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„Ohne Priester keine Kirche Jesu Christi“

18. Juli 2022 in Deutschland, 3 Lesermeinungen
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Erzbischof Schick feiert mit Geistlichen ihr 60-, 50-, 40- und 25-jähriges Priesterjubiläum in Vierzehnheiligen.


Vierzehnheiligen (kath.net/ ebo) Nach Worten von Erzbischof Ludwig Schick gehören Priester wesensnotwendig zur Kirche. Andernfalls sei sie nicht mehr als eine sozial-karitative Einrichtung. Schick ging damit am Freitag in Vierzehnheiligen auf eine Debatte auf dem Synodalen Weg ein, wo über die Frage abgestimmt wurde, ob es Priester brauche.

Die Kirche sei mehr als ein soziales Gebilde oder ein Verein für seelisches und körperliches Wohlbefinden. „Kirche Jesu Christi ist ohne den transzendenten Gott, ohne Jesus Christus und sein Evangelium, das nicht von dieser Welt ist, nicht denkbar. Der priesterliche Dienst, der durch die Weihe übertragen wird, soll den göttlichen Ursprung der Kirche und ihr Ziel, das Himmelreich, deutlich machen“, sagte der Erzbischof. Die mit der Weihe verbundene Leitungsvollmacht sei eine geistliche. Für das Sozialgebilde Kirche, das notwendig ist, könne und solle es auch andere Leitungsbevollmächtigte geben.


Schick sagte, es mache ihn immer nachdenklich, wenn Priester bei Begrüßungen als „hohe Geistlichkeit“ angesprochen würden. „Wir müssen unsere hohe und verantwortungsvolle Weihe und Sendung in Demut und Heiligkeit wahrnehmen. Sonst richten wir mehr Schaden als Nutzen an“, so der Erzbischof. Damit die Kirche Haus und Familie Gottes bleibe und Instrument Jesu Christi für das Heil der Menschen, sei das geweihte Priestertum unerlässlich, betonte Schick. „Die Priester müssten Brüder der Menschen sein, die den Menschen dienen und nicht über sie herrschen wollen.“

Jedes Jahr feiert Erzbischof Schick in der Basilika Vierzehnheiligen einen Festgottesdienst mit den Priestern, die vor 25, 40, 50 und 60 Jahren geweiht wurden.

Foto nach diesem Festgottesdienst (C) Erzbistum Bamberg

 


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Lesermeinungen

 SalvatoreMio 18. Juli 2022 
 

"Ohne Priester keine Kirche": stimmi, aber ...

wenn ich nicht irre, setzt Erzbischof Schick sich für das "Priestertum der Frau" ein. Als ich ihn vor einigen Monaten bei einer Fernseh-Talkrunde hörte, schrieb ich ihm einen kritischen Brief. Eine Antwort blieb aus.(Oder hatte ich das alles nur geträumt?)


0
 
 Stefan Fleischer 18. Juli 2022 

In Amt und Würde

Redet man nich auch heute noch so von den Amträgern der Gesellschaft?
Meine Gedanken dazu habe ich schon vor Jahren einmal notiert:

www.stefanfleischer.ch/EINZELTEXTE/wuerde.html


2
 
 Joachim Heimerl 18. Juli 2022 
 

Die priesterliche Würde ist eine hohe Würde,

eine Würde des Amtes. Aus dem Grund ist es auch schön, wenn Menschen das erkennen und schätzen und Priester entsprechend ansprechen: Es ist ein Respekt Christus gegenüber! Umgekehrt muss natürlich jedem Priester klar sein, dass er selber nur ein sündiger Mensch ist und an der hohen Würde umso mehr gemessen wird. Die Würde des Priestertums "totzuschweigen" und so zu tun, als gäbe es sie quasi nicht, wird der Sache dagegen sicher nicht gerecht. Man fällt hier - wie so oft - von einem Extrem ins andere.


5
 

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