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Nicaraguas Regierung verbietet Kreuzweg-Prozessionen

6. März 2026 in Weltkirche, 2 Lesermeinungen
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Weitere Einschränkung der Religionsfreiheit. Alle religiösen Aktivitäten während der Fastenzeit und der Ostertage müssen in den Räumen der Kirche stattfinden. Die traditionellen Kreuzweg-Prozessionen sind damit verboten.


Managua (kath.net/jg)
Die Regierung von Nicaragua unter Daniel Ortega und Rosario Murillo hat am ersten Freitag der Fastenzeit dieses Jahres die Durchführung von Kreuzweg-Prozessionen im ganzen Land untersagt, berichtet La Prensa. 

Betroffen waren mehr als 400 geplante Prozessionen, wie aus Berichten unabhängiger Medien und der renommierten Forscherin Martha Patricia Molina hervorgeht, welche die Verfolgung der katholischen Kirche in Nicaragua seit Jahren dokumentiert.


Auf Anordnung des Regimes sind alle religiösen Aktivitäten während der Fastenzeit und des Ostertriduums in den Kirchenräumen stattfinden. Traditionelle Kreuzweg-Prozessionen, bei denen die Gläubigen mit Kreuzen und Heiligenbildern durch die Straßen ziehen, waren damit untersagt. 

Molina sieht in der Maßnahme als Zeichen der Angst des Regimes vor öffentlicher Ausübung von Religiosität. „Jesus am Kreuz bleibt hinter den Mauern jeder Pfarrei gefangen. Die Diktatur hat Angst, dass die Laien und Heiligenbilder auf die Straße gehen, um zu beten und ihre Versprechen zu erfüllen“, sagte sie wörtlich.

Um das Verbot durchzusetzen sind Polizisten in Uniform und in Zivil in den Kirchen unterwegs, um die Programme für die Karwoche zu verlangen, Priester unter Druck zu setzen und die Einhaltung des Verbots religiöser Aktivitäten außerhalb von Kirchen zu kontrollieren. 

Im Jahr 2025 waren öffentliche Prozessionen in der Fasten- und Osterzeit bereits stark eingeschränkt oder ganz verboten worden.  (Siehe Link)

 


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Lesermeinungen

 marlin 6. März 2026 
 

@ Jothekieker

„Sobald die Sozialisten irgendwo die Macht ergriffen haben, geht es der Kirche an den Kragen.“

Das ist leider ein… Trugschluss.
In unserem Nachbarland Polen blühte die katholische Kirche besonders während der sozialistisch-kommunistischer Herrschaft auf (bis 1989). Der gemeinsame Feind (Sozialismus/Kommunismus) hat dort dazu geführt, dass 93% katholisch und über 60% Kirchgänger waren - bis nach 1989 die westliche Freiheit und später die LGBTQ-Leitkultur das Land überschwemmte. Jetzt sind es noch 87% katholisch und ca. 30% Kirchgänger.


0
 
 Jothekieker 6. März 2026 
 

Eine Mahnung für Europa

Sobald die Sozialisten irgendwo die Macht ergriffen haben, geht es der Kirche an den Kragen. Das wird in Europa nicht anders sein und ist unabhängig vom zuvor betriebenen Kuschelkurs.


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