
Der Optimismus des hl. Franz von Salesvor 3 Stunden in Spirituelles, 1 Lesermeinung Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden
Kardinal Woelki: "Wir stehen heute vor ganz ähnlichen Herausforderungen wie damals der hl. Franz: Wie zu allen Zeiten müssen nämlich auch wir uns heute fragen, wie eine Weitergabe des Glaubens gelingen kann"
Köln (kath.net/pek) kath.net dokumentiert den Impuls der Woche, "Der Optimismus des hl. Franz von Sales", von Rainer Maria Kardinal Woelki, Erzbischof von Köln, in voller Länge:
Am 24. Januar begeht die Kirche den Gedenktag des hl. Franz von Sales. Er war zu Beginn des 17. Jahrhunderts Bischof von Genf. Weil die Stadt Genf nach der Reformation calvinistisch geworden war, konnte der Bischof jedoch nicht in seiner Bischofsstadt leben und wirkte vom benachbarten französischen Annecy aus.
Die Rekatholisierung und Evangelisierung seiner Diözese standen ganz im Mittelpunkt seines Wirkens als Bischof. Dazu besuchte er als erster Bischof alle 311 Pfarrkirchen seiner Diözese und hielt mehr als 3000 Predigten. Er kümmerte sich um den Religionsunterricht der Kinder und die Förderung der Bildung der Erwachsenen. Unermüdlich predigte er, hielt Katechesen und schrieb unzählige Briefe, um den Glauben in seiner Diözese zu verbreiten und zu stärken. Das tat er mit einem unerschütterlichen Optimismus.
Eines seiner bekanntesten Worte war ihm Prinzip: „Alles aus Liebe tun und nicht aus Zwang“.
Franz von Sales hat sich selbst vor allem als jemand verstanden, der die Einladung in die Nähe und Freundschaft Gottes überbringt: liebenswürdig, geduldig und voller Hoffnung. Er wusste, dass er Gott den Raum lassen musste, selbst zu wirken und im Leben der Menschen anzukommen.
In unzähligen persönlichen Begegnungen hat der hl. Franz von Sales so den Menschen seiner Diözese Gott nahegebracht. Er hat sie eingeladen, Jesus im Glauben und in den Sakramenten zu begegnen.
Wir stehen heute vor ganz ähnlichen Herausforderungen wie damals der hl. Franz: Wie zu allen Zeiten müssen nämlich auch wir uns heute fragen, wie eine Weitergabe des Glaubens gelingen kann. Die Antwort, die Franz von Sales gefunden hat, ist heute genauso gültig wie damals: „Alles aus Liebe tun und nicht aus Zwang“. 
Ihr
Rainer Woelki
Erzbischof von Köln
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Lesermeinungen| | SalvatoreMio vor 3 Stunden | | | | Alles aus Liebe tun - nichts aus Zwang! Danke, lieber Kardinal Woelki! Das soll mir genügen, mich gleich in die nahe Kirche zu wagen, wenngleich die Straße auch heute einem spiegelglatten See ähnelt. Mögen Gottes heilige Engel uns halten! Schon gestern war jeder Schritt lebensgefährlich.- Gesegneten Sonntag allen Freunden von kath.net am Fest der Bekehrung Pauli, der an diesem Wundertag vom Pferd fiel, wobei seine Verfolgungslust an den ersten Christen versiegte. |  1
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