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Zur weltweiten Christenverfolgung Schweigen, zu Israels „Fehler“ Empörung

vor 14 Stunden in Aktuelles, 1 Lesermeinung
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CDU-Bundestagsabgeordneter Johannes Volkmann: „Ich finde es erstaunlich, wie einige die Freiheit von Christen erst als Thema entdecken, wenn die israelische Polizei einen Fehler macht.“


Berlin-Jerusalem (kath.net/gro/red) „Ich finde es erstaunlich, wie einige die Freiheit von Christen erst als Thema entdecken, wenn die israelische Polizei einen Fehler macht. Bei systematischer, existentieller Verfolgung unserer Glaubensgeschwister durch Islamisten & Kommunisten wird hingegen geschwiegen.“ Das schreibt der CDU-Bundestagsabgeordnete Johannes Volkmann auf seinem Auftritt auf X. Als „Reminder“ hängt er an seinen vielbeachteten Tweet eine Grafik des „Open Doors“-Weltverfolgungsindex an. 

Anlass für seine Kritik ist, dass christliche (und jüdische und muslimische) Gottesdienste in der Altstadt Jerusalems wegen der aktuellen Angriffe des Iran auf Israel aus Sicherheitsgründen durch die israelische Zivilverwaltung eingeschränkt und teilweise sogar storniert worden waren. Da die Christen am Beginn der Heiligen Woche stehen, trifft sie dies aktuell besonders empfindlich. Auch die Grabeskirche war vorübergehend gesperrt gewesen, Kritiker sprachen sofort von „Schikane“ und „Fehler“. Volkmann erwidert sinngemäß, dass ein einzelner Vorfall diskutiert werden könne – doch warum wird genau dann plötzlich laut, wenn es Israel betrifft, während gleichzeitig die tägliche Realität in weiten Teilen der Welt ausgeblendet wird?


Die von Volkmann beigefügte Grafik von „Open Doors“ zeigt eine Weltkarte, auf der die 50 Länder mit der stärksten Christenverfolgung farblich markiert sind – rot für extrem, orange für sehr stark. An der Spitze: Nordkorea (Platz 1), Somalia (2), Libyen (9), Eritrea (4), Sudan (4), Jemen (3), Saudi-Arabien (13), Iran (10), Afghanistan (11), Pakistan (8) und viele weitere mehrheitlich islamisch geprägte oder kommunistisch regierte Staaten. China (17) und Indien (12) folgen dichtauf. Israel taucht auf dieser Liste überhaupt nicht auf.

Open Doors dokumentiert seit Jahren, dass jährlich Zehntausende Christen wegen ihres Glaubens getötet, vertrieben, gefoltert oder diskriminiert werden. Die Hauptverursacher sind nicht „der Westen“ oder „jüdische Siedler“, sondern islamistische Milizen, autoritäre Regime und kommunistische Staaten. In Nigeria, Mali, Burkina Faso oder im Sudan sterben regelmäßig Christen durch Boko Haram, IS-Ableger oder ethnisch-religiöse Konflikte. In China und Nordkorea werden Hauskirchen zerschlagen, Gläubige in Umerziehungslager gesteckt. 

Und dennoch ist in manchen deutschen Talkshows und auf manchen Demonstrationen die größte Empörung reserviert, sobald Israel im Spiel ist. Der Gedanke an „Doppelmoral“ ist bei so selektiver Wahrnehmung naheliegend.

 


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Lesermeinungen

 Hängematte vor 13 Stunden 
 

Sehr interessant. Das stimmt.

Wenn es gegen Israel geht, findet die Empörung viel schneller Verbreitung. Allerdings ist leider illegales Verhalten von Siedlern gegenüber auch christlichen Palästinensern im Spiel.


1
 

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