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Mehrere christenfeindliche Übergriffe an Weihnachten1. Jänner 2022 in Chronik, 8 Lesermeinungen Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden
In Indien haben hindunationalistische Kräfte christenfeindliche Attacken geführt. Ein Bericht von Kirche in Not.
München (kath.net/ KiN)
Das weltweite päpstliche Hilfswerk „Kirche in Not“ hat von Projektpartnern aus Indien Berichte erhalten, wonach extremistische Hindu-Gruppen an den Weihnachtstagen gezielt gegen Christen und christliche Einrichtungen vorgegangen sind. „Wir sind zutiefst schockiert über diese Gewaltwelle, die sich leider in jüngster Zeit schon abgezeichnet hat“, erklärte Florian Ripka, Geschäftsführer von „Kirche in Not“ Deutschland. „Indien, die größte Demokratie der Welt, wird für Christen und andere religiöse Minderheiten mehr und mehr zu einem Land der Unsicherheit und der Angst. Das setzt uns in Alarmbereitschaft.“
Dr. Suresh Mathew, Herausgeber der katholischen Wochenzeitung „Indian Currents“, bestätigte dem Hilfswerk acht christenfeindliche Attacken an den Feiertagen. Diese gingen auf das Konto hindunationalistischer Kräfte, unter anderem der „Hindutva Brigade“. Sie gilt als militanter Arm der Regierungspartei BJP (Bharatiya Janata Party), der auch der indische Premierminister Narendra Modi angehört. Nachdem die „Hindutva Brigade“ Medienberichten zufolge in jüngster Vergangenheit muslimische Einrichtungen attackiert habe, ging sie an den Weihnachtstagen gezielt gegen Christen vor. 
Christmette gestürmt und Gläubige bedroht
Laut Mathew sei etwa im nordindischen Bundesstaat Uttar Pradesh ein Mob vor das Kloster „Mathridham Ashram“ in Varanasi gezogen. Die Menge skandierte „Church Murdabad“, auf Deutsch in etwa „Nieder mit der Kirche“ oder „Tod der Kirche“. In der Stadt Ambala im Bundesstaat Haryana hätten Extremisten eine Christusstatue beschädigt; in Silchar (Bundesstaat Assam) sei eine Christmette gestürmt und die Gläubigen bedroht worden. An mehreren Orten gab es Proteste gegen Weihnachtsfeiern an christlichen Schulen oder auf öffentlichen Plätzen.
Irritationen hatten auch Berichte über die von Mutter Teresa gegründeten „Missionarinnen der Nächstenliebe“ ausgelöst. Die Ordensleitung bestätigte, dass ihr Verlängerungsantrag, um Spenden aus dem Ausland annehmen zu dürfen, nicht verlängert worden sei. Nach Angaben des indischen Innenministeriums sei die erneute sogenannte FCRA-Registrierung am 25. Dezember abgelehnt worden, weil die Zulassungsbedingungen nicht erfüllt worden seien. In den vorhergehenden Monaten hatten nationalistische Gruppen den „Missionarinnen der Nächstenliebe“ vorgeworfen, sie würden hinduistische Mädchen in Kinderheimen zur Konversion zwingen und religiöse Gefühle verletzen.
„Organisierte Gewalt gegen Christen weitet sich aus“
Einem im Oktober erschienenen Bericht mehrerer Menschenrechtsorganisationen zufolge herrsche in 21 der 28 Bundesstaaten Indiens Christenverfolgung; bis September 2021 registrierte der Bericht 305 Gewalttaten gegen Christen oder christliche Einrichtungen. „Die organisierte Gewalt gegen Christen weitet sich im ganzen Land aus“, erklärte A. C. Michael, einer der Mitherausgeber des Berichts vom „United Christian Forum“. Weitere Herausgeber waren die „Association for Protection of Civil Rights“ und die Gruppe „United Against Hate“. Der Bericht kritisiert, dass Polizei und Behörden zu zögerlich gegen die Täter vorgingen. Auch immer mehr christliche Frauen gerieten ins Visier der Fanatiker. „Wir leben in einer sehr bedrohlichen Situation“, sagte Michael gegenüber „Kirche in Not“.
Christen machen rund 2,3 Prozent der 1,3 Milliarden Einwohner Indiens aus. Die Kirchen engagieren sich vor allem in den Bereichen Bildung, Gesundheitsfürsorge und anderen wohltätigen Zwecken.
Weitere Informationen zu antichristlicher Gewalt in Indien und Attacken gegen andere religiöse Minderheiten enthält die Dokumentation „Religionsfreiheit weltweit 2021“ von „Kirche in Not“: https://acninternational.org/religiousfreedomreport/de/reports/in/
Unterstützen Sie die bedrängte christliche Minderheit in Indien und den Einsatz der Kirche für marginalisierte Bevölkerungsgruppen – entweder online unter: www.spendenhut.de oder auf folgendes Konto:
Empfänger: KIRCHE IN NOT
LIGA Bank München
IBAN: DE63 7509 0300 0002 1520 02
BIC: GENODEF1M05
Verwendungszweck: Indien
Bild: Zerstörte Kirche im Bundesstaat Odisha. © Kirche in Not
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Lesermeinungen| | SalvatoreMio 3. Jänner 2022 | | | | Halbleere Kirchen und 3G (oder schlimmer) Lieber@Chris2: Manches ist nur schwer zu ertragen, und wir sind wohl erst der Anfang. Ich glaube aber nicht nur an einen barmherzigen Gott - wie es ständig heißt - sondern ebenso an den Gerechten (wovon die ganze hl. Schrift spricht vom Anfang bis zum Ende).- Jene, die ohne wahre Not Gläubige von den Kirchen fernhalten, werden dafür Rechenschaft ablegen müssen. |  1
| | | | | Chris2 3. Jänner 2022 | | | | @SalvatoreMio Wir wurden am Samstag wieder einer (kaum mehr als halbvollen) Kirche verwiesen, weil dort die "3G" angebetet werden (Info war beim Marxbistum offensichtlich mal wieder zu gut versteckt). Erbärmlich... |  1
| | | | | Adamo 2. Jänner 2022 | | | | @SalvatoreMio, Ihre Aufzählung der heutigen Christenverfolgung ist aufrüttelnd, täglich für unsere verfolgten und heimtückisch
ermordeten Christen zu beten!
Durch Corona wurden unsere Kirchen in Europa so leer wie noch nie und das Weihwasser ist durch Desinfektionsmittel ersetzt.
Ich vermisse die täglichen Schlagzeilen der Presse über diese weltweiten unseligen Christenverfolgunen, jetzt sogar auch noch in Indien unter ihrem Präsidenten Modi.
Wie glaubhaft sind eigentlich all diese "ach so humanitären Menschenrechtsorganisationen", die unsere weltweit unterdrückten und heimtückisch ermordeten Christen anprangernd an die Öffentlichkeit bringen um diese Untatan endlich abzustellen! |  4
| | | | | SalvatoreMio 1. Jänner 2022 | | | | Es ist skandalös ... In Burkina Faso, Nigeria, Sudan, Teilen Indiens und weltweit werden Christen bedroht, leben aber tapfer ihren Glauben (Heiligabend wurde gerade ein junger Pfarrer in Nigeria erschossen). Und bei uns? In unseren Kirchen sind alle Schutzvorkehrungen gegen "Corona" vorhanden,- doch das Virus "ist ja so gefährlich", dass man besser zuhause bleibt, sofern man überhaupt eingelassen wird. Viele freie Bänke sah ich heute wieder. - Was erfahren unsere bedrohten Glaubensgeschwister weltweit wohl von unserem Gebet, unserer Solidarität für sie? Vielleicht nichts? Sie hören wohl nur, wie wir uns mühen, Migranten nach Europa zu holen, die keine Christen sind. Und wir beten laufend um gute Integration. Alles gut und schön, aber wir verhalten uns wie Eltern, die ihre Nachbarskinder gut versorgen, die eigenen Kinder dagegen ruhig darben lassen. |  5
| | | | | Adamo 1. Jänner 2022 | | | | Premierminister Narendra Modi mit samt seiner BJP-Regierungspartei gehört von den Menschenrechtsorganisationen vor aller Welt bloßgestellt und angeklagt wegen Tolerierung massiver organisierter Gewalt gegen Christen in Indien.
Indien ist unter Modi ein Gewaltstaat geworden und muß dringend den Status "älteste Demokratie der Welt" aberkannt werden, weil dieser Status mit dem Aufruf "Tod der Kirche und Schikanierung der Hilfsorganisation Mutter Terasa" keinesfalls mehr gerechtsfertigt ist. |  3
| | | | | anjali 1. Jänner 2022 | | | | @Kleingläubiger Die Indische Regierung will keine Ausländische Spenden mehr:auch die Schwester von Mutter Teresa sind davon betroffen! Indien ist jetzt super nationalistisch geworden und alles Ausländische muss weg.Sie meinen dass das Christentum eine ausländische Religion ist,obwohl der H.Thomas es schon vor 2000 Jahren dort gebracht hat. |  3
| | | | | kleingläubiger 1. Jänner 2022 | | | |
In den Massenmedien liest man davon jedoch nichts, denn in den kunterbunten Redaktionen ist Christenhass ebenfalls weit verbreitet. Und auch unsere Kirchenoberen schweigen wie gewohnt dazu und sammeln lieber eifrig Spenden für diese Teile der Welt. |  2
| | | | | Chris2 1. Jänner 2022 | | | | Also nicht mehr nur die Sprenggläubigen aus der "Religion des Friedens". Aber keine Sorge, sind bestimmt auch nur "psychisch Kranke", so wie all die Mörder und Attentäter in Deutschland. Ausland aufgepasst: So löst man hier erfolgreich Probleme... |  3
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