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- „Sehr geehrter Herr Erzbischof Koch, mit großer Verwunderung haben wir Ihr Statement zum CSD…“
- ‚Dialogpredigt‘ und ‚meditativer Tanz’ während der Messe zum Magdalenenfest in München
- Die Liturgie: das Gebet der Kirche und Atem des Geistes
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ALfA begrüßt den Rücktritt Jens Spahns19. Juli 2026 in Deutschland, 14 Lesermeinungen Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden
Jens Spahn war Vorsitzende der CDU/CSU‑Bundestagsfraktion – Kaminski: „Das muss der Anfang einer Aufklärungskampagne über verletze Kinder- und Frauenrechte bei Leihmutterschaft sein“.
Augsburg (kath.net/ pm)
Der Rücktritt Jens Spahns als CDU-Fraktionsvorsitzender folgt auf seine Einsicht, dass dies die einzig mögliche Reaktion auf das Entsetzen in seiner Partei war, das von weiten Teilen der Bevölkerung geteilt wurde. Diese Personalentscheidung mag innerparteiliche Spannungen kurzfristig entschärfen, sie beantwortet aber in keiner Weise die grundlegenden ethischen Fragen, die Leihmutterschaft aufwirft, und die die CDU bislang auf eindeutige und konsequente Weise beantwortet hatte.
Die Debatte, die zu seinem Rücktritt geführt hat, drehte sich weitgehend um die Frage, ob für Politiker andere Maßstäbe gelten sollen als für die Allgemeinheit, und wie verlässlich Politik sein kann, wenn ihre führenden Vertreter, die selbst verantworteten Gesetze durch Reisen ins Ausland umgehen. Nun gilt es, diese Debatte, um die Personen zu erweitern, deren Grundrechte bei Leihmutterschaftsverfahren zutiefst verletzt werden: Die Frauen, deren Körper genutzt wird, und die Kinder, die ihrer Mütter beraubt werden.
Missachtete Menschenrechte: die Kinder
Es ist zutiefst unmenschlich, ein Neugeborenes unmittelbar nach der Geburt von seiner Mutter zu trennen, obwohl die Kenntnis von der engen Bindung, die während der Schwangerschaft zwischen Mutter und Kind entsteht, und die für das Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit des Kindes nach der Geburt von entscheidender Bedeutung ist, selbstverständliches Allgemeinwissen ist.
Die bewusste und vertraglich geplante Trennung im Kreißsaal verletzt sowohl die Würde der Frau als auch die des Kindes, das in einer Situation höchster Schutzbedürftigkeit seiner primären Bezugsperson beraubt wird. Kinder, die ohne Mutter aufwachsen, tragen diese Prägung ein Leben lang in Form von Ängsten, Verlustgefühlen‑, Bindungs‑ und Identitätsstörungen. 
Die UN‑Kinderrechtskonvention garantiert jedem Kind „das Recht, seine Eltern zu kennen und von ihnen betreut zu werden“ (Art. 7 Abs. 1). Dieses Recht wird durch Leihmutterschaft systematisch unterlaufen, weil Kinder bewusst von ihrer leiblichen Mutter getrennt und rechtlich zu „Waisen“ gemacht werden, um sie anschließend adoptieren zu können.
Es muss Auftrag der Politik sein, alle Kinder zu schützen und sie davor zu bewahren, zum Objekt der Sinnstiftung oder Glücksfindung Erwachsener zu werden. Kinder sind keine Instrumente zur Selbstverwirklichung, keine „Antwort“ auf biografische Brüche, sondern eigenständige Personen mit unveräußerlichen Rechten. Dieser notwendige Blick auf das Kind ist in der Debatte um Jens Spahns Familienglück viel zu kurz gekommen.
Erniedrigte F rauen: die Leihmütter
Wer die Verträge studiert, die Leihmütter unterzeichnen müssen, stellt fest: Sie geben nahezu alle Rechte auf. Ihr Körper wird zum Vertragsgegenstand. Bei Verstoß gegen Vertragsvorschriften droht Kürzung der Zahlungen. Wer sich fragt, warum es so wenig kritische Stimmen von ehemaligen Leihmüttern im Internet zu finden gibt, findet darauf ebenfalls eine Antwort in den Verträgen: Die Frauen müssen Verschwiegenheitsklauseln unterschrieben, bei Verstoß dagegen drohen empfindliche Strafen. Wären alle Leihmütter so glücklich und zufrieden mit den Arrangements, brauchte es diese Klauseln nicht.
Eine Gesellschaft, die solche Praktiken toleriert oder fördert, schafft mühsam errungene Frauenrechte unter dem Deckmantel des Mitleids mit kinderlosen Paaren und voll Verständnis für deren Sehnsüchte ab. Sie macht Frauen und Kinder zu Opfern, weil diese Paare kein Opfer bringen wollen. Sie missachtet damit ihren Schutzauftrag für gefährdete und schutzbedürftige Menschen.
Auftrag an Politik und Gesellschaft
Der Fall Spahn darf daher nicht dazu führen, Sonderwege für einzelne oder Ausnahmen für finanziell und politisch einflussreiche Personen zu suchen.
Er muss vielmehr Anlass sein, das Verbot der Leihmutterschaft zu verteidigen, internationale Schlupflöcher zu schließen und eine Debatte zu führen, die endlich konsequent von den Rechten und Bedürfnissen der Kinder her gedacht wird. Sogenannte Kinderwunschmessen wie „Wish for a baby“ oder „Men having babies“, die mehrfach jährlich in Deutschland stattfinden, müssen konsequent verboten werden. Wir brauchen das italienische Modell: Wer eine Leihmutter nutzt, um sich im Ausland ein Kind zu kaufen, betreibt Menschenhandel und muss entsprechend bestraft werden.
Foto: (c) Wikipedia, This image was published by Olaf Kosinsky under the free licence CC BY-SA 3.0-de
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Lesermeinungen| | Flavius 20. Juli 2026 | | | | Rücktritt ist lächerlich Der sogenannte "Rücktritt" von Spahn ist lächerlich, er ist ja nur von der Führung der Parlamentsfraktion zurückgetreten und von sonst nichts. Bleibt also ansonsten "C"DU-Mann wie bisher. |  1
| | | | | SalvatoreMio 19. Juli 2026 | | | | "Seid fruchtbar und mehret Euch" sei das 1. Gebot? @Christianlay: wie kommen Sie nur auf diese Idee? Seit eh und je lautet das 1. Gebot: "Du sollst Gott lieben ..." |  3
| | | | | Paddel 19. Juli 2026 | |  | Samengewinnung Allein schon, wie es zur Samengewinnung eines (homosexuellen) Mannes kommt wird nicht hinterfragt. Es ist teuflisch von Anfang bis zum Schluss.
Für das Kind ist es ein Trost, dass Gott über den Teufel siegt. |  5
| | | | | Schillerlocke 19. Juli 2026 | | | | @serafina Besten Dank für Ihre Recherche! |  0
| | | | | Versusdeum 19. Juli 2026 | | | | @Sol In der Tat fiele mir auch jemand ein, der den dreistesten - und vor allem um ein Vielfaches teuersten! - Wahlkampfversprecher in der Geschichte der Bundesrepublik zu verantworten hat: "Schuldenbremse" versprechen und dann die Staatsschulden in nur 4 Jahren veranderthalbfachen - und das sind nur die Zusatzschulden des "Sondervermögens"! Oder war das Dreisteste, dass die Union in Vorabgesprächen mit den "Grünen" (!) schon vor (!) der Wahl sagte, dass die "Schuldenbremse" fallen würde? Oder doch, dass man die Gigaschulden noch schnell mit dem abgewählten Bundestag per Verfassungsänderung durchpeitschte? Nun ja, alles zusammen war jedenfalls sicher das Dreisteste, was je nach einer Wahl geschah. |  2
| | | | | serafina 19. Juli 2026 | | | | @Schillerlocke Ihre Frage hat mich auch interessiert.
Hier das Ergebnis meiner Google-Suche:
ALfA steht für „Aktion Lebensrecht für Alle“, deren Bundesvorsitzende Cornelia Kaminski ist.
Der Verband ist (nach eigenen Angaben) mit ca. 11.000 Mitgliedern Deutschlands größte Organisation für Lebensschutz.
Mehr dazu s. hier
https://www.vaticannews.va/de/kirche/news/2024-11/alfa-lebensrecht-kampagne-wann-bin-ich-mensch-cornelia-kaminski.html |  4
| | | | | Sol 19. Juli 2026 | | | | @Schillerlocke Ihre Meinung, dass man die Person Streek nicht überbewerten sollte, vermag ich nicht nachzuvollziehen. Immerhin ist Streek Drogenbeauftragter der Bundesregierung und vertritt die CDU im Gesundheitsausschuss wo über die Fortpflanzungsmedizin und ihre Grenzen entschieden wird. Wie bewerten die Unionsparteien und Kanzler Merz den Fall Streek? Mit seiner Politik hat Merz seine Glaubwürdigkeit schon lange vor Spahn und Streek eingebüsst. |  3
| | | | | Schillerlocke 19. Juli 2026 | | | | Wer oder was ist eigentlich ALfA? Und wer ist Kaminski? Wäre super, wenn Sie darüber Auskunft geben könnten. |  0
| | | | | Toretto 19. Juli 2026 | | | |
Die katholische Kirche lehnt Leihmutterschaft strikt und ausnahmslos ab und fordert ein weltweites Verbot dieser Praxis. Ihre Haltung ist in zentralen Dokumenten wie der vatikanischen Erklärung „Dignitas infinita“ und dem Katechismus verankert
Das steht in „Dignitas infinita“ exakt in den Absätzen 48, 49 und 50.
Ein moralisch vertretbaren Weg wäre die Adoption. www.vatican.va/roman_curia/congregations/cfaith/documents/rc_ddf_doc_20240402_dignitas-infinita_ge.html |  3
| | | | | arctotis 19. Juli 2026 | | | | Homosexualität + Eitelkeit Hätte die Kirche im KKK von 1992 nicht geschrieben, dass Homosexuelle ihre Neigungen nicht frei gewählt haben, hätte man keine Homoehe zugelassen, nachdem Angela Merkel die Abstimmung für Homoehe zugelassen hat (2017), gäbe es den Zirkus der Eitelkeiten nicht. Abgesehen davon, dass Jens Spahn behauptete „überzeugter Katholik zu sein“ - womit er den Glauben und die Kirche zum Gespött machte – ist alles was in der Gesellschaft geschieht die Folge von Verweltlichung der Kirche und Ablehnung der Heteronormativität. Wir steuern unweigerlich auf „Idiocracy“ zu. |  2
| | | | | Schillerlocke 19. Juli 2026 | | | | @Jothekieker Im Gegensatz zu Spahn ist Streeck kein Politiker aus der ersten Reihe. Auch wenn Sie und ich Streecks tun nicht billigen, muss man die Person Streeck nicht überbewerten. Das grundsätzliche Problem Spahns wurde von den Unionsparteien hingegen eindeutig bewertet. So jemandem wollten sie in der Führung der Unionsfraktion nicht mehr sehen. |  3
| | | | | Jothekieker 19. Juli 2026 | | | | @Christianlay Hier geht es um andere Dinge als um eine simple Freigabe des Kindes zur Adoption. Hier geht es um Geld, um viel Geld.
So eine Geschäft, das Spahn und sein Konkubine hier getrieben haben, kostet locker zwei- bis dreihunderttausend Euro. Für dieses Geld will man dann auch ein Kind wie aus dem Katalog. In Kanada wurde eine Leihmutter auf eine halbe Million Dollar verklagt, weil sie sich weigerte, das Kind, das den Vorstellungen des Samenspenders nicht entsprach, abzutreiben. |  3
| | | | | Christianlay 19. Juli 2026 | | | | Das vergessene erste Gebot Wenn eine Mutter, statt ihr Kind abzutreiben, es nach der Geburt zur Adoption freigibt, verstößt es gegen die Rechte des Kindes! Das ist absurd!Zudem wird in diesem Artikel das erste Gebot Gottes: "Seid fruchtbar und mehret Euch!" völlig vergessen!Daß Onan zur Leihvaterschaft verpflichtet war und von Gott ob seines Neins dazu zu Tode verurteilt wurde, sollte auch mitbedacht werden.
Uwe Lay |  0
| | | | | Jothekieker 19. Juli 2026 | | | | Was ist mit Streeck? Spahn ist nicht der einzige führende CDU-Politiker, der sich über das Leihmutterverbot hinweggesetzt hat.
Meiner Meinung nach, hat die CDU hier ein grundsätzliches Problem. |  3
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