Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Antwerpens Bischof Bonny droht jetzt dem Papst
  2. Zehn Jahre ‚Amoris laetitia‘ – Die Kunst, eine Lehre zu ändern, ohne sie zu ändern
  3. Tschechischer Bischof Holub meint: Neuer Ritus ist 'wesentlich' für Synodalität
  4. Schwester Helen und angebliche Flirt-Fantasien der Dominikaner
  5. Papst verkündet neuen Friedensappell der Weltreligionen in Assisi
  6. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  7. NZZ: 'Die Kirchen arbeiten an der Ächtung der AfD mit'
  8. Die Mitwirkung der seligen Jungfrau Maria an der Erlösung
  9. Zehn Jahre Amoris laetitia: die Schule des Zuhörens
  10. Wir können NICHT schweigen!
  11. Bischöfe beauftragen Familien als Missionare
  12. „Meine Lieben! Darum soll der Rosenkranz nicht vergessen auf dem Boden einer Schublade liegen“
  13. Papst Leo: 'Ehe offenbart etwas von Gottes Geheimnis'
  14. Christliche Eltern beten für den Mann, der ihre Töchter bei Autounfall tötete
  15. Forscher sprechen von neuen Beweisen für möglichen Fundort der Arche Noah

Ungarn: Bischof für Kultur der Lebensbejahung statt Sterbehilfe

14. Jänner 2024 in Prolife, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


EGMR-Entscheidung über Klage gegen in Ungarn geltendes Verbot der Suizidbeihilfe steht an - Bischof Szekely warnt vor Druck auf ältere, kranke und schutzbedürftige Menschen bei Freigabe von assistiertem Suizid.


Wien/Budapest (kath.net/ KAP)
In der aktuellen Sterbehilfe-Debatte in Ungarn hat sich Bischof Janos Szekely für die Bewahrung einer Kultur der Lebensbejahung ausgesprochen und vor den Folgen einer Freigabe von assistiertem Suizid für die Gesellschaft gewarnt. Das Leben mit seinem unendlichen Wert sei ein Geschenk, das "nach endlichen und nach menschlichen Maßstäben nicht abgewogen werden kann", sagte der Bischof von Szombathely auf Anfrage der Nachrichtenagentur Kathpress (Donnerstag). Ausdrücklich warnte Szekely davor, dass bei einer Freigabe von assistiertem Suizid in einer Gesellschaft der Druck auf ältere, kranke und schutzbedürftige Menschen wachse und sich diese quasi verpflichtet fühlen könnten, ihr Leben vorzeitig zu beenden.
Hintergrund der Aussagen ist eine Klage gegen das in Ungarn geltende Verbot der Suizidbeihilfe, über die demnächst der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) entscheiden wird. Der an ALS (Amyotrophe Lateralsklerose) erkrankte 46-jährige Rechtsanwalt und Verfassungsjurist Daniel Karsai wandte sich im vergangenen Jahr auf dem Weg einer Individualbeschwerde an den Gerichtshof in Straßburg. Der Mann will das Verbot kippen, um in Zukunft Suizidbeihilfe in Anspruch nehmen zu können. ALS ist eine neurodegenerative Krankheit, die in der Regel innerhalb weniger Jahre tödlich verläuft.



Karsais Fall wurde in Ungarn von zahlreichen Medien aufgegriffen und führte in den vergangenen Monaten auch zu einer öffentlichen Debatte über Entscheidungen am Lebensende. Der Jurist argumentiert in dem Verfahren. dass das Verbot gegen die Europäische Menschenrechtskonvention verstoße. Ende November hörte eine Richterkammer des EGMR in dem Fall mehrere Sachverständige an. Die Anwälte der ungarischen Regierung sehen die Grundrechte Karsais durch die Nichtzulassung von Sterbehilfe nicht verletzt.
Bischof Szekely hob gegenüber Kathpress seine Überzeugung hervor, dass wahre Hilfe nicht darin bestehe, in den Tod zu begleiten. Oft seien gerade die schmerzhaften Phasen des menschlichen Lebens die wichtigsten und wertvollsten, so Szekely. Betroffenen müsse stets signalisiert werden: "Du bist wichtig, du bist keine Belastung, auch krank bist du wertvoll, dein Leiden ist nicht überflüssig." Der Bischof hob zudem die Fortschritte in der Palliativmedizin hervor.
Gleichzeitig erklärte Szekely, dass nach christlichem Verständnis jeder das Recht habe, in Würde zu sterben. Niemand sollte dazu gezwungen werden, sein irdisches Leben künstlich und mit außergewöhnlichen Mitteln so lange wie möglich zu verlängern, so der Bischof.

Copyright 2024 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 gebsy 14. Jänner 2024 

Ein Arbeitskollege

ist an ALS erkrankt und knapp 50-jährig verstorben. Seine Familie verdient Hochachtung ...


0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Pro-Life

  1. Wien: Rund 20.000 Teilnehmer bei ökumenischem "Marsch für Jesus"
  2. Trump: Jeder Mensch vom „allmächtigen Gott“ mit einem unveräußerlichen Recht auf Leben ausgestattet!
  3. "Wir müssen jedes Leben schützen"
  4. Trump begnadigt 23 Lebensschützer – „Es ist eine große Ehre, dies zu unterzeichnen“
  5. Mit allen Mitteln gegen das Recht auf Leben
  6. ALfA: Ohne Recht auf Leben gibt es überhaupt keine Rechte
  7. Studie zweifelt an Sicherheit und Datengrundlage von Abtreibung

Ungarn

  1. Beobachtungsstelle: Tausende christenfeindliche Straftaten in Europa
  2. Papst Leo XIV. empfing Ungarns Ministerpräsident Orban
  3. Kardinal Erdö: Das Leben nicht von Spaltung und Hass prägen lassen
  4. Dieses Jahr keine LGBT-‚Pride‘ Parade in Budapest
  5. Kein Segen für Paare in einer nichtehelichen Partnerschaft oder gleichgeschlechtlichen Beziehung
  6. Ungarischer Ministerpräsident Viktor Orban übernimmt die Kriegslügen von Putin
  7. Die Realität aufzeigen







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Bischöfe beauftragen Familien als Missionare
  3. US-Studie: Regelmäßiger Kirchgang sorgt für glücklichere Ehen und mehr Intimität
  4. USA: Monat des Respekts für das Leben im Zeichen des Kampfs gegen Abtreibungspillen
  5. Florentiner Klosterapotheke entwickelte eines der frühesten Cola-Rezepte
  6. Gericht in Tschechien rehabilitiert "Märtyrer-Kardinal" Trochta
  7. Thilo Sarrazin warnt vor Folgen der demografischen Entwicklung in Berlin
  8. Vatikan beendet Reflexionsprozess bei den Servi Jesu et Mariae
  9. „Meine Lieben! Darum soll der Rosenkranz nicht vergessen auf dem Boden einer Schublade liegen“
  10. Der verworfene Stein wurde zum Fundament: Gott wirft unser Leben niemals weg
  11. Diözese Linz: In der Hälfte der Klassenzimmer in der Stadt Wels fehlten die Kreuze
  12. Christliche Eltern beten für den Mann, der ihre Töchter bei Autounfall tötete
  13. Ukrainischer Bischof: "Es gibt so unglaublich viel Leid"
  14. Ägyptisch-amerikanischer Pastor warnt vor ‚unheiliger Allianz‘ zwischen Linken und Islamisten
  15. Über 3000 Teilnehmer beim Marsch fürs Leben in Wien 2026

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz