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Vatikanisches Synodenbüro distanziert sich vom umstrittenen Gruppe 9-Abschlussbericht

vor 4 Stunden in Weltkirche, 2 Lesermeinungen
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Generalsekretariat der Synode: Die einzelnen Arbeitsgruppen agieren „autonom“, die Texte trügen nicht einmal das Logo des Generalsekretariates, nur das Logo des synodalen Prozesses


Vatikan (kath.net) Das Generalsekretariat der vatikanischen Weltsynode stellte klar, dass sich seine Rolle „ausschließlich auf die Übersetzung von Zusammenfassungen, die redaktionelle Bearbeitung der Berichte sowie deren Veröffentlichung und Verbreitung“ beschränkt habe; dabei wurde betont, dass die einzelnen Arbeitsgruppen „autonom“ agierten. Das berichtete die (lehramtstreute) Katholische polnische Nachrichtenagentur KAI anhand einer Darstellung der spanischsprachigen katholischen Internetzeitung „Religión confidental“. Es geht um den hochumstrittenen Abschlusstext der Arbeitsgruppe 9. 


Die Nachrichtenagentur KAI schildert, dass das Generalsekretariat auch hervorgehoben habe, dass die veröffentlichten Texte nicht einmal das offizielle Logo des Generalsekretariats tragen, sondern lediglich das Logo des [vatikanischen] synodalen Prozesses. KAI wertet dies als „offensichtlichen Versuch, die institutionelle Bedeutung der verbreiteten Inhalte herabzustufen. Diese Erklärung spiegelt die Unruhe wider, die durch einen Bericht ausgelöst wurde, der in vielen kirchlichen Kreisen als erneuter Versuch interpretiert wurde, die katholische Morallehre zur Homosexualität auf indirektem Wege zu untergraben.“

Nach Darstellung von KAI sei der Kernpunkt der Kontroverse ein Anhang, der dem Dokument beigefügt sei. Dieser Anhang enthalte die Zeugnisse zweier Männer – eines US-Amerikaners und eines Portugiesen – enthielt, die sich selbst als „Katholiken“ bezeichneten, welche derzeit in zivilrechtlichen Ehen mit gleichgeschlechtlichen Partnern leben, dabei sei der Vorwurf erhoben worden, dass das katholische Apostolat „Courage“ angeblich „reperative Therapien“ für Menschen mit gleichgeschlechtlicher Anziehung fördere. Seitens des Apostolates „Courage“ ist dem inzwischen energisch widersprochen worden.

Archivfoto: Weltbischofssynode (c) Vatican Media


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Lesermeinungen

 maran atha vor 3 Stunden 
 

In Gruppe 9 saßen wohl nur Menschen, die weder das Evangelium kennen noch katholisch sind. Denn anders lässt sich das nicht erklären!
Und Nein! Natürlich versucht man nicht von vielen Seiten (Tucho, Marx, James) das Ausleben von Homosexualität, Unkeuchheit sowie Ehebruch als ok darzustellen- wie kann man denn nur so etwas denken...


1
 
 Stefan Fleischer vor 3 Stunden 

Das vorprogrammierte Chaos

Ich frage ich immer mehr, ob diese ganze Kirchenkrise nicht einfach die Folge davon ist, dass wir Gläubigen alle, ob Laien oder Kleriker, ob in Leitungsfunktionen oder nur im Lebensalltag stehend, uns nicht viel zu viel damit befassen, was wir Menschen wollen, statt uns darum zu kümmern, was Gott will. Dabei wissen wir doch alle ganz genau: ʺso viele Köpfe, so viele Meinungen!˝ Demokratie führt zu Parteiungen, Parteiungen zu Streit. Für Einheit und Frieden aber braucht es Ordnung, braucht es klare Hierarchien und den Gehorsam. Wo nicht mehr Gott die oberste Instanz unseres Zusammenlebens ist, ist das Chaos vorprogrammiert.


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