SucheSuchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln: 



Top-15meist-diskutiert- Leere Hörsäle: Dramatischer Einbruch bei katholischen Theologie-Studenten
- THESE: Korrekturen vom 2. Vatikanum sind unerlässlich
- Piusbrüder und Vatikan suchen Weg zur Einheit
- „Treue oder Einheit? Wie wird Leo XIV. mit den Lehr- und Disziplinarproblemen der Kirche umgehen?“
- Der deutsch-synodale Weg als reines Herrschaftsinstrument!
- Erzbistum Paderborn: Hunderte Protest-E-Mails gegen ‚Harry Potter Gottesdienst‘
- Der Tod der Theologie in Deutschland
- Deutsches Formular für Geburtenanzeige: Welches Geschlecht hat die Mutter?
- Traditionsbruch: New Yorks Bürgermeister Mamdani nicht bei Installation von Erzbischof Hicks
- Warum Hausfrauen leicht heilig werden können
- 'Selig sind, die Schwangerschaften beenden' - US-Pastorin sorgt für Eklat
- Mein Held des Monats: Marco Rubio – Ein Weckruf für das Abendland
- Papst Leo XIV. ernennt Lebensschützer zum neuen Erzbischof von Denver
- 10 Jahre Haft für eine biologische Wahrheit in Brasilien!
- Vatikan-Segen fürs Börsen-Depot - Warum Sie Meta, Amazon, Tesla oder Apple kaufen dürfen
| 
Römische Orientierung statt deutsch-synodale Desorientierungvor 12 Stunden in Kommentar, 4 Lesermeinungen Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden
Eine Synodalkonferenz in der Kirchenprovinz Deutschland „würde die Desorientierung massiv vermehren. Doch die Sehnsucht besteht nach dem Licht der Welt, nicht nach den Irrlichtern dieser Weltenzeit.“ Kommentar von Dr. Thorsten Paprotny
Hannover (kath.net) „Wohin soll ich mich wenden?“ So beginnt das Eröffnungslied der „Deutschen Messe“ von Franz Schubert. Die Antworten darauf sind einfach: Orientierung, im Leben und im Sterben, schenkt die Heilige Schrift. Orientierung im Glauben und in dieser Welt schenkt die Lehre der Kirche, schenkt der verbindlich gültige Katechismus. Orientierung schenkt die römisch-katholische Theologie, die an das Evangelium gebunden ist. Orientierung schenken die lichtvollen Konstitutionen und Erklärungen des Zweiten Vatikanischen Konzils. Orientierung schenken die Enzykliken der Päpste. Das alles fand auf dem deutschen Synodalen Weg keine Berücksichtigung, von Zitaten, die aus dem Kontext herausgelöst wurden, einmal abgesehen.
Nicht die Lehre der Kirche, nicht die Theologie – von den Kirchenvätern bis zu Henri de Lubac, Karl Rahner, Joseph Ratzinger oder Walter Kasper –, nicht die Heilige Schrift und das auf ihr fußende christliche Menschenbild, sondern die sogenannten „Humanwissenschaften“, deren Vordenker der französische Denker Michel Foucault war, waren auf dem deutschen Synodalen Weg sowie in den Beschlüssen allgegenwärtig und verlässliche Impulsgeber für eine vollständig sinnwidrige Agenda von Kirchenreformen, die angeblich sexuellen Missbrauch bekämpfen, die sogenannten „systemischen Ursachen“ desselben beseitigen und künftige Missbrauchstaten verhindern sollen. Vielleicht wäre es hilfreich gewesen, wenn alle Bischöfe und alle anderen wie auch immer ausgewählten Mitglieder dieser Versammlung Abigail Favales Buch „Die geleugnete Natur“ (Verlag Herder, Freiburg im Breisgau 2024) gelesen hätten. Foucault plädierte 1977 für die Entkriminalisierung sexueller Beziehungen zwischen Erwachsenen und Kindern. Favale führt aus: „Im Jahr 1977 reichte Foucault bei der französischen Regierung einen förmlichen Antrag ein, einvernehmlichen Sex mit Minderjährigen zu entkriminalisieren. Er schlug nicht nur vor, das Alter des Jugendschutzes herabzusetzen, sondern plädierte für seine völlige Abschaffung. Im selben Jahr forderte ein offener Brief in der französischen Zeitung Le Monde die Freilassung von drei verurteilten Pädophilen, denn drei Jahre [Gefängnis] für Küsse und Zärtlichkeiten sind genug. Im Brief wurde argumentiert, wenn 13-jährige Mädchen alt genug seien, um als Verhütungsmittel die Pille verschrieben zu bekommen, dann seien sie auch alt genug, um in Sex mit Erwachsenen einzuwilligen. Dieser Brief wurde unterzeichnet von Simone de Beauvoir, Jean-Paul Sartre, Jean-François Lyotard, Gilles Deleuze, Félix Guattari und Roland Barthes. Alle diese Intellektuellen sind Berühmtheiten in der akademischen Welt, verehrte Theoretiker und Philosophen. … Wenn eine Philosophie jemanden an diesen Punkt führt, dann ist mit ihren Grundlagen etwas nicht in Ordnung.“ (vgl. Abigail Favale, Die geleugnete Natur, S. 83 f.) Die US-amerikanische Literaturwissenschaftlerin und Theologin Favale, zugleich eine renommierte Kritikerin der Gender-Theorie, belegt ihre Darlegungen hinreichend. Auch Weltchristen ohne jede theologische Vorbildung verstehen sofort, wovon sie spricht, ebenso Andersgläubige und säkular gesinnte Zeitgenossen. 
Wenn heute wortreich, ob von freisinnigen Theologen, medienaffinen Kirchenkritikern oder Bischöfen, in Deutschland die Besinnung auf die Erkenntnisse der Wissenschaften gefordert wird, so könnte man natürlich sagen – ja, es wäre sinnvoll gewesen, Favales Ausführungen zu studieren. Dann könnte darüber nachgedacht werden, ob bei allen zeitgeistlichen Reformbestrebungen, die auf dem deutsch-synodalen Weg diskutiert wurden, sich mit solider Wissenschaft zu beschäftigen und nicht die kirchliche Lehre zu ignorieren, ja zu verhöhnen. Die beste Prävention gegen sexuellen Missbrauch ist noch immer die verbindlich gültige Moral- und Sexuallehre der römisch-katholischen Kirche. Man muss sie nur verkünden und befolgen.
Darüber hinaus darf weiterhin gefragt werden: Wenn in der Kirchenprovinz Deutschland ein Gremium wie die sogenannte Synodalkonferenz etabliert werden soll, was darf man denn als einfach gläubiger Katholik künftig erwarten? Soll dort ein neues Menschenbild erdacht und etabliert werden? Werden dort von Auserwählten über Beschlüsse über die deutsch-katholische Morallehre gefasst? Eine Synodalkonferenz würde die Desorientierung massiv vermehren. Doch die Sehnsucht besteht nach dem Licht der Welt, nicht nach den Irrlichtern dieser Weltenzeit. Viele Katholiken, die noch immer, ob gelegen oder ungelegen, nicht zu einer deutsch-katholischen Synodalkonferenz, sondern in unverbrüchlicher Treue zur Kirche stehen, möchten sich das nicht vorstellen, und viele werden das auch nicht ernst nehmen. Rom könnte eine solche Synodalkonferenz noch aus guten Gründen verhindern und letztlich gilt, was der heilige Ambrosius sagte: „Ubi Petrus, ibi ecclesia.“ Wo der Papst ist, dort ist die Kirche. Auf die Evangelisierung kommt es an, einzig und allein auf Christus, auf das Licht der Welt. Auf das „Lumen gentium“, wie das Zweite Vatikanische Konzil sagt.
Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

Lesermeinungen| | Versusdeum vor 4 Stunden | | | | Fragen an die Bischöfe in Deutschland - Warum soll noch mehr Homo die einzig richtige Reaktion auf den Missbrauchsskandal sein, der größtenteils aus homosexuellen Übergriffen gegen Knaben bestand?
- Warum orientieren Sie sich an diesen ominösen nd subjektivistischen "Humanwissenschaften", anstatt an faktenbasierter Wissenschaft wie etwa Biologie, Genetik oder Hirnforschung (oder vielleicht sogar an der Bibel)
- Wer hat Ihnen die Vollmacht erteilt, die kirchliche Morallehre ausgerechnet im kirchlichen Arbeitsrecht komplett aufzuheben (offenbar selbst in krassesten Fällen - und das in ALLEN Diözesen!)?
- Wer hat Ihnen die Vollmacht erteilt, Ihre apostolischen Vollmachten und sogar solche Vollmachten, die Sie nicht einmal haben, an ein willkürliches Gremium zu delegieren, das zu 2/3 aus Laien besteht, davon 1/3 ZdK-Funktionäre und ein weiteres Drittel aus v.a. Quotenpersonen und Aktivisten?
- Sind Sie noch katholisch und falls ja, wie viele von Ihnen? |  0
| | | | | modernchrist vor 7 Stunden | | | | Auch die bisexuell experimentierende Simone de Beauvoir, die zusammen mit Foucault sich für die Freigabe von einvernehmlichem Sex mit Kindern aussprach, ist die große Dozentin in Sachen Sex, ja sogar Mutterschaft. Das Kind im Leib der Mutter bezeichnete sie als "Stück Fleisch", das man jederzeit abtreiben können sollte. Sie selber war nie schwanger, doziert aber darüber, dass Mutterschaft ein Gefängnis sei. Diese Frau warf - selber sexuell unausgeglichen, von Sartre immer wieder betrogen und vielfach verrückt gepolt - mit Pseudoweisheiten um sich, die jahrzehntelang verheerende Wirkungen auf Frauen hatten! Wenn sie selber vorher ein Stück Fleisch - wie im Metzgerladen- war: Wann kam dann ihr Geist bei ihr rein? |  2
| | | | | dalex vor 14 Stunden | | | | @Modernchrist mir läge eine Antwort auf der Zunge, die ich mir aber verkneife. Hinzufügend: der Inklusive Egalitarimus mit seiner Gleichstellungs- und Aufwertungslogik von ausgesuchten "Opfergruppen" ist ein wunderbares Transportmittel dazu, das in der deutschsprachigen Kirche vollständig verfängt und dazu führt, dass man die Heilige Schrift getrost auf den Index setzen kann. Wenn ein österreichischer Vizekanzler der Grünen das Normale als präfaschistoid bezeichnet (oder bereits die Rede vom Normalen), ist die Linie vorgegeben. |  1
| | | | | modernchrist vor 5 Tagen | | | | Eine große Crux bei den sog. Humanwissenschaften ist, dass ungemein viele dieser Wissenschaftler und Philosophen - wie auch Foucault - Schwule sind. Z.T. sogar Päderasten wie auch Kentler! Wenn es stimmt, dass die Sexualität und die "sexuelle Identität" eines Menschen etwas ungemein Wichtiges und Bestimmendes ist, dann ist es sonderbar, dass seit Jahrzehnten wir uns fast ausschließlich von Queeren über Sexualität belehren lassen! Es kann doch nicht sein, dass die Deutungshoheit über Sexualität, ja sogar über kindliche Sexualität bei irregulär/queer gepolten Leuten liegt! Auch J.Butler mit ihrem "Das Geschlecht ist nur ein Sprechakt" ist eine Lesbe! Wissen darüber alle Hirten überhaupt Bescheid? |  4
| | |
Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen. Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net) kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen. | 
Mehr zuSynodaler Weg- Der deutsch-synodale Weg als reines Herrschaftsinstrument!
- Die synodale Sackgasse der Anderskatholischen
- Bischof Oster legt nach: Grundsatzkritik am (deutsch-)Synodalen Weg
- Kardinal Woelki zur Polarisierung in der Bischofskonferenz: „Diese Situation ist belastend“
- Il Giornale: Benedikt XVI. hatte ‚große Besorgnis‘ wegen des Synodalen Wegs
- „In Deutschland tobt derzeit ein Kirchenkampf“ - Droht ein Schisma?
- Hat der Synodale Weg „die katholische Kirche in Deutschland in Machtspiel und Kampfzone verwandelt“?
- Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Möchte mich nun an liberale Theologen und Gläubige wenden“
- „Synoden sind gute, nützliche Instrumente zur Entwicklung praktischer pastoraler Strategien, aber…“
- Kard. Müller: „Deutsche Diözesen sind Teil der Weltkirche und nur insofern katholisch, als sie…“
| 






Top-15meist-gelesen- Einmal im Leben nach ISLAND - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
- Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
- Piusbrüder und Vatikan suchen Weg zur Einheit
- Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
- Leere Hörsäle: Dramatischer Einbruch bei katholischen Theologie-Studenten
- „Treue oder Einheit? Wie wird Leo XIV. mit den Lehr- und Disziplinarproblemen der Kirche umgehen?“
- Der deutsch-synodale Weg als reines Herrschaftsinstrument!
- Der Tod der Theologie in Deutschland
- THESE: Korrekturen vom 2. Vatikanum sind unerlässlich
- 'Selig sind, die Schwangerschaften beenden' - US-Pastorin sorgt für Eklat
- Traditionsbruch: New Yorks Bürgermeister Mamdani nicht bei Installation von Erzbischof Hicks
- Mein Held des Monats: Marco Rubio – Ein Weckruf für das Abendland
- Erzbistum Paderborn: Hunderte Protest-E-Mails gegen ‚Harry Potter Gottesdienst‘
- 'Ich bin der Liebe Gottes würdig, einfach weil ich existiere.'
- „In unendlicher Liebe durch das Leben geführt“
|