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Belgischer Bischof Johan Bonny kündigt Weihe verheirateter Männer zu Priestern an

vor 5 Stunden in Weltkirche, 9 Lesermeinungen
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Er rechtfertigt seinen Vorstoß mit dem Mangel an Priesterberufungen.


Antwerpen (kath.net/LifeSiteNews/jg)
Der Bischof von Antwerpen, Johan Bonny, hat in einem am 20. März 2026 veröffentlichten Hirtenbrief angekündigt, bis 2028 verheiratete Männer zu Priestern zu weihen. Er begründet diesen Schritt mit dem dramatischen Rückgang der Priesterberufungen in Westeuropa und der Umsetzung der Ergebnisse der Synode über die Synodalität. Bonny gilt als progressiver Kirchenmann und langjähriger Befürworter von LGBT-Anliegen in der katholischen Kirche.

In seinem elfseitigen Schreiben stellt Bischof Bonny klar: „Die Frage ist nicht mehr, ob die Kirche verheiratete Männer zu Priestern weihen kann, sondern wann sie es tun wird und wer es tun wird.“ Er warnt davor, dass ein ernsthafter synodal-missionarischer Prozess im Westen ohne die Weihe verheirateter Männer keine Chance habe. „Es ist eine Illusion zu glauben, dass dies ohne die Ordination verheirateter Männer möglich ist.“

Bonny beschreibt die Lage in vielen Diözesen als historisch dramatisch: Die Zahl der unverheirateten Männer, die Priester werden wollen, sei „auf knapp über null“ gesunken. Gleichzeitig arbeiteten fast alle Diözesen bereits mit verheirateten katholischen Priestern – sei es aus den katholischen Ostkirchen oder als Konvertiten aus anderen christlichen Konfessionen. Diese Priester würden „zur Freude und Wertschätzung aller“ eingesetzt und sogar gemeinsam mit den übrigen Seminaristen in Leuven ausgebildet. 


„Niemand kann mehr erklären, warum die Weihe verheirateter Männer für ostkatholische Seminaristen oder Konvertiten möglich ist, nicht aber für einheimische katholische Berufungen“, schreibt Bonny. Er kündigt an, in den nächsten zwei Jahren mit dem Heiligen Stuhl und der belgischen Bischofskonferenz zu verhandeln, um die notwendige Erlaubnis zu erhalten. Gleichzeitig will er geeignete verheiratete Kandidaten persönlich ansprechen und sie theologisch sowie pastoral auf das Priesteramt vorbereiten – „transparent, aber diskret, fernab des Medienrummels“.

Der Bischof nutzt auch die Missbrauchskrise als Argument: „Das Thema sexueller Missbrauch lastet weiter schwer auf uns. Klerikale Subkulturen und Lebensformen haben ihre Zeit gehabt.“ Das Vertrauen in die Kirche und ihre Amtsträger sei dadurch stark beschädigt worden.

Sein Vorstoß wird von Beobachtern als Versuch gewertet, den neuen Papst Leo XIV. unter Druck zu setzen, die Disziplin des Zölibats im lateinischen Ritus zu lockern. Bonny selbst betont, die Weihe verheirateter Männer sei für ihn und viele andere Bischöfe inzwischen „eine Gewissensfrage“. Transparenz, Verantwortlichkeit und Evaluation seien entscheidend für die Glaubwürdigkeit der Kirche.

Bonny äußert sich zudem kritisch zur Ablehnung des Frauendiakonats durch die Synode. Den entsprechenden Bericht bezeichnet er als „schmerzhaft“. Die darin verwendeten Argumente seien „theologisch schwach und anthropologisch veraltet“ und stünden im Widerspruch zu dem, „was der Geist den Kirchen heute sagt“. Er spricht sich für eine größere Vielfalt im Weihesakrament aus und fordert „weitere Schritte hin zu einem kirchlichen Dienst, der Männern und Frauen gleichermaßen zugänglich ist“.

Johan Bonny ist seit 2009 Bischof von Antwerpen und bekannt für seine offene Haltung gegenüber gleichgeschlechtlichen Segnungen und LGBT-Themen in der Kirche. 2023 hatte er sich auch zur Sterbehilfe geäußert und unter bestimmten Bedingungen eine moralische Akzeptanz von Euthanasie angedeutet – eine Position, die der kirchlichen Lehre widerspricht.

 


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Lesermeinungen

 girsberg74 vor 39 Minuten 
 

Also,

ich möchte keinen Priester, der abends auf's Sofa muss.


1
 
 Walahfrid Strabo vor 3 Stunden 

Billige Beifallheischerei

"Die Zahl der unverheirateten Männer, die Priester werden wollen, sei „auf knapp über null“ gesunken."

Vielleicht liegt das in seinem Bistum auch ein wenig am Bischof, dass Kandidaten dann einfach woanders ibs Seminar gehen....?

Davon abgesehen: wo sollen die verheirateten Priester denn herkommen? Also bei mir daheim sind Sonntags die Kirchen jetzt auch nicht unbedingt gefüllt mit Heerscharen von Männern, die noch nicht im Rentenalter sind....

In meinen Augen nichts anderes als Provokation und den Beifall der Medien erhoffen.


6
 
 SalvatoreMio vor 3 Stunden 
 

Priester aus Afrika

@CusanusG: in Belgien gibt es seit Jahren eine ganze Reihe afrikanischer Priester. Sie füllen viele Lücken! In Belgien gibt es offenbar fast rein katholische Ortschaften; Kirchen sind geschlossen oder viele Katholiken sind wohl schon "abgefallen". Einmal war ich in einem Dorf dabei, als der ostafrikanische Priester wie ein guter Vater mit der Gemeinde die Eucharistie feierte. Die Kirche hatte viele freie Plätze, aber die Atmosphäre war bewegend und aufbauend.- In Belgien ist es jedoch so, wenn ich richtig informiert sind, dass die Priester vom Staat besoldet werden. Das kann auch brisant sein.


2
 
 SalvatoreMio vor 4 Stunden 
 

Ein Bischof, offenbar voll abgestimmt auf die Wünsche "der Welt"

Im Johannes-Evangelium ist mit "Welt" die sündige Welt ohne Gott gemeint. - Bischof Bonny scheint hieran interessiert zu sein: Ablehnung des Frauendiakonats; LGBT-Themen u. gleichgeschlechtlichen Segnungen; Sterbehilfe; gewisse Akzeptanz von Euthanasie. So darf man sich fragen: können diese Wünsche Gott genehm sein? Was uns passt, muss auch Gott in den Kram passen? Woher z. B. wollen wir wissen, wann dieses irdische Leben beendet sein dürfte? Vielleicht lässt Gott mehr oder weniger Leid und Prüfung zu, damit wir reif werden für sein Reich? - Oder die Frage nach Priesterweihen. Ich erlebe praktisch nie, dass wir Jesu Wunsch entsprechen: "Bittet den Herrn der Ernte um Arbeiter in seinem Weinberg". Man hört Fürbitten "ohne Ende", aber dieses wichtige um Fortbestand der Kirche praktisch nicht - seit langem nicht!


3
 
 Medusa vor 4 Stunden 
 

Auf der Welle der Piusbruderschaft?

Lieber @ Gandalf, da haben sie etwas missverstanden.
Seit wann ist man auf der Welle der Piusbruderschaft, wenn man – Zitat: „Johan Bonny ist seit 2009 Bischof von Antwerpen und bekannt für seine offene Haltung gegenüber gleichgeschlechtlichen Segnungen und LGBT-Themen in der Kirche.“ - ist?


2
 
 Gandalf vor 4 Stunden 

Bonny auf der Welle der Piusbruderschaft


0
 
 Stefan Fleischer vor 4 Stunden 

Die Folge des Paradigmenwechsels

Auch solche Aussagen sind die Folge des Paradigmenwechsels von gottzentriert zu menschzentriert. Der Priester ist nicht mehr der ganz auf den Herrn zentrierte Diener Gottes, sondern soll ein ganz auf den Menschen zentrierter Mensch sein. Er soll nicht mehr das ewige Reich Gottes verkünden, sondern in den Menschen die Illusion einer heilen Welt aufrechterhalten. Doch «des Menschen Herz ist unruhig, bis es ruht in Dir, unser Herr und Gott.»


4
 
 chriseeb74 vor 4 Stunden 
 

Solche Bischöfe....

braucht die Kath. Kirche nicht...er sollte schnellstmöglich konvertieren, zu den Altkatholiken oder in die ev. Kirche.
Die Probleme der belgischen Kirche liegen in erster Linie an der Anpassung an den Zeitgeist...eine ähnliche Entwicklung sieht man auch in Deutschland.


4
 
 CusanusG vor 4 Stunden 
 

Schickt ihm 100 Priester aus Afrika

Eine Missionierung aus Afrika täte Belgien gut. Bei der Gelegenheit kann auch gleich der Nachfolger dieses Bischofs aus den ehemaligen belgischen Kolonien, z.B. aus Ruanda, ernannt werden. Damit werden alle Probleme auf einmal gelöst.


5
 

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