Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Bischof Würtz ist offen für Frauenordination
  2. Piusbruderschaft legt Einspruch gegen Exkommunikatons-Dekret ein
  3. Beichten und Eheschließungen ungültig!
  4. "Wir wollen den Glauben verteidigen gegenüber häretischen Interpretationen und Verfälschungen!"
  5. "Der Dämon liebt es, wenn sich die Katholiken über die Liturgie zerfleischen"
  6. Scharfe Kritik an CDU: Birgit Kelle rechnet nach Leihmutterschafts-Fällen mit Partei ab
  7. „Beten wir, dass den Gläubigen leichterer Zugang zur überlieferten Form der Messe ermöglicht wird"
  8. Glaubte Papst Benedikt XVI. an die nahende Endzeit?
  9. Erzbistum Hamburg: Eltern wehren sich gegen LGBT-Sexualkonzept in katholischen Schulen
  10. Mehr Kirchensteuer bei weniger Mitgliedern
  11. Kard. Sarah: „Europa ändert die Bedeutung von Wörtern, um den Menschen und die Familie zu zerstören“
  12. Amnesty International stuft englische kath. Bischofskonferenz als „gegen [Menschen]-Rechte“ ein!
  13. Eklat in Regensburger Basilika St. Emmeram: Schweizer Popsängerin dreht heimlich frivoles Musikvideo
  14. "Zwei Bundestagsabgeordnete, also Mitglieder der Legislative, umgehen das deutsche Recht..."
  15. Ann Widdecombe, britische konservative Ex-Ministerin (78), wurde zu Hause ermordet

"Zwei Bundestagsabgeordnete, also Mitglieder der Legislative, umgehen das deutsche Recht..."

vor 8 Stunden in Prolife, 8 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


"... indem sie für eine in Deutschland illegale Praxis in ein Land ausweichen, in dem Leihmutterschaft erlaubt ist" - Christdemokraten für das Leben zum Leihmutterschafts-Kind von Jens Spahn (CDU): Vertrauensverlust für unsere Rechtsordnung


Berlin (kath.net/Christdemokraten für das Leben) Berichten zufolge hat der Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Jens Spahn, ein Kind von einer Leihmutter im Ausland gekauft. Hierzu nimmt Susanne Wenzel, die Bundesvorsitzende der Christdemokraten für das Leben e. V. (CDL), wie folgt Stellung:

„Nach dem Bundesbeauftragen für Sucht und Drogen, Prof. Dr. Hendrik Streek, ist nun der Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Jens Spahn, über eine Leihmutterschaft Vater geworden. Beide sind nicht nur prominente Vertreter der CDU, sondern haben darüber hinaus auch wichtige politische Funktionen inne. Deshalb geht ihre private Entscheidung über ihre persönliche Lebenssituation weit hinaus.

Auf dem CDU-Bundesparteitag in Stuttgart im Februar 2026 haben die Delegierten die Forderung der CDU bekräftigt, die Leihmutterschaft in Deutschland weiterhin uneingeschränkt zu verbieten, völlig unabhängig von der Motivation. Ziel dieses Beschlusses war es u. a., Missbrauch, Ausbeutung und gesundheitliche Risiken für Frauen zu verhindern.


Zwei Bundestagsabgeordnete, also Mitglieder der Legislative, umgehen das deutsche Recht, indem sie für eine in Deutschland illegale Praxis in ein Land ausweichen, in dem Leihmutterschaft erlaubt ist. Welchen Bestand haben die vom Bundestag beschlossenen Gesetze, wenn Abgeordnete bestehende Lücken nutzen, diese zu umgehen?

Noch vor wenigen Jahren hat Jens Spahn sich gegen die Legalisierung der Leihmutterschaft ausgesprochen. Wäre es da nicht nur konsequent, bei sich dieselben Maßstäbe anzulegen, die man auch für die Bürger anlegt?

Beide Politiker haben durch ihr Verhalten – wenn auch ungewollt – dem Ansehen unserer Rechtsordnung einen erheblichen Vertrauensverlust zugefügt, da sie den Eindruck erwecken, dass für unsere politischen Entscheidungsträger offenbar andere Maßstäbe gelten als für den Bürger.

Beide Fälle zeigen allerdings das tatsächlich bestehende Problem: Die in Deutschland geltende Rechtslage lässt unzulässige Spielräume. Diese Lücken müssen nun schnellstens geschlossen werden.

Das Europäische Parlament hat in seiner Richtlinie zur Verhütung und Bekämpfung des Menschenhandels und zum Schutz seiner Opfer die Leihmutterschaft auf eine Stufe mit dem Menschenhandel gestellt. Die zuständige Berichterstatterin für Gewalt gegen Frauen und Kinder bei den UN, Reem Alsalem, bezeichnet in ihrem im Herbst 2025 erschienen Bericht die Leihmutterschaft als eine neue Form des Menschenhandels und der Sklaverei. Sie fordert deshalb ein weltweites Verbot aller Formen der Leihmutterschaft. Erst vor wenigen Wochen haben vier Länder, darunter Italien, dem UN-Menschenrechtsrat in Genf ein internationales Moratorium der Leihmutterschaft vorgelegt. In Italien ist die Leihmutterschaft ausnahmslos verboten. Seit 2024 wird auch unter Strafe gestellt, wenn ein Paar für ein Leihmutterschaftsgeschäft ins Ausland ausweicht.

Die CDL fordert die unionsgeführte Bundesregierung auf, dieses Moratorium zu unterstützen und ferner in Deutschland bestehende gesetzliche Lücken zu schließen, die bisher eine Umgehung des deutschen Verbotes durch die Inanspruchnahme von Leihmüttern im Ausland ermöglichen.“

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 chriseeb74 vor 2 Stunden 
 

@ alle

Ich habe bereits an den Generalsekretär der CDU, Linnemann, der meinen Wahlkreis vertritt, eine Mail geschrieben, in dem ich für die nächste Bundestagswahl definitiv nicht mehr die CDU wähle, sollte aus dieser Causa keine entsprechenden Konsequenzen gezogen werden. Ich kann dies nur allen hier empfehlen...schreibt eure CDU-Wahlkreisvertreter an, das wird Eindruck machen!


2
 
 Wilolf vor 3 Stunden 
 

Nicht mehr haltbar

Der hat es zu weit getrieben. Da könnte ich wetten, dass er in wenigen Tagen zurückgetreten ist (oder „wurde“).


1
 
 girsberg74 vor 5 Stunden 
 

Tut mir leid für die CDL,

doch wenn sie es innerhalb der CDU nicht schafft, solche Leute von ihren Posten und noch weiter zu entfernen,dann ist für mich die Frage, ob ich jemals noch "C" wähle; denn dann ich würde nur einem miesem Machtkartell die Stange halten, dem von innen nicht mehr beizukommen ist.


5
 
 Schillerlocke vor 6 Stunden 
 

Mir ist unverständlich,

warum diese begüterten Leute nicht hilfsbedürftige Kinder, die keine Eltern haben, adoptieren. Ein entfernter Cousin und seine Frau haben das gemacht und sind inzwischen eine vierköpfige Familie mit all der Freud und all den Sorgen, die das familiäre Miteinander eben mit sich bringt. Und der Mutter meines Cousins sagte ich: "Siehst Du, jetzt bist Du auf Deine alten Tage doch noch Oma geworden." Die frischgebackene Oma freute sich damals sehr über meine Glückwünsche. Und selbstverständlich gehören die adoptierten Kinder - inzwischen zu Teenagern herangewachsen, seitdem zu meinen Verwandten. Diese Leihmutterschaftspraktiken sind hingegen unchristliche Phänomene einer abstoßenden kapitalistischen Ausbeutungsideologie, wonach alles käuflich sei.


7
 
 Jothekieker vor 7 Stunden 
 

Das christliche Fundament verlassen

Das Verhalten der beiden führenden CDU-Funktionäre Spahn und (vor ihm) Streeck zeigt überdeutlich, wie weit sich die Union von dem christlichen Fundament, auf dem sie einst gegründet wurde, entfernt hat.


4
 
 Jothekieker vor 7 Stunden 
 

Aber wehe der Bürger zahlt sein Knöllchen nicht!

So ist das halt, wenn für die Bonzen andere Regeln gelten als für die Untertanen.


5
 
 Berni vor 7 Stunden 
 

Rücktritt!

Dass Spahn Probleme mit dem Recht hat, wissen wir schon seit Corona und den Masken. Jetzt reichts aber - zurücktreten!


5
 
 dalet vor 8 Stunden 

Anpassung

Wieder wird das Gegenteil der Fall sein.

Wenn die Legislative tut, was sie nicht darf, dann wird sie versuchen, die Gesetze in ihrem Sinn anzupassen.
Dies geschieht nach dem perfiden, aber altbewährten Motto: "Man kann den Menschen nicht zumuten, für dies oder das ins Ausland zu fahren."


2
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. Mehr Kirchensteuer bei weniger Mitgliedern
  2. Beichten und Eheschließungen ungültig!
  3. Bischof Würtz ist offen für Frauenordination
  4. Kard. Sarah: „Europa ändert die Bedeutung von Wörtern, um den Menschen und die Familie zu zerstören“
  5. "Wir wollen den Glauben verteidigen gegenüber häretischen Interpretationen und Verfälschungen!"
  6. König Charles III. nicht mehr ‚Verteidiger des Glaubens‘?
  7. Universität Aberdeen prüft intern Hasskommentar eines Angestellten gegen Ann Widdecombe
  8. Glaubte Papst Benedikt XVI. an die nahende Endzeit?
  9. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  10. Piusbruderschaft legt Einspruch gegen Exkommunikatons-Dekret ein
  11. Ann Widdecombe, britische konservative Ex-Ministerin (78), wurde zu Hause ermordet
  12. „Priesterberufungen in Europa: Wachstum in Frankreich, Krise in Deutschland“
  13. „Abgeordnete, die das Gesetz zur Sterbehilfe unterstützen, können nicht mehr zur Kommunion gehen“
  14. „Was, wenn sich herausstellt, dass Ann Widdecombe eine Märtyrerin war?“
  15. Scharfe Kritik an CDU: Birgit Kelle rechnet nach Leihmutterschafts-Fällen mit Partei ab

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz