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Neuer Bericht zum Iran: Zahl der Festnahmen von Christen verdoppelt sich

27. Februar 2026 in Weltkirche, 1 Lesermeinung
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Zunehmende Beteiligung der Islamischen Revolutionsgarde an Verhaftungen von Christen; gezielte Verfolgung von Personen, die an der Verteilung von Bibeln beteiligt sind; schwere Misshandlung christlicher Häftlinge.


Wien (kath.net/Open Doors) Im vergangenen Jahr wurden im Iran fast doppelt so viele Christen aufgrund ihrer religiösen Überzeugungen oder Aktivitäten festgenommen wie im Jahr 2024. Dies ist eines der Ergebnisse von »Scapegoats« (zu Deutsch: Sündenböcke), einem neuen Bericht über die Verletzung der Rechte von Christen im Iran. Der Bericht ist eine Kooperation zwischen Open Doors, Article18, CSW und Middle East Concern.

Der Bericht konzentriert sich darauf, wie die Islamische Republik Iran Christen als Sicherheitsrisiko darstellt und zum Sündenbock macht, insbesondere seit dem zwölftägigen Krieg mit Israel. Christen wurden von den Behörden als »Söldner des Mossad« bezeichnet.

Mehr Verhaftungen und härtere Strafen

Neben der Zunahme der Verhaftungen gab es im letzten Jahr weitere besorgniserregende Trends: 

  • Im Jahr 2025 (57) verbüßten mehr als doppelt so viele Christen Haftstrafen, wurden ins Exil geschickt oder zu Zwangsarbeit verurteilt als im Jahr 2024 (25).
  • Es ist ein klarer Trend zu härteren Strafen zu beobachten. Obwohl im vergangenen Jahr nur 73 Christen verurteilt wurden, verglichen mit 96 im Jahr 2024, war die Gesamtstrafe (280 Jahre) höher als im Jahr 2024 (263 Jahre). Gleichzeitig wurden im Jahr 2025 mindestens 11 Christen zu Haftstrafen von 10 Jahren oder mehr verurteilt.
  •  Zunehmende Beteiligung der Islamischen Revolutionsgarde an Verhaftungen von Christen; gezielte Verfolgung von Personen, die an der Verteilung von Bibeln beteiligt sind; schwere Misshandlung christlicher Häftlinge.

Der Bericht folgt unmittelbar auf die brutale Unterdrückung der landesweiten Proteste, die Ende 2025 begannen, sowie auf das Wiederaufflammen von erneuten Protesten und Widerstandsakten im Land.

Steve Dew-Jones, Nachrichtenleiter der Open Doors-Partnerorganisation Article18, erklärt: »Das derzeitige Regime versucht, Minderheiten als Feinde des Iran darzustellen, die mit Israel, Amerika und dem Westen unter einer Decke stecken, und sie zum Sündenbock zu machen. Im vergangenen Jahr hat es diese Rhetorik noch verstärkt, wobei insbesondere evangelikale Christen als ›zionistische‹ Agenten des Westens und ›ausgebildete Elemente‹ verurteilt wurden.«

Christen halten an Glauben und Widerstand fest


»Nichts davon hat die christliche Minderheit im Iran davon abgehalten, sich Millionen anderen auf der Straße anzuschließen, um zu protestieren,« erklärt Dew-Jones. »Wir wissen von mindestens 19 Christen, die von den iranischen Sicherheitskräften getötet wurden, vor dem Hintergrund der schätzungsweise zehntausenden Menschen, die massakriert wurden. Derzeit überprüfen wir eine Reihe weiterer Berichte, die die Zahl der getöteten Christen auf über 40 erhöhen könnten. Tatsächlich waren unter den Getöteten Iraner aller Glaubensrichtungen und auch Konfessionslose, als die gesamte Nation sich erhob, um eine andere Zukunft zu fordern.

»Christen gehörten zu den ersten, die die grausame Realität des Lebens unter der Islamischen Republik zu spüren bekamen«, fügt Mansour Borji, Geschäftsführer von Article18, hinzu. »Weniger als 200 Stunden nach der Revolution von 1979 wurde ein anglikanischer Priester in seinem Kirchenbüro getötet. Diese Brutalität hält seitdem an. Jedes Jahr werden viele Christen verhaftet und unter qualvollen Bedingungen inhaftiert, weil sie ihr Recht auf Religionsfreiheit ausüben, wobei eine einfache Handlung wie das gemeinsame Beten in Hauskirchen als ein Akt zivilen Ungehorsams erscheint.«


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Lesermeinungen

 modernchrist 27. Februar 2026 
 

Hat Wilmer etwas gesagt,

dass er mehr auf die verfolgten Christen hinweisen will? Dass er an der Seite der Mütter in Not und ihrer ungeborenen Kinder stehen will? Dass er als Missionar eine missionarische Kirche hierzulande gerne begrüßen möchte? Ist denn die Laienpredigt eines der wichtigsten Probleme unserer Zeit?


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