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Schottisches Parlament lehnt Gesetzentwurf zur Legalisierung des assistierten Suizids deutlich ab

23. März 2026 in Prolife, keine Lesermeinung
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Die Ablehnung gilt als wichtiges Signal – nicht nur für Schottland, sondern auch für das Parlament in London, wo ein ähnlicher Entwurf zwar vom Unterhaus beschlossen wurde, aber nun vor dem Aus steht.


Edinburgh (kath.net/LifeNews/jg)
In einer historischen und emotional aufgeladenen Abstimmung hat das schottische Parlament (Holyrood) am Dienstagabend, dem 17. März 2026, einen Gesetzentwurf zur Legalisierung der assistierten Sterbehilfe klar abgelehnt. Die Assisted Dying for Terminally Ill Adults (Scotland) Bill, eingebracht vom Liberaldemokraten Liam McArthur, scheiterte mit 69 Stimmen dagegen und nur 57 Stimmen dafür (bei einer Enthaltung). Damit bleibt Schottland – anders als von vielen Beobachtern erwartet – vorerst ohne Regelung zur ärztlich assistierten Selbsttötung.

Der Gesetzentwurf hätte es unheilbar kranken, geistig urteilsfähigen Erwachsenen erlaubt, unter strengen Bedingungen medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen, um ihr Leben selbst zu beenden. Voraussetzung wäre unter anderem eine Lebenserwartung von maximal sechs Monaten gewesen – eine Einschränkung, die der Initiator McArthur erst in letzter Minute akzeptiert hatte, um wankelmütige Abgeordnete zu gewinnen.


Die finale Debatte und Abstimmung gestalteten sich äußerst emotional. Gegner des Gesetzes – darunter Vertreter von Ärzteschaft, Behindertenverbänden, Kirchen und Hospizorganisationen – warnten eindringlich vor schleichender Ausweitung der Kriterien, Druck auf gefährdete Gruppen (insbesondere ältere und behinderte Menschen) sowie unzureichenden Schutzmechanismen. Besonders kritisiert wurde, dass kurz vor der Endabstimmung wichtige Schutzklauseln für Ärzte, Apotheker und andere Gesundheitsberufe, die sich nicht beteiligen wollten, gestrichen oder abgeschwächt worden waren.

Befürworter argumentierten hingegen mit Selbstbestimmung am Lebensende, Würde und der Realität unerträglicher Leiden trotz palliativer Versorgung. Sie verwiesen auf Umfragen, die eine deutliche Mehrheit der schottischen Bevölkerung für eine solche Möglichkeit zeigten.

Entscheidend für das Scheitern war jedoch, dass zwölf Abgeordnete, die in der ersten Lesung im Mai 2025 noch dafür gestimmt hatten, nun umschwenkten und gegen den Entwurf votierten. Unter den prominenten Gegnern befanden sich auch die Parteispitzen mehrerer Fraktionen: John Swinney, Erster Minister Schottlands von der Scottish National Party (SNP), Anas Sarwar von der Scottish Labour Party und Russell Findlay von den Scottish Conservatives.

Die Ablehnung gilt als wichtiges Signal – nicht nur für Schottland, sondern auch für das laufende Gesetzgebungsverfahren im Parlament von Westminster (England und Wales), wo ein ähnlicher Entwurf zwar die Unterhaus-Hürde genommen hat, aber nun vor dem Aus steht.

Kirchliche Vertreter, darunter die katholischen Bischöfe Schottlands und die Church of Scotland, werteten das Ergebnis als Erfolg intensiver Gebets- und Überzeugungsarbeit. Die Moderatorin der Generalversammlung der Church of Scotland, Rosie Frew, erklärte: „Ich begrüße die Entscheidung des Parlaments, die Assisted Dying Bill nicht zu genehmigen.“

Befürworter wie die Organisation „Dignity in Dying“ zeigten sich enttäuscht, aber kämpferisch. Geschäftsführerin Sarah Wootton betonte, die Debatte werde nicht enden und man werde den Kampf für ein entsprechendes Gesetz fortsetzen.

 


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