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Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht30. September 2026 in Deutschland, 17 Lesermeinungen Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden
Ein Fall aus Salzgitter sorgt für juristisches und gesellschaftliches Aufsehen: Eine Erzieherin wurde von der Caritas entlassen, weil sie für die AfD bei der Kommunalwahl kandidiert hatte. Nun wehrt sich die Politikerin vor dem Arbeitsgericht
Berlin (kath.net/gem/rn)
Im Streit um die Grenzen politischer Betätigung im kirchlichen Dienst kommt es im Herbst zu einer juristischen Auseinandersetzung. Vor dem Arbeitsgericht Braunschweig ist für den 9. Oktober der erste Gerichtstermin in einem brisanten Kündigungsschutzverfahren angesetzt. Geklagt hat eine Erzieherin aus Salzgitter, die bis zu ihrer Entlassung in einer Einrichtung des katholischen Wohlfahrtsverbandes tätig war.
Hintergrund der Kündigung ist die Kandidatur der Frau für die AfD bei der zurückliegenden Kommunalwahl, bei der sie mittlerweile auch erfolgreich in den Ortsrat gewählt wurde. Die Caritas hatte daraufhin reagiert und das Arbeitsverhältnis beendet. Der Verband begründet diesen Schritt mit seinem kirchlichen Selbstverständnis und den Loyalitätsobliegenheiten, die für Mitarbeiter in katholischen Einrichtungen gelten. Demnach sei eine Kandidatur oder aktive Mitwirkung für die AfD unvereinbar mit den Werten und Grundsätzen des katholischen Wohlfahrtswerks, das für Nächstenliebe, Menschenwürde und den Schutz von Minderheiten einsteht. 
Der Fall in Salzgitter könnte Signalwirkung entfalten. Beobachter weisen darauf hin, dass ähnliche Konflikte zwischen kirchlichem Arbeitsrecht und politischer Betätigung in Parteien zunehmen. So steht Medienberichten zufolge ein weiterer Fall bevor: Auch die Kündigung einer Hospizmitarbeiterin, die ebenfalls wegen ihrer politischen Ausrichtung unter Druck geraten war, soll bald vor Gericht verhandelt werden.
Der Prozess berührt grundlegende Fragen des kirchlichen Arbeitsrechts (dem sogenannten „Dritten Weg“), das den Kirchen und ihren Caritativeinrichtungen erweiterte Spielräume bei der Festlegung von Loyalitätsanforderungen einräumt. Kritiker der Caritas-Entscheidung verweisen auf das Grundrecht auf freie politische Betätigung und Meinungsfreiheit, während Kirchenverantwortliche betonen, dass kirchliche Arbeitgeber eine weltanschauliche Glaubwürdigkeit wahren müssen. Die Verhandlung am Arbeitsgericht Braunschweig am 9. Oktober dürfte daher weit über Niedersachsen hinaus Beachtung finden.
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Lesermeinungen| | Steve Acker 1. Oktober 2026 | | | | Die AFD ist säkular sie ist nicht atheistisch.
Ihr Parteiprogramm enthält nichts, was für Christen ein no-go wäre |  5
| | | | | gospas_kind 1. Oktober 2026 | | | | @lakota Kein wirkliches Argument!
Bei den Politikern beispielsweise der Union wird immer alles herangezogen, was sie sagen und wie sie sich verhalten. Die Kongruenz wird hinterfragt und geprüft.
Es ist Ihnen überlassen, das Tun dieser Dame und ihre Äußerungen auch zum Umgang mit Kindern in den letzten Jahren einzuordnen. Ebenso die mausgerutschten Äußerungen. Viele gläubige Katholiken, ihren von Gott geschenkten Verstand nutzend, wissen, wie sie den Kurs dieser Menschen zu verstehen haben. |  3
| | | | | lakota 1. Oktober 2026 | | | | @gospas_kind Bloß mal so:
"Die AfD-Abgeordnete im Europaparlament Beatrix von Storch trug 2014 das Fronttransparent und führte 2015 den Marsch zusammen mit Martin Lohmann an."
Sie engagierte sich von Anfang an sehr für den Marsch für das Leben. (Sollte man einfach mal anerkennen). |  7
| | | | | 8994 1. Oktober 2026 | | | | Wirt1929 Es stimmt vieles von dem, was Sie sagen, ist aber für die Frage, ob die AgD von einem Christen gewählt werden kann, irrelevant. Man kann durchaus der Auffassung sein, dass es bei den etablierten Parteien keine wählbare Partei für Christen mehr gibt, aber die AgD ist hierfür nicht die Lösung. Eher gibt man seine Stimme dann einer Kleinpartei unter bewussten Machtverzicht - eine sehr christliche Lösung -, als dass man mit seiner Stimme atheistischen Nationalismus legitimiert. |  2
| | | | | Wirt1929 1. Oktober 2026 | | | | Folge 2 Der Bundespräsident sollte auf seinen neutral-staatsmännischen Auftrag verwiesen werden. Das Austragen fehlender politischer Durchsetzungskraft durch Verhängung von Berufsverboten in die arbeitende Bevölkerung verhindert keine „falsche" Politik, sondern spaltet die Gesellschaft. Wenn schon christliche Einflüsse auf beiden Seiten weniger Beachtung geschenkt wird, sollten bei allen vernünftig denkenden humanistische Grundlagen im Austausch einbezogen werden. Da werden uns nach den Wahlen in Berlin ganz andere Probleme aufwarten. Nein, sie, wir stehen nicht allein. Ich schätze jeden Foristen in diesem Format, auch wenn einiges weh tut. Das wir uns austauschen können, ist unser aller Gewinn und darum lohnt es sich gemeinsam für den Rechtsstaat einzustehen, gerade bei zutiefst unterschiedlichen Auffassungen. Gerade das schützt dieser gelobt wie kritisch gesehene demokratische Rechtsstaat. Dabei stehen wir gemeinsam unter dem Kreuz CHRISTI aber ohne Regenbogenfahne. |  1
| | | | | Wirt1929 1. Oktober 2026 | | | | @verkünder@DiosMio@8894 Folge 1 Niemand steht allein auf weiter Flur. Besorgniserregend ist die Feststellung verhärteter Fronten im Diskurs mit unnachgiebiger Tendenz. Mich erstaunt wieder einmal der ideologische Eingriff in das Berufsleben mit zerstörerischem Einfluss bei im politischen Ehrenamt aktiven Mitbürgern nicht. Das hatten wir schon in den 1970er Jahren bei der Entlassung eines linkspolitischen Postboten aus dem Dienst. Politische Verschiebungen zaubern diesen ideologischen Unsinn mit harten Folgen für die Betroffenen. Wenn Politik mit nicht genehmen Wahlergebnissen konfrontiert wird, muss zu Meinungsanpassung die Justiz zur Absicherung zu verhängender Berufsverbote herhalten. Damals wie heute falscher Weg. Die gestaltete Politik hat es mit seinen Mandatsträgern in den Parlamenten in der Hand, den aufgezeigten Wählerwillen rechtsstaatlich umzusetzen. Ein die Wähler beschimpfender dogmatisch verbrämter Bundespräsident trägt bewusst zur Gesellschaftsspaltung bei. Fortsetzung folgt |  1
| | | | | Steve Acker 30. September 2026 | | | | 8994 das was Sie da aufführen, ist alles kein Grund dieser Frau, die sich nichts hat zu Schulden und für ein Kommunalamt kandidiert zu kündigen.
Das Verhalten der Caritas ist unmöglich und zutiefst unchristlich. |  3
| | | | | gospas_kind 30. September 2026 | | | | @ DiosMio, 8994, Verkünder Das möchte ich so auch nicht stehen lassen! Für mich ist die AFD ebenso wenig wählbar wie die Linken. Auch von den anderen wähle ich keine aus Begeisterung.
Außergewöhnlich, wie viele AFD-Bundestagsabgeordnete jetzt plötzlich z. B. den Marsch für das Leben für sich entdeckt haben und das medienwirksam posten. Wo waren die in den Jahren zuvor?
Lange Rede, kurzer Sinn: viele gläubige Katholiken stehen auf der selben Seite! |  2
| | | | | 8994 30. September 2026 | | | | @verkuender, @DiosMio: Danke! |  3
| | | | | verkuender 30. September 2026 | | | |
@DiosMio und 8994
Wir stehen in der Tat nicht alleine auf weiter Flur. |  4
| | | | | 8994 30. September 2026 | | | | @DiosMio Seien Sie versichert, Sie stehen nicht allein auf weiter Flur - auch hier im Forum gibt es eine Mehrheit, die sich nicht der Propaganda dieser Partei hingibt, sie ist nur nicht die ganze Zeit am Tippen wie die wenigen, die verzweifelt versuchen, dieser Truppe einen christlichen Anstrich zu verpassen. |  3
| | | | | DiosMio 30. September 2026 | | | | 8994 so denke ich auch aber stehe allein auf weiter Flur… |  1
| | | | | 8994 30. September 2026 | | | | ... Sehr gut - wer für eine atheistisch-nationalistische Putinpartei eintritt, die sich von Ex-SEDlern und Pornoproduzenten im Landtag vertreten lässt und deren Führungspersonal etwas von wohltemperierten Grausamkeiten fantasiert, der sollte auch nicht bei einem kirchlichen Arbeitgeber arbeiten.
Und jetzt warte ich gespannt auf einen "Aber die anderen"-Kommentar aus einer gewissen Ecke... |  3
| | | | | Versusdeum 30. September 2026 | | | | Widerspricht Grundgesetz und kirchlichem Arbeitsrecht Das Grundgesetz garantiert, dass niemand wegen seiner politischen Überzeugungen diskriminiert werden darf und das skandalöse neue kirchöiche Arbeitsrecht hat festgelegt, dass niemandem mehr wegen seines persönlichen Lebenswandels gekündigt werden darf, egal, wie schwer und öffentlich er auch z.B. die Ehe gebrochen hat. Sich am demokratischen Diskurs zu beteiligen und damit die Demokratie zu stärken, indem man für eine nicht verbotene Partei* kandidiert, kann erst recht kein Kündigungsgrund sein.
* Nein, was der den Innenministern gegenüber weisungsgebundene Inlandsgeheimdienst ("Verfassungsschutz") behaupten muss oder will, nimmt zumindest im noch die linke Diktatur der Partei "Die Linke" (SED) in den Knochen habenden Osten des Landes keiner mehr ernst. In Thüringen hatte der VS-Chef seine Einstufung offenbar sogar an der Behörde vorbei verkündet! "L'Etat, c'est moi!" |  7
| | | | | CusanusG 30. September 2026 | | | | In D ist die kath. Kirche antikatholisch bis antichristlich, aber politisch korrekt Während solche Schildbürgerstreiche wie die Kündigung der untadeligen Mitarbeiterin mit aller "moralischen" Härte und wider jegliches Recht durchgezogen werden, schweigt man in Berlin zu den gruseligen Entwicklungen und der Wahl der linksextremen SED-Nachfolgepartei mit Islamistischer Wähler- und Kandidatenmannschaft. Natürlich würde man solche Leute auch nicht aus der Caritas werfen, haben sie - wenn auch keinen kath. Glauben - doch immerhin das gleiche Ziel: Steuermittel für die Migration in die Caritas-Kasse zu spülen. Deswegen verteilt man bei der Caritas auch einen Preis an Frau Merkel, die beste Akquisiteurin von Steuermitteln, die die Caritas je hatte.
Zur gleichen Zeit ernennt die DBK die Herren Overbeck und Hese zu den Verantwortlichen für Familie und Glauben - was soviel sagen will, wie "außer an Gender glauben wir gar nichts". Es ist an der Zeit, dass diese linksgrüne Funktionärs- und Säkularkirche in D ihr verdientes Ende findet. |  8
| | | | | Johannes14,6 30. September 2026 | | | | Die CARITAS ehrt Angela Merkel mit dem "Elisabeth - Preis".
Die Laudatio hielt SARAH BOSSETTI
(die "UNGEIMPFTE" als "BLINDDARM der Gesellschaft" bezeichnete).
Und: Follow the Money -- Caritas, Diakonie etc verdienen nicht schlecht im Geschäft mit den Flüchtlingen. www.youtube.com/watch?v=atW4xwI5gjA ab Min 3:58 |  8
| | | | | Riedkatholik 30. September 2026 | | | | Politische Brandmauer ist unkatholisch Über den Wert bzw. Unwert einer politischen Brandmauer möge man hier die Artikel von Ludwig Kardinal Müller lesen. Sie ist schlicht unkatholisch, weil sie die Gewissensfreiheit des Menschen missachtet. Außerdem behandeln die linksgrünrotschwarzen Gesinnungsvertreter in den Kirchen- und kirchennahen Gremien unkatholisches politisches Verhalten (Abtreibung, Schwulenehe, Transgender, Wokeness etc.) mit watteweicher Toleranz und Akzeptanz, dass man sich fragt, was daran noch römisch-katholisch sein soll. Und man fragt sich auch, was man eigentlich noch in diesem pseudoreligiösen Verein verloren hat. Ich jedenfalls habe meine Spenden für solche Vereine und Kirchenprojekte gekündigt und überweise meine Spenden an wirklich römisch-katholische Vereine. Meine Ortskirche bekommt noch nicht einmal 1 Ct. in den Klingelbeutel. |  15
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