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Spaniens Nationaltrainer Luis de la Fuente: „Ich bete jeden Tag, aber nicht für den Sieg“

vor 3 Stunden in Jugend, keine Lesermeinung
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Kurz vor dem entscheidenden Halbfinalspiel sprach der spanische Nationaltrainer Luis de la Fuente offen über sein tägliches Gebet, echten Dank und warum er Gott niemals um sportliche Siege bittet.


Madrid-Paris (kath.net)

Weniger als 24 Stunden vor dem Anpfiff eines der wichtigsten Spiele seiner Karriere hat der spanische Nationaltrainer Luis de la Fuente mit einem überraschenden und tiefgründigen Glaubensbekenntnis aufhorchen lassen. Auf der offiziellen Pressekonferenz vor dem Halbfinal-Duell wurde der Coach auf seine religiösen Überzeugungen angesprochen und gefragt, wie er in Phasen solch enormen Drucks das Gebet erlebt.

Seine Antwort war ebenso klar wie entwaffnend bodenständig:  „Ich bete jeden Tag, aber nicht, weil ich bei einer Weltmeisterschaft bin, und ich erwarte auch keinen bestimmten Ausgang.“


Weit davon entfernt, den Herrgott um Schützenhilfe auf dem grünen Rasen anzuflehen, erklärte De la Fuente, dass sein tägliches Gebet vor allem von tiefer Dankbarkeit geprägt ist. „Ich danke ihm jeden Tag, jeden Morgen, wenn ich aufstehe und sage: ‚Ein weiterer Tag, an dem ich das Leben genießen kann‘. Ich danke für diese kleinen Dinge. Ich bete, weil ich jeden Tag bete, nicht, damit er mir mehr hilft.“

Für den Trainer wäre es widersprüchlich, Gott für den Erfolg seiner Mannschaft einzuspannen. Mit einer gesunden Prise sportlicher Fairness fügte er hinzu: „Es wäre ungerecht, ihn zu bitten, mir zu helfen und dem Gegner nicht.“

Stattdessen stehen auf dem „Zettel“ des Trainers ganz andere Anliegen. Er bittet um die Kraft und die Gesundheit, um die täglichen Herausforderungen des Lebens anzunehmen: „Ich bitte besonders um Gesundheit und darum, dass er mir Optionen gibt, um weiterzukämpfen. Ich bin ein Kämpfer und kämpfe um alles, aber mit Gesundheit.“

Luis de la Fuente hat noch nie einen Hehl aus seinem katholischen Glauben gemacht. In der Vergangenheit betonte er mehrfach, dass er zwar katholisch erzogen wurde, die bewusste und freie Entscheidung für ein Leben im Glauben jedoch erst im Erwachsenenalter gereift sei.

Spanien gewann gestern das 1. Halbfinale gegen Frankreich und steht damit im Finale der Fussball-WM 2026.

 

Foto: (c) Wikipedia; Von Junta de Andalucía - https://www.flickr.com/photos/juntainforma/52878869016/, CC BY-SA 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=147195698

 


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