Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Die Mitwirkung der seligen Jungfrau Maria an der Erlösung
  2. IRRE! – „LifeSiteNews“ postet Papst-Bild mit Henkerstrick auf X
  3. BREAKING NEWS - Der Papst hat Lungen-Krebs!
  4. 'Wenn du deinen Apparat kulturell gegen dich hast, bist du der ärmste Hund als Bischof.'
  5. Kardinal Marx meint: "Die Kirche ist kein sinkendes Schiff, sie wird nur umgebaut"
  6. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  7. Deutsche Caritas-Präsidentin fordert CDU-Annäherung an 'Die Linke'
  8. Was auch immer Synodalität sein soll
  9. „Warum bin ich Christ“
  10. Halbierung der Pfarren und Schließung Dutzender Kirchen
  11. Böhmermann verhöhnt in seiner Sendung Jesus Christus
  12. Forscher sprechen von neuen Beweisen für möglichen Fundort der Arche Noah
  13. Papst Leo wird operiert - Knoten in der Lunge!
  14. Meghan Markle-Fans ‚terrorisieren‘ Priester wegen Kritik an ihrem Adventskalender
  15. Was eine Messe wiegt

Salzburg: Opernstar bereitete Franziskus-Rolle im Kapuzinerkloster vor

7. August 2026 in Kultur, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Kanadischer Bassbariton Philippe Sly im Rupertusblatt-Interview: Bibelstudium und Klosterleben für Verständnis der Rolle essenziell


Salzburg (kath.net/KAP) Um sich für seine Titelrolle in Olivier Messiaens monumentaler Oper Saint François d'Assise bei den Salzburger Festspielen vorzubereiten, hat der kanadische Bassbariton Philippe Sly auf ungewöhnliche Methoden zurückgegriffen: Für zweieinhalb Monate ist er ins Kapuzinerkloster Salzburg eingezogen, wie der Sänger im Interview mit dem Rupertusblatt (aktuelle Ausgabe) erzählte. "Messiaens Musik ist außerordentlich komplex und die Partie des Franziskus ist sehr lang und anspruchsvoll. Mir wurde früh klar, dass man Franziskus nicht allein intellektuell verstehen kann. Sein Glaube erschließt sich durch das Leben, durch die Praxis", so Sly.

Olivier Messiaens einzige Oper Saint François d'Assise zeichnet die spirituelle Entwicklung des heiligen Franz von Assisi nach und stellt in einzelnen Episoden prägende Stationen aus dem Leben des Heiligen dar - von der Begegnung mit dem Aussätzigen bis zur mystischen Vereinigung mit Gott. Der französische Komponist verbindet darin Texte aus den Evangelien, den Paulusbriefen und vielen anderen Stellen. Da die Oper praktisch aus Bibelzitaten bestehe, sei auch das tägliche Lesen in der Bibel für seine Rolle unverzichtbar gewesen, schilderte Sly. Zu Beginn seiner Vorbereitung habe er die Rolle als "große Last" empfunden. Das Leben mit den Ordensbrüdern habe nach und nach dazu geführt, dass er "in einen Zustand des Flow" versetzt worden sei. "Ich bin überzeugt, dass Gebet, Stille und Gemeinschaft wesentlich dazu beigetragen haben", berichtete der Starsänger.


So oft wie möglich habe er an den Laudes teilgenommen, die Vesper besucht und auch die Heilige Messe am Sonntag sei ein Fixpunkt für ihn gewesen. Innerer Frieden Schließlich habe ihm die Ordnung des Klosterlebens mit seinen Gebets- und gemeinsamen Essenszeiten geholfen, sich von inneren Zwängen zu befreien und tiefen Frieden zu finden. "Das Tourneeleben kann sehr unruhig sein. Man ist allein, sucht Ablenkung oder versucht, die Einsamkeit zu überspielen. Hier ist alles anders", schilderte der Opernsänger seine Erfahrung.

Auch sein Verständnis des Schauspielberufs habe sich durch die Auseinandersetzung mit der Figur des Franziskus verändert. Die Branche sei von ständigem Wettbewerb sowie von einem starken Bewusstsein für das eigene Image und die Wahrnehmung durch andere geprägt, sagte der Künstler. Dies stehe im deutlichen Gegensatz zu der Lebensvision des heiligen Franziskus. Im Mittelpunkt sollten Fragen nach der Erfüllung der eigenen Aufgaben, einem guten Miteinander im Kollegenkreis und dem Beitrag zu einem Arbeitsumfeld stehen, in dem sich alle gegenseitig unterstützen und weiterentwickeln können.

Aufführungen

Die Neuinszenierung von Saint François d'Assise in der Regie von Romeo Castellucci feierte am Dienstag (4. August) ihre Premiere. Weitere Aufführungen finden am 9., 12., 15., 19. und 23. August in der Felsenreitschule statt. (Info: https://www.salzburgerfestspiele.at/p/saint-francois-dassise-2026) Die Uraufführung von Olivier Messiaens Saint François d'Assise fand 1983 in Paris statt, die erste große Salzburger Aufführung erfolgte 1992 bei den Salzburger Festspielen unter der musikalischen Leitung von Kent Nagano und in der Inszenierung von Herbert Wernicke.

Foto: (c) https://www.instagram.com/p/DaA5MA8DXh4/

Copyright 2026 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich  Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Papst ernennt Petersdom Nachfolger von Kardinal Gambetti
  3. Präsident der Rabbinerkonferenz: Druck auf Juden in Europa steigt
  4. Wien: Über 3.000 Teilnehmende beim "Marsch fürs Leben"
  5. Frankreich: Jugendliche schänden Kirche und feiern islamistischen Rap-Song
  6. 'Wenn du deinen Apparat kulturell gegen dich hast, bist du der ärmste Hund als Bischof.'
  7. Über 3000 Teilnehmer beim Marsch fürs Leben in Wien 2026
  8. Die Mitwirkung der seligen Jungfrau Maria an der Erlösung
  9. Wie die Geschichte von Baby Miran ungeborene Kinder rettete
  10. Forscher sprechen von neuen Beweisen für möglichen Fundort der Arche Noah
  11. Aktionäre fordern FedEx auf, den Versand von Abtreibungspillen einzustellen
  12. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  13. Israel: Vikariat ruft drei Jahre nach 7. Oktober zu Versöhnung auf
  14. Georgien: Kirchen- und Staatsoberhaupt bekräftigen christliche Wurzeln
  15. Papst Leo feiert Hl. Messe im Gemelli-Krankenhaus

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz