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Bischöfe in EU planen keinen Ausschluss von Rechtspopulisten

vor 10 Stunden in Aktuelles, keine Lesermeinung
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Thema Populismus laut Comece-Generalsekretär Barriosi bei Papst-Audienz für Spitze der katholischen EU-Bischofskommission zur Sprache gekommen


Vatikanstadt/Rom (kath.net/KAP) Die katholischen Bischöfe in der EU planen derzeit keinen Unvereinbarkeitsbeschluss zu rechtsnationalen Parteien nach dem Vorbild der Deutschen Bischofskonferenz. Dies sagte der Generalsekretär des Rats der Bischofskonferenzen in der EU (Comece), Manuel Barrios Prieto, der Nachrichtenagentur Kathpress in Rom am Donnerstag nach einer Audienz der Comece-Spitze bei Papst Leo XIV.

Barrios führte zugleich aus, das Thema Populismus sei bei der Audienz zur Sprache gekommen. Leo XIV. habe die Bischöfe in der EU aufgefordert, auch in diesem Kontext "klar das Evangelium zu verkünden", so der spanische Geistliche. Die sogenannte "Remigration", wie sie von einigen rechten Parteien in Europa gefordert wird, sei jedoch ebenso wenig explizit benannt worden wie der deutsche Unvereinbarkeitsbeschluss in Richtung AfD.


Barrios erklärte, der Fall dieser Partei sei ein ganz besonderer, weil sie eine Ideologie vertrete, die komplett der christlichen Lehre entgegengesetzt sei. Zwar verträten auch anderswo rechtsextreme Parteien Ideen, die für die Kirche nicht akzeptabel seien. Dies gelte auch für die Partei Vox in Spanien, sagte der in Madrid geborene Barrios. Dennoch gebe es Verbindungen zur Kirche, und manche Christen engagierten sich in dieser Partei.

Comece-Vizepräsident Antoine Hérouard, Erzbischof von Dijon, sagte auf Anfrage, auch in Frankreich strebe die Kirche keine vergleichbaren Regelungen wie in Deutschland an. Zugleich betonte er, dass es zwischen Marine Le Pens Partei Rassemblement National (RN) und der Kirche viele "nicht kompatible Ideen" gebe.

Dass die deutschen Bischöfe eine Brandmauer in Richtung AfD errichtet hätten, habe sicher auch mit der deutschen Geschichte und dem Nationalsozialismus zu tun, erklärte Hérouard. In Frankreich hingegen hörten die Bischöfe zunächst den Katholiken zu, die rechtsextrem wählten oder sich im RN engagierten. Man versuche, ihre Ängste und Motive zu verstehen. Dann gehe es darum, zu erklären, wo die Gefahren liegen und warum bestimmte Positionen nicht mit der Botschaft des Evangeliums übereinstimmten.

Hérouard erklärte, dies decke sich auch mit dem Anliegen von Papst Leo XIV. Der habe in der Audienz betont, dass Bischöfe keine Politiker seien und keine politischen Stellungnahmen verfassen, sondern klar und deutlich die Prinzipien des Evangeliums verkünden sollten.

Copyright 2026 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
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Foto (c) COMECE/X


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