Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Bischof widerruft Erlaubnis, dass die Piusbruderschaft in Lourdes Sakramente spenden dürfen
  2. Vatikan reagiert auf LGBT-Sexualkonzept für katholische Schulen in Hamburg!
  3. Die Krise des Bischofsamtes
  4. 'Was ich am Katholizismus schon immer toll fand...'
  5. Rom sollte in Deutschland endlich Bischöfe einsparen und Bistümer zusammenlegen!
  6. Deutschland: 2024 waren nur noch 43 % der Bestattungen christlich
  7. Der vatikanische Synodalismus ist ein Anachronismus
  8. Vor Papstbesuch in Lourdes: Alle Rupnik-Mosaike werden dauerhaft verhüllt
  9. Jedes Rosenkranzgebet sollte mit einer klaren Intention begonnen werden!
  10. Die denkwürdige Wandlung des Tucker Carlson
  11. Biologische Eltern verklagen Leihmutter, weil diese Abtreibung verweigerte
  12. SPÖ-Ministerinnen fordern ‚Schutzzonen‘ um Abtreibungskliniken
  13. Papst Leo XIV. nimmt Rücktrittsgesuch von Bischof Wiesemann an
  14. Der Realismus der Barmherzigkeit
  15. Polnische Pfarre verlangt von Autofahrern Gebete als "Parkgebühr"

„Größer als [australischer] Football: Die unstoppbare Wiederbelebung des Glaubens“

5. August 2026 in Weltkirche, 5 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Knackiger „The Australian“-Kommentar: Aufschwung des Christentums, vor allem des Katholizismus, sei in Australien und Europa „unstoppable“ – Ausnahme sei nur Deutschland mit seinen „swinging bishops“


Syndey (kath.net/pl) „Zu Ostern erlebte die St. Mary’s Cathedral in Sydney eine geradezu beschämende Rekordzahl von fast 400 Personen, die offiziell der katholischen Kirche beitraten, während weitere 100 den ersten Schritt dazu unternahmen. Bei der großen Mehrheit handelte es sich um ganz normale Australier, die es eigentlich besser hätten wissen müssen.“ Auch in Melbourne zeige sich derselbe Trend, und die Priesterseminare füllten sich mit neuen Berufungen, obwohl es der Kirche angeblich an Priestern mangele. Dies sei obendrein kein lokales Phänomen, sondern Teil eines internationalen Aufschwungs. Darauf weist Greg Craven in seinem sprachlich pointierten Kommentar in der großen australischen Mainstreamzeitung „The Australian“ hin. Zwar werde im säkularen Narrativ der Tod Gottes proklamiert, doch Totgesagte lebten länger und dies sei bezüglich der Religion die Realität. 

Craven beobachtet einen weltweiten Anstieg der Religion, mit besonderer Betonung des Christentums – und hier sei besonders der Katholizismus hervorzuheben. Dies bilde sich auch in Australien ab. Der bemerkenswerte Aufschwung des australischen Katholizismus sei keineswegs ausschließlich auf die Zuwanderung zurückzuführen („die braunäugige Kirche“ – Filipinos, Inder, Vietnamesen etc.), sondern er wachse zunehmend auch bei „helläugigen, städtischen Australiern, die Namen tragen wie Hudson und Mia“.


Wörtlich kritisiert Craven: „Wir leben in einer zutiefst materialistischen Gesellschaft. Was zählt, sind elektronische Spielereien, Immobilien und Autos. Wir bemessen unseren Wert in Geld und nehmen lemmingartig an Massenfreizeitaktivitäten wie dem Training in seelenlosen Fitnessstudios teil. […] Am ehesten kommen wir einer wirklich spirituellen Erfahrung bei einer bezahlten Führung durch eine Ökoanlage nahe.“

Allerdings sei der Mensch nicht auf reine Materialität ausgelegt, Menschen sind „nicht wirklich so verdrahtet. Wir wissen, dass unsere Existenz endlich ist, nicht nur zeitlich, sondern auch inhaltlich. […] Wir sehnen uns nach etwas Numinosem und Wirklichem jenseits der bloßen physischen Realität, nach etwas, das uns aus einer Welt befreit, die düster, kalt, unbarmherzig und sinnlos ist.“

Dabei suchten sich säkulare Menschen durchaus spirituellen Ersatz, z. B. eine Art religiöser Hingabe an den Klimawandel mit Greta Thunberg als „Jesus“-Vergleich. Oder auch speziell in Australien die Übernahme indigener Spiritualität – oft mit kultureller Aneignung. Doch Craven kritisiert hier die Doppelmoral: „Was wirklich bemerkenswert ist, ist, dass dieselben Australier, die den christlichen Gott beleidigend als ‚Himmelsfee‘ verspotten, die mystische Erfahrung der indigenen Australier mit fast erschreckendem Respekt behandeln.“ Um diese Doppelmoral zu karikiieren, fordert Craven säkulare Kommentatoren wie Peter FitzSimons, Jane Caro oder Amy Remeikis heraus, indigene Schöpfungsgeschichten in gleichem Maße zu verspotten.

Craven sieht in seinem Kommentar den Glauben nicht als sterbendes Relikt, sondern als Antwort auf tiefe menschliche Sehnsüchte in einer sinnentleerten Welt. Der Aufschwung sei „unstoppable“ und mache säkulare Eliten unruhig. Bischöfe in Australien würden inzwischen nach Europa reisen, um zu verstehen, was der Heilige Geist hier wirke – und es sei „very, very good“. 

Die Situation in Europa schildert Craven aus seiner australischen Sicht folgendermaßen: In Italien seien die Kirchen gut besucht und man höre überall Kirchenglocken. In Paris sehe man viele junge Familien in den Bänken. In Italien sympathisierten normale Politiker wieder mit Jesus und dem Papst.

Nur für Deutschland weist Craven auf eine Ausnahme hin und schreibt sarkastisch: „In Deutschland hingegen, wo sich progressive Bischöfe [‚swinging bishops‘] eifrig um einen Kurswechsel bei Themen wie der Frauenordination und der gleichgeschlechtlichen Ehe bemühen, ist es die verlumpte Laienschaft [‚lumpy laity‘], die ihnen dabei in die Quere kommt.“

„Größer als [australischer] Football: Die unstoppbare Wiederbelegung des Glaubens“ „The Australian“-Kommentar: Aufschwung des Christentums, vor allem des Katholizismus, sei in Australien und Europa „unstoppable“ – Ausnahme sei nur Deutschland mit seinen „swinging bishops“


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Versusdeum 5. August 2026 
 

Kurswechsel?

Volle Zustimmung und "schön", dass wir Deutschen inzwischen auch bei diesem Thema wenigstens noch als abschreckendes Beispiel dienen können.
Doch wo versuchen sich unsere Bischöfe an einem Kurswechsel gegen die Laienapparatschiks? Gerade die unsäglichen Forderungen und Beschlüsse des "Synodalen Weges" belegen ja, dass fast alle Bischöfe die Revolution mittragen, selbst, wenn es nur auf Druck "von unten" (sic!) wäre.


2
 
 Johannes14,6 5. August 2026 
 

"SWINGING BISHOPS"

das ist sehr freundlich gesagt, wenn man an das jüngste "Kommunikationsdesaster" von Erzbischof Koch denkt, der die provozierend exhibitionistische Darstellung sexueller Präferenzen als "frohes, bewegendes Fest" bezeichnete, dessen Abbruch "schrecklich" sei -- OHNE EIN WORT zum Islamistischen Motiv des Attentäters zu verlieren, geschweige denn den SCHAMVERLETZENDEN CHARAKTER DER PARADE zu kritisieren.
Vom DBK Vorsitzenden oder einem anderen Bischof nur
dröhnendes Schweigen.


5
 
 naiverkatholik 5. August 2026 
 

swinging bishops - interessante Bezeichnung und Wahrnehmung

Stimmt aber ziemlich. Was in Dogma und Moral nicht geändert werden kann, wird umgedeutet , neue Sexualmoral, Dogmenentwicklung....Swinging, das trifft es recht genau...


6
 
 sdamon 5. August 2026 
 

die Unauflöslichkeit der Ehe

Und warum Papageientaucher für Katholiken besonders interessant sind?

Weil sie in einer monogamen, unauflöslichen Ehe („bis der Tod sie scheidet“) leben. Die hübschen Vögel finden sich zum Brutgeschäft zusammen, trennen sich danach und im nächsten Jahr finden sie sich wieder zum Brutgeschäft.


4
 
 Rolando 5. August 2026 
 

Deutschland hat das Erbe des Protestantismus

was zu überwinden gilt

https://youtu.be/Drrxm3QxxY0?is=I6u0xMGsJvrZYdio

Beten wir


5
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. Vatikan reagiert auf LGBT-Sexualkonzept für katholische Schulen in Hamburg!
  3. Stift Heiligenkreuz: Abt Maximilian Heim tritt zurück
  4. Papst Leo XIV. nimmt Rücktrittsgesuch von Bischof Wiesemann an
  5. 'Was ich am Katholizismus schon immer toll fand...'
  6. Der vatikanische Synodalismus ist ein Anachronismus
  7. Die denkwürdige Wandlung des Tucker Carlson
  8. FEST MARIA KÖNIGIN - Einladung zur Gebets-Novene zur Muttergottes - 13. bis 21. August
  9. US-Bischof Coakley: 'Wir haben noch nicht das letzte Wort zu Traditionis custodes gehört'
  10. Vor Papstbesuch in Lourdes: Alle Rupnik-Mosaike werden dauerhaft verhüllt
  11. Jedes Rosenkranzgebet sollte mit einer klaren Intention begonnen werden!
  12. Kopf der hl. Agatha zum 900. Jubiläum der Reliquienrückkehr gekrönt
  13. Spanischer Priester hilft mehr als 1.200 Personen, einen Ehepartner zu finden
  14. Kardinal Robert Sarah in Danzig/Polen: Gebet ist Ringen mit Gott
  15. Biologische Eltern verklagen Leihmutter, weil diese Abtreibung verweigerte

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz