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| ![]() Bischof Erik Varden bei Fastenexerzitien im Vatikan: „Tausende fallen“vor 15 Stunden in Spirituelles, 4 Lesermeinungen „Die schlimmste Krise der Kirche wurde nicht durch weltliche Opposition, sondern durch kirchliche Verderbnis ausgelöst.“ Vatikan (kath.net/pl) „Tausende fallen“, darüber sprach Bischof Erik Varden OCSO im Vatikan in seiner sechsten Meditation bei den Fastenexerzitien von Papst Leo XIV. und der Kurie am Mittwochmorgen. Varden leitet die diesjährigen Fastenexerzitien auf persönliche Einladung von Papst Leo. Der Prälat von Trondheim und Apostolischer Administrator von Tromsø ist auch der aktuelle Präsident der Skandinavischen Bischofskonferenz. Der Trappistenmönch, ein Konvertit aus dem lutherisch geprägten Christentum, ist ein gesuchter geistlicher Lehrer und Autor vieler spiritueller Bücher. Bischof Varden veröffentlichte einen Ausschnitt aus seinen Gedanken auf seinem Blog. Der Titel dieses Beitrag verweist auf Psalm 90: „Fallen auch tausend an deiner Seite, dir zur Rechten zehnmal tausend, so wird es dich nicht treffen.“ kath.net dokumentiert diesen Ausschnitt „Tausende fallen“ vom 25. Februar 2026 in eigener Arbeitsübersetzung: Stürze können uns demütigen, wenn wir aufgeblasen sind, und Gottes rettende Macht offenbaren. Sie können zu Meilensteinen auf dem persönlichen Heilsweg werden, an die wir uns dankbar erinnern. Doch wir dürfen nicht naiv sein. Nicht jeder Fall endet mit Jubel. Es gibt Stürze, die nach Hölle stinken, die den Schuldigen Verderben bringen und eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Diese Spur ist oft breit und lang und reißt viele Unschuldige mit sich. Wir werden Standhaftigkeit brauchen, um uns mit Bernhard dem Vers aus Psalm 90 zu nähern, der beginnt: „Fallen auch tausend an deiner Seite, dir zur Rechten zehnmal tausend“. Nichts hat der Kirche tragischeren Schaden zugefügt und unser Zeugnis mehr beeinträchtigt als die Verderbnis, die im eigenen Haus erwächst. Die schlimmste Krise der Kirche wurde nicht durch weltliche Opposition, sondern durch kirchliche Verderbnis ausgelöst. Die geschlagenen Wunden brauchen Zeit zum Heilen. Sie schreien nach Gerechtigkeit und Tränen. Angesichts von Verderbnis, insbesondere bei Missbrauch, ist es verlockend, nach einer kranken Wurzel zu suchen. Wir erwarten, ignorierte Frühwarnzeichen zu finden: ein Versagen bei der Überprüfung, ein ursprüngliches Muster von Abweichung. Manchmal existieren diese Spuren, und wir tun gut daran, uns selbst die Schuld zu geben, sie nicht rechtzeitig erkannt zu haben. Doch finden wir sie nicht immer. Wir können das große und freudvolle Gute erkennen, das sich oft in den Anfängen von Gemeinschaften offenbart, die heute mit Skandalen in Verbindung gebracht werden. Wir können nicht annehmen, dass von Anfang an strukturelle Heuchelei herrschte, dass die Gründer etwas als getünchte Gräber ins Leben gerufen haben. Manchmal finden wir Zeichen der Inspiration, sogar Spuren von Heiligkeit. Wie können wir die Gleichzeitigkeit dieser mit deformierten Entwicklungen erklären? Eine säkulare Denkweise vereinfacht: Wenn sie auf ein Unglück trifft, teilt sie die Meinungen in Monster und Opfer ein. Glücklicherweise verfügt die Kirche, wenn sie sich daran erinnert, sie einzusetzen, über feinere und wirksamere Instrumente. Bernhard erinnert uns daran, dass dort, wo Menschen edle Ziele verfolgen, die Angriffe des Feindes heftig ausfallen. Er bemerkt, dass die geistlichen Männer der Kirche viel schrecklicher angegriffen werden als die fleischlich gesinnten. Er glaubt, dass dies die Intention des Psalms Qui habitat* mit seiner Sprache von „links“ und „rechts“ ist: Links steht für unsere fleischliche, rechts für unsere geistliche Natur. Die Opferzahlen sind auf der rechten Seite höher, denn dort, auf dem geistlichen Schlachtfeld, werden die tödlichsten Waffen eingesetzt. Obwohl er die dämonische Welt ernst nahm, bedeutet dies nicht, dass er alle geistlichen Krankheiten Bösewichten mit Hörnern und Mistgabeln zuschreibt. Er hält Männer und Frauen für die Art und Weise verantwortlich, wie sie ihre souveräne Freiheit nutzen. Sein Punkt ist, dass die menschliche Natur einheitlich ist. Wenn wir beginnen, tief in unsere geistliche Natur vorzudringen, werden zwangsläufig andere Tiefen offenbart. Wir werden mit existenziellem Hunger, Verletzlichkeit und der Sehnsucht nach Trost konfrontiert. Solche Erfahrungen können durch Angriffe hervorgerufen werden. Geistiger Fortschritt erfordert eine Ausrichtung unseres physischen und emotionalen Selbst auf kontemplative Reifung. Andernfalls besteht die Gefahr, dass spirituelle Erfahrungen nach physischer oder emotionaler Entladung suchen und diese Entladungen rationalisiert werden, als wären sie selbst irgendwie „spirituell“, erhabener als die Verfehlungen gewöhnlicher Sterblicher. Die Integrität eines spirituellen Lehrers zeigt sich nicht nur in seinen Gesprächen, sondern auch in seinen Online-Gewohnheiten, seinem Verhalten bei Tisch oder an der Bar und seiner Gelassenheit im Umgang mit der Bewunderung anderer. Das spirituelle Leben ist nicht dem übrigen Dasein angehängt. Es ist dessen Seele. Wir müssen uns vor jeglichem Dualismus hüten und stets bedenken, dass das Wort Fleisch wurde, damit unser Fleisch vom Logos erfüllt werde. Wir müssen sowohl nach links als auch nach rechts Ausschau halten und dabei – wie Bernhard betont – darauf achten, links nicht mit rechts und rechts nicht mit links zu verwechseln. Wir müssen lernen, uns in unserer fleischlichen und geistlichen Natur gleichermaßen wohlzufühlen, damit Christus, unser Meister, in beiden friedlich herrschen kann. Anm. des Übersetzers: *Der Psalm „Qui habitat“ bezieht sich auf den Eingangsvers von Psalm 91: „Qui habitat in adiutorio Altissimi“, auf Deutsch: „Wer im Schutz des Höchsten wohnt, der ruht im Schatten des Allmächtigen“. Vergl. dazu auch den kath.net-Artikel: Wohltuende Überraschung: Papst beruft norwegischen Bischof Erik Varden OCSO zu seinem Fastenprediger Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal! ![]() Lesermeinungen
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