Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Piusbruderschaft kritisiert ‚Doppelmoral‘ nach Verweigerung des Zutritts zur Basilika in Assisi
  2. Eine „Erzbischöfin“ stürzt die Anglikanische Kirche ins Chaos
  3. Dann sollen sie doch in die Hölle gehen
  4. Tantum ergo Sacramentum
  5. Kardinal Burke: Sexuelle Unmoral heute erinnert an Sodom und Gomorrha
  6. Kardinal Müller: „Muslime respektieren kein schwaches Christentum, das sich des Kreuzes schämt“
  7. Eine vergiftete Unterstützungserklärung
  8. Während Messfeier mit Erstklässlern: Bengalisches Feuer in katholische Kirche geworfen
  9. 'Gott, hilf mir. Jesus, hilf mir. Seid ihr Jungs bereit? Let’s Roll'
  10. Was Charlie Kirk Friedrich Merz antworten würde
  11. ‚Das Exil von Pater Edmund‘
  12. Nigeria: Bischöfe schlagen nach erneuten Massakern Alarm
  13. Katholische Cityseelsorge St. Gallen Mitveranstalter von ‚Drag-Show‘
  14. Spannungen hinter den Kulissen: Papst lehnt gemeinsamen Auftritt mit Macron in Notre-Dame ab!
  15. Niederlande: Ein zweijähriges Kind wurde durch Euthanasie getötet

China schränkt Aktivitäten ausländischer Christen weiter ein

18. Mai 2025 in Aktuelles, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


"Open Doors"-Vertreter Igler: "Gesetze kriminalisieren faktisch die meisten Formen des christlichen Zeugnisses und der missionarischen Arbeit von Ausländern in China".


Wien/Peking (kath.net/ KAP)
Seit Monatsbeginn gelten in China neue Vorschriften, die religiöse Aktivitäten von Ausländern noch strenger regeln. Die chinesische Regierung habe damit ihre Politik der Religionskontrolle auf eine "neue Stufe" gehoben, erklärte das christliche Hilfswerk "Open Doors" am Donnerstag in Wien. Die Kommunistische Partei Chinas verbiete ausländischen Missionaren das Predigen, Evangelisieren und andere missionarische Tätigkeiten. Selbst der Besuch eines Gottesdienstes erfordert eine staatliche Erlaubnis.
"Diese Gesetze kriminalisieren faktisch die meisten Formen des christlichen Zeugnisses und der missionarischen Arbeit von Ausländern in China", sagte Kurt Igler, Geschäftsführer von "Open Doors Österreich". "Sie sind das jüngste Zeichen dafür, dass die chinesische Regierung entschlossen ist, jeglichen Ausdruck des Christentums ihrer Kontrolle zu unterwerfen - oder ihn auszulöschen."


Die neuen Vorschriften, offiziell "Verwaltungsvorschriften über religiöse Aktivitäten von Ausländern" genannt, verlangen für jede religiöse Aktivität oder Veranstaltung eine offizielle Genehmigung. Dazu zählen laut Open Doors bereits die bloße Interaktion mit chinesischen religiösen Gruppen oder Institutionen, und unter anderem auch Predigten, alle gemeinschaftlichen religiösen Aktivitäten und jegliche Missionsarbeit. Auch das Einführen von Bibeln oder christlicher Literatur, die nicht für den persönlichen Gebrauch bestimmt ist, bleibt Ausländern ohne offizielle Erlaubnis verboten.
Ausländer, die gegen diese Regeln verstoßen, müssen mit Ausweisung, Geldstrafen oder strafrechtlicher Verfolgung rechnen, warnte das Hilfswerk. "Zusammenfassend lässt sich sagen, dass diese neuen Regeln ausländischen Christen tatsächlich verbieten, sich in China privat religiös zu betätigen, es sei denn, sie gehen den offiziellen Weg", so Open Doors. Genehmigungen würden jedoch selten erteilt und christliche Aktivitäten müssten zudem über die von der Regierung sanktionierten Kirchen ablaufen.
Die neuen Gesetze setzen eine jahrelange Einschränkung der Religionsfreiheit fort, erinnerte das Hilfswerk. Chinesische Christen stünden unter zunehmendem Druck, sich den staatlich anerkannten "patriotischen" Kirchen anzuschließen. Hauskirchen würden durchsucht und geschlossen, Bibeln zensiert und Pastoren inhaftiert.

Umgestaltung von Religion
Kritisch kommentierte Open Doors auch die jüngste einseitige Bestimmung zweier neuer katholischer Weihbischöfe in Shanghai und Xinxiang durch Peking - mitten in der Sedisvakanz zwischen dem Tod von Papst Franziskus und der Wahl von Papst Leo XIV. Dieser Schritt untergrabe das Abkommen von 2018 zwischen China und dem Vatikan zur Ernennung von Bischöfen.
"Diese Entwicklungen zeigen uns, dass China nicht einfach nur versucht, die Religion zu kontrollieren, sondern sie nach dem Vorbild der Partei umzugestalten", erklärte "Open Doors Österreich"-Geschäftsführer Igler: "Christen in China werden von der weltweiten Kirche isoliert und einer zunehmenden Überwachung und Kontrolle unterworfen. Die internationale Gemeinschaft darf nicht wegsehen."

Copyright 2025 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

China

  1. Bistum Hongkong im Aufbruch: Erneut rund 2.500 Taufen zu Ostern 2026, davon 1.600 Erwachsene
  2. "Ein tragisches Unrecht"
  3. Chinas Bevölkerung wird nächstes Jahr um 3,2 Millionen schrumpfen
  4. Chinesischer Bischof wegen ‚illegaler‘ Messe verhaftet
  5. GfbV kritisiert Wiederwahl von China in den UN-Menschenrechtsrat scharf
  6. China reagiert auf Grußtelegramm von Papst Franziskus
  7. China steuert auf Bevölkerungskrise zu
  8. Peking düpiert Vatikan mit Bischofsernennung
  9. Vatikan kritisiert unerlaubte Bischofsernennung in China
  10. Vatikan verlängert skandalöses China-Abkommen







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Robert Bellarmin SJ – De gemitu columbae
  3. DJ "Padre Guilherme" begeistert in Mörbisch 5.000 Jugendliche
  4. Dann sollen sie doch in die Hölle gehen
  5. Präsident der Akademie für das Leben meint: Unvollkommenes Euthanasiegesetz unterstützen
  6. Papst-Tipps an neue Bischöfe: Namen Kennen, Zuhören und Hausbesuche
  7. „Selbst wenn ein paar Omas dazu gedrängt werden – ist das nicht ein Preis, den man zahlen kann?“
  8. 'Gott, hilf mir. Jesus, hilf mir. Seid ihr Jungs bereit? Let’s Roll'
  9. Nigeria: Bischöfe schlagen nach erneuten Massakern Alarm
  10. Erzbischof von Westminster: „Wir beten für eine Neuevangelisierung Englands“
  11. Benedikt XVI. zum Fest Kreuzerhöhung: „Ein unlösliches Band zwischen Kreuz und Auferstehung“
  12. Vergebung kennt keine Grenze
  13. Papst gewährt Mexiko "Heiliges Jahr" zum Guadalupe-Jubiläum
  14. Tausende Teilnehmer bei Pro-Life-Kundgebungen in Berlin, Köln und Zürich
  15. Hofer: Mit Franziskus gegen "angepasstes Kulturchristentum"

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz