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Meine Söhne, „seid heilig, Anbeter, Menschen des tiefen Gebets und lehrt das Volk, dasselbe zu tun!“

vor 4 Stunden in Weltkirche, 2 Lesermeinungen
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Papst Leo XIV. in Brief an Priestertreffen in Madrid: „Es geht nicht darum, neue Modelle zu erfinden“ - Das priesterliche Leben wird „in der lebendigen Tradition empfangen und im Lehramt weitergegeben“ - Der bemerkenswerte Brief in voller Länge!


Madrid  (kath.net/KAP/red) Papst Leo XIV. hat zu einer vertieften Beschäftigung mit dem katholischen Priestertum aufgerufen. Statt die Identität des Priesters selbst neu zu definieren, gelte es, dessen authentischen Kern wiederzuentdecken, forderte das Kirchenoberhaupt in einem am Montag veröffentlichten ausführlichen Brief an ein großes Treffen spanischer Priester in Madrid.

Beim Priestersein gehe es darum, Gott und den Menschen ganz konkret zu dienen, als "zweiter Christus", schrieb Leo. Die Rahmenbedingungen für das Priesterberuf wie auch für den Glauben hätten sich grundlegend geändert, räumte der Papst ein. Die Säkularisierung sei vielerorts weit fortgeschritten, die öffentliche Debatte sei polarisiert und die Bewertung von Menschen geschehe oft "unvollständig". Der Glaube laufe Gefahr, "instrumentalisiert, banalisiert oder in den Bereich des Irrelevanten verbannt zu werden", der transzendente Bezug werde oft übersehen und die christliche Botschaft oft nicht mehr weitergegeben, da sie auf Gleichgültigkeit oder Unverständnis stoße.

Dies alles sehe er aber nicht als Anlass für Rückzug oder Resignation, betonte der Papst: Er sehe heute nämlich zugleich auch eine neue Offenheit vieler Menschen, insbesondere der jüngeren Generationen, für eine "ehrlichere und authentischere Suche", die sie "zur Begegnung mit Christus zurückführt". Hier sollten Priester präsent und verfügbar sein, sollten mit ihrer gesamten Lebensführung "auf Gott hinweisen und den Weg zum Geheimnis begleiten, ohne dessen Platz einzunehmen".

Dabei seien Zölibat, Armut und Gehorsam bedeutsam, bei denen nicht der Verzicht im Mittelpunkt stehe, sondern das "Zugehören zu Gott". Eigene Gottesbeziehung pflegen Hüten sollen sich Priester nach den Worten Leos davor, sich bloß durch eine Vielzahl von Aufgaben zu definieren oder durch den Druck, Ergebnisse zu liefern. Vielmehr gehe es um eine eigene lebendige Beziehung zu Jesus Christus, "die durch die Eucharistie genährt wird und sich in einer pastoralen Nächstenliebe ausdrückt, die durch aufrichtige Selbsthingabe gekennzeichnet ist".

Besonders legte der Papst den Priestern die würdige und angemessene Feier der Sakramente ans Herz, die sie auch selbst empfangen müssten, insbesondere das der Versöhnung. "Vergesst nicht, dass ihr nicht die Quelle, sondern der Kanal seid und dass auch ihr dieses Wasser trinken müsst. Vernachlässigt daher die Beichte nicht und kehrt immer wieder zu der Barmherzigkeit zurück, die ihr verkündet", so der Papst in seinem Schreiben.

Priester sollten "Anbeter" und "Menschen des tiefen Gebets" sein, sich um Heiligkeit bemühen und das Volk lehren, "dasselbe zu tun". Besonders hob der Papst weiters die Bedeutung der Verbundenheit von Priestern untereinander hervor. Sie sollten sich nicht als Einzelkämpfer verstehen, da Individualismus "das Herz verarmt und die Mission schwächt", mahnte er. Vielmehr gelte es, Brüderlichkeit zu leben, sich verantwortlich füreinander zu fühlen und zur gegenseitigen Unterstützung bereit zu sein. "Niemand soll sich in der Ausübung seines Amtes ausgesetzt oder allein fühlen", so der Papst mit Blick auf "Müdigkeit und Einsamkeit" vieler Priester. Großer Austausch Der Brief richtete sich an eine am Montag und Dienstag erstmals durchgeführte Priesterversammlung in Madrid, die den Titel "Convivium" trägt.

Interessant dürfte außerdem sein, dass auch Papst Leo darauf eingeht, dass es eine junge, neue Bewegung hin zum Glauben und zur Kirche gibt. Er schreibt: „Ich bin überzeugt – und ich weiß, dass viele von Ihnen dies in Ihrem täglichen Dienst wahrnehmen –, dass sich in den Herzen vieler Menschen, insbesondere junger Menschen, eine neue Unruhe regt.“

Der Einladung des Erzbischofs der spanischen Hauptstadt, Kardinal José Cobo, sind mehr als 1.000 Priester gefolgt. Ziel ist der Austausch, das Aufzeigen der Vielfalt und die Stärkung der Gemeinschaft untereinander. Bereits im Vorfeld hatten die Priester in kleineren Runden mit ihren Altersgruppen und Weihejahrgängen über ihre Berufung und Herausforderungen reflektiert, die Ergebnisse flossen in das Treffen ein. 


 

kath.net dokumentiert den Brief Seiner Heiligkeit Leo XIV. an das Presbyteriat der Erzdiözese Madrid anlässlich des Priestertreffens „Convivium“ in voller Länge in eigener Übersetzung:

Brief Seiner Heiligkeit Leo XIV.
An das Priestertum der Erzdiözese Madrid
Anlässlich des Priestertreffens „Convivium“

Meine lieben Söhne,

es freut mich, Ihnen diesen Brief anlässlich Ihrer Priestertreffens zu schreiben, und ich tue dies mit dem aufrichtigen Wunsch nach Brüderlichkeit und Einheit. Ich danke Ihrem Erzbischof und Ihnen allen von ganzem Herzen für Ihre Bereitschaft, sich als Presbyterium zu versammeln, nicht nur um gemeinsame Angelegenheiten zu besprechen, sondern auch um einander in Ihrer gemeinsamen Mission zu unterstützen.

Ich schätze das Engagement, mit dem Sie Ihr Priestertum in den Pfarreien, Diensten und den vielfältigen Lebensrealitäten leben und ausüben; ich weiß, dass sich dieser Dienst oft inmitten von Erschöpfung, schwierigen Situationen und einer stillen Hingabe entfaltet, von denen allein Gott Zeuge ist. Genau deshalb hoffe ich, dass diese Worte Sie als Zeichen der Nähe und Ermutigung erreichen und dass diese Begegnung eine Atmosphäre aufrichtigen Zuhörens, wahrer Gemeinschaft und vertrauensvoller Offenheit für das Handeln des Heiligen Geistes fördert, der unaufhörlich in Ihrem Leben und in Ihrer Mission wirkt.

Die Zeit, die die Kirche gerade durchlebt, lädt uns ein, gemeinsam innezuhalten und in Ruhe und ehrlich nachzudenken. Nicht so sehr, um uns mit unmittelbaren Diagnosen oder der Bewältigung von Notfällen zu befassen, sondern um den Augenblick, in dem wir leben, tief zu verstehen und im Lichte des Glaubens die Herausforderungen und zugleich die Möglichkeiten zu erkennen, die der Herr uns eröffnet. Auf diesem Weg wird es immer wichtiger, unsere Augen zu schulen und Unterscheidungsvermögen zu üben, damit wir klarer erkennen können, was Gott bereits – oft still und unauffällig – in unserer Mitte und in unseren Gemeinschaften wirkt.

Diese Betrachtung der Gegenwart kann den kulturellen und sozialen Kontext, in dem der Glaube heute gelebt und zum Ausdruck gebracht wird, nicht außer Acht lassen. Vielerorts beobachten wir fortschreitende Säkularisierungsprozesse, eine zunehmende Polarisierung des öffentlichen Diskurses und die Tendenz, die Komplexität des Menschen zu reduzieren und ihn durch Ideologien oder unvollständige Kategorien zu interpretieren. In diesem Kontext läuft der Glaube Gefahr, instrumentalisiert, trivialisiert oder ins Abseits gedrängt zu werden, während sich Formen des Zusammenlebens durchsetzen, die auf jeglichen transzendenten Bezug verzichten.

Hinzu kommt ein tiefgreifender kultureller Wandel, der nicht ignoriert werden kann: das fortschreitende Verschwinden gemeinsamer Bezugspunkte. Lange Zeit fand der Same des Christentums fruchtbaren Boden, weil die moralische Sprache, die großen Fragen nach dem Sinn des Lebens und bestimmte fundamentale Vorstellungen zumindest teilweise geteilt wurden. Heute ist diese gemeinsame Basis erheblich geschwächt. Viele der begrifflichen Annahmen, die jahrhundertelang die Weitergabe der christlichen Botschaft ermöglichten, sind nicht mehr erkennbar und in vielen Fällen sogar verständlich. Das Evangelium stößt nicht nur auf Gleichgültigkeit, sondern auch auf eine veränderte Kulturlandschaft, in der Worte nicht mehr dieselbe Bedeutung haben und die ursprüngliche Verkündigung nicht mehr als selbstverständlich gilt.

Diese Beschreibung erfasst jedoch nicht vollständig, was wirklich geschieht. Ich bin überzeugt – und ich weiß, dass viele von Ihnen dies in Ihrem täglichen Dienst wahrnehmen –, dass sich in den Herzen vieler Menschen, insbesondere junger Menschen, eine neue Unruhe regt. Die Verabsolutierung des Wohlbefindens hat nicht das erhoffte Glück gebracht; eine von der Wahrheit losgelöste Freiheit hat nicht die versprochene Erfüllung hervorgebracht; und der materielle Fortschritt allein hat die tiefsten Sehnsüchte des menschlichen Herzens nicht gestillt.

Tatsächlich haben die vorherrschenden Ansichten, zusammen mit bestimmten hermeneutischen und philosophischen Interpretationen des menschlichen Schicksals, weit davon entfernt, eine ausreichende Antwort zu bieten, oft ein noch größeres Gefühl der Müdigkeit und Leere hinterlassen. Genau aus diesem Grund beobachten wir, dass sich viele Menschen einer ehrlicheren und authentischeren Suche öffnen – einer Suche, die sie, begleitet von Geduld und Respekt, zurück zur Begegnung mit Christus führt. Dies erinnert uns daran, dass dies für den Priester keine Zeit für Rückzug oder Resignation ist, sondern für treue Präsenz und großzügige Verfügbarkeit. All dies entspringt der Erkenntnis, dass die Initiative stets vom Herrn ausgeht, der bereits wirkt und uns mit seiner Gnade vorausgeht.

So wird immer deutlicher, welche Art von Priestern Madrid – und die gesamte Kirche – in dieser Zeit braucht. Gewiss keine Männer, die sich von einer Vielzahl von Aufgaben oder dem Druck der Ergebnisse bestimmen lassen, sondern Männer, die Christus nachgebildet sind und ihren Dienst durch eine lebendige Beziehung zu ihm tragen können, genährt von der Eucharistie und ausgedrückt in einer pastoralen Nächstenliebe, die von der aufrichtigen Hingabe des eigenen Selbst geprägt ist. Es geht nicht darum, neue Modelle zu erfinden oder die uns gegebene Identität neu zu definieren, sondern darum, das Priestertum in seinem authentischsten Kern – als Alter Christus – mit neuer Intensität neu zu verkünden und ihm zu erlauben, unser Leben zu formen, unsere Herzen zu vereinen und einem Dienst Gestalt zu verleihen, der aus der Vertrautheit mit Gott, der treuen Hingabe an die Kirche und dem konkreten Dienst an den uns anvertrauten Menschen entspringt.

Meine lieben Söhne, erlauben Sie mir, heute mit Ihnen über das Priestertum anhand eines Ihnen wohlbekannten Bildes zu sprechen: Ihrer Kathedrale. Nicht um ein Gebäude zu beschreiben, sondern um von ihm zu lernen. Denn Kathedralen – wie jeder heilige Ort – existieren, genau wie das Priestertum, um uns zur Begegnung mit Gott und zur Versöhnung mit unseren Brüdern und Schwestern zu führen, und ihre Elemente bergen eine Lehre für unser Leben und unseren Dienst.

Schon beim Betrachten ihrer Fassade lernen wir etwas Wesentliches. Sie ist das Erste, was wir sehen, und doch sagt sie nicht alles: Sie deutet an, legt nahe, lädt ein. Ebenso lebt der Priester nicht, um sich zu präsentieren, aber auch nicht, um sich zu verstecken. Sein Leben soll sichtbar, stimmig und erkennbar sein, auch wenn es nicht immer verstanden wird. Die Fassade existiert nicht für sich selbst: Sie führt nach innen. Auch der Priester ist niemals ein Zweck an sich. Sein ganzes Leben ist dazu berufen, auf Gott hinzuweisen und den Weg zum Geheimnis zu begleiten, ohne dessen Platz einzunehmen.

Beim Erreichen der Schwelle verstehen wir, dass nicht alles eintreten darf, denn es ist ein heiliger Raum. Die Schwelle markiert einen Übergang, eine notwendige Trennung. Vor dem Eintritt bleibt etwas draußen. Auch das Priestertum wird so gelebt: in der Welt sein, aber nicht von der Welt (vgl. Joh 17,14). Zölibat, Armut und Gehorsam stehen an diesem Scheideweg; nicht als Verleugnung des Lebens, sondern als konkrete Mittel, durch die der Priester ganz Gott gehören und dennoch unter den Menschen leben kann.

Die Kathedrale ist auch ein gemeinsames Zuhause, wo jeder seinen Platz hat. So soll die Kirche sein, besonders gegenüber ihren Priestern: ein Zuhause, das willkommen heißt, beschützt und nicht verlässt. Und so muss die priesterliche Brüderlichkeit gelebt werden: als die konkrete Erfahrung, sich zu Hause zu fühlen, füreinander verantwortlich zu sein, aufmerksam für das Leben unserer Brüder und Schwestern zu sein und einander beizustehen. Meine Söhne, niemand soll sich in der Ausübung des Amtes bloßgestellt oder allein fühlen: Widersteht gemeinsam dem Individualismus, der das Herz verarmt und die Sendung schwächt!

Wenn wir durch die Kirche gehen, bemerken wir, dass alles auf den Säulen ruht, die das Ganze tragen. Die Kirche hat in ihnen das Bild der Apostel gesehen (vgl. Eph 2,20). Auch das priesterliche Leben steht nicht für sich selbst, sondern auf dem apostolischen Zeugnis, das in der lebendigen Tradition der Kirche empfangen und weitergegeben und vom Lehramt bewahrt wird (vgl. 1 Kor 11,2; 2 Tim 1,13–14). Wenn der Priester auf diesem Fundament verankert bleibt, vermeidet er es, auf dem Sand von Teilinterpretationen oder situativen Betonungen zu bauen, und er ruht auf dem festen Felsen, der ihm vorausgeht und ihn überragt (vgl. Mt 7,24–27).

Bevor wir das Heiligtum erreichen, offenbart uns die Kathedrale diskrete, aber grundlegende Orte: Am Taufbecken wird das Volk Gottes geboren; im Beichtstuhl erfährt es beständige Erneuerung. In den Sakramenten offenbart sich die Gnade als die wirklichste und wirksamste Kraft des priesterlichen Dienstes. Deshalb, liebe Söhne, feiert die Sakramente mit Würde und Glauben, im Bewusstsein, dass in ihnen die wahre Kraft wirkt, die die Kirche aufbaut, und dass sie das höchste Ziel sind, auf das unser gesamter Dienst ausgerichtet ist. Vergesst aber nicht, dass ihr nicht die Quelle, sondern der Kanal seid und dass auch ihr von diesem Wasser trinken müsst. Vernachlässigt deshalb nicht die Beichte und kehrt immer wieder zu der Barmherzigkeit zurück, die ihr verkündet.

Neben dem zentralen Raum befinden sich mehrere Kapellen. Jede hat ihre eigene Geschichte, ihre eigene Weihe. Obwohl sie sich in Stil und Gestaltung unterscheiden, teilen sie alle dieselbe Ausrichtung: Keine ist nach innen gerichtet, keine stört die Harmonie des Ganzen. Dasselbe gilt für die Kirche mit ihren verschiedenen Charismen und Spiritualitäten, durch die der Herr eure Berufung bereichert und stärkt. Jede empfängt einen besonderen Ausdruck des Glaubens und eine besondere Nahrung für das innere Leben, doch alle bleiben auf dasselbe Zentrum ausgerichtet.

Lasst uns zum Kern der Sache blicken, meine Söhne: Hier offenbart sich, was eurem täglichen Tun Sinn verleiht und woher euer Dienst entspringt. Auf dem Altar wird durch eure Hände das Opfer Christi gegenwärtig in der höchsten Handlung, die menschlichen Händen anvertraut ist; im Heiligtum bleibt der, den ihr geopfert habt.

Lasst uns zum Kern der Sache schauen, meine Söhne: Hier offenbart sich, was eurem täglichen Tun Sinn verleiht und woher euer Dienst entspringt. Auf dem Altar, durch eure Hände, wird das Opfer Christi gegenwärtig in der höchsten Handlung, die menschlichen Händen anvertraut ist; im Tabernakel bleibt Er, den ihr dargebracht habt, aufs Neue eurer Obhut anvertraut. Seid Anbeter, Männer tiefen Gebets und lehrt eure Gläubigen, es euch gleichzutun.

Am Ende dieses Weges, um die Priester zu sein, die die Kirche heute braucht, gebe ich euch denselben Rat eures heiligen Landsmanns, des heiligen Johannes von Ávila: „Seid ganz sein“ (Predigt 57). Werdet Heilige! Ich vertraue euch Unserer Lieben Frau von Almudena an und erteile euch mit dankbarem Herzen den Apostolischen Segen, den ich allen anvertrauten Gläubigen ausspreche.

Vatikanstadt, 28. Januar 2026. Gedenktag des heiligen Thomas von Aquin, Priester und Kirchenlehrer.
Papst Leo XIV.

Für das Material der KAP: Copyright 2026 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


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Lesermeinungen

 Versusdeum vor 2 Stunden 
 

Kanal, nicht Quelle der Gnaden

"Vergesst nicht, dass ihr nicht die Quelle, sondern der Kanal seid und dass auch ihr dieses Wasser trinken müsst. Vernachlässigt daher die Beichte nicht"
Großartig und treffend auf den Punkt gebracht. Sich dessen bewusst zu sein, nimmt außerdem Druck vom einzelnen Priester: Nicht man selbst muss alles leisten, man darf, soll und muss auch mit einer gewissen Gelassenheit Gott wirken lassen.


1
 
 Hope F. vor 3 Stunden 
 

Wünschenswert

Ich hoffe, der Brief von Papst Leo XIV. fällt auf fruchtbaren Boden. Wünschenswert wäre, daß sich viele deutsche Priester die Worte des Heiligen Vaters zu Herzen nehmen, denn er spricht genau das an, woran es bei vielen krankt.


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