Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Ludger Schepers wirre Osterbotschaft
  2. ACH TONI - hat der Wiener Dompfarrer ein Zölibatsproblem?
  3. Erzbischof van Megen wird neuer Papst-Botschafter in Deutschland
  4. "Welcher Teufel reitet Sie, Frau Paganini?"
  5. Johannes Hartl: „Junge Menschen fragen wieder nach Gott! Atheismus ist eher für ältere Generation“
  6. „Der heißeste Club der Stadt“: Warum New Yorks Jugend plötzlich die Kirchen stürmt
  7. „Die Bibel steht eindeutig im Visier der Regierung“
  8. Missio-Nationaldirektor P. Wallner sieht Renaissance des Glaubens
  9. Vatikan sagt für September in Rom geplanten Weltkindertag ab
  10. „Junge Menschen, die zum Glauben zurückkehren, wollen den ‚vollen fetten Glauben‘“
  11. Schauspielerin Christina Applegate nennt Abtreibung ‚Mord‘ und ‚mein Kind töten‘
  12. Die Kraft der Auferstehung, der Wille zum Frieden und der Weg der Menschheit
  13. 'Um die Auferstehung Jesu Christi zu feiern'
  14. Gleichgültigkeit und Dekadenz – Die größte Hoffnung für iranische und russische Diktatoren
  15. Radikale Feministin Michelle Bachelet könnte nächste UN-Generalsekretärin werden

Katholische Bischöfe Kanadas: Gesetz gegen "Hass" gefährdet Religionsfreiheit

21. März 2026 in Chronik, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Das Zitieren bestimmter Passagen der Bibel könnte strafbar werden, selbst wenn es im Rahmen religiöser Veranstaltungen oder friedlicher Diskussionen geschieht, befürchten Kritiker des Gesetzesvorschlags.


Ottawa (kath.net/LifeSiteNews/jg)
Kanadas Bill C-9, auch bekannt als Combatting Hate Act (dt. „Gesetz zur Bekämpfung von Hass“), ist ein Gesetzesvorhaben der Liberalen Regierung unter Premierminister Mark Carney, das Änderungen am Strafgesetzbuch vornimmt, um Hassrede und Hasskriminalität stärker zu bekämpfen.

Das Gesetz wurde bereits im September 2025 eingebracht und erweitert die Definition von Hasspropaganda, indem es nur noch „detestation or vilification“ (Verabscheuung oder Verunglimpfung) erfordert, statt beides wie zuvor. Es führt neue Straftatbestände ein, etwa für Einschüchterung, die den Zugang zu religiösen oder kulturellen Orten behindert, und erleichtert Verfolgungen, weil die Polizei nicht mehr auf die Zustimmung des Generalstaatsanwalts angewiesen ist.


Besonders kontrovers ist die Entfernung der sogenannten religiösen Verteidigung (good faith religious defence) aus § 319(3)(b) des Strafgesetzbuches. Diese Klausel schützte bisher Äußerungen, die auf religiösen Texten beruhen und in gutem Glauben geäußert werden. Kritiker – darunter christliche Organisationen, die katholische Bischofskonferenz von Kanada und konservative Abgeordnete – warnen, dass dies das Zitieren biblischer Passagen, zum Beispiel zu Homosexualität aus Levitikus oder Deuteronomium, kriminalisieren könnte, selbst in Predigten, Bibelstudien oder friedlichen Debatten. Sie sehen darin einen Angriff auf die Religions- und Meinungsfreiheit.

Ein von der Bloc Québécois eingebrachter und mit Stimmen der Liberalen angenommener Änderungsantrag im Justizausschuss hat diese Schutzregelung entfernt. Ein Gegenantrag des konservativen Abgeordneten Andrew Lawton, welcher die Verwendung in religiösen Kontexten, Gottesdienste, Predigten und friedliche Diskussionen explizit schützen sollte, wurde von liberalen Abgeordneten abgelehnt – teilweise unter Gelächter im Ausschuss.

Die Regierung hat im März 2026 ein Verfahren eingeleitet, um die Debatte im Ausschuss und im Unterhaus zu beenden und das Gesetz zu beschleunigen: Eine Motion stoppte die anhaltende Verzögerungstaktik der Konservativen (Filibuster), sodass Änderungen ohne weitere Diskussion abgestimmt werden können. Liberale und Bloc Québécois stimmten geschlossen dafür, während Konservative, NDP und einzelne andere dagegen waren.

Befürworter argumentieren, das Gesetz schütze gefährdete Gruppen (einschließlich LGBT-Personen) vor Hass und Gewalt, ohne echte Religionsfreiheit zu gefährden. Bestehende Gesetze reichten dafür nicht aus. Kritiker halten es für überflüssig und gefährlich, da es vage Begriffe wie „Hass“ und „Furcht“ einführt und religiöse Äußerungen unter Generalverdacht stellt.

Obwohl das Gesetz noch nicht verabschiedet ist, hat es bereits heftige Debatten über den Balanceakt zwischen Hassbekämpfung und Religionsfreiheit ausgelöst. Viele religiöse Gruppen und Bürgerinitiativen fordern den Rückzug oder grundlegende Änderungen.

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Versusdeum 22. März 2026 
 

Praktisch überall im einst "freien Westen" das gleiche:

Linke und postkommunistische Gruppen (wie die Stasi- und DDR-Diktaturpartei SED alias "Die Linke") bekämpfen die Meinungsfreiheit, um jegliche Kritik an Ideologien, "Diversionen" und selbstzerstörerischer Politik im Keim zu ersticken. Woher kommt dieser dekadente Selbsthass und diese Blindheit des Westens? Ist es die Sünde (vor allem die massenhafte Tötung des eigenen Nachwuchses? Und ist dieser Ursache oder Wirkung oder beides)? Jedenfalls freuen diese totalitären Tendenzen einen: Den, der glaubt, Gott "die Menschheit endgültig wegschnappen" zu können. Aber er wird nicht das letzte Wort behalten!


0
 
 marlin 21. März 2026 
 

Religions- und Meinungsfreiheit

Zitat: „Kritiker – darunter christliche Organisationen, die katholische Bischofskonferenz von Kanada und konservative Abgeordnete – warnen, dass dies das Zitieren biblischer Passagen, zum Beispiel zu Homosexualität aus Levitikus oder Deuteronomium, kriminalisieren könnte, selbst in Predigten, Bibelstudien oder friedlichen Debatten.“

Während in Deutschland die DBK in der Vergangenheit die „Lizenz zum Töten“ erlaubte und sich jetzt über Homosegnungen freut, kritisiert die kanadische Bischofskonferenz ihre Regierung - eines so liberalen Landes wie Kanada, wo Abtreibung und Homoehe erlaubt sind.
Wie kommt das? :-)


0
 
 marlin 21. März 2026 
 

die Bischofskonferenzen und die Regierung

Zitat: „Kritiker – darunter christliche Organisationen, die katholische Bischofskonferenz von Kanada und konservative Abgeordnete – warnen, dass dies das Zitieren biblischer Passagen, zum Beispiel zu Homosexualität aus Levitikus oder Deuteronomium, kriminalisieren könnte, selbst in Predigten, Bibelstudien oder friedlichen Debatten.“

Wie kommt das, dass in einem so liberalen Land wie Kanada - wo Abtreibung und Homoehe erlaubt sind -, die katholische Bischofskonferenz die Regierung kritisiert, während in Deutschland die DBK in der Vergangenheit nichts gegen die „Lizenz zum Töten“ hatte und sich jetzt über Homosegnungen freut?


0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Religionsfreiheit

  1. US-Stadt Louisville zahlt 800.000 Dollar an christliche Fotografin
  2. Nicaraguas Regierung verbietet Kreuzweg-Prozessionen
  3. Großbritannien: Christlicher Pastor wegen Kritik am Islam und an Transgender verhaftet
  4. Religionsfreiheit in den USA: Florida schneidet am besten ab
  5. Warnung vor Einschränkung der Religionsfreiheit in den USA
  6. Nicaragua: Ortegas Regime schließt Radio Maria
  7. Keine Torte für Feier einer ‚Geschlechtsumwandlung’ – christlicher Bäcker erneut vor Gericht

Meinungsfreiheit

  1. US-Stadt Louisville zahlt 800.000 Dollar an christliche Fotografin
  2. Ehemalige finnische Innenministerin Räsänen: „Was haben SIE in den letzten Jahren geschrieben?“
  3. „Meldestellen? … Diese Einrichtungen sind so komplett überflüssig!“
  4. Christliche Organisation ADF unterstützt X bei Berufung gegen DSA-Strafe
  5. Großbritannien: Christlicher Pastor wegen Kritik am Islam und an Transgender verhaftet
  6. Telegram-Gründer Pavel Durov: "Bleib wachsam, Spanien"
  7. Meinungsfreiheit auf katholisch







Top-15

meist-gelesen

  1. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  2. „Der heißeste Club der Stadt“: Warum New Yorks Jugend plötzlich die Kirchen stürmt
  3. ACH TONI - hat der Wiener Dompfarrer ein Zölibatsproblem?
  4. Erzbischof van Megen wird neuer Papst-Botschafter in Deutschland
  5. Ludger Schepers wirre Osterbotschaft
  6. Papstsekretär: Leo XIV. bleibt "Padre Roberto"
  7. Missio-Nationaldirektor P. Wallner sieht Renaissance des Glaubens
  8. 'Um die Auferstehung Jesu Christi zu feiern'
  9. Die Kraft der Auferstehung, der Wille zum Frieden und der Weg der Menschheit
  10. Britisches Innenministerium stoppt Ermittlungen gegen legale Online-Posts
  11. Visitation im Stift Heiligenkreuz abgeschlossen
  12. Nicht Erinnerung, sondern Gegenwart - Ostern im Riss der Zeit
  13. Vatikan sagt für September in Rom geplanten Weltkindertag ab
  14. "Welcher Teufel reitet Sie, Frau Paganini?"
  15. Johannes Hartl: „Junge Menschen fragen wieder nach Gott! Atheismus ist eher für ältere Generation“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz