Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Die Piusbruderschaft und ihre Einheit mit der Kirche
  2. Piusbrüder lehnen Dialog mit Rom ab und beharren auf Bischofsweihe
  3. "Bevor es zu spät ist!" – Kardinal Sarah warnt Piusbruderschaft vor Schisma
  4. Bischof Heiner Wilmer ist neuer Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz
  5. Die Kardinäle Ghirlanda und Ouellet denken gleich wie die Piusbruderschaft
  6. Die Deutsche Bischofskonferenz nimmt die Satzung für die künftige Synodalkonferenz an
  7. Das Ende einer Amtszeit voller Streit und Spaltung
  8. Kirche im Verfall
  9. Kritik an Kanzler Merz nach Ramadan-Grüßen
  10. Die „Synodalkonferenz“ der deutschen Funktionäre
  11. Donald Trump und Keir Starmer grüßen Christen am Aschermittwoch, Merz und Van der Bellen die Muslime
  12. Zwei (renommierte und namentlich bekannte) Missbrauchsopfer „blitzen mit ihren Protesten ab“
  13. Burger: „Kurzum, wie hältst Du es mit Religion und Kirche? Wie geht das mit dem Glauben?“
  14. Klinisch tot nach Herzstillstand: Hirnaktivität noch Minuten, sogar Stunden messbar
  15. THESE: Warum die UNO weg muss!

Ein Herz wie David

27. November 2019 in Jugend, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Am 23. und 24. November fand in Linz die Gebetskreiskonferenz der Loretto Gemeinschaft statt - Eine kleine "MEHR-Konferenz" für Österreich - VIDEOS - Von Linda Noé


Linz (kath.net/ln)
Am 23. und 24. November fanden sich zum dritten Mal rund 300 junge Menschen zur jährlichen Gebetskreiskonferenz der Loretto Gemeinschaft mitten im Herzen vom Linz, im U-Hof, zusammen. Auffallend freundliche junge Mitarbeiter wiesen durch Wegweiser mit der charakteristischen roten Taube den Besuchern den Weg von der bereits adventlichen Betriebsamkeit der Innenstadt hinauf in den Saal mit der sehr ansprechend gestalteten Bühne- eine kleine MEHR- Konferenz in Österreich?

Diese Assoziation verstärkte sich durch den für Loretto typischen musikalisch sehr professionellen Lobpreis und dem folgenden ersten Impuls der Konferenz. Es sprach Veronika Lohmer, die als Lobpreisleiterin und Mitarbeiterin des Gebetshaus Augsburg allen Interessierten wohl bekannt sein dürfte. Unter dem Titel „Warum Lobpreis, warum Gebet?“ verstand es die zierliche Mutter zweier Buben mit der großen Stimme, für die Anbetung zu begeistern. Dabei gehe es nicht um die Musik, sondern darum, dass diese ein Weg zu Gott sei, in dem sie uns daran erinnere, wer Gott ist und wer wir sind, was Gott tut. „Lobpreis ist wie eine Seilwinde, die man am eigenen Gürtel festmachen kann, an der Gott einen zu sich zieht!“ Veronika Lohmer sprach von drei Räumen, die sich durch den Lobpreis auftun würden: der Raum der Begegnung, der Raum der Wiederherstellung, und der Raum des sich Schenkens. Lohmers Impuls endete mit dem Blick auf die Brautwerbung im jüdischen Raum zur Zeit Jesu, an den Becher, den der Mann seiner Erwählten zum Brautbund anbot, und der uns an den Becher erinnere, den Jesus im letzten Abendmahl installierte. Eine starke Überleitung für die darauffolgende Feier der Heiligen Messe als Höhepunkt des Vormittags. An die MEHR Konferenz erinnerte wiederum die Tatsache, dass in den Pausen dauerhaft ruhiger Lobpreis auf der Bühne weitergespielt wurde, der die Teilnehmer zum Verweilen und mitbeten einlud.


Der Nachmittag wurde eröffnet durch eine Session mit Christian Heidenbauer, selbst Berufsmusiker und Leiter bei „ID-Worship“, einem Apostolat von Loretto, in dem man sich als Lobpreisleiter weiterbilden kann. Das Ziel von Lobpreis definierte er als Intimität mit Gott, ein Eintreten in einen Heiligen Raum, eine Türe, die sich öffne, wenn man die Barmherzigkeit Gottes betrachte, woraus große Dankbarkeit fließe, die ein Schlüssel für die heilige Gegenwart Gottes sei. Praktische Fragen wurden beantwortet, zum Beispiel, wie man sich als Gebetsgruppe im Lobpreis verbessern könne: durch Üben, auswendig lernen, die Freundschaft untereinander zu stärken, kritikfähig zu sein, an den eigenen musikalischen Skills zu arbeiten und in der stillen Kammer zu beten. Der selbst dahingehend immer authentisch wirkende Christian Heidenbauer zitierte bei aller wichtigen Professionalität John Wimber: „Der Charakter eines Lobpreisers ist wichtiger als sein Talent.“

Im Verlauf des Nachmittags folgten verschiedene Workshops zur Auswahl, von denen jeder Teilnehmer zwei besuchen konnte: „In welcher Phase ist mein Gebetskreis“, „Lobpreis mit der Bibel“, „Gute Leiter braucht das Land“, „Die Kirche entstauben“, „Haltungsschäden und warum- über Gebetshaltungen und warum wird das so machen?“ sowie „Into deeper worship“. Dabei sprachen unter anderem Loretto- Gründer Georg Mayr-Melnhof, Home Mission Base Leiter Patrick Knittelfelder und Pater Andreas Hasenburger CPPS. Der Konferenz-Tag wurde beschlossen mit einem starken „Abend des Heiligen Geistes“ im gemeinsamen Gebet und Lobpreis.

Der Sonntag startete mit einer wiederum sehr schön gestalteten Feier der Heiligen Messe mit einer Predigt von Pater Andreas Hasenburger, die hier auf kathtube nachzuhören ist.

Der Leiter der Loretto-Gemeinschaft, Maximilian Oettingen, hielt anschließend den letzten Impuls vor den nimmermüden, immer begeistert mitgehenden und durchschnittlich jungen Konferenzteilnehmern. Sein Thema lautete „Ein Herz wie David“. Wie David das Morgenrot wecken- und geistlich initiativ sein zu wollen, sei eine Tugend, eine Entscheidung. Das müsse ganz alleine, ohne Publikum beginnen, dort, wo Gott etwas wachsen ließe. „Man küsst nur jemanden, der auch bereit ist!“ stellte Oettingen klar, Bezug nehmend auf die Küsse im Hohelied der Liebe. Als weiteres Bild für seine Betrachtungen stellte er das des Thrones in den Raum, zu dem man durch ein zerknirschtes Herz Zugang bekäme. Kleinheit und Herrschaft, das Lamm auf dem Thron, gehören zusammen. „Im Leiden bei Gott zu sein und zu bleiben, öffnet Türen für andere!“. Oettingen erinnerte daran, dass das Magnifikat Mariens als Lobpreis zu Beginn des neuen Bundes stehe. Durch diesen Lobpreis der Muttergottes würden Mächtige vom Thron gestürzt- dies sei fast wie ein kleiner Exorzismus.

David musste außerdem einen Blick in den Himmel gehabt haben, als er in Ergänzung zum jüdischen Tieropfer die Verehrung Gottes durch den Lobpreis in seinem Zelt installierte. Immerwährender Lobpreis sei, wie auch heute das Stundengebet, eine Art und Weise, den ganzen Tag durch Gotteslob zu heiligen, und eine Ergänzung zur Feier der Heiligen Messe, die natürlich trotzdem der Höhepunkt des Tages sei, stellte Oettingen fest. „Die Richtung dieser Art von Gebet ist immer: wie im Himmel, so auf Erden. Wir setzen himmlische Wirklichkeiten auf Erden frei durch Lobpreis. Im Himmel geschieht Lobpreis zur Ehre Gottes. Das ist viel mehr als nur ein emotionales Aufwärmen!“ bekräftigte er. „Am Tisch des Herrn sind wir getrennt mit manch anderen christlichen Geschwistern, aber im Zelt David´s können wir bereits vereint Ihm die Ehre geben!“ Die dritte Gebetskreiskonferenz der Loretto Gemeinschaft schloss mit einer Sendungsfeier der Teilnehmer in ihre Heimatorte. Ein im Rahmen der Konferenz gehaltenes Interview mit Loretto Gründer Georg Mayr-Melnhof folgt demnächst auf kath.net.

Vortrag von Maxi Oettingen: Ein Herz für David




P. Andreas Hasenburger - Predigt



Veronika Lohmer: Das große Why - Warum Lobpreis, Warum Gebet?




Patrick Knittelfelder - Die Kirche entstauben




Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Loretto Gemeinschaft

  1. Wenn das 'Drehbuch' schon vorher feststeht
  2. Abtreibungsbefürworter verüben Anschlag auf Home Mission Base
  3. "Jesus ist der Herr über alles!"
  4. Habt Mut, gebt euren Herzen einen Stoß! Sagt dieses eine Wort: Ja!
  5. Gott ist ein Gentleman, der sich vor uns niederkniet
  6. 8000 Jugendliche aus 25 Ländern feiern Pfingsten in Salzburg
  7. „Mein Adventsreflex: Der Herr kommt, ich muss umkehren. Aber…“
  8. Schönborn: Was hier passiert, wäre vor neun Jahren undenkbar gewesen







Top-15

meist-gelesen

  1. Einmal im Leben nach ISLAND - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Bischof Heiner Wilmer ist neuer Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz
  3. Die Piusbruderschaft und ihre Einheit mit der Kirche
  4. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  5. Piusbrüder lehnen Dialog mit Rom ab und beharren auf Bischofsweihe
  6. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  7. Zwei (renommierte und namentlich bekannte) Missbrauchsopfer „blitzen mit ihren Protesten ab“
  8. Die Kardinäle Ghirlanda und Ouellet denken gleich wie die Piusbruderschaft
  9. Kirche im Verfall
  10. "Bevor es zu spät ist!" – Kardinal Sarah warnt Piusbruderschaft vor Schisma
  11. Das Ende einer Amtszeit voller Streit und Spaltung
  12. Donald Trump und Keir Starmer grüßen Christen am Aschermittwoch, Merz und Van der Bellen die Muslime
  13. „Warum bin ich noch in der Kirche?“, fragte der Theologe Joseph Ratzinger bereits 1970
  14. 'Reiner Bullshit': Macron sorgt mit Attacke auf Meinungsfreiheit für Entsetzen
  15. Kritik an Kanzler Merz nach Ramadan-Grüßen

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz