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US-Bischöfe rufen Amerikaner zu Gebet und Aktionen gegen Abtreibungspillen auf

4. August 2026 in Prolife, 1 Lesermeinung
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Durch den Versand von Abtreibungspillen können bestehende Abtreibungsverbote umgangen werden. Frauen bleiben ohne direkte medizinische Betreuung, kritisieren die Bischöfe.


Washington D.C. (kath.net/LifeNews/jg)
Die katholische Bischofskonferenz der Vereinigten Staaten (USCCB) hat eine landesweite Einladung an Katholiken ausgesprochen, bis Ende Oktober gegen Abtreibungspillen zu beten und Maßnahmen zu ergreifen. Die Aufforderung kommt von Paul S. Coakley, Erzbischof von Oklahoma City und Präsident der USCCB, und Daniel Thomas, Bischof von Toledo und Vorsitzender des Ausschusses der Bischofskonferenz für Lebensschutz-Aktivitäten.

Die Kampagne beginnt am 18. August und läuft durch den Monat Oktober, welcher dem Respekt vor dem Leben gewidmet ist. Die Bischöfe bitten die Gläubigen, für das Thema zu beten, sich über die Gefahren der Abtreibungspillen zu informieren und Apotheken sowie Pharmaunternehmen zu kontaktieren, die an deren Verbreitung beteiligt sind. Eine Online-Plattform soll es ermöglichen, mit einer Nachricht mehrere Apotheken, Händler und Hersteller gleichzeitig anzusprechen. Zudem bereitet die Konferenz Materialien vor, welche die Behandlung von Fehlgeburten klar von Abtreibungen unterscheiden.


Der Aufruf steht im Kontext des wachsenden Drucks, den die Lebensschutzbewegung der USA auf die Regierung Trump mit dem Ziel ausübt, die Verteilung von Abtreibungspillen stärker einzuschränken. Trotz anderer lebensschutzfreundlicher Maßnahmen der Regierung bleiben die unter der Regierung Biden eingeführten Regeln für den Versand per Post bestehen. Diese erlauben den Verkauf von Mifepriston per Post an jedermann. Im September 2025 genehmigte die FDA zudem eine zweite generische Version des Mittels, noch bevor eine angekündigte Sicherheitsüberprüfung abgeschlossen war.

Lebensschutzorganisationen wie CatholicVote fordern eine Rücknahme dieser Entscheidungen und den Rückzug von Mifepriston vom Markt. Die Kritik der Lebensschützer richtet sich auch gegen das Justizministerium. Dieses wollte Gerichtsverfahren, die von lebensschutzorientierten Bundesstaaten angestrengt wurden, verzögern oder einstellen, die damit eine Rückkehr zur persönlichen Abgabe der Mittel erreichen wollen.

Nach Angaben des Guttmacher Instituts wurden 2023 bereits 65 Prozent der Abtreibungen mit Abtreibungspillen ausgeführt, gegenüber 53 Prozent im Jahr 2020. Online-Anbieter waren 2025 für nahezu ein Viertel der Abtreibungen verantwortlich.

Die US-Bischofskonferenz argumentiert, dass der Versand per Post staatliche Gesetze umgehe, Frauen ohne direkte ärztliche Betreuung lasse und Möglichkeiten für Zwang durch missbrauchende Partner oder Menschenhändler schaffe. Bischof Thomas warnte im Juni, der durch die Dobbs-Entscheidung erreichte Sieg für den Lebensschutz riskiere, durch die Verbreitung von Abtreibungspillen wieder zunichtegemacht zu werden. Mit dem Urteil „Dobbs v. Jackson“ hatte der Oberste Gerichtshof der USA 2022 die Möglichkeit für Einschränkungen und Verbote von Abtreibungen eröffnet. Viele US-Bundesstaaten haben davon Gebrauch gemacht. Durch den Versand von Abtreibungspillen in Bundesstaaten mit Abtreibungsverboten können diese Verbote umgangen werden.

 

Foto: Symbolbild

 


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Lesermeinungen

 modernchrist 6. August 2026 
 

So jemanden bräuchten wir hierzulande dringendst!

Daniel Thomas, Bischof von Toledo und Vorsitzender des Ausschusses der Bischofskonferenz für L e b e n s schutz-Aktivitäten.(Siehe oben) Die Fragestellungen im umfassenden Lebensschutz sind so vielfältig und werden immer mehr, man denke nur an Leihmutterschaft, Embryonenüberschuss, Sterbehilfe und vieles, vieles mehr! Seit Jahren bitten wir die DBK um einen offiziellen Ansprechpartner für den Lebensschutz und für die Anliegen der zahlreichen Lebensrechtsorganisationen: Amerika hat einen! Warum nicht auch wir? Es muss jemand sein, der sich in diesen Fragen auskennt und schlau macht; Stellungnahmen aus dem Bauch heraus von Hirten sind eher schwierig und oft kontraproduktiv. So ein DBK-Mann könnte dann in diesem Amt auch Aussagen von Funktonären oder Professoren, die glasklar dem katholischen Ethos widersprechen, mit guten Argumenten (und nicht mit Alltagsaussagen) zurückweisen - und hätte nicht gleich aufmüpfige, grüne oder linksprogressive Laien usw. in seinem Bistum auf den Fersen.


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