Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. „Unwahrscheinlich aber eindeutig: Gemeinsamkeiten zwischen der Piusbruderschaft und Priesterinnen“
  2. Vatikan: Bischöfe fordern langfristige Begleitung von Ehepaaren
  3. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  4. Deutsche Caritas-Präsidentin fordert CDU-Annäherung an 'Die Linke'
  5. Böhmermann verhöhnt in seiner Sendung Jesus Christus
  6. USA: Zahl der Teenager-Mädchen, die sich als lesbisch oder bisexuell bezeichnen, sinkt stark
  7. Good news - Vatikan: Papst Leo ist krebsfrei und braucht keine weitere Therapie!
  8. Hartl: Wenn das in Frankreich „Schülerproteste sind, warum weht so oft die Palästinenserfahne?“
  9. Herabstürzendes Kruzifix tötet Priester während der Messe
  10. Britischer Erzbischof Longley erlaubt zwei Messfeiern im vortridentinischen Sarum-Usus
  11. Was wir mit unserem Körper tun, ist theologisch“
  12. „Wenn du ihn verstehst, ist es nicht Gott“
  13. „Die trügerische Taktik der stillen Revolution“
  14. Norwegischer Bischof Erik Varden über „Laetitiae amor“ und „Amoris laetitia“
  15. Ohne Furcht und Heuchelei. Die Freiheit für das Gute ohne Kompromisse

Islamexperte Mansour warnt: Europa hat ‚naive Haltung‘ zum Islam

26. Mai 2026 in Chronik, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Europa werde ‚die Kurve nicht kriegen‘, weil es die Gefährlichkeit der Lage nicht begreife.


Berlin (kath.net/jg)
Der israelisch-arabisch-deutsche Extremismusforscher Ahmad Mansour hat in einem Interview mit der Kleinen Zeitung davor gewarnt, dass in Europa eine naive Haltung zum Islam vorherrsche und „eine intolerante Ideologie“ in manchen Fällen sogar gefördert werde. Er spricht von einer „lokalen und regionalen Unterwanderung“ durch islamistische Bewegungen, berichtet die Tageszeitung Heute.

Ein konkretes und aktuelles Beispiel seien die Proteste beim Eurovision Song Contest in Wien, sagt Mansour. Muslime und radikale Linke hätten gemeinsam gegen die Teilnahme Israels demonstriert. Für ihn ist diese Kooperation keine Überraschung: Seit dem Hamas-Angriff auf Israel am 7. Oktober 2023 bestehe eine „strategische Partnerschaft“ zwischen diesen Gruppen, die von gemeinsamem Antisemitismus und Judenhass geprägt sei.


Der Experte befürchtet, dass Historiker später einmal fragen werden, „wie es geschehen konnte, dass wir im Namen von Toleranz und Vielfalt eine eigentlich intolerante Ideologie nicht nur geduldet, sondern manchmal auch noch gefördert haben“. Europa begreife die Gefährlichkeit der Lage nicht und sei nicht dabei, „die Kurve zu kriegen“, warnt er.

Mansour geht nicht von einer flächendeckenden Islamisierung Europas aus, bei der islamistische Fahnen über Parlamenten wehen. Stattdessen warnt er vor einer schleichenden lokalen Unterwanderung: In bestimmten Vierteln von Städten wie Paris, London, Brüssel, Berlin und Wien lebten immer mehr Menschen, welche die westlichen Werte und Gesetze nicht akzeptierten. Dort gelten die staatlichen Regeln bereits jetzt nur mehr eingeschränkt.

Er verweist auf eine aktuelle Studie, der zufolge rund 40 Prozent der muslimischen Kinder ihren religiösen Glauben über die Gesetze des Staates stellen. (Siehe Link) Radikale Kräfte würden liberale Muslime und Andersgläubige drangsalieren. Linke Akteure würden solche Debatten oft unterbinden und damit – bewusst oder unbewusst – mit Islamisten gemeinsame Sache machen.

Positiv bewertet Mansour das Kopftuchverbot für junge Mädchen in österreichischen Schulen als Schritt in die richtige Richtung. Der Staat müsse klare Grenzen setzen und Intoleranz nicht unter dem Deckmantel der Religionsfreiheit dulden.

Trotz seiner kritischen Analyse bleibt Mansour optimistisch, was eine Reform des Islam betrifft. Er ist überzeugt, dass der Koran historisch-kritisch interpretiert werden könne. Seine Hoffnung ruht auf Muslimen, die ihren Glauben behalten wollen, sich aber klar zu Demokratie und Menschenrechten bekennen. Dieser Prozess erfordere jedoch konsequentes Handeln von Politik und Gesellschaft: Die Anpassung an demokratische Werte müsse zur Bedingung gemacht werden.

 

Archivfoto Ahmad Mansour (c) Wikipedia/Elena Ternovaja/CC BY-SA 3.0

 

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 musik253 27. Mai 2026 
 

Toleranz darf nicht verwechselt werden mit Blauäugigkeit! Eine Einbahnstrasse führt in die Sackgasse. Schade dass unser Bildungssystem die Sackgasse übersieht!


1
 
 lamwool 26. Mai 2026 
 

Treffend..

haben Sie das formuliert, @Bilbo B.!!
Ich habe das Buch 'Operation Allah' von A.M. gelesen, ist nur zu empfehlen. Allen 'Zweiflern' der Situation sei gesagt, dass A.M., der in der BRD lebt !!, rund um die Uhr von Sicherheitsleuten bewacht werden muss. Ich wiederhole, in der BRD.
Und wenn jetzt noch jemand kommt mit Toleranz... oder sanftem Islam.
Ich hoffe, dass wir hier in der CH vorsichtiger sind mit diesem Thema.


7
 
 Bilbo B. 26. Mai 2026 
 

Relativierung des Religionsgründers und des Koran?

Das islamische Glaubensbekenntnis lautet: Es gibt keinen Gott ausser Allah, und Mohammed ist sein Prophet. Dazu kommt, wie Mansour treffend vermerkt, die Problematik der weitgehend wortwörtliche Interpretation des Koran, weil der Koran bei Sunniten und Schiiten als das unmittelbar vom Himmel gefallene Wort Gottes gilt, welches einen wortwörtlichen Wahrheitsanspruch erhebt. Die völlige Überhöhung des Religionsgründers, der Kriege führte und schon als älterer Mann mit der neunjährigen Aischa „eine Ehe einging“, macht eine aus heutiger Sicht fragwürdige historische Figur zum Vorbild höchst problematischen Verhaltens. Der „Prophet“ müsste also auch zusammen mit dem Koran in einen historischen Kontext menschlicher Fehlbarkeiten gestellt werden, wie das Christentum dies etwa auch bei manchen Gestalten des AT macht. Mohammed dürfte wohl nicht mehr in der zentralen Shahada (Glaubensbeknntnis) vorkommen. Ist aber ein Islam ohne Mohammed möglich? Und wenn ja, wie?


5
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Islam

  1. Ist der Islam ‚eine alternative Form des byzantinischen Christentums‘?
  2. Meloni kündigt Burka- und Niqab-Verbot, Ausländerquoten an Italiens Schulen an
  3. Der 11. September und die Notwendigkeit eines kämpferischen Christentums
  4. Zwei muslimische Feiertage könnten bald in Kalifornien staatlich anerkannt werden
  5. Ehemaliges Priesterseminar auf Long Island soll muslimisches Internat werden
  6. 'Weil die andere Option darin bestand, in der Hölle zu brennen, ewig an meinen Haaren aufgehängt.'
  7. Historiker Raymond Ibrahim: Kreuzzüge waren Antwort auf islamische Aggression

Europa

  1. EU-Bischöfe zu „My Voice, My Choice“: „Eine Entscheidung, die ernsthafte Bedenken aufwirft“
  2. Bischofskonferenzen Europas beten in der Fastenzeit für Frieden
  3. Mein Held des Monats: Marco Rubio – Ein Weckruf für das Abendland
  4. Menschenrecht auf Abtreibung?
  5. CDL: „EU-Parlament entscheidet ein weiteres Mal gegen das Recht auf Leben“
  6. Katholische Bischöfe zeigen sich besorgt vor Abtreibungs-Abstimmungen des EU-Parlaments
  7. Papst fordert Schutz des religiösen Erbes Europas







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Vatikan sieht Kirche vor Traditionsbruch
  3. Leo XIV. will Südamerikareise offenbar antreten
  4. Papst wusste offenbar seit einem Monat von Krebsverdacht
  5. Weltmissionssonntag: Vatikan ermöglicht vollkommenen Ablass
  6. Englische Lebensschützerin Vaughan-Spruce plädiert ‚nicht schuldig‘ bei Anklage wegen stillen Gebets
  7. „Du trägst Gottes Bild“
  8. Papst Leo feiert Hl. Messe im Gemelli-Krankenhaus
  9. Der Beginn eines neuen Kapitels im Vatikan?
  10. 'The Chosen': Sechste Staffel ab Dezember auf Netflix
  11. Böhmermann verhöhnt in seiner Sendung Jesus Christus
  12. Kanadas führende Tageszeitung verlangt Euthanasie in katholischen Krankenhäusern
  13. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  14. Ermittlungsverfahren gegen christliche YouTuber eingestellt
  15. Grünwidl bei Medjugorje-Friedensgebet: Beten und Frieden stiften

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz