Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Nach Berliner Stromausfall: „Herr Erzbischof Koch, wir warten auf Ihre Stellungnahme“
  2. Rechtsanwalt Steinhöfel: Maduro war ohne legales Amt, hatte keine völkerrechtliche Immunität mehr
  3. „Sehr brüderliche Atmosphäre, die meisten waren von Dringlichkeit der Neuevangelisierung überzeugt“
  4. Katholik kritisiert „Schleimjesus“-Fernsehgottesdient mit direktem Brief an verantwortlichen Pfarrer
  5. Santo Subito: Historiker Hesemann plädiert für schnelle Seligsprechung Benedikts XVI.
  6. Unter den kroatischen Katholiken wächst Grundsatzkritik
  7. Menschenrecht auf Abtreibung?
  8. So fühlt sich Nachhausekommen an
  9. Der Weihnachtsglaube - Sand oder Fels
  10. Der Stern stört Jerusalem. Epiphanie und die Ruhe der Gewöhnten
  11. These: Die Wahrheit steht über der nachdrücklichen Forderung nach Einheit
  12. Kardinäle votieren für Themen in der Linie von Papst Franziskus
  13. Gegen Agenden und Aktivismus: das Kardinalskollegium hält inne
  14. „Die Ursache der Kirchenkrise und ihre Überwindung“
  15. Bischöfliche Spökenkiekerei zum Jahreswechsel

Meinungsfreiheit in Gefahr

16. Dezember 2025 in Kommentar, 8 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


"84 Prozent der von uns Befragten glaubt, dass es Personen gibt, die ihre Meinung nicht äußern, weil sie Angst vor Konsequenzen haben. Nur jeder Elfte (9 Prozent) glaubt das nicht." Gastkommentar von Hermann Binkert/INSA


Erfurt (kath.net/INSA) 84 Prozent der von uns Befragten glaubt, dass es Personen gibt, die ihre Meinung nicht äußern, weil sie Angst vor Konsequenzen haben. Nur jeder Elfte (9 Prozent) glaubt das nicht. Die Zustimmung zu dieser Frage, die ja auch ein gutes Stück weit zeigt, wie es aus Sicht vieler um die Meinungsfreiheit steht, ist unabhängig von den soziodemografischen Merkmalen sehr hoch. Und selbst im Vergleich der Parteianhänger gibt es überall deutliche Mehrheiten: Zwischen 77 Prozent bei Wählern von Bündnis90/Die Grünen bis zu 92 Prozent bei Wählern der AfD.

Wenn man die Frage nun direkt stellt, sagt immerhin noch eine deutliche Mehrheit von 54 Prozent, dass sie selbst schon einmal ein Erlebnis hatten, in welchem sie das Gefühlt hatten ihre Meinung nicht frei äußern zu können. Zuletzt hatten wir die Frage vor acht Monaten gestellt. Seither ist die Zahl derer, die glauben, manche äußerten ihre Meinung aus Angst vor Konsequenzen nicht, um sechs Prozentpunkte gestiegen. Auffallend ist weiter der Unterschied zwischen den Altersgruppen. Zwei Drittel der unter 30-Jährigen sagen, dass sie das Gefühl hatten, ihre Meinung nicht frei äußern zu können. Unter den über 70-Jährigen sagen das nur 38 Prozent. Dies ist die einzige Altersgruppe, die die Frage mehrheitlich (54 Prozent) verneint. Mehr Ost- (59 Prozent) als West-Deutsche (53 Prozent) hatten schon einmal ein solches Erlebnis. Unter den Anhängerschaften der Parteien, sind es vor allem Wähler der AfD (76 Prozent), des BSW (69 Prozent) und der Linkspartei (65 Prozent), die das Gefühlt hatten, ihre Meinung nicht frei äußern zu können. Wähler der SPD (42 Prozent ja zu 50 Prozent nein) und der Grünen (41 Prozent ja zu 47 Prozent nein) sehen das mehrheitlich anders. Wähler der CDU/CSU (47 Prozent ja zu 47 Prozent nein) und der FDP (45 Prozent ja zu 44 Prozent nein) sind gespalten.


Das Thema Meinungsfreiheit hat das Potential, ebenso prägend zu werden, wie die Migration ab dem Jahr 2015 und Corona ab dem Jahr 2020. Politik sowie Medien und die Gesellschaft insgesamt sollten das ernst nehmen. Nur mit einer guten Streitkultur und der Akzeptanz einer breiten Meinungsvielfalt wird sich die Bevölkerungsmehrheit davon überzeugen lassen, dass die Meinungsfreiheit in unserem Land uneingeschränkt gilt und auch sie ein überzeugender Grund dafür ist, sich für dieses Land einzusetzen und es zu verteidigen.

kath.net-Buchtipp:
Hermann Binkert
Wie Deutschland tickt
Ein Meinungsforscher packt aus
Taschenbuch, 256 Seiten
2025 Fontis Media
ISBN: 978-3-03848-288-8
Preis Österreich: 25,70 Euro
Preis Deutschland: 24,90 Euro

Zum Autor: Der studierte Jurist Hermann Binkert arbeitete 18 Jahre im öffentlichen Dienst, zuletzt als Staatssekretär der Thüringer Staatskanzlei und als Bevollmächtigter Thüringens beim Bund. Am 26. November 2009 gründete Hermann Binkert INSA. Er ist Geschäftsführer der INSA-CONSULERE GmbH, der gemeinnützigen INSA-Stiftung gGmbH und der INSA-Austria GmbH.

Foto oben: Symbolbild (c) pixabay


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Steve Acker 22. Dezember 2025 
 

Wer eine nicht genehme Meinung hat

muss zb. mit einer Hausdurchsuchung rechnen.
Wie zb. Prof Bolz, der wegen eines ironischen Posts auf X , ein Jahr danach eine Hausdurchsuchung bekam.

Solche Dinge haben überhaupt ncihts mit harschem Widerspruch zu tun, wie Politiker oder Medienleute oft behaupten.

Wenn man mit Repressalien rechnen muss, für eine "falsche" Meinung, dann ist keine Meinungsfreiheit gegeben.
Es wäre Aufgabe des Staates etwas dagegen zu tun. Der Staate fördert das ,zb.über Denunziationsportale wie Hessen gg Hetze


0
 
 Versusdeum 21. Dezember 2025 
 

Herr Bätzing findet das offenbar richtig

Erst heute (also passend zum Jahrestag des Weihnachtsmarkanschlags von Magdeburg) hat er ja wieder gefordert, die totale Ausgrenzung der einzigen nichtlinken Oppositionspartei bis zum bitteren Ende durchzuziehen. Nun ja, vielleicht hat er ja wirklich nicht mitbekommen, welchen Scherbenhaufen rot-"grün"-gelb hinterlassen hat oder dass "Die Linke" früher SED hieß, die alle zu wählen er indirekt die Bischofskonferenz empfehlen ließ. Nun ja, derart unwichtige Details kann man schon mal übersehen, wenn man Tag und Nacht unermüdlich und intensiv an der Missionierung des Landes arbeitet (hüstel!)

www.deutschlandfunk.de/bischof-baetzing-zur-afd-wir-muessen-diese-brandmauer-so-lange-wie-es-geht-halten-100.html


0
 
 blaulaub 17. Dezember 2025 
 

Ein Problem

ist meiner persönlichen Erfahrung nach auch, dass es immer mehr Menschen gibt (oder zu geben scheint?), die (m)eine Meinung, gestützt auf seriöse, verlässliche Quellen, nicht gelten lassen (wollen).
Sie stellen schon die dahinter stehende Quelle in Abrede, verbreiten aber i h r e r s e i t s zum Teil ganz abstruse Ansichten o h n e Quelle, nur weil sie sich es so d e n k e n, so vorstellen.
Dahinter steht m.E. die Unfähigkeit oder auch bisweilen der Unwille(!), Wirklichkeiten anzuerkennen.
Immer mehr Menschen bauen sich scheinbar ihre Wirklichkeit, wie sie ihnen "gefällt".
Was will man dazu sagen...?

Früher galt: 2 x 2 = 4 oder:
Der Stein, wenn ich ihn loslasse, fällt nach unten.
Das sind jetzt ehemalige Fakten, die man durch eigene, "alternative" (echte!) Fakes ersetzen kann. Heute gilt: Der Jude ist (wieder!) an allem Schuld, auch wenn er gerade eben massakriert wird!
"Abtreibung ist Gesundheitsvorsorge" oder dergleichen. Suizid auf Verlangen sei ein barmherziger Akt...
Unsinn!


0
 
 serafina 16. Dezember 2025 
 

@Versusdeum

Mit Helmut Kohl hat doch das ganze Unheil seinen Lauf genommen, als er uns "sein Mädchen" - die Pastorentochter aus der Uckermark - beschert hat ...


3
 
 Versusdeum 16. Dezember 2025 
 

Ja klar, die über 70-jährigen

haben ja auch keinen Arbeitsplatz mehr zu verlieren oder müssen z.B. mit Kollegen, Lehrern ihrer Kinder oder Eltern anderer Kinder klarkommen. Außerdem glauben viele von ihnen, die CDU habe noch irgendetwas mit der Partei gemein, die sie aus den Zeiten Helmut Kohls kannten. Sie würde ja gerne anders, wenn nur der Koalitionspartner nicht wäre und die Stimmen an die AfD. Dass die AfD ohne 2015 & Co wahrscheinlich bei 3,5% geblieben wäre, kommt ihnen nicht in den Sinn.


1
 
 Uwe Lay 16. Dezember 2025 
 

Ein Erfolg der Einschüchterung

Man muß das auch als einen Erfolg der letzten Regierungen ansehen: Wenn viele sehr unzufrieden mit vielem sind,dann sollen sie wenigstens so eingeschüchtert sein, daß sie sich nicht mehr trauen, es zu sagen!
Uwe Lay Pro Theol Blogspot


2
 
 barbaletta 16. Dezember 2025 
 

westeuropäische Meinungsfreiheit

Im östlichen, sozialistischen Kommunismus (Ostblock) gab es offiziell Religions- und Meinungsfreiheit. Die Menschen dort durften alles meinen und sagen, außer gegen das politische System, gegen den Staat und gegen die Regierung.
Bei uns gilt offiziell auch Religions- und Meinungsfreiheit – man darf sogar das politische System, den Staat und die Regierung kritisieren. Wehe aber dem, der gegen die Migrationspolitik der Regierung, oder gegen die Homo/LGBT-Ideologie etwas sagt – dann ist er sofort Staatsfeind nr. 1.


2
 
 girsberg74 16. Dezember 2025 
 

Der Beitrag lässt noch ganz anderes denken,

nämlich,
dass diese 84% zu einem Großteil selbst unter denen zu finden sind, die ihre Meinung nicht äußern.


2
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Meinungsfreiheit

  1. Meinungsfreiheit auf katholisch
  2. „Vermeintliche Förderung der Meinungsfreiheit durch Einschränkung der Meinungsfreiheit“
  3. Katholischer Philosoph ausgeladen – ‚Erschießen werden wir ihn nicht ‘
  4. Asyl in den USA - Eine AfD-Influencerin fühlt sich in Deutschland verfolgt
  5. Frankreich: Gericht von Marseille gibt katholischen Filmemachern recht
  6. Kein Hassverbrechen: spanisches Gericht spricht zwei Priester und einen Journalisten frei
  7. Google gibt Zensur unter Biden zu

Meinungsforschung

  1. Klassisches Rollenbild Hausfrau – beginnt die Trendwende?
  2. Meinungsforschung: 'Kirche verkommt zur Event-Agentur'
  3. Religion kein Element nationaler Identität in Deutschland und Schweiz






Top-15

meist-gelesen

  1. Weihnachtsspende für kath.net - Wir brauchen JETZT Ihre HILFE!
  2. ISLAND-REISE - SOMMER 2026 - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  3. „Die Ursache der Kirchenkrise und ihre Überwindung“
  4. "Beten wir gemeinsam für die kommende Welle!"
  5. Unter den kroatischen Katholiken wächst Grundsatzkritik
  6. Überlebende der Brandkatastrophe in Crans-Montana: „Möchte Gott danken, dass er mich gerettet hat“
  7. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  8. Nach Berliner Stromausfall: „Herr Erzbischof Koch, wir warten auf Ihre Stellungnahme“
  9. Katholik kritisiert „Schleimjesus“-Fernsehgottesdient mit direktem Brief an verantwortlichen Pfarrer
  10. Kardinäle votieren für Themen in der Linie von Papst Franziskus
  11. "Der Herr ist wirklich in diesen Gestalten von Brot und Wein gegenwärtig"
  12. „Sehr brüderliche Atmosphäre, die meisten waren von Dringlichkeit der Neuevangelisierung überzeugt“
  13. Santo Subito: Historiker Hesemann plädiert für schnelle Seligsprechung Benedikts XVI.
  14. Ein Frühstück für den Verleugner
  15. Rechtsanwalt Steinhöfel: Maduro war ohne legales Amt, hatte keine völkerrechtliche Immunität mehr

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz