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Lebensschützer über Trump: Gemischte Bilanz nach dem ersten Jahr der zweiten Amtszeit

30. Jänner 2026 in Prolife, keine Lesermeinung
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Während seiner ersten Amtszeit habe der US-Präsident eine konsequente Lebensschutzpolitik verfolgt. Mittlerweile habe er aber einige Positionen geändert, kritisieren Vertreter von Lebensschutzbewegungen.


Washington D.C. (kath.net/LifeSiteNews/jg)
US-Präsident Donald Trump ist seit einem Jahr im Amt. Lebensschützer haben dies zum Anlass genommen, seine bisherige Politik zu bewerten. Die Urteile fallen gemischt aus. Während es in einigen Bereichen Fortschritte gebe, lassen die Maßnahmen in anderen Bereichen aus ihrer Sicht zu wünschen übrig, sagen Vertreter von Lebensschutzorganisationen.

Kelsey Pritchard, Sprecherin der Lebensschutzorganisation Susan B. Anthony Pro-Life America, sagte gegenüber EWTN, dass es zu Beginn der Amtszeit Maßnahmen für den Lebensschutz gegeben habe. Im wichtigsten Bereich habe sich aber nichts getan, nämlich hinsichtlich der Abtreibungspillen. Mehr als 60 Prozent der Abtreibungen in den USA werden mit Abtreibungspillen durchgeführt. Kelsey erinnerte daran, dass die Lebensmittel- und Medikamentenbehörde Food & Drug Administration (FDA) im Oktober 2025 eine generische Abtreibungspille zugelassen habe. Die Regierung steht auf dem Standpunkt, es habe sich um eine Formalität gehandelt, bei der sie nicht anders hätte entscheiden können. Kritiker meinen hingegen, die Zulassung hätte verweigert werden können – und sollen.


Joseph Meaney vom National Catholic Bioethics Center spricht von einem weit verbreiteten Gefühl, dass Trump in seiner zweiten Amtszeit Themen, die der Lebensschutzbewegung wichtig sind, keine hohe Priorität einräumt. Dennoch sei anzuerkennen, dass die Regierung Trump viele Pro-Abtreibungsmaßnahmen der Regierung Biden wieder aufgehoben habe und die Regierung keine Forschung mit Geweben aus abgetriebenen Föten finanziert, sagt Meaney.

Die schärfste Kritik kommt von Peter Laffin, Herausgeber des Washington Examiner. Er nannte die Regierung Trump-Vance die „lebensfeindlichste Republikanische Regierung der Geschichte“.

Eine positivere Einschätzung kommt von Kristan Hawkins, der Präsidentin von Students for Life. Sie habe viele Anrufe von Medien bekommen, die ständig darüber berichten, wie enttäuscht die Lebensschutzbewegung von der Regierung Trump sei. Ihr Ziel sei es, die Lebensschützer, die ein wichtiger Block an Wählern sei, vor den Wahlen 2026 zu entmutigen. 

Tatsächlich habe es „enorme Fortschritte“ für den Lebensschutz gegeben. Als Beispiel führt sie an, dass Planned Parenthood Mittel gestrichen worden seien. Ein wichtiges Anliegen sei jetzt das Verbot des Versands von Abtreibungspillen. 

Lila Rose, Gründerin von LiveAction, hat Trump vor der Wahl 2024 kritisiert. Sie hat den Präsidenten während seiner Amtszeit für seine Handlungen sowohl kritisiert als auch gelobt. Vor kurzem hat sie sich mit Vertretern der Regierung im Weißen Haus getroffen. Nachher sagte sie, dass sie sich darauf freue, mit der Regierung zusammenzuarbeiten, um Abtreibungen abzuschaffen.

Trump hat während seiner ersten Amtszeit 2017 bis 2021 eine konsequente Lebensschutzpolitik verfolgt. Nach den Wahlen 2022 änderte er seine Linie und vertrat die Ansicht, dass das schlechte Abschneiden von Kandidaten der Republikanischen Partei auf eine zu kompromisslose Linie in der Abtreibungsfrage zurückzuführen sei. Im Wahlkampf 2024 schloss er ein USA-weites Abtreibungsverbot aus und trat für eine Regelung der Abtreibungsfrage auf Ebene der Bundesstaaten ein.

Er hat die Entscheidung von Präsident Biden nicht aufgehoben, der sich geweigert hatte, Gesetze, die den Versand von Abtreibungspillen in andere Bundesstaaten verbieten, durchzusetzen, obwohl damit bestehende Abtreibungsverbote umgangen werden. Lebensschützer hatten gehofft, dass sich diese Position der Regierung ändern werde, nachdem diese versprochen hatte, die Risiken von Abtreibungspillen zu überprüfen. Bis jetzt ist diese Prüfung zum Leidwesen der Lebensschützer noch nicht abgeschlossen. 

Bei der Streichung von Bundesmitteln für Abtreibungen hat Trump die Lebensschutzpolitik seiner ersten Amtszeit am konsequentesten fortgesetzt. Er hat den Hyde-Zusatz und die „Mexico-City-Politik“ wieder eingeführt, die nichtstaatlichen Organisationen die Verwendung von Steuergeld für Abtreibungen außerhalb der USA verbietet. Der Hyde-Zusatz verbietet die Verwendung von Steuergeld für Abtreibungen in den USA.

Eine weitere Änderung nahm Trump in seiner Haltung zur In-Vitro-Fertilisation (IVF) vor. Er positionierte sich ab 2024 als ausdrücklicher Befürworter der IVF und wollte den Zugang dazu erleichtern. Im Oktober 2025 kündigte er an, die Kosten für IVF senken zu wollen.

 


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