Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Sadomasochistische Gruppe auf dem Katholikentag in Würzburg
  2. Vatikan veröffentlicht scharfe Kritik an deutschen Segnungsleitfäden für Homosexuelle!
  3. Papst Leo XIV. und die Zukunft der liturgischen Einheit der Kirche
  4. GAME OVER! - Vatikan erteilt deutschem Segnungs-Leitfaden am Mittwoch nochmals eine klare Absage!
  5. „Bestellt wie eine Ware“: Scharfe Kritik an Leihmutterschafts-Fall in der CDU
  6. Berliner Jusos für Abschaffung der Ehe
  7. Kommen kirchenrechtliche Sanktionen für deutsche Bischöfe?
  8. Kirche wirke oft wie ein 'woker Diskutierverein'
  9. Priester sagt, in seiner Gemeinde gebe es viele religiöse Menschen, aber nur wenig Christen
  10. Eine nötige Klarstellung aus Rom
  11. Vom Segen Gottes und dem Fake-Segen dieser Welt
  12. Paukenschlag in der Klimadebatte: KlimaGuru Al Gore warnt plötzlich vor neuer Eiszeit
  13. Kanadischer Priester mit gebrochener Hüfte erhält im Krankenhaus Sterbehilfeangebote
  14. Solschenizyns düstere Prognose: Wenn die Seele der Zivilisation stirbt
  15. Ein Moment zum Schämen

Solschenizyns düstere Prognose: Wenn die Seele der Zivilisation stirbt

vor 35 Stunden in Kultur, 7 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Literaturnobelpreisträger Alexander Solschenizyn 1978: Nur durch die Rückkehr zu einer transzendenten Moral unter Gott und der Achtung vor dem Wahren, Guten und Schönen könne die Zivilisation stabilisiert und wieder lebenswert gemacht werden.


Wien (kath.net/rn) 

Im Jahr 1978 sorgte der Gulag-Überlebende und Literaturnobelpreisträger Alexander Solschenizyn mit seiner berühmten Rede an der Harvard University für einen handfesten Skandal. Statt der erwarteten Lobpreisung westlicher Freiheit lieferte er eine prophetische Warnung vor dem Untergang der westlichen Zivilisation. Solschenizyn diagnostizierte dem Westen eine tiefe Instabilität. Als Beleg führte er die Ausschreitungen während des New Yorker Stromausfalls von 1977 an: Wenn bereits ein kurzzeitiger technischer Defekt dazu führe, dass Bürger zu plündern beginnen, sei das Gesellschaftssystem „höchst instabil und ungesund“.


Den Kern der Fehlentwicklung sah der Denker in einer Weichenstellung, die bereits vor 500 Jahren ihren Anfang nahm. Er kritisierte einen radikalen Humanismus, der den Menschen von jeder höheren Macht loslöste.  Die Proklamation der Unabhängigkeit von einer transzendenten Instanz habe den Menschen von objektiver Moral, Wahrheit und Schönheit entfremdet. Werte wurden zu rein subjektiven Faktoren degradiert, was laut Solschenizyn zur Degeneration des modernen Menschen führte. Als äußere Anzeichen des Verfalls nannte er den Niedergang der Künste sowie das Fehlen bedeutender Staatsmänner.

Einziger Ausweg: Die Verschönerung der Seele

Für Solschenizyn war der Kollaps des Westens kein unabwendbares Schicksal, sofern eine radikale Umkehr erfolgt. Die Lösung liege nicht in politischen Reformen, sondern im Fundament:   „Wer den Westen retten möchte, muss damit anfangen, seine Seele zu verschönern.“  Nur durch die Rückkehr zu einer transzendenten Moral unter Gott und der Achtung vor dem Wahren, Guten und Schönen könne die Zivilisation stabilisiert und wieder lebenswert gemacht werden.

 

Foto: (c) Wikipedia / Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Own work / AuthorEvstafiev

 

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Versusdeum vor 5 Stunden 
 

Von Solschenyzin stammt auch der Satz

„Ein kommunistisches System erkennt man daran, daß es die Kriminellen verschont und den politischen Gegner kriminalisiert."
Wer hätte nach dem scheinbaren Zusammenbruch des Kommunismus ahnen können, dass radikal linke bis linksradikale Ideologien in neuem Gewande nur wenige Jahrzehnte später die einstige "politische Mitte" vieler westlicher Staaten durchsetzt und ihre tragenden Säulen zerfressen haben würden?


0
 
 stenov vor 14 Stunden 
 

Humanismus

Das Wort Humanismus klingt so schön menschlich. Das Grundproblem dabei ist, dass der Mensch selbst entscheidet, was gut und was böse ist. Das ist die Ursünde. Aus diesem Grund kommt es zur Entfernung von Gott (der heilige Geist zieht sich zurück) und zu allen Zuständen, die wir haben.


2
 
 Donald59 vor 24 Stunden 
 

Tod der Zivilisation

Solschenizyn hat Präsident Trump noch nicht gekannt, als er das "Fehlen bedeutender Staatsmänner" beklagte. Kann Trump von Solschenizyn inspiriert gewesen sein, als er vor ein paar Tagen in Bezug auf den Iran ankündigte: "Eine ganze Zivilisation wird heute sterben und nie mehr zurückkehren"? Trump als Erfüller der Prophezeihung des Dichters?


0
 
 ThomasR vor 27 Stunden 
 

bei um 100 TSD Abtreibungen jedes Jahr in Deutschland

und einer Kirche der lieber ist ein Museumgebäude zu sanieren als ein Frauenhaus für schwangere Frauen in Not einzurichten (z.B. in Freising -es ist jedoch kein Einzelfall)

bei einer Kirche die Erstkommunion ohne Beichte für nichtbehinderte Kinder zulässt und auf Abstand von Rom z.B. über das Anbieten von nichtzulässigen Frauenpredigten aufbaut

da wird Heiland in der Kirche (Kirche als mystisches Leib Christi)) wie gesteinigt und das einst christliche Volk ihre einst christliche Seele verliert (eine Art gemeinschaftliche Seele eher gemeinsame Gesinnung gibt es bei jedem Volk)

www.nw.de/lokal/kreis_paderborn/paderborn/3461550_Erstkommunion-ohne-Beichte.html


0
 
 Rolando vor 31 Stunden 
 

Vor ca. 500 Jahren


0
 
 Hope F. vor 33 Stunden 
 

Seelsorge

Die Menschheit strebt nach Wohlstand und daß es ihr an nichts fehlt. Sie will einfach nur Spaß haben. Sich für etwas abzumühen ist ihr fremd. Lieber greift man zur Lüge. Mit dieser Einstellung wird dem Satan Tür und Tor geöffnet. Der seelischen Gesundheit schenkt man dagegen keine große Aufmerksamkeit. Darin liegt das Übel. Lieber flüchtet man sich in Süchte verschiedenster Art oder drangsaliert Mitmenschen. Daß Solschenizyn das erkannt hat, verwundert mich allerdings sehr. Oft überraschen uns Menschen positiv, von denen man es gar nicht erwartet hätte. Seien wir also offen für Begegnungen.


2
 
 Stefan Fleischer vor 33 Stunden 

in guter und wichtiger Ansatz.

«Nur durch die Rückkehr zu einer transzendenten Moral unter Gott und der Achtung vor dem Wahren, Guten und Schönen könne die Zivilisation stabilisiert und wieder lebenswert gemacht werden.»
Ein guter und wichtiger Ansatz. Meines Erachtens aber sollte es heissen: «einer transzendenten Moral unter Gott, dem Herrn und Gebieter von allem Wahren, Guten und Schönen». Gott will der Herr und Gebieter bleiben, unser Vater, den wir so im Gebet des Herrn anerkennen und anrufen.


2
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Literatur+Kunst

  1. Neuausgabe von Orwells ‚1984‘ mit Warnung vor fehlender politischer Korrektheit
  2. Drei Lehren aus ‚Der Herr der Ringe’
  3. ‚Aurë entuluva!’ – eine literarische Reise ins Abendland
  4. Papst: "Literatur ist wie ein Stachel im Herzen"
  5. Franziskus würdigt italienischen Dichter Dante zum 700. Todestag
  6. Christlicher Lotse durch die Welt der Literatur
  7. R. I. P. Christopher Tolkien!
  8. ‚Noel’: Weihnachtsgedicht von John R.R. Tolkien entdeckt
  9. Griffener Pfarrer dementiert Kirchenübertritt Peter Handkes
  10. Dabei hat der “Fat Guy”über jedem Glas Whisky das Kreuz geschlagen






Top-15

meist-gelesen

  1. EINMALIGE CHANCE - SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Vatikan veröffentlicht scharfe Kritik an deutschen Segnungsleitfäden für Homosexuelle!
  3. Sadomasochistische Gruppe auf dem Katholikentag in Würzburg
  4. GAME OVER! - Vatikan erteilt deutschem Segnungs-Leitfaden am Mittwoch nochmals eine klare Absage!
  5. Papst Leo XIV. und die Zukunft der liturgischen Einheit der Kirche
  6. Kommen kirchenrechtliche Sanktionen für deutsche Bischöfe?
  7. Priester sagt, in seiner Gemeinde gebe es viele religiöse Menschen, aber nur wenig Christen
  8. „Bestellt wie eine Ware“: Scharfe Kritik an Leihmutterschafts-Fall in der CDU
  9. Paukenschlag in der Klimadebatte: KlimaGuru Al Gore warnt plötzlich vor neuer Eiszeit
  10. Kirche wirke oft wie ein 'woker Diskutierverein'
  11. Kanadischer Priester mit gebrochener Hüfte erhält im Krankenhaus Sterbehilfeangebote
  12. Eine nötige Klarstellung aus Rom
  13. Pompei: Keine irdische Macht wird die Welt retten!
  14. Besuch einer LGBTQ-Gemeinde
  15. Vom Segen Gottes und dem Fake-Segen dieser Welt

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz