Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. „Unwahrscheinlich aber eindeutig: Gemeinsamkeiten zwischen der Piusbruderschaft und Priesterinnen“
  2. Vatikan: Bischöfe fordern langfristige Begleitung von Ehepaaren
  3. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  4. Deutsche Caritas-Präsidentin fordert CDU-Annäherung an 'Die Linke'
  5. Böhmermann verhöhnt in seiner Sendung Jesus Christus
  6. USA: Zahl der Teenager-Mädchen, die sich als lesbisch oder bisexuell bezeichnen, sinkt stark
  7. Good news - Vatikan: Papst Leo ist krebsfrei und braucht keine weitere Therapie!
  8. Hartl: Wenn das in Frankreich „Schülerproteste sind, warum weht so oft die Palästinenserfahne?“
  9. Herabstürzendes Kruzifix tötet Priester während der Messe
  10. Britischer Erzbischof Longley erlaubt zwei Messfeiern im vortridentinischen Sarum-Usus
  11. Was wir mit unserem Körper tun, ist theologisch“
  12. „Wenn du ihn verstehst, ist es nicht Gott“
  13. „Die trügerische Taktik der stillen Revolution“
  14. Norwegischer Bischof Erik Varden über „Laetitiae amor“ und „Amoris laetitia“
  15. Ohne Furcht und Heuchelei. Die Freiheit für das Gute ohne Kompromisse

Christliche Organisation ADF unterstützt X bei Berufung gegen DSA-Strafe

3. März 2026 in Chronik, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Indem die Behörden gegen X vorgehen, greifen sie die freie Meinungsäußerung von Menschen an, die nur ihre Ideen online und ohne Zensur teilen wollen, sagt Adina Portaru von der ADF.


Brüssel (kath.net/jg)
Die christliche Rechtsberatungsorganisation ADF International unterstützt die Plattform X bei der Anfechtung der Strafe in Höhe von 120 Millionen Euro, welche die EU auf Grundlage des Digital Service Act (DSA) verhängt hat, berichtet Christian Today.

Die Strafe wurde am 5. Dezember 2025 verhängt. Die EU wirft der im Eigentum von Elon Musk stehenden Plattform vor, gegen Regelungen hinsichtlich der Transparenz und gegen bestimmte prozedurale Verpflichtungen verstoßen zu haben, welche der DSA vorschreibt. Gegen X laufen außerdem Ermittlungen wegen Verdachts auf fehlende Verhinderung der Verbreitung von „Falschinformationen und illegalen Inhalten“. Dies könnte zu weiteren Geldstrafen führen.

Die ADF (Alliance Defending Freedom) kritisiert, dass die Definition von „illegalen Inhalten“ sehr weit gefasst sei, da die Gesetze in den EU-Staaten unterschiedlich seien. In Deutschland sei es etwa verboten, Politiker online zu beleidigen. Dies könnte zu einer Haftstrafe von bis zu drei Jahren führen.


X argumentiert in der Berufung gegen die Strafe, dass dem Unternehmen ein ordentliches Verfahren verweigert worden sei und wirft der Anklage Voreingenommenheit vor. Die Anfechtung von X ist die erste Berufung gegen eine Strafe auf Grundlage des DSA.

Der DSA wird in den USA kritisiert, weil befürchtet wird, er könne Beschränkungen der Meinungsfreiheit, die in Europa gelten, auf die USA und damit auf amerikanische Staatsbürger ausweiten. Plattformen wie X haben weltweit einheitliche Regelungen für ihre Nutzer. Strengere Anforderungen in Europa könnten sich daher weltweit auswirken.

Dr. Adina Portaru von ADF International in Europa sagt, dass X von der Europäischen Kommission angegriffen wird, weil es eine Plattform für Meinungsfreiheit ist. Soziale Medien wie X seien der öffentliche Raum von heute. Der DSA bedrohe die Meinungsfreiheit der Öffentlichkeit. 

„X ist der Ort, an dem Millionen Menschen ihre Ansichten äußern. Das ist ein hartes Vorgehen der Behörden gegen X, die eine Plattform für freie Meinungsäußerung als ernsthafte Bedrohung für ihre Kontrolle über Online-Narrative betrachten. Indem sie X ins Visier nehmen, greifen sie die freie Meinungsäußerung von Menschen auf der ganzen Welt an, die einfach nur ihre Ideen online ohne Zensur teilen wollen“, warnt Portaru. 

Sie fügte hinzu: „Wenn die Machtkonzentration der Kommission unangefochten bleibt, wird dies einen höchst problematischen Standard für die Kontrolle der Meinungsäußerung in der gesamten EU und darüber hinaus weiter festigen.“

In einer Online-Erklärung gab X Folgendes bekannt: „Diese EU-Entscheidung ist das Ergebnis einer unvollständigen und oberflächlichen Untersuchung, schwerwiegender Verfahrensfehler, einer gewundenen Auslegung der Verpflichtungen aus dem DSA und systematischer Verletzungen der Rechte der Verteidigung und grundlegender Anforderungen an ein ordnungsgemäßes Verfahren, die auf eine Voreingenommenheit der Staatsanwaltschaft hindeuten.“

Weiters heißt es in der Stellungnahme von X: „Dieser wegweisende Fall ist die erste gerichtliche Anfechtung einer DSA-Geldbuße und könnte wichtige Präzedenzfälle für die Durchsetzung, die Berechnung von Strafen und den Schutz der Grundrechte gemäß der Verordnung von 2022 schaffen. X setzt sich weiterhin für die Sicherheit und Transparenz der Nutzer ein und verteidigt gleichzeitig den Zugang unserer Nutzer zum einzigen globalen Marktplatz.“

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Meinungsfreiheit

  1. Britische Regierung verweigert finnischer Abgeordneter Räsänen die Einreise
  2. US-Lebensschützer ändern Wortwahl nicht: Abtreibung ist Tötung eines Ungeborenen
  3. Finnische Politikerin Räsänen ficht Verurteilung wegen ‚Volksverhetzung‘ vor EGMR an
  4. Fluglinie zahlt Stewardess fast eine Million Dollar nach Kündigung wegen pro-life-Ansichten
  5. US-Stadt Louisville zahlt 800.000 Dollar an christliche Fotografin
  6. Ehemalige finnische Innenministerin Räsänen: „Was haben SIE in den letzten Jahren geschrieben?“
  7. „Meldestellen? … Diese Einrichtungen sind so komplett überflüssig!“
  8. Katholische Bischöfe Kanadas: Gesetz gegen "Hass" gefährdet Religionsfreiheit
  9. Großbritannien: Christlicher Pastor wegen Kritik am Islam und an Transgender verhaftet
  10. Telegram-Gründer Pavel Durov: "Bleib wachsam, Spanien"







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Vatikan sieht Kirche vor Traditionsbruch
  3. Leo XIV. will Südamerikareise offenbar antreten
  4. Papst wusste offenbar seit einem Monat von Krebsverdacht
  5. Weltmissionssonntag: Vatikan ermöglicht vollkommenen Ablass
  6. Englische Lebensschützerin Vaughan-Spruce plädiert ‚nicht schuldig‘ bei Anklage wegen stillen Gebets
  7. „Du trägst Gottes Bild“
  8. Papst Leo feiert Hl. Messe im Gemelli-Krankenhaus
  9. Der Beginn eines neuen Kapitels im Vatikan?
  10. 'The Chosen': Sechste Staffel ab Dezember auf Netflix
  11. Böhmermann verhöhnt in seiner Sendung Jesus Christus
  12. Kanadas führende Tageszeitung verlangt Euthanasie in katholischen Krankenhäusern
  13. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  14. Ermittlungsverfahren gegen christliche YouTuber eingestellt
  15. Grünwidl bei Medjugorje-Friedensgebet: Beten und Frieden stiften

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz