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Spaghettiträger und Shorts im Petersdom auch bei Hitze ein No-Go4. Juli 2026 in Chronik, 4 Lesermeinungen Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden
Besucher erhalten große weiße Tücher, mit denen sie sich in der vatikanischen Basilika bedecken können.
Vatikanstadt (kath.net/ KAP)
Auch bei größter Hitze bleiben entblößte Schultern und Knie in der größten Kirche der Christenheit verpönt. Am Eingang des Petersdoms in Rom erhalten Besucher in Spaghettitop, Ultraminirock, kurzen Hosen oder Achselshirt große weiße Tücher, mit denen sie sich in der Basilika bedecken können. So sieht man derzeit ganze Schwärme von weiß eingehüllten Menschen an den Kunstwerken von Gian Lorenzo Bernini und Michelangelo vorbeiziehen.
An den Ausgängen und Treppen der Papstbasilika stehen Wäschecontainer zur Rückgabe bereit. "Natürlich werden alle Tücher nach Gebrauch gewaschen", erklärt eine Ordnerin, die sichtlich in ihrem dunklen Uniform-Anzug schwitzt, im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Kathpress. Wie viele der schlichten weißen Textilien verschwinden, sei nicht bekannt. 
25 Grad im Petersdom
Anders als romanische oder gotische Gotteshäuser ist der barocke Petersdom nicht für Kühle spendende Architektur bekannt. Dennoch ist es im Innern der Kirche, die am 18. November ihren 400. Weihetag begeht, merklich angenehmer als draußen; von den Portalen her weht sogar ein leichtes Lüftchen.
Nein, eine Klimaanlage gibt es hier nicht, das wäre auch undenkbar, sagt einer der Sicherheitsleute fast belustigt. Im Petersdom herrschten derzeit etwa 25 Grad, so der Uniformierte - gut zehn Grad unter der aktuellen Außentemperatur.
Wasser in Plastikflaschen erlaubt
Und doch wird auch hier permanent mit Fächern, Reiseführern und allem gewedelt, was die Luft vom Stehen abhält. Auch kleine aufladbare Ventilatoren haben Konjunktur. Unterdessen sieht man Sanitäter mit neonfarbenen Koffern vorbeieilen. Nicht nur während der Generalaudienzen auf dem Petersplatz sind die Einsatzkräfte gefragt, die ihre Station direkt neben der Basilika haben.
Immerhin: Den täglich tausenden Besuchern ist es erlaubt, Wasser in die wichtigste Kirche der Christenheit mitzubringen; allerdings nur in Plastikflaschen. Glas dagegen ist im Petersdom verpönt - genau wie entblößte Schultern und Knie.
Copyright 2026 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten
Foto: Petersdom (C) Armin Schwibach, kath.net
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Lesermeinungen| | Hope F. 4. Juli 2026 | | | | Kleidungskodex Das Gespür für angemessene Kleidung ist verloren gegangen. Gesellschaftsfähige Kleidung ist nicht Strandkleidung. Auch in bestimmten Berufen muß man sich an Regeln halten. Aber das ist leider ziemlich aufgeweicht worden sodaß das Gespür für angemessene Kleidung vielfach verloren gegangen ist. Scheinbar möchte niemand per positiv auffallen, da die Masse eher negativ auffällt. Es ist richtig, daß Rom an Regeln festhält. |  3
| | | | | Walahfrid Strabo 4. Juli 2026 | |  | @gebsy Ich sehe hier auch sehr viele sehr knapp gekleidete Männer derzeit. Zugegeben sind diese jedoch vermutlich weder für Weiblein noch dem selben Geschlecht zugewandten Männlein eine Herausforderung, da es sich hierbei ausschließlich um ältere Semester handelt, die ihren imposanten nackten Bierbauch zur Schau stellen. Wenigstens tragen sie Socken in den Sandalen, sodass einem wenigstens der Anblick der ungepflegten Füße erspart bleibt....
Spaß beiseite: es ist schon erschreckend, was teilweise für eine optische Verlotterung Einzug gehalten hat in allen Bereichen. Man fällt ja im Supermarkt langsam schon auf, wenn man keine Jogginghose trägt. Kein Wunder, dass dann fast keiner mehr weiß, wie man sich in einer Kirche anzieht (und benimmt). |  1
| | | | | SalvatoreMio 4. Juli 2026 | | | | Herausforderung für Männer? @gebsy: Gewiss, doch bislang gab es einen ungeschriebenen Verhaltenkodex, und auch Frauen können sich sehr daran stören, wenn Leute das Gotteshaus nicht vom Strand unterscheiden können. Halbnacktes Auftreten gehört z. B. auch nicht in Restaurants. |  1
| | | | | gebsy 4. Juli 2026 | |  | Tatsächlich eine Herausforderung Keusch lebende Männer sind zur Zeit in unseren Städten am besten mit dem Jesusgebet geschützt, um der Augenlust zu entgehen.
Das Gebet für die leichtsinnigen Damen hat auch einen Sinn ... |  0
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