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„Die meisten Seelen dort sind die, welche nicht an die Existenz der Hölle geglaubt haben“vor 6 Stunden in Spirituelles, 9 Lesermeinungen Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden
Die Visionen mancher Heiliger sollten uns daran erinnern, was unser Glaube lehrt: Dass die Hölle ein realer und schrecklicher Ort ist.
Wien (kath.net / pk) „Die meisten Seelen dort sind diejenigen, welche nicht an die Existenz der Hölle geglaubt haben.“ So beschreibt die polnische Ordensfrau und Mystikerin Schwester Faustyna Kowalska in ihrem Tagebuch 1930 ihren Eindruck aus einer Höllenvision. Sie ist eine jener Heiligen und Mystikerinnen, die durch Träume und Visionen Einblick in die Hölle bekam, wie ChurchPOP berichtet.
„Heute wurde ich von einem Engel in die Abgründe der Hölle geführt. Es ist ein Ort großer Qualen; wie unvorstellbar groß und weitläufig er ist“, erzählt sie. Sie beschreibt, welche Qualen die Hölle ausmachen, darunter der Verlust Gottes, ständige Gewissensbisse und das Wissen, dass sich der eigene Zustand niemals mehr ändern wird. Hinzukommen äußere Qualen wie fortwährende Dunkelheit und ein schrecklicher Geruch, ebenso abscheuliche Worte und Flüche.
Aber eines sei ihr aufgefallen. „Die meisten Seelen dort sind diejenigen, die nicht an die Existenz der Hölle geglaubt haben. Als ich zu mir kam, konnte ich mich kaum von dem Schrecken erholen. Wie schrecklich leiden die Seelen dort!“
Ihre Konsequenz aus dieser Erfahrung: „Ich bete noch inbrünstiger für die Bekehrung der Sünder. Ich flehe unaufhörlich um Gottes Barmherzigkeit für sie. O mein Jesus, ich würde lieber bis zum Ende der Welt in Qualen liegen, inmitten der größten Leiden, als Dich durch die geringste Sünde zu beleidigen.“
Die selige Ordensfrau Anna Katharina Emmerick (1774-1824) aus Nordrhein-Westfalen beschreibt das Äußere der Hölle in einer ihrer Visionen als „entsetzlich und furchterregend“. Es sei ein riesiges, schwer aussehendes Gebäude aus schwarzem Granit gewesen, mit dunklen und schweren Türen. Das Innere sei von Verzweiflung dominiert gewesen, von Elend, Trostlosigkeit. „In der Stadt der Hölle ist nichts zu sehen außer trostlosen Verliesen, dunklen Höhlen, schrecklichen Wüsten, stinkenden Sümpfen, die mit allen erdenklichen Arten giftiger und ekelhafter Reptilien bevölkert sind…“ 
Es habe „endlose Szenen elender Zwietracht und alle Arten von Sünde und Verderbtheit“ gegeben, ebenso verschiedene Arten furchtbarer Qualen. „Alles in dieser trostlosen Behausung neigt dazu, den Geist mit Entsetzen zu erfüllen; kein Wort des Trostes ist zu hören, kein tröstlicher Gedanke wird zugelassen; der einzige schreckliche Gedanke, dass die Gerechtigkeit eines allmächtigen Gottes den Verdammten nichts anderes auferlegt, als was sie voll und ganz verdient haben, ist die alles beherrschende, schreckliche Überzeugung, die jedes Herz bedrückt.“
Das Laster erscheine „in seinen eigenen, grimmigen, widerwärtigen Farben, da es die Maske verloren hat, unter der es sich in dieser Welt verbirgt… Mit einem Wort: Die Hölle ist der Tempel der Qual und Verzweiflung ...“
Die heilige Teresa von Ávila, eine große Mystikerin und Kirchenlehrerin des 16. Jahrhunderts, schildert ebenso krasse Bilder von der Hölle. „Der Eingang schien durch einen langen, schmalen Gang zu führen, wie ein Ofen, sehr niedrig, dunkel und eng. Der Boden schien mit Wasser gesättigt zu sein, bloßer Schlamm, äußerst übelriechend, mit widerwärtigem Ungeziefer bedeckt. Am Ende befand sich eine Vertiefung in der Wand, wie ein Schrank, und darin sah ich mich selbst eingesperrt…“
„Ich spürte ein Feuer in meiner Seele“, schreibt sie. „Meine körperlichen Leiden waren unerträglich. Ich habe in diesem Leben die qualvollsten Leiden durchgemacht … doch all das war nichts im Vergleich zu dem, was ich damals empfand, besonders als ich sah, dass es keine Unterbrechung und kein Ende geben würde.“ – „Ich fühlte mich wie in Flammen und, so schien es mir, in Stücke gerissen; und ich wiederhole, dieses innere Feuer und diese Verzweiflung sind die größten Qualen von allen… Ich konnte weder sitzen noch liegen: Es gab keinen Platz. Ich befand mich sozusagen in einem Loch in der Wand, und diese Wände, die schon für sich genommen schrecklich anzusehen waren, umschlossen mich von allen Seiten. Ich konnte nicht atmen. Es gab kein Licht, sondern nur dichte Dunkelheit.“
Diese Vision habe sie selber mit großer Verzweiflung erfüllt und in ihr den vehementen Wunsch nach der Erlösung der Seelen ausgelöst. „Denn ich glaube fest daran, dass ich bereitwillig viele Tode erdulden würde, um auch nur einen einzigen vor diesen überwältigenden Qualen zu retten.“
Der heilige Johannes Bosco bezeugte ebenso, von der Hölle geträumt zu haben; seine Vision ist ausführlich und stammt aus dem Jahr 1868. „Sobald ich die Schwelle überschritten hatte, verspürte ich einen unbeschreiblichen Schrecken und wagte keinen weiteren Schritt mehr“, schreibt er. „Vor mir sah ich etwas wie eine riesige Höhle, die allmählich in den Tiefen der Berge verschwand. Sie stand in Flammen, aber es war kein irdisches Feuer mit lodernden Flammen. Die gesamte Höhle – Wände, Decke, Boden, Eisen, Steine, Holz und Kohle – alles glühte weiß bei Temperaturen von Tausenden von Grad. Doch das Feuer verbrannte nichts, verzehrte nichts. Ich finde einfach keine Worte, um den Schrecken dieser Höhle zu beschreiben.“
Er wolle niemanden allzu sehr erschrecken, schreibt er weiter. Deswegen „habe ich diese Dinge nicht in ihrer ganzen Schrecklichkeit beschrieben, wie ich sie gesehen habe und wie sie auf mich gewirkt haben. Wir wissen, dass unser Herr die Hölle immer in Symbolen dargestellt hat, denn hätte er sie so beschrieben, wie sie wirklich ist, hätten wir ihn nicht verstanden. Kein Sterblicher kann diese Dinge begreifen.“
Visionen von der Hölle hatte auch Sr. Luzia, eine der Seherinnen von Fatima, die erst 2005 verstarb. Sie beschrieb die Hölle als „ein riesiges Meer aus Feuer“, in welchem die Dämonen und die Seelen der Verdammten waren. Sie habe vor Angst gezittert, hält sie fest.
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Lesermeinungen| | Versusdeum vor 1 Stunden | | | | "Der größte Sieg des Teufels ist, dass keiner mehr an ihn glaubt". Sagte nicht Jesus, der oft genug vor dem Teufel und der Hölle warnte, und erst Recht nicht unser Bischof, sondern ein Schauspieler in einem Schwarzenegger-Film. Nun ja, wenn nicht einmal mehr die Kirche den Menschen die (mit buchstäblich unendlich großem Abstand!) allerwichtigste Entscheidung ihres Lebens vor Augen stellt, muss man eben hoffen, dass wenigstens Hollywood es tut. |  0
| | | | | SalvatoreMio vor 1 Stunden | | | | Gott hat uns die Wahl überlassen ... @gebsy: Sie umschreiben die Wahl mit "Liebe". Der Inhalt dieser Liebe kann ja nur der ewige, uns liebende Gott sein, denn alles, was nicht von Ihm in Ewiges umgewandelt wird, ist dem Untergang geweiht.Folglich haben wir angesichts des unweigerlichen Todes die Wahl zwischen zwei Wegen: "das Leben" wählen, und das ist die unauslotbare Liebe Gottes, die uns ein wenig aufgeleuchtet ist durch Jesu Existenz auf Erden und durch die Geheime Offenbarung des Johannes - oder "den Tod" wählen, nämlich durch die Ablehnung Gottes, d. h. eine endlos peinvolle Ewigkeit erleben zu müssen in der Erkenntnis, Seine Liebe nicht erwidert und womöglich gar mit Füßen getreten zu haben. - Mir schrieb gestern ein Mann, "er glaube nicht, vielleicht sei er lutherisch getauft gewesen, aber dennoch zöge er das Heidentum vor". - Da kann man nur hoffen, dass ihm irgendwann doch Erleuchtung zuteil werde ... |  0
| | | | | marlin vor 2 Stunden | | | |
@ M.Schn-Fl: "Ich habe gelernt, dass die meisten Seelen in der Hölle die sind, die die Sünde liebten und das Heilswerk Gottes und die Vollmacht Jesu wissentlich abgelehnt haben."
ist auch richtig - das sind die, die dem Sohn Gottes - Jesus Christus -, der vor der Hölle warnte, nicht folgen und nicht glauben (wollen). |  1
| | | | | LouiseS. vor 2 Stunden | | | | @SalvatoreMio „letzter Moment- Strohhalm“ Das hat unser Pfarrer auch immer gesagt, wenn wieder einmal Familie eines Sterbenden ihn bar, den kranken Angehörigen zu besuchen, obwohl er schon lange nichts mehr mit der Kirche zu tun haben wollte. Meistens blieb der Patient am Ende stur bei seiner Meinung. Wobei ich auch sagen muss, dass es für mich einen komischen Beigeschmack hätte, wenn jemand sich im Angesicht des Todes dann doch wieder an Gott erinnert, obwohl er vorher bewusst auf Abstand gegangen ist. |  1
| | | | | M.Schn-Fl vor 3 Stunden | | | | Wirklich? Ich habe gelernt, dass die meisten Seelen in der Hölle die sind, die die Sünde liebten und das Heilswerk Gottes und die Vollmacht Jesu wissentlich abgelehnt haben. |  2
| | | | | marlin vor 3 Stunden | | | | die Hölle @SalvatoreMio: „mit der Hölle braucht man denen nicht zukommen, die nicht an Gott glauben.“
und dennoch sagen viele: „ich bin durch die Hölle gegangen!“ – sind es Wichtigtuer oder Dummschwätzer?
@SalvatoreMio: „Für sie kommt nach diesem Leben das reine Nichts - aus und weg, keine Reue, kein Schmerz.“
woher wollen die von mir o.g. das denn wissen? |  1
| | | | | SalvatoreMio vor 4 Stunden | | | | Die Hölle @merlin: mit der Hölle braucht man denen nicht zukommen, die nicht an Gott glauben. Für sie kommt nach diesem Leben das reine Nichts - aus und weg, keine Reue, kein Schmerz. Und da ein Geistwesen "Gott" angeblich gar nicht existiert, gilt uns allen das gleiche Schicksal: aus und weg, nur Asche. Das ist zu akzeptieren. - Die einzige Alternative, die letztlich auch im Nichts endet: dieses Leben voll auskosten! - Ich rechne aber damit, dass diese Gottesleugner im letzten Moment doch noch nach dem "Strohhalm" greifen, weil die Sehnsucht nach leben stark verankert ist. |  3
| | | | | gebsy vor 4 Stunden | |  | Liebe und Ferne, Gott hat uns die Wahl überlassen.
Weil Liebe nur mit dem freien Willen möglich ist, gibt es auch das Gegenteil ... |  2
| | | | | marlin vor 6 Stunden | | | | Hoffnungslosigkeit Zitat: „… und das Wissen, dass sich der eigene Zustand niemals mehr ändern wird.“
Die absolute Hoffnungslosigkeit, die im Diesseits nicht nachvollziehbar ist und deshalb glauben viele nicht an die Existenz der Hölle. |  2
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