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Papst Leo wird die Gründonnerstags-Fußwaschung wieder im Lateran vollziehen

16. Jänner 2026 in Weltkirche, 9 Lesermeinungen
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Vorgänger Franziskus hatte Gottesdienst in Karwoche unter anderem in Gefängnissen oder Aufnahmeeinrichtungen für Migranten gefeiert - Neues Kirchenoberhaupt kehrt mit Messe in Lateranbasilika zurück


Vatikanstadt (kath.net/KAP) Papst Leo XIV. bricht mit einer Tradition seines Vorgängers: Anders als Franziskus wird er die traditionelle Fußwaschung am Gründonnerstag nicht in einem Gefängnis, sondern so wie frühere Päpste wieder in der Lateranbasilika vollziehen. Das geht aus dem Terminplan hervor, den die Präfektur des Päpstlichen Hauses veröffentlicht hat.

Dagegen hatte Papst Franziskus (2013-2025) für die Feier der Fußwaschung, eines der wichtigsten und emotionalsten Rituale in der Karwoche vor Ostern, Orte gewählt, die für das menschliche Leiden standen, darunter Gefängnisse oder Aufnahmeeinrichtungen für Migranten. 


An seinem letzten Gründonnerstag (17. April 2025) hatte er die römische Haftanstalt "Regina Coeli" besucht und mit rund 70 Häftlingen gebetet. Die Fußwaschung konnte der schwer erkrankte Papst nicht mehr selbst vollziehen. Vier Tage später, am Ostermontag, starb Franziskus.

Wem wird Leo die Füße waschen?

Leo XIV. feiert am Gründonnerstag (2. April) zunächst um 9.30 Uhr im Petersdom die Chrisammesse im Petersdom, bei der traditionell die heiligen Öle geweiht werden, die für Sakramente wie Taufe, Firmung oder Priesterweihe benutzt werden. Um 17.30 Uhr folgt die Messe in San Giovanni in Laterano, der Bischofskirche des Papstes in Rom. Wem der Papst die Füße waschen wird, wurde noch nicht mitgeteilt.

In den Vorjahren hatte Franziskus bei seinen Gefängnisbesuchen die rituelle Fußwaschung an zwölf Inhaftierten vollzogen. Diese Demutsgeste Jesu an seinen Jüngern beim Letzten Abendmahl ist in der Bibel überliefert und wird alljährlich in katholischen 

Copyright 2026 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
 (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten
Archivfoto Papst Leo (c) Vatican News


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Lesermeinungen

 BittenWir 21. Jänner 2026 
 

Ja, schwer einzuordnen

Ich war nun sicher kein großer Freund von Papst Franziskus- aber diese Geste der Fußwaschung im Gefängnis hat mich schon angesprochen. Wie pflegte meine Schwiegermutter stets zu sagen; nicht die Gesunden brauchen den Arzt sondern die Kranken“. Es war sicherlich außergewöhnlich wie so Vieles an Papst Franziskus, aber in dieser Hinsicht bin ich auf seiner Seite. Papst Leo nimmt wieder die einem Papst gebotene Stellung ein und es sei ihm unbenommen, aber hier bin ich leider etwas enttäuscht.


0
 
 Richelius 17. Jänner 2026 
 

@ Triceratops

Vermutlich wie der Bruder des verlorenen Sohnes…


0
 
 Hardenberg 16. Jänner 2026 
 

@Triceratops

Nut viel Humor: Ich möchte nicht wissen,
- wie sie die Opfer von Zachäus gefühlt haben, als Jesus bei ihm zu Hause einkehrte und sagte, auch dieser sei ein Sohn Abrahams;
- und wie sich Jesus fühlte, als er Judas die Füße wusch, von dem er doch schon wusste, dass er ihn für 30 Silberstücke verkauft hatte.


1
 
 Hardenberg 16. Jänner 2026 
 

Ernsthaft?

"Die Fürsorge für Gefangene galt bei Jesus als Fürsorge für um der Evangeliumsverk+ndigung inhaftierter Christen!"

M.W. hat Jesus sein Evangelium bis auf ganz geringe Ausnahmen vor Juden verkündet. Christen hat es ja zu Lebzeiten Jesu nicht gegeben.


1
 
 heikostir 16. Jänner 2026 
 

@Uwe Lay

"Die Fürsorge für Gefangene galt bei Jesus als Fürsorge für um der Evangeliumsverkündigung inhaftierter Christen!", behaupten Sie. Bei allem Respekt; das ist Unsinn!

Die christliche Fürsorge bezieht sich auf ALLE Gefangenen, egal weshalb sie inhaftiert sind.

Denn wie Jesus sagt: "„Nicht die Gesunden brauchen den Arzt, sondern die Kranken. Ich bin nicht gekommen, um Gerechte zu rufen, sondern Sünder.“ (Mt 2,17)
"Ich war im Gefängnis und ihr seid zu mir gekommen. (...) Was ihr für einen dieser Geringsten nicht getan habt, das habt ihr auch mir nicht getan."


6
 
 Triceratops 16. Jänner 2026 
 

@Richelius

Seelsorge ist doch etwas Anderes als Fußwaschung.
Ich hab ja nichts dagegen gehabt, wenn der Franziskus nicht ausdrücklich Priestern die Füße gewaschen hat. Man kann Bräuche ja ändern. Aber wenn schon, dann hätte ich es gerne gesehen, wenn zur Abwechslung einmal nicht Verbrecher, sondern VerbrechensOPFER drangekommen wären.
Ich mag mir gar nicht vorstellen, wie sich ein Opfer gefühlt haben muss, wenn es sieht, wie der Papst demjenigen, der ihn bestohlen/verprügelt/betrogen/... (was auch immer) hat, die Füße wäscht und womöglich küsst.


1
 
 Richelius 16. Jänner 2026 
 

@ Uwe Lay

Warum sollen wir uns nur um jene Gefangene kümmern, die für Christus im Gefängnis sind. Gerade die Diebe, Mörder usw. bedürfen doch der Seelsorge.
Nebenbei bemerkt: Als erster Heiliger der Kirchengeschichte gilt der Schächer, dem von Jesus das Paradies verheißen wurde.


5
 
 Cistercium 16. Jänner 2026 
 

Reinheit

Jesus hat auch Judas die Füße gewaschen.


2
 
 Uwe Lay 16. Jänner 2026 
 

Wer ist da fast ganz rein?

Jesus sagt (Joh,1310): "Wer gewaschen ist, bedarf nichts, als daß ihm die Füße gewaschen werden,denn er ist ganz rein." Die Aussage, denn er sei rein, ist hier so verstehen: Er ist ganz rein, nur die Füße sind ihm noch zu waschen, damit er dann auch reine Füße hat. Gilt das auch für die wegen Verbrechen Verurteilten und so in Gefängnissen Einsitzenden? Wird etwa ein Mörder rein, weil er schon 5 Jahre seiner Strafe abgessesen hat? Die Fürsorge für Gefangene galt bei Jesus als Fürsorge für um der Evangeliumsverk+ndigung inhaftierter Christen!
Uwe Lay Pro Theol Blogspot


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