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US-Studie zeigt: Verheiratete junge Erwachsene sind glücklicher als unverheiratete

vor 5 Stunden in Familie, keine Lesermeinung
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Studien von Brad Wilcox zeigen, dass eine stabile Ehe einer der stärksten Einflussfaktoren für persönliches Wohlbefinden, mentale Gesundheit und Lebenszufriedenheit ist.


Charlottesville (kath.net/jg)
In der aktuellen Debatte über den Rückgang des Glücksempfindens bei jungen Menschen wird häufig auf Smartphones und soziale Medien als Hauptursache verwiesen. Der Ökonom Noah Smith brachte es kürzlich auf den Punkt: „It’s the phones“ („Es sind die Handys“). Der Soziologe und Familienforscher Brad Wilcox von der University of Virginia in Charlottesville und dem Institute for Family Studies (IFS) widerspricht jedoch: Es geht nicht nur um Technologie. In einem Post auf X (ehemals Twitter) vom 11. April 2026 verweist er auf eine klare, wachsende Kluft im Glücksempfinden junger Erwachsener – je nachdem, ob sie verheiratet sind oder nicht.

Wilcox postet eine Grafik, die auf Daten der General Social Survey (GSS) von 1980 bis 2024 basiert. Sie zeigt den Anteil der 22- bis 35-Jährigen in den USA, die sich als „ziemlich glücklich“ oder „sehr glücklich“ bezeichnen, aufgeschlüsselt nach Familienstand. Die Ergebnisse sind bemerkenswert:


  • Verheiratete junge Erwachsene: Ihr Glücksniveau lag 1980 bei 91 Prozent und blieb bis etwa 2010 stabil hoch (rund 94–95 Prozent). Bis 2024 sinkt es leicht auf 90 Prozent. 
  • Unverheiratete junge Erwachsene: 1980 waren es 83 Prozent glücklich. Der Wert stieg zunächst leicht an, stagnierte dann und brach in den letzten Jahren dramatisch ein – auf nur noch 68 % im Jahr 2024.

Die „Ehe-Glücks-Lücke“ hat sich damit von ursprünglich +8 Prozentpunkten auf +22 Prozentpunkte mehr als verdoppelt. Während verheiratete junge Menschen auch heute noch zu über 90 % glücklich sind, ist der Anteil bei Unverheirateten stark zurückgegangen. Insgesamt sinkt das Glücksniveau der jungen Generation – doch dieser Rückgang wird fast vollständig von der unverheirateten Gruppe getragen. 

Der Befund passt zu langjährigen Forschungsergebnissen von Brad Wilcox, der in seinem Buch „Get Married“ (dt. „Heirate“) argumentiert, dass eine stabile Ehe einer der stärksten Einflussfaktoren für persönliches Wohlbefinden, mentale Gesundheit und Lebenszufriedenheit ist. Die Daten legen nahe, dass der Rückgang von Eheschließungen und der Anstieg von Singles in der Altersgruppe 22–35 nicht nur kulturell, sondern auch hinsichtlich des subjektiven Glücks spürbare Folgen hat.

Ob Smartphones, wirtschaftliche Unsicherheit, veränderte Geschlechterrollen oder kulturelle Verschiebungen die Hauptursache für den allgemeinen Glücksrückgang sind, bleibt Gegenstand der Diskussion. Wilcox’ Analyse macht jedoch deutlich: Wer die „Glückskrise“ junger Erwachsener verstehen will, darf den Faktor Ehe und Partnerschaft nicht ausblenden.

 


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