Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Vom Streuner zum Messdiener: Welpe „Johnny“ findet ein neues Zuhause
  2. Papst warnt erneut die Piusbrüder! Geste wäre "ein schismatischer Akt"
  3. Selektive Wahrheiten und die römische Geduld
  4. 'Der Bischof des Niedergangs ist Herr Feige'
  5. Homosexuellenapostolat Courage International kritisiert Synodenbericht
  6. Vom Benehmen mit Majestäten
  7. Ein Jahr Papst Leo XIV.
  8. Eine nötige Klarstellung aus Rom
  9. Vom Segen Gottes und dem Fake-Segen dieser Welt
  10. Ein Moment zum Schämen
  11. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts bei Unfall schwer verletzt
  12. Wuppertaler stellv. Stadtdechant: „Lebendige Bindung an die Weltkirche“ statt „deutsche Sonderwege“
  13. „Klimaschützer“ fliegen am häufigsten
  14. Solschenizyns düstere Prognose: Wenn die Seele der Zivilisation stirbt
  15. Pompei: Keine irdische Macht wird die Welt retten!

‚Ist das Synodenbüro des Vatikan die PR-Abteilung von P. James Martin SJ geworden?‘

vor 2 Stunden in Weltkirche, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Vatikanjournalistin Diane Montagna bringt einen kritischen Artikel zum Abschlussbericht der Synoden-Studiengruppe 9. Ist ‚Synodalität‘ ein Instrument zur Vertiefung des Glaubens oder zur schrittweisen Umdeutung?


Rom (kath.net/jg)
Das Generalsekretariat der Bischofssynode hat am 6. Mai den Abschlussbericht der Studiengruppe Nr. 9 zu „umstrittenen doktrinären, pastoralen und ethischen Fragen“ veröffentlicht. Der Bericht erregte sofort Aufsehen, weil er zwei persönliche Zeugnisse offen homosexueller Männer in gleichgeschlechtlichen „Ehen“ prominent herausstellt.

Jesuitenpater James Martin lobte die Veröffentlichung umgehend als „bedeutenden Schritt vorwärts“ im Umgang der Kirche mit der LGBTQ-Gemeinschaft, berichtet Diane Montagna auf ihrem Substack.

Die Studiengruppe Nr. 9 gehörte zu zehn Arbeitsgruppen, die Papst Franziskus im Februar 2024 einsetzte, um Themen aus der ersten Sitzung der Synode über die Synodalität weiter zu bearbeiten. Ihr Auftrag lautete, theologische Kriterien und synodale Methoden für die gemeinsame Unterscheidung kontroverser Fragen zu entwickeln. Im Verlauf der Arbeit wurde die Formulierung von „kontrovers“ zu „aufkommend“ geändert.

Zu den Mitgliedern der Arbeitsgruppe gehörten unter anderem Kardinal Carlos Castillo Mattasoglio, der Erzbischof von Lima, Erzbischof Filippo Iannone, Präfekt des Bischofsdikasteriums und der Moraltheologe Pater Maurizio Chiodi. Letzterer ist bekannt für Positionen, welche sexuelle Handlungen in homosexuellen Beziehungen unter bestimmten Umständen als gut bewerten und Amoris Laetitia so interpretieren, dass die Anwendung künstlicher Empfängnisverhütung für verheiratete Paare gerechtfertigt sein kann.


Der rund 30-seitige Bericht plädiert im ersten Teil für einen „Paradigmenwechsel“ im Umgang mit schwierigen Fragen – weg von früheren Modellen hin zu einer „Kultur der Synodalität“. Der zweite Teil führt das „Prinzip der Pastoralität“ und die Methode des „Gesprächs im Geist“ ein. Dabei soll Zuhören, Achten auf die Realität und das Zusammenbringen verschiedener Wissensgebiete im Zentrum stehen. Auf diese Weise soll eine „kirchliche Kultur der Synodalität“ entstehen, und die aktive Teilnahme der Betroffenen gefördert werden. Im dritten Teil werden zwei konkrete „Fälle des Zuhörens“ präsentiert: die Erfahrungen homosexueller Gläubiger und aktive Gewaltlosigkeit.

Der Bericht enthält im Anhang zwei anonyme, aber detaillierte persönliche Berichte. Beide Autoren beschreiben ihr Leben in einer gleichgeschlechtlichen Ehe positiv und als spirituell bereichernd. Sie kritisieren „Konversionstherapien“ und apostolische Werke wie Courage.

Besonders das zweite Zeugnis eines Mannes aus den USA sorgt für Aufsehen. Der Autor schildert seine Zeit an der University of Notre Dame und beim Courage-Apostolat, sein Theologiestudium an der jesuitischen Fordham University, sein „Coming-out“ und Engagement in LGBTQ-Pastoral, seine Mitarbeit bei America Media’s Outreach und Fortunate Families, sowie die Veröffentlichung seines Buches „LGBTQ Catholic Ministry, Past and Present“, das ein Vorwort von Pater James Martin enthält.

Eine einfache Recherche zeigt, dass es sich höchstwahrscheinlich um Jason Steidl handelt – genau den Mann, der im Dezember 2023, einen Tag nach der Veröffentlichung von Fiducia Supplicans, in einem vielbeachteten New York Times-Artikel zusammen mit seinem Partner abgebildet war, während er von Pater James Martin gesegnet wurde.

Der Bericht erscheint zu einem Zeitpunkt, an dem das Dikasterium für die Glaubenslehre unter Kardinal Víctor Manuel Fernández die deutschen Bischöfe ausdrücklich daran erinnerte, dass die Kirche keine liturgischen Segnungen für gleichgeschlechtliche Paare vornehmen kann, da diese einer moralischen Legitimierung gleichkämen.

Es bleiben einige kritische Fragen offen, schreibt Montagna abschließend. War den Mitgliedern der Studiengruppe die Identität des Autors des zweiten Zeugnisses bekannt? Gab es eine Abstimmung oder Zusammenarbeit mit Pater James Martin? Dient der synodale Prozess hier wirklich der Klärung der Lehre und Treue zu ihr – oder eher der schrittweisen Veränderung derselben?

Der Generalsekretär der Synode, Kardinal Mario Grech, bezeichnete den Bericht als Anwendung der synodalen Methode auf die schwierigsten Fragen. Diane Montagna wirft jedoch die Frage auf, ob „Synodalität“ in der Praxis ein Instrument zur Vertiefung des Glaubens oder zur schrittweisen Umdeutung wird.

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Johannes14,6 vor 22 Minuten 
 

Auch der andere Zeugnisgeber hatte sich mit Pater James Martin getroffen

Es handle sich um einen Laien aus Portugal:
"Lourenço, a “leader” of a Christian life community in Lisbon who is “married” to another man, João, who works as a sign language interpreter in Fatima."

P. James Martin bezeichnet das Treffen mit ihnen als einen der schönsten Tage seines Lebens.
https://outreach.faith/2024/01/father-james-martin-how-same-sex-couples-have-blessed-me/

www.lifesitenews.com/news/vaticans-pro-lgbt-synod-report-used-another-friend-of-fr-james-martin-for-testimony-report/?


0
 
 Wilolf vor 1 Stunden 
 

„Fälle des Zuhörens“

Wem wird da zugehört? Denen, die laut schreien. Die eine Lobby haben.
Und wem wird nicht zugehört? Den Leisen, den Ungeborenen, den Verführten, den Alten, den Missbrauchten, den Opfern. Es fällt ja auch nicht auf, wenn denen nicht zugehört wird: Die schreien nicht. Die haben keine Lobby.
Und das soll dann Pastoralität sein? Synodalität? Barmherzigkeit? Oder etwa gar Gerechtigkeit?


1
 
 Stefan Fleischer vor 1 Stunden 

Mich würde interessieren

welche Rolle eigentlich Gott in dieser Synode (und nicht zuletzt in ihrer Vorbereitung) zugedacht ist.


1
 
 Stefan Fleischer vor 1 Stunden 

Meine Frage


0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Homosexualität

  1. Papst Leo XIV. empfing Katholiken, die mit gleichgeschlechtlicher Neigung keusch leben möchten
  2. Psychologe verteidigt Therapie bei ungewollter gleichgeschlechtlicher Neigung
  3. Zehn Jahre ‚Sehnsucht der ewigen Hügel‘
  4. Bistum Fulda – stark engagiert beim ‚Christopher Street Day‘
  5. Erzdiözese Salzburg veranstaltet Fortbildungsveranstaltung mit Homo-Aktivisten
  6. Dieses Jahr keine LGBT-‚Pride‘ Parade in Budapest
  7. Erzbischof von Neapel lässt LGBT-Aktivisten während einer Messe sprechen

Synode

  1. Synode: Fernandez kündigt weiteres Treffen zur Frauenfrage an
  2. Papst Franziskus beruft umstrittenen Moraltheologen in Studiengruppe der Synode über die Synodalität
  3. Papst schreibt Entschuldigungsbrief für Studenten
  4. Synode über die Synodalität nicht mit Orthodoxen Synoden vergleichbar
  5. Papst kann die Lehre nicht ändern
  6. Welt-Bischofsynode will keine Zwischenberichte veröffentlichen
  7. Vatikan ruft Gläubige weltweit zum Gebet für die Synode auf






Top-15

meist-gelesen

  1. EINMALIGE CHANCE - SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Selektive Wahrheiten und die römische Geduld
  3. Papst warnt erneut die Piusbrüder! Geste wäre "ein schismatischer Akt"
  4. Vom Streuner zum Messdiener: Welpe „Johnny“ findet ein neues Zuhause
  5. Eine nötige Klarstellung aus Rom
  6. Pompei: Keine irdische Macht wird die Welt retten!
  7. 'Der Bischof des Niedergangs ist Herr Feige'
  8. Vom Segen Gottes und dem Fake-Segen dieser Welt
  9. Überraschendes Blutwunder in Neapel bei Papstbesuch
  10. 'Der Papst sollte diese wöchentlichen Presse-Mehrkämpfe unterlassen'
  11. Wenn die Wahrheit unglaubwürdig ist: Bankmitarbeiterin beendete Telefonat mit Papst Leo
  12. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts bei Unfall schwer verletzt
  13. Solschenizyns düstere Prognose: Wenn die Seele der Zivilisation stirbt
  14. Ein Moment zum Schämen
  15. Vom Benehmen mit Majestäten

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz