Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  2. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  3. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  4. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  5. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  6. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  7. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  8. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  9. „Das Ende von Maria 2.0“
  10. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  11. Die Deutsche Bischofskonferenz will keine 'Demontage' des deutschen Staatsfunks
  12. Einbürgerung als Wahlstrategie? Linke profitiert massiv von muslimischen Wählern in Berlin
  13. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  14. 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft
  15. Bekannte US-Influencerin und Mutter von neun Kindern konvertierte zum Katholizismus

US-Studie zeigt: Verheiratete junge Erwachsene sind glücklicher als unverheiratete

15. April 2026 in Familie, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Studien von Brad Wilcox zeigen, dass eine stabile Ehe einer der stärksten Einflussfaktoren für persönliches Wohlbefinden, mentale Gesundheit und Lebenszufriedenheit ist.


Charlottesville (kath.net/jg)
In der aktuellen Debatte über den Rückgang des Glücksempfindens bei jungen Menschen wird häufig auf Smartphones und soziale Medien als Hauptursache verwiesen. Der Ökonom Noah Smith brachte es kürzlich auf den Punkt: „It’s the phones“ („Es sind die Handys“). Der Soziologe und Familienforscher Brad Wilcox von der University of Virginia in Charlottesville und dem Institute for Family Studies (IFS) widerspricht jedoch: Es geht nicht nur um Technologie. In einem Post auf X (ehemals Twitter) vom 11. April 2026 verweist er auf eine klare, wachsende Kluft im Glücksempfinden junger Erwachsener – je nachdem, ob sie verheiratet sind oder nicht.

Wilcox postet eine Grafik, die auf Daten der General Social Survey (GSS) von 1980 bis 2024 basiert. Sie zeigt den Anteil der 22- bis 35-Jährigen in den USA, die sich als „ziemlich glücklich“ oder „sehr glücklich“ bezeichnen, aufgeschlüsselt nach Familienstand. Die Ergebnisse sind bemerkenswert:


  • Verheiratete junge Erwachsene: Ihr Glücksniveau lag 1980 bei 91 Prozent und blieb bis etwa 2010 stabil hoch (rund 94–95 Prozent). Bis 2024 sinkt es leicht auf 90 Prozent. 
  • Unverheiratete junge Erwachsene: 1980 waren es 83 Prozent glücklich. Der Wert stieg zunächst leicht an, stagnierte dann und brach in den letzten Jahren dramatisch ein – auf nur noch 68 % im Jahr 2024.

Die „Ehe-Glücks-Lücke“ hat sich damit von ursprünglich +8 Prozentpunkten auf +22 Prozentpunkte mehr als verdoppelt. Während verheiratete junge Menschen auch heute noch zu über 90 % glücklich sind, ist der Anteil bei Unverheirateten stark zurückgegangen. Insgesamt sinkt das Glücksniveau der jungen Generation – doch dieser Rückgang wird fast vollständig von der unverheirateten Gruppe getragen. 

Der Befund passt zu langjährigen Forschungsergebnissen von Brad Wilcox, der in seinem Buch „Get Married“ (dt. „Heirate“) argumentiert, dass eine stabile Ehe einer der stärksten Einflussfaktoren für persönliches Wohlbefinden, mentale Gesundheit und Lebenszufriedenheit ist. Die Daten legen nahe, dass der Rückgang von Eheschließungen und der Anstieg von Singles in der Altersgruppe 22–35 nicht nur kulturell, sondern auch hinsichtlich des subjektiven Glücks spürbare Folgen hat.

Ob Smartphones, wirtschaftliche Unsicherheit, veränderte Geschlechterrollen oder kulturelle Verschiebungen die Hauptursache für den allgemeinen Glücksrückgang sind, bleibt Gegenstand der Diskussion. Wilcox’ Analyse macht jedoch deutlich: Wer die „Glückskrise“ junger Erwachsener verstehen will, darf den Faktor Ehe und Partnerschaft nicht ausblenden.

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Psalm1 16. April 2026 
 

Ursache oder Wirkung?

Sind Verheiratete glücklicher weil sie verheiratet sind oder sind sie verheiratet, weil sie vorher schon glücklicher (kommunikativer, geselliger, angenehmer im Umgang) waren und daher leichter einen Ehepartner gefunden haben?


0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Ehe

  1. Spanischer Priester hilft mehr als 1.200 Personen, einen Ehepartner zu finden
  2. Berliner Jusos für Abschaffung der Ehe
  3. Afrikas Bischöfe erklären Umgang mit Polygamie
  4. Neuer Hit: „Für dich gehe ich das volle Risiko ein“
  5. „Georgia Märtyrer“-Seligsprechung am 1. Oktober – Sie verteidigten die Ehe gegen die Polygamie
  6. „Warum erlaubt die katholische Kirche keine Hochzeiten im Garten?“
  7. Wegweisend! - COMECE unterstützt Polen gegen EU-Druck zur Anerkennung sogenannter „Homo-Ehen“!
  8. Papst: Ehe unauflöslich, doch bei Annullierung barmherzig sein
  9. Vatikan kündigt bevorstehende Veröffentlichung eines Dokuments zu Monogamie an
  10. Evangelische Landeskirche in Württemberg: Gleichgeschlechtliche „Ehe“ verfehlt Zweidrittelmehrheit







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. ‚Trinkt auch ihr aus dieser Quelle!’ Der Durst, den nur Christus stillt
  3. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  4. Papst Leo erstaunt über hohe Zahl von Erwachsenentaufen in Frankreich
  5. Wo Begegnung zur Zivilisation der Liebe wurde. Die Armen als Fleisch Christi
  6. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  7. Junge Französin bekennt vor Papst: „Wie der heilige Paulus sagt: ‚Für uns ist Christus das Leben‘“
  8. Papst Leo an 80.000 Jugendliche im Stade de France: "Wer mit Gott lebt, ist frei"
  9. „Wenn wir Eucharistie feiern, dürfen wir mit allem zu ihm kommen, was in uns unvollendet ist“
  10. Neuer Schülerkreise Joseph Ratzinger / Papst Benedikt XVI. bestätigt bisherigen Vorstand im Amt
  11. Nordische Bischofskonferenz beendet Herbstvollversammlung in Paderborn
  12. Zwischen Stein und Geheimnis: ‚Ohne die Liturgie würde Notre-Dame ihre Seele verlieren‘
  13. Die Menschheitsfamilie zwischen Babel und Pfingsten
  14. Der Mensch ist mehr als eine Maschine - Die Würde des Menschen vor dem Angesicht Gottes
  15. Frankreichs neue „Generation Leo“: Warum die Jugend plötzlich wieder zum Papst strömt

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz