Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Piusbruderschaft legt Einspruch gegen Exkommunikatons-Dekret ein
  2. Beichten und Eheschließungen ungültig!
  3. "Der Dämon liebt es, wenn sich die Katholiken über die Liturgie zerfleischen"
  4. "Wir wollen den Glauben verteidigen gegenüber häretischen Interpretationen und Verfälschungen!"
  5. Scharfe Kritik an CDU: Birgit Kelle rechnet nach Leihmutterschafts-Fällen mit Partei ab
  6. „Beten wir, dass den Gläubigen leichterer Zugang zur überlieferten Form der Messe ermöglicht wird"
  7. "Zwei Bundestagsabgeordnete, also Mitglieder der Legislative, umgehen das deutsche Recht..."
  8. Glaubte Papst Benedikt XVI. an die nahende Endzeit?
  9. Erzbistum Hamburg: Eltern wehren sich gegen LGBT-Sexualkonzept in katholischen Schulen
  10. Kard. Sarah: „Europa ändert die Bedeutung von Wörtern, um den Menschen und die Familie zu zerstören“
  11. Mehr Kirchensteuer bei weniger Mitgliedern
  12. Amnesty International stuft englische kath. Bischofskonferenz als „gegen [Menschen]-Rechte“ ein!
  13. US-Bischof warnt vor FSSPX-Messen – nahm selbst an interreligiöser Chanukka-Feier teil
  14. Eklat in Regensburger Basilika St. Emmeram: Schweizer Popsängerin dreht heimlich frivoles Musikvideo
  15. König Charles III. nicht mehr ‚Verteidiger des Glaubens‘?

Bischof Oster kritisiert Leihmutterschaft scharf und spricht von „Skandal“

vor 2 Stunden in Deutschland, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Passauer Oberhirte nimmt Stellung zur aktuellen Debatte um CDU-Politiker Jens Spahn: „Ein Kind ist ein Geschenk Gottes und keine käufliche Ware“ – Schwerer Verstoß gegen die Menschenwürde und das Recht des Kindes auf seine natürlichen Eltern.


Passau (kath.net/gem/rn) Die Debatte um die Leihmutterschaft in Deutschland hat eine neue Dynamik gewonnen, nachdem der CDU-Politiker Jens Spahn und sein Partner bekanntgaben, auf diesem Weg ein Kind namens Georg bekommen zu haben. Nun hat sich der Passauer Bischof Stefan Oster in einer klaren Video- und Textstellungnahme zu Wort gemeldet. Unter dem Titel „Ware gegen Würde?“ warnt der Bischof eindringlich vor einer Normalisierung dieser Praxis und spart nicht mit deutlicher Kritik an dem prominenten Unionspolitiker. Oster bezeichnet das Vorgehen als einen „echten Skandal“ – insbesondere vor dem Hintergrund von Spahns christdemokratischem Fundament und dessen öffentlichem Bekenntnis zur katholischen Kirche.

Zwar betont Bischof Oster eingangs, dass er weder die persönlichen Motive noch die genauen Umstände im Fall Spahn/Funke beurteilen könne oder wolle, dennoch gebe es schwerwiegende Gründe für das strikte Verbot der Leihmutterschaft in Deutschland. Der wesentlichste Grund liege im fundamentalen Verstoß gegen die Menschenwürde.


„Als Christen glauben wir, dass Kinder ein Geschenk Gottes sind – und ihre Würde als Personen auf Gott zurückgeht“, erklärt Oster. Eine Gabe, die unverfügbar sei, dürfe niemals Gegenstand eines kommerziellen Geschäfts werden. Die Geburt eines Kindes gehe im Idealfall aus der Liebesverbindung der Eltern hervor. Da echte Liebe unverdient und unverkäuflich sei, verkehre die Leihmutterschaft dieses Prinzip ins Gegenteil: „So genannte käufliche Liebe ist deshalb genau das Gegenteil von Liebe: ein Geschäft.“

Aus psychologischer und pädagogischer Sicht verweist der Bischof auf die unersetzliche Bedeutung der leiblichen Mutter. Die einzigartige Beziehung und Bindung zwischen Mutter und Kind beginne weit vor der Geburt: Das Kind teile die Emotionen der Mutter, höre ihre Stimme und entwickle im Mutterleib seine erste Wahrnehmung der Welt.

Nach der Geburt bilde die Gemeinschaft von Vater und Mutter den notwendigen emotionalen Schutzraum. In Rückgriff auf die christliche Tradition bezeichnet Oster die Ehe von Mann und Frau als „uterus spiritualis“ – als einen geistlichen Uterus. Nur in diesem Gefüge könne ein Kind seine Identität in einem natürlichen, generationenübergreifenden Beziehungsnetz aus Eltern, Geschwistern und Großeltern gesund entfalten. Die Frage nach der eigenen Herkunft sei für die Identitätsbildung junger Menschen von existenzieller Bedeutung.

Mit Blick auf den neugeborenen Jungen des Paares Spahn/Funke äußert der Passauer Oberhirte tiefe Sorge: „Dieses Kind von Jens Spahn und Daniel Funke heißt Georg und ist jetzt schon öffentliche Person – und es ist diese Person als ‚gekaufte Ware‘. Was für eine Last es damit einmal zu tragen hat, ohne dass es jetzt schon davon wüsste!“

Oster stellt unmissverständlich klar, dass das Wohl des Kindes über den Wünschen der Erwachsenen stehen muss: „Ich bin völlig überzeugt, dass jedes Kind vor allen anderen Rechten zunächst ein Recht auf seine natürlichen Eltern hat – und zwar vielmehr als dass potentielle Eltern ein Recht hätten, sich ein Kind ‚anzuschaffen‘ oder ‚machen zu lassen‘ oder gar ‚einzukaufen‘.“

Scharfe Kritik übt Bischof Oster an der politischen und moralischen Signalwirkung des Falls. Wenn ein prominenter CDU-Politiker zur Erfüllung eigener Wünsche bewusst gegen die Gesetze des eigenen Landes und gegen die Grundlinien der eigenen Partei in einer so zentralen Frage des Menschenbildes verstoße – und zudem noch positiv werbend für die Leihmutterschaft eintrete –, sei dies inakzeptabel.

Besonders schwer wiegt für den Bischof dabei das katholische Bekenntnis des Politikers. Jens Spahn habe damit einen Schritt getan, den die Kirche als Glaubensgemeinschaft niemals legitimieren oder mitgehen könne. Die Würde des Menschen und der Schutz des Kindeswohls müssten auch in Zukunft unantastbare Kernfaktoren christlichen Handelns bleiben.

 

Foto: (c) Bistum Passau


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Hardenberg vor 3 Minuten 
 

Er ist zurückgetreten.

Gottseidank.


0
 
 Fink vor 22 Minuten 
 

Ein Bischof spricht Klartext ! Bravo !


0
 
 SalvatoreMio vor 1 Stunden 
 

Herr/Frau Jens Spahn und sein Ehemann!

Auch ohne oberhirtliche Schelte, hätte Jens Spahn immer wissen müssen, dass eine Eheschließung mit einem männlichen Partner ein Unding ist. Aber ausgerechnet die CDU hat das Gesetz durchgeboxt am 1.10.2017, und die DBK hat in 9 Jahren nie ernsthaft klargemacht, dass das völlig abwegig ist. - Also: alles nicht so schlimm: "Love is love". Da mag das "Ehepaar Spahn & Co." sich gedacht haben: "Da ist noch mehr möglich, auch wenn's unmöglich ist. - Und nun endlich macht einer deutlich den Mund auf - wenigstens Bischof Oster. Danke! - Im Grunde ist das aber noch "Windhauch" in Bezug auf die gesamte unmoralische Entwicklung in Deutschland und darüber hinaus.


1
 
 Hardenberg vor 1 Stunden 
 

Völlig zurecht

Die Kritik von Bischof Oster kommt völlig zurecht. Jens Spahn hat sich über die rechtliche Lage in Deutschland, eine grundlegend vernünftige Moral, die er selbst für sich als verbindlich akzeptierte, und vor allem über die Würde der Mutter und des Kindes hinweggesetzt. Pfui.


1
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. Mehr Kirchensteuer bei weniger Mitgliedern
  2. Beichten und Eheschließungen ungültig!
  3. Kard. Sarah: „Europa ändert die Bedeutung von Wörtern, um den Menschen und die Familie zu zerstören“
  4. "Wir wollen den Glauben verteidigen gegenüber häretischen Interpretationen und Verfälschungen!"
  5. König Charles III. nicht mehr ‚Verteidiger des Glaubens‘?
  6. Universität Aberdeen prüft intern Hasskommentar eines Angestellten gegen Ann Widdecombe
  7. Glaubte Papst Benedikt XVI. an die nahende Endzeit?
  8. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  9. Piusbruderschaft legt Einspruch gegen Exkommunikatons-Dekret ein
  10. „Priesterberufungen in Europa: Wachstum in Frankreich, Krise in Deutschland“
  11. „Abgeordnete, die das Gesetz zur Sterbehilfe unterstützen, können nicht mehr zur Kommunion gehen“
  12. Scharfe Kritik an CDU: Birgit Kelle rechnet nach Leihmutterschafts-Fällen mit Partei ab
  13. „Was, wenn sich herausstellt, dass Ann Widdecombe eine Märtyrerin war?“
  14. Redemptoristenorden grenzt sich von "Transalpinen Redemptoristen" ab
  15. Eklat in Regensburger Basilika St. Emmeram: Schweizer Popsängerin dreht heimlich frivoles Musikvideo

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz