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| ![]() Bartholomaios kritisiert Moskauer und Belgrader Patriarchenvor 1 Stunden in Weltkirche, keine Lesermeinung Patriarch von Konstantinopel tadelt bei Gottesdienst auf Imbros serbischen Patriarchen, weil dieser auch nach fünf Jahren im Amt immer noch keinen Antrittsbesuch im Phanar unternommen hat - Scharfe Kritik an russisch-orthodoxem Afrika-Kurs Istanbul (kath.net/KAP) Der Ökumenische Patriarch von Konstantinopel, Bartholomaios I., hat - einmal mehr - scharf den Moskauer Patriarchen Kyrill und - erstmals öffentlich - den Belgrader Patriarchen Porfirije kritisiert. Bartholomaios hält sich derzeit gemeinsam mit Patriarch Theodoros II. von Alexandrien und Erzbischof Ioannis von Albanien auf der türkischen Insel Imbros auf. Bei einer Vesper am Mittwochabend fielen die deutlichen Worte des Patriarchen, wie das Portal "Orthodox Times" berichtete. Im Blick auf das Moskauer Patriarchat verurteilte Bartholomaios vor allem dessen zunehmende Präsenz in Afrika, die er als "unkanonischen Eingriff" in die Jurisdiktion des Patriarchats von Alexandria bezeichnete. In Richtung des serbischen Patriarchen zeigte sich Bartholomaios ernüchtert, dass Porfirije immer noch nicht den traditionell üblichen Antrittsbesuch beim Ökumenischen Patriarchen unternommen hat. Die Vesper fand in der Georgskirche in Agioi Theodoroi, dem Geburtsort des Ökumenischen Patriarchen, statt. Patriarch Theodoros leitete den Gottesdienst. In seiner Ansprache bei der Vesper lobte der Ökumenische Patriarch die Missionsarbeit von Theodoros und dem Patriarchat von Alexandria auf dem afrikanischen Kontinent und hob die schwierigen Umstände hervor, unter denen dieser Dienst geleistet wird. Zugleich verurteilte er die Handlungen Moskaus. Der Expansionskurs der Russisch-orthodoxen Kirche in Afrika stößt bei anderen orthodoxen Patriarchaten auf Widerstand. Der afrikanische Kontinent gehört traditionell zum Jurisdiktionsgebiet des Patriarchats von Alexandrien, das derzeit von Patriarch Theodoros geleitet wird. Der Moskauer Patriarch Kyrill hat allerdings, nachdem sich Alexandrien im ukrainischen Kirchenstreit hinter das Patriarchat von Konstantinopel gestellt hat und die unabhängige Orthodoxe Kirche der Ukraine anerkannte, die alexandrinische Kirche für "schismatisch" erklärt. Die beiden Patriarchate von Alexandrien und Moskau pflegen derzeit keine Kirchengemeinschaft. Kyrill sprach ihr das Recht ab, Afrikaner für die Orthodoxie zu missionieren. Moskau gründete im Dezember 2021 ein eigenes Exarchat für Afrika und breitet sich seither verstärkt auf dem Kontinent aus. Kein Besuch in Konstantinopel Im Blick auf den serbischen Patriarchen monierte Bartholomaios bei der Vesper, dass dieser zwar schon andere Patriarchen aufgesucht hat, einen Besuch in Konstantinopel aber immer noch hinauszögere. Bartholomaios nannte Porfirije in seinen Ausführungen allerdings nicht direkt beim Namen. In der Orthodoxen Kirche ist bzw. war es üblich, dass neue Oberhäupter der autokephalen (unabhängigen) orthodoxen Kirchen ihre erste Auslandsreise nach Istanbul unternehmen, wo der Ökumenische Patriarch im Phanar seinen Sitz hat. Der Ökumenische Patriarch von Konstantinopel gilt in der Orthodoxie als Ehrenoberhaupt (primus in pares; Erster unter Gleichen). Die Antrittsbesuche sollen die kirchliche Gemeinschaft und Zusammenarbeit stärken. Wie lange es dauert, bis ein neues Kirchenoberhaupt beim Ehrenoberhaupt erscheint, dient Beobachtern deshalb auch als guter Indikator, wie es um die Beziehungen zwischen den Kirchen bestellt ist. Copyright 2026 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal! ![]() LesermeinungenUm selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen. Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. | ![]() Mehr zu | ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Top-15meist-gelesen
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