedene Rollen in Poulencs Werk sang. Diese Oper hatte Anja Silja schließlich so tief berührt und geprägt, dass sie sich schließlich bekehrte und sich taufen ließ.


3
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Frankreich

  1. Bistum Nizza stellt Gebetspaket für Berufungen vor
  2. Die Schwarze Madonna von Rocamadour. Ein jahrhundertealtes Marienheiligtum
  3. „Ein Leib, ein Glaube“
  4. In Frankreich nimmt die Zahl der Interessenten am Priestertum zu
  5. Wird der katholische Kinohit „Sacré Cœur“ auch in deutscher Version kommen?
  6. Brief an alle 29-Jährigen – Frankreichs Regierung will über Kinderlosigkeit informieren
  7. Frankreich: Ausgerechnet katholische Presse hatte Kinohit Sacré Cœur zerrissen, rudert nun zurück

Kultur

  1. Norwegischer Bischof Varden: „Gekommen um zu erfüllen“
  2. Chef der Vatikan-Bibliothek: Papst Leo ist ein Mann der Kultur
  3. Beethoven war "religiös mit fast missionarischem Anliegen"
  4. COL1972 - US-Frauen starten mit Pro-Life-Label die Modewelt-Revolution
  5. Oh Dio – Gott in der Oper
  6. ‘Stille Nacht’-Jubiläum mit Landesausstellung an neun Orten
  7. Wien: Bühnenpremiere von ‘Der Engel mit der Posaune’






Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. „Trägt der synodale Prozess dazu bei, die Seelen Christus und dem ewigen Heil näherzubringen?“
  3. Vatikan reagiert auf LGBT-Sexualkonzept für katholische Schulen in Hamburg!
  4. Der Bischof und der Denunziant
  5. Vor 100 Jahren: Guadalupe-Bild heimlich in Kleiderschrank versteckt
  6. Das Gratis-Christentum des Hendrik Wüst
  7. 'Was ich am Katholizismus schon immer toll fand...'
  8. Stift Heiligenkreuz: Abt Maximilian Heim tritt zurück
  9. FEST MARIA KÖNIGIN - Einladung zur Gebets-Novene zur Muttergottes - 13. bis 21. August
  10. Der Glaube, der Gott nicht loslässt
  11. Studie: Weniger Angststörungen in religiös geprägtem Umfeld
  12. Papst Leo XIV. nimmt Rücktrittsgesuch von Bischof Wiesemann an
  13. Frau, dein Glaube ist groß! Die Gnade, die Grenzen überschreitet
  14. Der vatikanische Synodalismus ist ein Anachronismus
  15. Neues Eigentümer-Ehepaar lässt Ex-Epstein-Ranch drei Tage lang exorzieren

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz