Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Leo XIV. über Piusbruderschaft: „Wenn sie sich dafür entscheiden, bedauere ich das. Aber…“
  2. Netzwerk „TradRecovery“ hilft Aussteigern aus radikalem Traditionalismus
  3. "Wir haben kleines Gebet gesprochen, weil wir glauben, daß Jesus durch das Spiel verherrlich wird"
  4. „Alles, was auch nur entfernt katholisch aussieht, zu hinterfragen, davor zu warnen“
  5. Bischof Algermissen: kfd-Positionspapier zu § 218 StGB ist nicht katholisch
  6. Linksfeministinnen haben einst katholischen Verband übernommen
  7. Vom „Seelenamt“ zum „Auferstehungsamt“
  8. „NMECHA hat mehr für den christlichen glauben getan als die letzten kirchentage der @EKD“
  9. Moskauer Patriarch Kyrill könnte auf EU-Sanktionsliste kommen
  10. Besorgniserregende antidemokratische und gewaltaffine Haltungen bei jungen Muslimen
  11. Erzbischof von Mailand feiert Messe für LGBT-Gruppe am Fest des Heiligsten Herzens Jesu
  12. Theologische Widersprüche in "Magnifica humanitas"
  13. Verbrechen gegen Menschlichkeit und gegen das Christentum durch Russland!
  14. Elon Musk kündigt rechtliche Schritte gegen das ZDF an
  15. Voodoo-inspirierte Installationen in Kirchen? „Wie konnte das Erzbistum Paris so etwas genehmigen?“

Bischof Heiner Wilmer empfängt Kommunion aus den Händen einer Laiin

29. Mai 2026 in Deutschland, 31 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


‚Sollte es nicht umgekehrt sein?‘, fragen sich viele, die das Video von dem Vorfall gesehen haben. Nach Bischof Wilmer empfing die Präsidentin der Synoder der Evangelischen Kirche in Deutschland die Kommunion.


Würzburg (kath.net/jg)
Ein Video, das in den sozialen Medien schnell verbreitet wird, zeigt Heiner Wilmer, designierter Bischof von Münster und amtierender Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), wie er während einer heiligen Messe die Kommunion aus den Händen einer Laiin empfängt. (Siehe Foto) Das Video wurde am 14. Mai 2026 auf dem Residenzplatz in Würzburg im Rahmen des 104. Deutschen Katholikentags aufgenommen, berichtet Infovaticana.

In dem Video ist zu sehen, wie Bischof Wilmer von einer Frau in Zivilkleidung, die als außerordentliche Kommunionshelferin fungierte, die Eucharistie gereicht bekommt. Die Aufnahmen stammen aus dem Eröffnungsgottesdienst des Katholikentags.

Die Szene hat erneut die Debatte über die sakramentale Disziplin und die Liturgie in der Kirche in Deutschland angefacht. Zwar sieht der Codex des Kanonischen Rechts (Canon 910) außerordentliche Kommunionshelfer vor, allerdings nur, wenn ein echter pastoraler Bedarf besteht. Der Kanon legt fest, dass „der ordentliche Spender der Heiligen Kommunion der Bischof, der Priester und der Diakon“ ist. Kritiker fragen jedoch, warum ein Bischof in einer großen Feier, bei der zahlreiche Kleriker anwesend waren, die Kommunion nicht selbst austeilt oder von einem Priester bzw. Diakon empfängt, sondern sich von einer Laiin bedienen lässt.


„Sollte es nicht eigentlich umgekehrt sein?“, lautet eine häufig gestellte Frage in den Kommentaren. Die Umkehrung der Rollen – ein Bischof, der die Kommunion von einer Laiin erhält – wird von vielen als Symbol für die fortschreitende „Laisierung“ der Liturgie in Teilen der deutschen Kirche gesehen.

Die Instruktion Redemptionis sacramentum (2004) der Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung warnte ausdrücklich vor dem Missbrauch des Einsatzes außerordentlicher Spender, wenn Priester zur Verfügung stehen, und bezeichnete es als eine „verwerfliche“ Praxis, wenn Priester, die an der Zelebration teilnehmen, sich nicht an der Austeilung der Kommunion beteiligen, und diese den Laien überlassen. Dies würde das Wesen des Priesteramtes verschleiern, heißt es in der Instruktion.

Auffällig ist zudem, dass unmittelbar nach Bischof Wilmer auch Anna-Nicole Heinrich, Präsidentin der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), die Kommunion empfangen hat. Dies wirft zusätzliche Fragen zur eucharistischen Gastfreundschaft gegenüber protestantischen Christen auf.

Canon 844 §1 des Codex des kanonischen Rechts legt fest, dass „katholische Amtsträger die Sakramente rechtmäßig nur an katholische Gläubige spenden dürfen“, vorbehaltlich sehr konkreter Ausnahmen, die das Recht selbst vorsieht. Im Falle von Christen, die protestantischen oder evangelischen Gemeinschaften angehören, sieht Canon 844 §4 des Codex des kanonischen Rechts diese Möglichkeit nur in außergewöhnlichen Situationen vor: „Wenn Lebensgefahr besteht oder […] sie keinen Zugang zum Seelsorger ihrer Gemeinde haben und von sich aus darum bitten, sofern sie in Bezug auf diese Sakramente den katholischen Glauben bekennen und dazu bereit sind.“

Das Bild des Bischofs, der die Kommunion aus den Händen einer Laienfrau empfängt, erhält im Rahmen des von der Kirche in Deutschland initiierten Synodalen Weges eine besondere Bedeutung. Dieser Prozess hat systematisch die Ausweitung der Rolle der Laien – insbesondere der Frauen – in Funktionen gefördert, die bislang dem Klerus vorbehalten waren.

Zu den umstrittensten Vorschlägen des Synodalen Weges gehören gerade der Zugang von Frauen zum Diakonat, die Normalisierung der Laienämter in der Liturgie und eine größere Offenheit gegenüber der Interkommunion mit den Protestanten.

 


Foto: © Screenshot YouTube

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Versusdeum 2. Juni 2026 
 

Nur zur Erinnerung: Im "Synodalen Weg" haben Wilmer & Co quasi geputscht und eine andere Kirche besc

Ein frei erfundenes, nicht einmal direkt gewähltes, teils ausgemauscheltes und zu 2/3 aus Laien bestehendes Parlament / Sowjet als verbindliches "Leeramt", dazu die ultimative Forderung nach einem (mangels Weihevollmacht gar nicht möglichen) Frauenpriestertum und vieles mehr sind nochmals ganz andere Kaliber. Das auch noch umzusetzen und uns allen aufzuzwingen, würde jegliche katholische Festungsmauer sprengen, vor allem nach der "Schleifung der Bastionen". Kirchenspaltung garantiert inklusive.


0
 
 Versusdeum 2. Juni 2026 
 

Kommunionhelfer

Ergänzend zu @Serafina: "158. Der außerordentliche Spender der heiligen Kommunion darf die Kommunion nur dann austeilen, wenn Priester oder Diakon fehlen, wenn der Priester durch Krankheit, wegen fortgeschrittenen Alters oder aus einem anderen ernsten Grund verhindert ist, oder wenn die Gläubigen, die zur Kommunion hinzutreten, so zahlreich sind, daß sich die Meßfeier allzusehr in die Länge ziehen würde. [259] Dies muß aber so verstanden werden, daß eine gemäß den örtlichen Gewohnheiten und Bräuchen kurze Verlängerung ein völlig unzureichender Grund ist."

www.vatican.va/roman_curia/congregations/ccdds/documents/rc_con_ccdds_doc_20040423_redemptionis-sacramentum_ge.html


0
 
 Wilolf 2. Juni 2026 
 

@elmar69

In obigem Text ging es nicht um das Heidentum und auch nicht um eine evangelische Veranstaltung, sondern um den katholischen Eröffnungsgottesdienst des Katholikentags in Würzburg. Bei Frauen (oder beispielsweise auch Kindern) ist es in diesem Zusammenhang völlig überflüssig dazuzusagen, dass es sich um keinen katholischen Kleriker handelt. Schließlich kann ja niemand die Hl. Kommunion aus den Händen einer katholischen Priesterin oder einer Götzin empfangen. Oder eines Götzen oder eines Gespenstes. Weil diese alle nicht existieren.
Ich habe das Wort „Laiin“ einfach früher noch nie gehört oder gelesen.
Daher habe ich mich ernsthaft gefragt, wer das erfunden hat. Wissen Sie es? Dann teilen Sie es dem Forum doch bitte mit.


1
 
 elmar69 2. Juni 2026 
 

@Wilolf

Sich über den Begriff "Laiin" aufzuregen ist nicht notwendig, in der deutschen Sprache kann fast jede Personenbezeichnung in eine weibliche Form gebracht werden. Inhaltlich besteht die Gruppe der "Laien" definitiv aus Frauen und Männern.

Das Wort "Priesterin" sollte ebenfalls kein Grund zur Aufregung sein, im Heidentum gab und gibt es das, genauso wie "Göttinnen". Sprachlich ist da kein Unterschied.


0
 
 lesa 2. Juni 2026 

Christus, das Haupt, die Kirche seine Braut. Eine Braut trägt einen Schleier.

Christus ist das Haupt, die Kirche ist seine Braut. In der Familie spiegelt sich diese Beziehung (siehe Epheser 5) Gott sei Dank gibt es Beweigungen, die das vom Schöpfer vorgegebene Zueinander von Mann und Frau als grundlegend für das Gedeihen von Familie und Gesellschaft wieder entdecken - Hauptstellung des Mannes, Vaterschaft ...
Dass dies verdreht wurde, dürfte ein Hauptgrund für die Dekadenz in Kirche und Gesellschaft sein. Exorzisten unserer Tage machen darauf aufmerksam, dass das Fehlen des Vaters den Dämonen Raum bietet, der Schutz und die Führung fehlen. Sie sagen dass die Sprachverdrehung grundlegenden Anteil an dieser Zerstörung der Ordnung und Verwirrung hat. Was Bischof Wilmer hiert tut, ist scheußlicher
Ausdruck dieser Dekadenz - im Bereich des Heiligen.
Wie widerlich ist auch das Bild, auf dem die anglikanische "Bischöfin" inmitten von Papst und Kirchenmännern gezeigt wird. Es spricht von dem, was wesentlich an der Zerstötung der Kirche wirkt, nicht sie aufbaut.


0
 
 Wilolf 2. Juni 2026 
 

„Laiin“

Wer hat dieses Wort eigentlich erfunden? Mir kommt das sehr seltsam vor. Wird mit diesem Wort nicht implizit schon behauptet, dass es auch Priesterinnen geben müsste?


0
 
 lesa 1. Juni 2026 

Ein Zeichen, dem widersprochen wird und Licht für die heidnisch gewordene Kirche

Da sind andere Kräfte am Werk. Reden hilft da nichts mehr. Dem furchtbaren Notstand der sich verdichtenden antichristlichen Verfinsterung in der Kirche kann nur durch die Rückkehr zur Quelle der Kraft begegnet werden. Auch (und gerade weil) diese Tat ein Zeichen des Widerspruchs ist und selbst geschätzte Kardinäle, Bischöfe und Prieeter nicht mehr auseichend Licht der Erkenntnis besitzen, um dafür dankbar zu sein.


2
 
 Per-Mariam-ad-Jesum-Christum 31. Mai 2026 
 

@chorbisch

Werter chorbisch, im Gegensatz zu Ihnen habe ich mein 'Geschrei' in einfachen Anführungszeichen gesetzt. Zum anderen soll hier jeder im Rahmen der Netiquette frei seine Meinung äussern dürfen; oder wollen Sie hier eine Art 'Zensor' spielen? Bei der Bischofsweihen geht es ja auch um die angedrohten Sanktionen, die man nun wirklich zur Sprache bringen kann. Ihre Attribuierung von "peinlich sein" ist von daher entschieden zurückzuweisen. Auch Ihre Formulierung "Sie gehören also auch zu jenen ..." könnte durchaus eine ganz spezielle Assoziation im historisch-religiösen Kontext wecken (Judentum, Christentum). Ob das so nett und geschickt ist? Für mich jedenfalls zählt die hl. Messe zum Heiligsten und Wichtigsten, was es gibt. Diese gehäuften Sakrilegien bereiten mir schon fast Herzschmerzen. - Bei der ganzen Thematik geht es letztlich auch um die Glaubwürdigkeit der kath. Kirche und ihrer Hierarchie, Stichwort 'Doppelstandard'. Deshalb auch mein Vergleich.


2
 
 chorbisch 30. Mai 2026 
 

@ Per-Mariam-ad-Jesum-Christum

Sie gehören also auch zu jenen, die eine Bischofsweihe ohne Zustimmung des Papstes dadurch herunterspielen wollen, weil es in anderen Bereichen der Kirche noch schlimmere Verstöße gibt?

Könnte man sich in der Debatte um den Umgang mit der FSSPX und ihren Wunsch, neue Bischöfe zu weihen, nicht endlich mal nur auf ernsthafte Argumente beschränken?

Zum Bespiel, warum es nicht möglich ist, künftig Priester von Bischöfen weihen zu lassen, die nicht Mitglieder der Bruderschaft sind? Ist das kirchenrechtlich verbotgen, da die FSSPX nicht in voller Gemeinschaft mit der Kirche steht, oder will man dort lieber "unter sich" bleiben?

Diese dauernde "Die anderen sind aber noch viel schlimmer als wir!"-Geschrei, ist einfach nur peinlich.


1
 
 lamwool 30. Mai 2026 
 

Christine

Recht haben Sie.
Wenn ich die vielen Kommentare hier lese, bekomme ich diesen Eindruck auch.
Eine Frage an die anderen hier: Wie ist das mit dem Weihrauch in einer Messe? Vorgeschrieben oder nicht? Ich sehe viele Messen in Oesterreich, kleine Pfarren.
Aber ohne Weihwasser Anwendung.
Ich weiss es ehrlich nicht und frage hier, weil alle von euch sehr bewandert scheinen in Sachen Liturgie und Vorschriften.


1
 
 Richelius 29. Mai 2026 
 

@ elmar69

Ich denke nicht, dass es irgendein Verbot gibt, dass ein Bischof wie ein Laie an einer Messe teilnimmt.

"Wenn er es tut, ist der Kommunionempfang durch den eingesetzten Kommunionhelfer völlig normal."
-> Aber gegen die Vorschriften!

"Im Gegensatz wäre es sehr merkwürdig, wenn er die Kommunionhelferin fortschicken und den Dienst selbst übernehmen würde."
-> Wenn er anwesend ist und die Zahl der Priester zur Kommunionspendung nicht ausreicht, müßte er vor der Kommunionausteilung vorgehen und einspringen.


1
 
 girsberg74 29. Mai 2026 
 

Ad @Gandalf wegen @Patroklos „Ungehorsam“

Ihre Kritik trifft nicht den eigentlichen Punkt.

Die inhärente Kritik von @Patroklos besteht darin, dass unterschiedlich sanktioniert beziehungsweise nicht sanktioniert werde – anders ausgedrückt: Welche können sich etwas herausnehmen, andere nicht.


4
 
 SalvatoreMio 29. Mai 2026 
 

In der kath. Kirche fällt eine Ungereimtheit nach der anderen auf!

Ich möchte mein Missfallen zum Ausdruck bringen bzgl. einiger Kommentatoren, die kein Problem darin sehen, wenn ein Bischof gegen Kirchenrecht verstößt. Wo bleibt sein Vorbild? Es geht mir nicht um diesen Einzelfall oder besondere Umstände. Nein, das Ganze geht viel tiefer! Vor 49 Jahren - 1977 - wurde Weihbischof Hubertus Brandenburg durch Papst Paul VI. zum Bischof von Stockholm ernannt. Die Abschiedsmesse in Hamburg: der Altarraum voller Priester. Die Kommunionausteilung erfolgte laut meiner Erinnerung durch Kommunionhelferinnen. - Oder heutzutage vor Ort: es sind z.B. 13 Gläubige bei der Eucharistiefeier. Außer dem Priester ist eine Kommunionhelferin zugegen. Sie wird lt. Kirchenrecht nicht benötigt, aber man will diese Personen nicht verprellen und nicht als "Notnagel" betrachten, so wurde mir erklärt. Da ist die Frage erlaubt: wozu sollte hierzulande ein Mann eigentlich noch Priester werden wollen?


5
 
 serafina 29. Mai 2026 
 

Auszug aus INSTRUKTION Redemptionis sacramentum der Kongregation für den Gottesdienst und die Sakram

Kapitel VIII
157. Wenn gewöhnlich eine Anzahl geistlicher Amtsträger anwesend ist, die auch für die Austeilung der heiligen Kommunion ausreicht, können keine außerordentlichen Spender der heiligen Kommunion beauftragt werden. In Situationen dieser Art dürfen jene, die zu einem solchen Dienst beauftragt worden sind, ihn nicht ausüben. Zu verwerfen ist das Verhalten jener Priester, die an der Zelebration teilnehmen, sich aber nicht an der Kommunionausteilung beteiligen und diese Aufgabe den Laien überlassen.


5
 
 naiverkatholik 29. Mai 2026 
 

"Evangelische Synodenpräsidentin erkennt katholische Eucharistielehre an....

...sie wird katholisch." Wenn man öffentlich so schreiben WÜRDE und das so laut sagen WÜRDE, könnte es sein, dass sie beim nächsten Mal die ehrlichere Variante wählt und als Gast innerlich an der Messe teilnimmt, aber (noch?) nicht zur Kommunion geht.


0
 
 Per-Mariam-ad-Jesum-Christum 29. Mai 2026 
 

Die Würde des Papstes und die Würde des Heilandes

Wenn man 'Geschrei' um die angekündigte Bischofsweihe der FSSPX anschaut und die im Vorfeld angedrohten drakonischen und überzogenen Massnahmen, und dann die Vielzahl an Sakrilegien in Eucharistiefeiern hüben und drüben vergleicht, dann frage ich mich schon: Wo ist und bleibt die unendlich heilige (!) Würde der 2. Gottheit in Jesus Christus? Steht die Würde des päpstlichen Rechts über der Würde unseres Schöpfers? Wenn man z.T. die Wortwahl und Reaktionen in diesem Forum anschaut, dann ja: Bei der FSSPX fährt man verbal grobes Geschütz vor, in diesem Artikel jedoch verharmlost man ja direkt diesen unwürdigen Umgang mit dem Allerheiligsten ("Sensationslust veranstalten"). Kaum zu glauben.


6
 
 elmar69 29. Mai 2026 
 

Keine Konzelebration

Der Bischof hat sich nicht an der Zelebration der Messe beteiligt, dafür mag es Gründe geben, die hier nicht genannt werden.

Ich denke nicht, dass es irgendein Verbot gibt, dass ein Bischof wie ein Laie an einer Messe teilnimmt.

Wenn er es tut, ist der Kommunionempfang durch den eingesetzten Kommunionhelfer völlig normal.

Im Gegensatz wäre es sehr merkwürdig, wenn er die Kommunionhelferin fortschicken und den Dienst selbst übernehmen würde.


3
 
 Hängematte 29. Mai 2026 
 

Einfach schade.

Und bei internationalen ökumenischen Veranstaltungen haben das auch nichtdeutsche Katholiken auszubaden, weil die Protestanten das so in Deutschland erleben und denken, dass Interkommunion auch in anderen Ländern akzeptiert wird. Resümee: Interkommunion in Deutschland blockiert die Ökumene europaweit!!!


3
 
 Wynfried 29. Mai 2026 

Es geht m. E. nicht darum, ein Unrecht gegen ein anderes aufzurechnen,

aber das Verhalten von Bischof Wilmer oder auch das von Kardinal Marx (Segnung von Homosexuellen) wird keinerlei Sanktionen nach sich ziehen, während die Bischöfe der Piusbruderschaft mit den schwersten Strafen belegt weden, die das Kirchenrecht kennt. Von daher gesehen stellt sich für mich durchaus die Frage nach der Verhältnismäßigkeit und sozusagen die Frage der Angemessenheit der Mittel.


6
 
 Gandalf 29. Mai 2026 

@Patroklos

Was ist das für eine "Fromme Logik"? Weil der eine einen Unsinn macht, ist der andere Unsinn dann auch erlaubt?

Wenn der eine lügt und betrügt, darf ich das auch oder?


4
 
 Patroklos 29. Mai 2026 
 

Ungehorsam

Und da sagt noch jemand, die Piusbruderschaft wäre ungehorsam?
Hier wird öffentlich gegen geltendes Kirchenrecht verstoßen!
Wo bleiben die Sanktionen? Wo bleiben Strafandrohungen aus Rom?
Wieder ein Grund mehr, die anstehenden Bischofsweihen der Piusbruderschaft zu begrüßen.


8
 
 Alpenglühen 29. Mai 2026 

@Christianlay - Bitte den Artikel genau lesen und das Bild genau anschauen!

Ich will Bf. Wilmer nicht verteidigen! Im Gegenteil, es müßten ein paar mehr als deutliche „Takte“ mit ihm gesprochen werden. Aber der Ärger über sein Verhalten darf auch nicht zu falschen Aussagen führen.
Der Artikel rügt, daß Bf. Wilmer sich nicht beteiligte, die Hl. Kommunion auszuteilen. Daß er dazu auch noch die hl. Kommunion aus der Hand einer Laiin empfing. Und nach ihm empfing die Präsidentin der Synode der (EKD) die hl. Kommunion. Habe ich das auf dem Bild wenige, Erkennbare richtig mit einem Bild dieser Präsidentin aus dem Internet abgeglichen, müßte es sich um die Person am rechten Bildrand handeln, zu sehen im Seitenprofil……
@Johannes14,6: Die Person im Vordergrund, Seitenprofil, graue Haare, Brille (dkle Bügel), schwarzer Mantel (?), die rechte Hand zum Mund führend ist eindeutig Bf. Wilmer.
@Christine: Man könnte den Artikel auch in Anlehnung an Mt 18,15-17 sehen. Wobei es sich nicht ganz vermeiden läßt, daß bei Rüge eines Verhaltens auch die Person etwas „abbekommt“.


2
 
 Kostadinov 29. Mai 2026 

Ich muss mich leider wiederholen...

...wenn sich da so ein ungehorsamer Piusbruder einen Notstand zusammenzimmern will, werden ihm die Argumente noch hinterher getragen. Es scheint zu gelten, dass jeder machen kann, was er will, so lange er mit der Tradition nix am Hut hat. Deswegen können viele die verfahrensmässig und juristisch korrekte Exkommunikation bei unerlaubten Bischofsweihen schwer ernst nehmen...


5
 
 Christine 29. Mai 2026 

"Die Instruktion Redemptionis sacramentum (2004) der Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung warnte ausdrücklich vor dem Missbrauch des Einsatzes außerordentlicher Spender, wenn Priester zur Verfügung stehen, und bezeichnete es als eine „verwerfliche“ Praxis, wenn Priester, die an der Zelebration teilnehmen, sich nicht an der Austeilung der Kommunion beteiligen, und diese den Laien überlassen. Dies würde das Wesen des Priesteramtes verschleiern, heißt es in der Instruktion."

Die Ausführungen von Rom sind eindeutig und unzweifelhaft.

Ja, auch die deutschen Bischöfe sollten sich an die Vorgaben halten.

Aber muss man deshalb der Sensationslust frönen und so ein Geschrei veranstalten?

Traurig genug. Sollte das nicht vielmehr ein Anlass sein, für die deutschen Bischöfe, Priester und die gesamte Kirche zu beten (wozu jeder einzelne verpflichtet ist) und das Erbarmen Gottes herabzurufen?

Wer ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein...


4
 
 Johannes14,6 29. Mai 2026 
 

Ist es sicher, daß es sich um Bischof Wilmer handelt ?

Und wieso konzelebriert er nicht ?

Werden "Redemptionis sacramentum" und Canon 844 §1 überhaupt noch irgendwo beachtet ?


4
 
 ab55 29. Mai 2026 
 

Vor 4 Jahren beim Katholikentag in Stuttgart ...

hat beim Eröffnungsgottesdienst die islamische Präsidentin des Landtages von BaWü die Kommunion empfangen und beim Abschlußgottesdienst der damalige Präsident des Deutschen Evangelischen Kirchentages de Maizière die 1. Lesung (in einfacher Sprache) gelesen und ebenfalls sogar aus der Hand von Bischof Bätzing die Kommunion empfangen.


4
 
 ab55 29. Mai 2026 
 

Vor 4 Jahren beim Katholikentag in Szuttgart

hat die Islam-gläubige Vizepräsidentin des Landtages von BaWü die Kommunion gereicht bekommen und der damalige Präsident des Deutschen Evangelischen Kirchentages de Maizière hat beim Abschlußgottesdienst die 1. Lesung gelesen und aus der Hand von Bischof Bätzing die heilige Kommunion empfangen.


8
 
 Jothekieker 29. Mai 2026 
 

Schrecklich

Ich bin erschüttert.


8
 
 Christianlay 29. Mai 2026 
 

Was interessiert mich das Kirchenrecht!

Von der Piusbruderschaft wird verlangt, daß sie sich an das geltende Kirchenrecht zu halten habe und somit keine Bischöfe weihen dürfe,aber Bischof Wilmer setzt dies für sich souverän außer Kraft, indem er eine unerlaubte Kommuionausteilung selbst vollzieht!
Uwe Lay Pro Theol Blogspot


9
 
 la gioia 29. Mai 2026 
 

Beim Lesen dieses Textes und dem Betrachten dieses Fotos bin ich froh, mit einer 20 minütigen Autofahrt die Möglichkeit zu haben, eine hl. Messe bei der Piusbruderschaft mitfeiern zu können.
Ich bin nicht regelmäßig dort, aber manchmal fühle ich mich regelrecht dorthin getrieben - z.B. bei Vorkommnissen wie den oben beschriebenen....


9
 
 Freude an der Kirche 29. Mai 2026 
 

Reinigung

Die Amtskirche (weltweit) muss zusammenbrechen. Der Heilige Rest kann dann entweltlicht neu anfangen.


8
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz - ANMELDUNG nur noch bis 22. JUNI!!!
  2. Leo XIV. über Piusbruderschaft: „Wenn sie sich dafür entscheiden, bedauere ich das. Aber…“
  3. "Wir haben kleines Gebet gesprochen, weil wir glauben, daß Jesus durch das Spiel verherrlich wird"
  4. Linksfeministinnen haben einst katholischen Verband übernommen
  5. ‚Das Christentum ist in Deutschland inzwischen fast so bedroht wie das Auerhuhn‘
  6. „Alles, was auch nur entfernt katholisch aussieht, zu hinterfragen, davor zu warnen“
  7. Bischof Algermissen: kfd-Positionspapier zu § 218 StGB ist nicht katholisch
  8. Rückflug des Papstes von Teneriffa nach Rom um mehrere Stunden verzögert
  9. 'Ein Akt der Hoffnung': US-Bischöfe weihen die USA dem Heiligsten Herzen Jesu
  10. Netzwerk „TradRecovery“ hilft Aussteigern aus radikalem Traditionalismus
  11. Vom „Seelenamt“ zum „Auferstehungsamt“
  12. „NMECHA hat mehr für den christlichen glauben getan als die letzten kirchentage der @EKD“
  13. Voodoo-inspirierte Installationen in Kirchen? „Wie konnte das Erzbistum Paris so etwas genehmigen?“
  14. Erzbischof von Mailand feiert Messe für LGBT-Gruppe am Fest des Heiligsten Herzens Jesu
  15. Fünf Mythen über den Heiligen Geist

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz