Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. So nicht, Mr. Präsident!
  2. Erzbischof van Megen wird neuer Papst-Botschafter in Deutschland
  3. Wenn der Funktionär den Bischof ersetzt
  4. "Welcher Teufel reitet Sie, Frau Paganini?"
  5. Vorstoß im Bundestag: AfD fordert Ende der Staatsleistungen für Kirchen
  6. Wer dir beim letzten Atemzug beisteht
  7. BILD spricht von Kurswechsel in Berlin: Papst Leo XIV. schickt „Dompteur“ für deutsche Bischöfe
  8. "Man hätte also Hitler gewähren lassen sollen?" - Trump-Leo-Streit eskaliert
  9. US-Vizepräsident JD Vance legt Papst Leo XIV. nahe, sich aus der US-Politik herauszuhalten
  10. Jeder zweite Deutsche wünscht sich ein Leben nach dem Tod
  11. Wissenschaftler zum Grabtuch von Turin: ‚Diese Energie haben wir auf der Erde nicht‘
  12. Kard. Müller: „Niemand hat das Recht den Papst zu kritisieren, wenn er treu seinem Auftrag folgt“
  13. Burke: Ein anhaltender Clash zwischen Papst Leo und Trump? „Das ist übertrieben“
  14. Glaubensbekenntnis vor Millionenpublikum: Spanische Fashion-Influencerin Susana Arcocha getauft
  15. Vatikan stoppt Seligsprechungsverfahren für argentinischen Bischof Jorge Novak

Graffiti in der (anglikanischen) Kathedrale von Canterbury lösen Aufschrei aus

14. Oktober 2025 in Weltkirche, 11 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Anglikanischer Priester Marcus Walker: „Es hat etwas zutiefst Bizarres, wie der Dekan und das Kapitel von Canterbury sich daran erfreuen, ihren heiligen Ort zu entweihen. Es wirkt fast freudianisch.“


Canterbury (kath.net/pl) Überraschte Kirchenbesucher fanden diese Woche in der altehrwürdigen anglikanischen Kathedrale von Canterbury (Großbritannien) Graffiti-artige Slogans an Säulen und Wänden der „Mutterkirche der Nation“ vor. Diese waren Teil einer neuen Kunstinstallation, die heftige Kritik hervorrief. Die Kunstinstallation trägt den Titel „Hear Us“ [„Höre uns“] und stellt Fragen wie: „Bist du da?“, „Warum all das Leid?“ und „Woher kommt die Liebe?“ Kritiker sagen, die Kathedrale sehe nun eher aus wie „eine Tiefgarage in Peckham“ aus. Das berichtete der „Catholic Herald“.

Der anglikanische Pfarrer Marcus Walker (London) schreibt auf X: „Es hat etwas zutiefst Bizarres, wie der Dekan und das Kapitel von Canterbury sich daran erfreuen, ihren heiligen Ort zu entweihen. Es wirkt fast freudianisch.“ Seine Bemerkungen wurden weithin geteilt und symbolisieren die Unruhe, die viele angesichts der Behandlung eines so wichtigen Gebäudes und Nationalheiligtums empfinden.


Die Ausstellung hat die öffentliche Meinung gespalten. Während einige Besucher das Werk als erfrischend und ansprechend beschrieben, zeigten sich andere entsetzt über das Eindringen in einen heiligen Ort, berichtet der „Catholic Herald“ weiter. 

Auf dem offiziellen Webauftritt der Kathedrale wird immerhin darauf hingewiesen, dass es sich bei den Grafiken, obwohl sie verblüffend realistisch seien, in Wirklichkeit um temporäre Aufkleber handele, die „fachmännisch und einfühlsam angebracht“ worden seien und vor der Inthronisierung der (hochumstrittenen) Sarah Mullally als neue Erzbischöfin der Church of England von Canterbury Anfang nächsten Jahres entfernt werden. Der Dekan von Canterbury, David Monteith, verteidigte die Installation und nannte sie einen „authentischen Ausdruck menschlicher Fragen“ und eine Brücke zwischen Kulturen und Generationen.

Die Kathedrale von Canterbury, die 597 n. Chr. gegründet wurde und deren heutige Form in den Jahrhunderten nach dem letzten Großbrand 1067 gewachsen ist, steht seit langem im Zentrum des englischen Christentums. Sie war Zeugin königlicher Krönungen, des Martyriums des heiligen Thomas Becket, der Wirren der Reformation und der Zerstörung durch den Krieg. Heute ist sie weiterhin ein Ort des Gebets und ein nationales Symbol. Doch die jüngste Kontroverse spiegelt wider, wie die Church of England weiterhin mit dem modernen Großbritannien und dem Christentum umgeht – und viele argumentieren, dass sie mit der Graffiti-Initiative erneut einen Fehler gemacht habe, schreibt der „Catholic Herald“.

Foto oben: Symbolbild


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 girsberg74 16. Oktober 2025 
 

„Einfühlsam“ !

„fachmännisch und einfühlsam angebracht“ scheint mir die wichtigste Stelle / Aussage in diesem Bericht zu sein – und zwar nicht, weil es um die Sache geht, sondern um die Behandlung / Beeinflussung von Menschen.

Die je eigene geistige / geistliche Befassung mit der Sache wird den Menschen abzunehmen versucht, um sie kritiklos auf die eigene Absicht (der Veranstalter) einzustimmen. Die Frage dabei ist, wie gewinnt man das gewünschte Gefühl?

Dazu persönlich:
Ich habe in jungen Jahren für ein Markt- und Meinungsforschung Interviews gemacht, viel wahrgenommen und später reflektiert. Nicht dass alles bedenklich gewesen wäre, doch ich gebe heute für solche Leute meine Meinung nicht preis, weil sie anderen Macht verschafft und als „gefühlt“ anwendet.


0
 
 SalvatoreMio 16. Oktober 2025 
 

"Der Trufel geht umher wie ein brüllender Löwe

... und sucht, wen er verschlingen kann". So kommt mir die Jetztzeit vor: Verrücktheiten und Abartigkeiten, wo es nur geht. Doch gerade jetzt braucht Gott unsere Präsenz und unser Zeugnis - nur viele schweigen und sind wie unsichtbar geworden.


1
 
 SalvatoreMio 16. Oktober 2025 
 

"Liebe Brüder und Schwestern"!

@Walahfrid Strabo: Wie sollte ein Priester denn die Gläubigen grüßen und ansprechen?? - Mir fällt ein Ornitologe ein, der einer großen Gruppe von Frsuen einen Diavortrag halten wollte. Er begann mit: "Sehr geehrte Herren", was freudiges Gelächter auslöste.


1
 
 lesa 15. Oktober 2025 

Kauft die Zeit aus, denn wir durchleben böse Tage (Hl. Paulus)

Und überhaupt: Sollte man in Zeiten wie diesen, wo so viele Menschen leiden in Kriegen und Naturkatastrophen nicht die Zeit besser zum Gebet nützen als aufdringliche subjektive Bekundungen im Gotteshaus anzubringen?


1
 
 Ambrosius von Köln 15. Oktober 2025 
 

@Martinus Theophilus

Bei uns sieht es da meistens auch nicht viel besser aus, zumindest was die äußere Form angeht.


0
 
 Walahfrid Strabo 15. Oktober 2025 

Naja, also selbst beim Habemus Papam heißt es "Cari fratelli e sorelli", "Dear brothers and sisters" usw. ;-)


1
 
 Stephaninus 15. Oktober 2025 
 

Anglikanische Kirche

Diese Kirche zerlegt sich im Norden selber. Die grosse nigerianische anglikanische Kirche hat bereits die Gemeinschaft mit der Church of England aufgelöst.


2
 
 lesa 14. Oktober 2025 

Ene Form von Verdunkelung

Sehr geehrter @Fink: Danke! Vor allem im Raum und im Rahmen der Verkündigung hat diese Pardon, doch etwas geistlose Verdrehung nichts zu suchen. Sie schadet und ist vielen Menschen zutiefst zuwider.


2
 
 Fink 14. Oktober 2025 
 

@ Martinus Theophilus - Warum "Schwestern und Brüder" ?

Im deutschsprachigen Raum hat sich diese Formulierung leider durchgesetzt (diese "Unterwerfungsgeste" sollte wohl ursprünglich die Kampffeministinnen in der Kirche ruhigstellen. Aber weit gefehlt...).


3
 
 Martinus Theophilus 14. Oktober 2025 
 

Dear Brothers and Sisters.

Liebe anglikanische Schwestern und Brüder,

Graffiti in der Kathedrale und demnächst eine Erzbischöfin von Canterbury: die haben offenbar nicht mehr alle (Tee)Tassen im Schrank.
Aber lasst Euch nicht ärgern - werdet einfach römisch-katholisch. Bei uns seid Ihr herzlich willkommen.


5
 
 Versusdeum 14. Oktober 2025 
 

Die jüngste Spaltung reicht ihnen offensichtlich nicht

Leider jagt man auch bei uns so Gläubige davon.


5
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Anglikaner

  1. „Junge Menschen, die zum Glauben zurückkehren, wollen den ‚vollen fetten Glauben‘“
  2. Papst Leo gratuliert der neuen Erzbischöfin von Canterbury
  3. Wenn das künftige nominelle Kirchenoberhaupt mit dem eigenen Glauben fremdelt
  4. Nach inner-anglikanischem Schisma orientiert sich ein Großteil der Anglikaner stärker protestantisch
  5. Namhafter anglikanischer Kanoniker wird katholisch, beeinflusst durch Kard. Newman und Benedikt XVI.
  6. Großbritannien: Anglikanischer Ehrendomherr John Dunnet legt sein Amt aus Gewissengründen nieder
  7. Seit 1992 sind hunderte Geistliche der anglikanischen Kirche katholisch geworden
  8. Wien: Eucharistiefeier im anglikanischen "Divine Worship"-Ritus
  9. Konvertierter Ex-Anglikaner Nazir-Ali sagt neue Welle von Konversionen voraus
  10. Historischer Besuch von König Charles III. im Vatikan







Top-15

meist-gelesen

  1. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  2. Wer dir beim letzten Atemzug beisteht
  3. So nicht, Mr. Präsident!
  4. Erzbischof van Megen wird neuer Papst-Botschafter in Deutschland
  5. Kard. Müller: „Niemand hat das Recht den Papst zu kritisieren, wenn er treu seinem Auftrag folgt“
  6. BILD spricht von Kurswechsel in Berlin: Papst Leo XIV. schickt „Dompteur“ für deutsche Bischöfe
  7. "Welcher Teufel reitet Sie, Frau Paganini?"
  8. Wissenschaftler zum Grabtuch von Turin: ‚Diese Energie haben wir auf der Erde nicht‘
  9. "Man hätte also Hitler gewähren lassen sollen?" - Trump-Leo-Streit eskaliert
  10. Wenn der Funktionär den Bischof ersetzt
  11. Visitation im Stift Heiligenkreuz abgeschlossen
  12. US-Vizepräsident JD Vance legt Papst Leo XIV. nahe, sich aus der US-Politik herauszuhalten
  13. Bischof: „Bin durch diese Äußerungen von Staatsanwälten und Richtern verletzt. Das ist Hassrede“
  14. Gleichgültigkeit und Dekadenz – Die größte Hoffnung für iranische und russische Diktatoren
  15. Sängerin Nina Hagen bereut ihre Abtreibungen

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz