Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Neue Fantasien über das Weiheamt für Frauen?
  2. Leo XIV. möchte bei "Alter Messe" "konkrete und großzügige Lösungen"
  3. Belgischer Bischof Johan Bonny kündigt Weihe verheirateter Männer zu Priestern an
  4. Papst Leo gratuliert der neuen Erzbischöfin von Canterbury
  5. "Vaccine Amen"
  6. „Genau das, was wir heute in Deutschland beim Synodalen Weg erleben, dieselben Themen, Ansichten“
  7. Spanien am moralischen Abgrund
  8. Euthanasie-Skandal in Spanien: Wurde Noelia Castillo Ramos der Widerruf verweigert?
  9. Christliche Werte unerwünscht - Einschränkung der Meinungsfreiheit in Finnland!
  10. 'Erzieherischer Unterton': Harald Schmidt rechnet mit Tagesthemen und Heute Journal ab
  11. Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ wird neuer Bischof von Münster
  12. Dienst, Ordnung, Sendung: Die hierarchische Gestalt der Kirche
  13. Norwegen: Bischof Hansen bittet, dass jeder Gläubige des Bistums Oslo zur Beichte geht
  14. Panik in Magdeburg
  15. Kardinal Eijk zelebriert erstes Hochamt im Vetus Ordo: „Eindrückliches, unvergessliches Erlebnis“

Israel verwehrt Patriarch Zugang zur Grabeskirche – Scharfer internationaler Protest

vor 5 Stunden in Weltkirche, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


US-Botschafter in Israel, Mike Huckabee, kritisierte den Vorfall als „unverständliche Überreaktion“ - Kardinal Pierbattista Pizzaballa selbst reagierte mit bemerkenswerter Zurückhaltung und diplomatischer Klugheit


Jerusalem (kath.net/gem/rn) Was als Sicherheitsmaßnahme deklariert wurde, entwickelt sich zu einem internationalen Eklat am Beginn der Karwoche. Nachdem die israelische Polizei dem Lateinischen Patriarchen von Jerusalem, Kardinal Pierbattista Pizzaballa, am Palmsonntag den Zugang zur Grabeskirche verweigerte, hagelt es nun auch massive Kritik aus Deutschland. Der CDU-Politiker Armin Laschet fand deutliche Worte für das Vorgehen der israelischen Sicherheitsbehörden.

Armin Laschet, der als Kenner der Region und Verfechter der Religionsfreiheit gilt, zeigte sich über die Sperrung entsetzt. Gegenüber der „Welt“ bezeichnete er das Vorgehen als „reine Schikane“. Es sei unverständlich, warum einem hochrangigen Kirchenfürsten wie Kardinal Pizzaballa der Zutritt zu seinem eigenen Amtssitz und der heiligsten Stätte der Christenheit verwehrt wurde, während die geltenden Sicherheitsauflagen (Versammlungen unter 50 Personen) durch die kleine Gruppe von nur vier Geistlichen zweifellos erfüllt waren.

In Italien, der Heimat des Kardinals, herrscht parteiübergreifend Fassungslosigkeit. Das italienische Außenministerium verlangte bereits formell Aufklärung von der israelischen Botschaft in Rom. Italienische Regierungsvertreter sprechen von einer gezielten Demütigung. Kardinal Pizzaballa ist nicht nur ein geistliches Oberhaupt, sondern ein anerkannter Vermittler und Brückenbauer im Nahen Osten. Der Heilige Stuhl sieht den völkerrechtlich geschützten Status Quo der heiligen Stätten gefährdet. Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin soll bereits interveniert haben, um sicherzustellen, dass die Osterfeierlichkeiten nicht durch weitere Polizeigewalt oder Willkür gestört werden.


Auch der US-Botschafter in Israel, Mike Huckabee, kritisierte den Vorfall als „unverständliche Überreaktion“. Er wies darauf hin, dass Synagogen und Moscheen in Jerusalem unter Einhaltung der 50-Personen-Regel zugänglich blieben, während dem Patriarchen der Zugang für eine private Zeremonie verweigert wurde.

Angesichts der massiven internationalen Proteste aus Washington, Rom und Berlin versuchte die israelische Regierung einzulenken. Das Außenministerium sprach von einem „bedauerlichen Missverständnis vor Ort“ und versprach für die kommenden Tage der Karwoche „koordinierte Protokolle“, um die freie Religionsausübung des Patriarchen sicherzustellen.

Trotz der internationalen Empörung reagierte Kardinal Pierbattista Pizzaballa gegenüber TV2000 selbst mit bemerkenswerter Zurückhaltung und diplomatischer Klugheit. In einer ersten Stellungnahme nach dem Vorfall stellte er klar: "Es trifft zu, dass die Polizei mitteilte, die Anordnungen des Heimatfrontkommandos würden jegliche Art von Versammlungen an Orten ohne Schutzräume verhindern. Wir hatten jedoch um nichts Öffentliches gebeten, sondern lediglich um eine kurze und kleine private Zeremonie, um den Gedanken der Feier in der Grabeskirche zu bewahren.“

Der Patriarch betonte zudem den friedlichen Charakter der Begegnung mit den Sicherheitskräften:  "Es gab keine Zusammenstöße; alles verlief in einer sehr höflichen Art und Weise. Ich möchte die Angelegenheit nicht erzwingen. Wir wollen diese Situation nutzen, um in den kommenden Tagen besser zu klären, was zu tun ist – im Respekt vor der Sicherheit aller, aber auch im Respekt vor dem Recht auf das Gebet."

Foto: (c) VaticanNews


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. kath.net ISLAND REISE im JULI 2026 - ANMELDE-DEADLINE DIESE WOCHE - 25. MÄRZ!!!
  2. Euthanasie-Skandal in Spanien: Wurde Noelia Castillo Ramos der Widerruf verweigert?
  3. Große SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  4. Spanien am moralischen Abgrund
  5. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  6. Leo XIV. möchte bei "Alter Messe" "konkrete und großzügige Lösungen"
  7. Panik in Magdeburg
  8. 'Erzieherischer Unterton': Harald Schmidt rechnet mit Tagesthemen und Heute Journal ab
  9. Belgischer Bischof Johan Bonny kündigt Weihe verheirateter Männer zu Priestern an
  10. Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ wird neuer Bischof von Münster
  11. Neue Fantasien über das Weiheamt für Frauen?
  12. Ein Champion am Galgen – und die Welt sieht weg
  13. Belgischer öffentlich-rechtlicher Sender lässt Moderatoren Marien- und Jesus-Statuen zertrümmern!
  14. „Genau das, was wir heute in Deutschland beim Synodalen Weg erleben, dieselben Themen, Ansichten“
  15. Wenn das künftige nominelle Kirchenoberhaupt mit dem eigenen Glauben fremdelt

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz