Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Piusbruderschaft kritisiert ‚Doppelmoral‘ nach Verweigerung des Zutritts zur Basilika in Assisi
  2. Eine „Erzbischöfin“ stürzt die Anglikanische Kirche ins Chaos
  3. Dann sollen sie doch in die Hölle gehen
  4. Tantum ergo Sacramentum
  5. Kardinal Burke: Sexuelle Unmoral heute erinnert an Sodom und Gomorrha
  6. Kardinal Müller: „Muslime respektieren kein schwaches Christentum, das sich des Kreuzes schämt“
  7. Eine vergiftete Unterstützungserklärung
  8. Während Messfeier mit Erstklässlern: Bengalisches Feuer in katholische Kirche geworfen
  9. 'Gott, hilf mir. Jesus, hilf mir. Seid ihr Jungs bereit? Let’s Roll'
  10. ‚Das Exil von Pater Edmund‘
  11. Nigeria: Bischöfe schlagen nach erneuten Massakern Alarm
  12. Spannungen hinter den Kulissen: Papst lehnt gemeinsamen Auftritt mit Macron in Notre-Dame ab!
  13. 'Ich würde mir gerne Sorgen machen, aber ich mache mir keine'
  14. Niederlande: Ein zweijähriges Kind wurde durch Euthanasie getötet
  15. Katholische Cityseelsorge St. Gallen Mitveranstalter von ‚Drag-Show‘

Neuer Bericht zum Iran: Zahl der Festnahmen von Christen verdoppelt sich

27. Februar 2026 in Weltkirche, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Zunehmende Beteiligung der Islamischen Revolutionsgarde an Verhaftungen von Christen; gezielte Verfolgung von Personen, die an der Verteilung von Bibeln beteiligt sind; schwere Misshandlung christlicher Häftlinge.


Wien (kath.net/Open Doors) Im vergangenen Jahr wurden im Iran fast doppelt so viele Christen aufgrund ihrer religiösen Überzeugungen oder Aktivitäten festgenommen wie im Jahr 2024. Dies ist eines der Ergebnisse von »Scapegoats« (zu Deutsch: Sündenböcke), einem neuen Bericht über die Verletzung der Rechte von Christen im Iran. Der Bericht ist eine Kooperation zwischen Open Doors, Article18, CSW und Middle East Concern.

Der Bericht konzentriert sich darauf, wie die Islamische Republik Iran Christen als Sicherheitsrisiko darstellt und zum Sündenbock macht, insbesondere seit dem zwölftägigen Krieg mit Israel. Christen wurden von den Behörden als »Söldner des Mossad« bezeichnet.

Mehr Verhaftungen und härtere Strafen

Neben der Zunahme der Verhaftungen gab es im letzten Jahr weitere besorgniserregende Trends: 

  • Im Jahr 2025 (57) verbüßten mehr als doppelt so viele Christen Haftstrafen, wurden ins Exil geschickt oder zu Zwangsarbeit verurteilt als im Jahr 2024 (25).
  • Es ist ein klarer Trend zu härteren Strafen zu beobachten. Obwohl im vergangenen Jahr nur 73 Christen verurteilt wurden, verglichen mit 96 im Jahr 2024, war die Gesamtstrafe (280 Jahre) höher als im Jahr 2024 (263 Jahre). Gleichzeitig wurden im Jahr 2025 mindestens 11 Christen zu Haftstrafen von 10 Jahren oder mehr verurteilt.
  •  Zunehmende Beteiligung der Islamischen Revolutionsgarde an Verhaftungen von Christen; gezielte Verfolgung von Personen, die an der Verteilung von Bibeln beteiligt sind; schwere Misshandlung christlicher Häftlinge.

Der Bericht folgt unmittelbar auf die brutale Unterdrückung der landesweiten Proteste, die Ende 2025 begannen, sowie auf das Wiederaufflammen von erneuten Protesten und Widerstandsakten im Land.

Steve Dew-Jones, Nachrichtenleiter der Open Doors-Partnerorganisation Article18, erklärt: »Das derzeitige Regime versucht, Minderheiten als Feinde des Iran darzustellen, die mit Israel, Amerika und dem Westen unter einer Decke stecken, und sie zum Sündenbock zu machen. Im vergangenen Jahr hat es diese Rhetorik noch verstärkt, wobei insbesondere evangelikale Christen als ›zionistische‹ Agenten des Westens und ›ausgebildete Elemente‹ verurteilt wurden.«

Christen halten an Glauben und Widerstand fest


»Nichts davon hat die christliche Minderheit im Iran davon abgehalten, sich Millionen anderen auf der Straße anzuschließen, um zu protestieren,« erklärt Dew-Jones. »Wir wissen von mindestens 19 Christen, die von den iranischen Sicherheitskräften getötet wurden, vor dem Hintergrund der schätzungsweise zehntausenden Menschen, die massakriert wurden. Derzeit überprüfen wir eine Reihe weiterer Berichte, die die Zahl der getöteten Christen auf über 40 erhöhen könnten. Tatsächlich waren unter den Getöteten Iraner aller Glaubensrichtungen und auch Konfessionslose, als die gesamte Nation sich erhob, um eine andere Zukunft zu fordern.

»Christen gehörten zu den ersten, die die grausame Realität des Lebens unter der Islamischen Republik zu spüren bekamen«, fügt Mansour Borji, Geschäftsführer von Article18, hinzu. »Weniger als 200 Stunden nach der Revolution von 1979 wurde ein anglikanischer Priester in seinem Kirchenbüro getötet. Diese Brutalität hält seitdem an. Jedes Jahr werden viele Christen verhaftet und unter qualvollen Bedingungen inhaftiert, weil sie ihr Recht auf Religionsfreiheit ausüben, wobei eine einfache Handlung wie das gemeinsame Beten in Hauskirchen als ein Akt zivilen Ungehorsams erscheint.«


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 modernchrist 27. Februar 2026 
 

Hat Wilmer etwas gesagt,

dass er mehr auf die verfolgten Christen hinweisen will? Dass er an der Seite der Mütter in Not und ihrer ungeborenen Kinder stehen will? Dass er als Missionar eine missionarische Kirche hierzulande gerne begrüßen möchte? Ist denn die Laienpredigt eines der wichtigsten Probleme unserer Zeit?


0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Christenverfolgung

  1. UN-Experten: Christliche Frauen und Mädchen in Nigeria besonders von Gewalt bedroht
  2. Bischof Robert Barron: Krieg gegen Christen ist real – Welt darf nicht länger schweigen
  3. Besuch des syrischen Präsidenten - „Kirche in Not“ fordert Bundeskanzler Merz zum Handeln auf
  4. Zur weltweiten Christenverfolgung Schweigen, zu Israels „Fehler“ Empörung
  5. Belgischer öffentlich-rechtlicher Sender lässt Moderatoren Marien- und Jesus-Statuen zertrümmern!
  6. In muslimischen Regionen müssen Christen den Ramadan nicht selten mitbefolgen
  7. Berliner Landesbischof Stäblein erinnert an weltweite Christenverfolgung

Iran

  1. "Herr Kardinal Parolin, wieviele zehntausende Tote brauchen Sie noch im Iran, bis Sie aufwachen?"
  2. "Europa hat die Gefahr der islamischen Republik Iran noch immer nicht begriffen"
  3. Iran: Assyrische Patriarchen rufen zum Frieden auf
  4. "Mit Hitler hat es keinen vernünftigen, authentischen und verantwortungsvollen Dialog gegeben!"
  5. Die AfD springt nun aber dem „blutigsten Islamisten-Regime der Welt“ zur Seite!
  6. "Alle Iraner feiern. Die schlimmsten Menschen der Welt weinen"
  7. ".. als würde man Hitler nach der Reichspogromnacht zu einer Weltveranstaltung einladen"







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Robert Bellarmin SJ – De gemitu columbae
  3. DJ "Padre Guilherme" begeistert in Mörbisch 5.000 Jugendliche
  4. Dann sollen sie doch in die Hölle gehen
  5. Präsident der Akademie für das Leben meint: Unvollkommenes Euthanasiegesetz unterstützen
  6. Papst-Tipps an neue Bischöfe: Namen Kennen, Zuhören und Hausbesuche
  7. „Selbst wenn ein paar Omas dazu gedrängt werden – ist das nicht ein Preis, den man zahlen kann?“
  8. 'Gott, hilf mir. Jesus, hilf mir. Seid ihr Jungs bereit? Let’s Roll'
  9. Nigeria: Bischöfe schlagen nach erneuten Massakern Alarm
  10. Erzbischof von Westminster: „Wir beten für eine Neuevangelisierung Englands“
  11. Benedikt XVI. zum Fest Kreuzerhöhung: „Ein unlösliches Band zwischen Kreuz und Auferstehung“
  12. Vergebung kennt keine Grenze
  13. Papst gewährt Mexiko "Heiliges Jahr" zum Guadalupe-Jubiläum
  14. Jesus in Hollywood: Eucharistische Prozession in den Straßen der Filmmetropole
  15. Hofer: Mit Franziskus gegen "angepasstes Kulturchristentum"

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz