Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. „Wir können nicht sagen, dass das, was 1.600 Jahre lang getan wurde, jetzt nicht mehr gültig sei“
  2. Bischof Oster kritisiert Leihmutterschaft scharf und spricht von „Skandal“
  3. Denn sie wissen nicht, was sie fordern
  4. Kissler-Kritik an Papst Leo XIV.: „Fatale Botschaft“ bei Lampedusa-Besuch
  5. ALfA begrüßt den Rücktritt Jens Spahns
  6. INSA-Umfrage: Relative Mehrheit der Deutschen lehnt Leihmutterschaft ab
  7. "Menschenhandel bleibt Menschenhandel"
  8. Zwei Formen - ein Ritus
  9. Die US-Bischöfe fördern die natürliche Familienplanung
  10. Vatikan: Neues Café auf Kuppel des Petersdoms öffnet im Herbst
  11. Sozialethiker Rhonheimer: Nicht der Kapitalismus verursacht Armut
  12. "Angriffe auf Christen werden in Deutschland ignoriert"
  13. Euthanasie trotz dreimaligem Senatsveto
  14. Gottes Wirken vollzieht sich im Verborgenen
  15. Militärdienst auch für Geistliche: Schweizer Kirchen protestieren

US-Studie: Glaube an liebenden Gott schützt besser vor Einsamkeit

vor 3 Stunden in Chronik, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Forscher analysierten Daten von 180.000 Menschen aus 22 Ländern, darunter Gläubige aus Christentum, Judentum, Islam, Buddhismus sowie Nicht-Religiöse


Wien/London/New York (kath.net/KAP) Menschen, die an einen persönlichen Gott glauben und sich von dieser höheren Macht geliebt fühlen, sind besser vor den gesundheitlichen Folgen von Einsamkeit geschützt. Das berichtet das Wiener Institut für medizinische Anthropologie und Bioethik (IMABE) unter Verweis auf eine Studie in der Online-Fachzeitschrift "Scientific Reports" des Nature-Verlags. US-Forscher analysierten dafür Daten von mehr als 180.000 Menschen aus 22 Ländern, darunter Gläubige aus Christentum, Judentum, Islam, Buddhismus sowie Nicht-Religiöse.

Frühere Studien zeigten bereits, dass religiöse Menschen seltener unter Einsamkeit leiden als nichtreligiöse. Die neuen Ergebnisse verdeutlichten, dass der Grund dafür nicht allein im sozialen Netz der jeweiligen Religionsgemeinschaft liegt, heißt es im aktuellen Imabe-Newsletter (Mittwoch). Entscheidend sei vielmehr das Gottesbild des Einzelnen und ob er sich von dieser höheren Macht geliebt fühlt, wird auf die in "Scientific Reports" publizierten Ergebnisse der Forschungen eines Psychologenteams um Alexandra S. Wormley von Universität Michigan verwiesen. Grundlage der Studie sind Daten der Global Flourishing Study (GFS), einer internationalen Langzeitstudie der Harvard-Universität zum menschlichen Wohlbefinden.

Das Psychologenteam verglich die Auswirkungen von vier Weltreligionen und Nichtreligiosität auf Einsamkeit und ihre gesundheitlichen Folgen. Religiöse Menschen leben demnach seltener allein und zeigen eine höhere psychische und physische Widerstandskraft. Nichtreligiöse Menschen leiden häufiger und stärker an Einsamkeit und sozialer Isolation; lediglich bei Buddhisten liegen die Werte ähnlich hoch. Am wenigsten Einsamkeit erfahren Juden. Ein Teil dieses Unterschieds erklärt sich dadurch, dass nichtreligiöse Menschen deutlich häufiger allein wohnen - am seltensten tun dies Muslime und Juden, während Christen und Buddhisten im Mittelfeld liegen. Doch selbst wer allein wohnt, trägt als nichtreligiöser Mensch ein höheres Vereinsamungsrisiko als ein religiöser Mensch in derselben Situation.


Glaube an persönlichen, liebenden Gott schützt am stärksten

Das niedrigste Risiko zu vereinsamen haben jene, die sich von dem Gott, an den sie glauben, geliebt und umsorgt fühlen. Der bloße Glaube an die Existenz Gottes reicht den Forschern zufolge nicht aus. Entscheidend ist, ob der Gott als liebevoll, fürsorglich und emotional unterstützend erlebt wird. Der Glaube an eine unpersönliche spirituelle Macht oder an mehrere Götter schützt ebenfalls vor Einsamkeit, jedoch schwächer als der Glaube an einen einzigen, persönlichen Gott. Dessen Schutz erstreckt sich laut den Forschungsergebnissen auch auf die gesundheitlichen Folgen von Einsamkeit wie Depressionen, Angststörungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, geschwächte Immunabwehr und erhöhte Sterblichkeit.

"Letztendlich liefern wir Belege dafür, dass liebevolle Beziehungen zwischen Menschen und dem Gott, den sie verehren, Potenzial bieten, um gegen die weltweite Einsamkeitsepidemie vorzugehen", fassen die US-Psychologen zusammen. Erinnerungen an die Liebe Gottes, etwa durch Predigten oder Andachten, könnten demnach gezielt Menschen unterstützen, die sozial isoliert oder einsam sind.

Copyright 2026 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
(www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten
Symbolbild (c) KI-generiert/Pixabay/TungArt7


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  2. „Wir können nicht sagen, dass das, was 1.600 Jahre lang getan wurde, jetzt nicht mehr gültig sei“
  3. Bischof Oster kritisiert Leihmutterschaft scharf und spricht von „Skandal“
  4. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  5. Denn sie wissen nicht, was sie fordern
  6. Kissler-Kritik an Papst Leo XIV.: „Fatale Botschaft“ bei Lampedusa-Besuch
  7. ALfA begrüßt den Rücktritt Jens Spahns
  8. "Menschenhandel bleibt Menschenhandel"
  9. Zwei Formen - ein Ritus
  10. DANKE JUSTIN! - Kanadischer Sänger bringt Stadion während WM-Finale mit „Halleluja“ zum Schweigen!
  11. "Angriffe auf Christen werden in Deutschland ignoriert"
  12. Sozialethiker Rhonheimer: Nicht der Kapitalismus verursacht Armut
  13. Vatikan: Neues Café auf Kuppel des Petersdoms öffnet im Herbst
  14. Nach dem WM-Krimi um 3. Platz - England- und Frankreich-Stars vereint im Gebet
  15. Kardinal Burke: ‚Die Synodalität muss gestoppt werden‘

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz