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| ![]() Papst macht christlicher Minderheit in Algerien Mutvor 3 Stunden in Aktuelles, keine Lesermeinung Feier mit Priestern, Ordensleuten und Gläubigen in der Basilika Unserer Lieben Frau von Afrika in Algier - Kardinal Vesco: "Unsere Kirche ist eine Mosaikkirche" Algier (kath.net/KAP/red) Papst Leo XIV. hat den Angehörigen der christlichen Minderheit in Algerien Mut gemacht, ihren Glauben zu leben. Bei einer Begegnung mit Priestern, Ordensleuten und Gläubigen in der Basilika Unserer Lieben Frau von Afrika in Algier erinnerte er am Montagabend an die antiken Wurzeln der christlichen Kirche in Nordafrika und an jene, die dort wegen ihres Glaubens getötet wurden. Er sagte: "Ihr seid auch Erben einer noch älteren Tradition, die bis in die ersten Jahrhunderte des Christentums zurückreicht. In diesem Land erklang die leidenschaftliche Stimme des Augustinus von Hippo, der das Zeugnis seiner Mutter, der heiligen Monika, und anderer Heiliger vorausgegangen war. Ihr Andenken ist ein klarer Aufruf, auch heute glaubwürdige Zeichen der Gemeinschaft, des Dialogs und des Friedens zu sein." Damit erinnerte er an den Kirchenvater Augustinus (354-430), an dem er selbst sich als Ordensmann orientiert hat. Erinnerung an katholische Märtyrer Mit großem Nachdruck erinnerte der Papst an die algerischen Märtyrer des 20. Jahrhunderts: "Angesichts von Hass und Gewalt blieben in der Nächstenliebe bis zum Opfer ihres Lebens treu, zusammen mit vielen anderen Männern und Frauen, Christen und Muslimen. Sie taten dies ohne Ansprüche und ohne Aufhebens, mit der Gelassenheit und Standhaftigkeit derer, die weder vermessen sind noch verzweifeln, weil sie wissen, wem sie ihr Vertrauen geschenkt haben." Er ermutigte die Christen in Algerien, auch in der Gegenwart die Botschaft des Friedens und der Nächstenliebe weiterzutragen. Nur Gott könne das schenken, was keine menschliche Macht garantieren kann: die tiefe Versöhnung der Herzen und damit den wahren Frieden. Er schloss mit den Worten: "Deshalb ermutige ich euch, liebe Brüder und Schwestern, eure Arbeit in Algerien fortzusetzen, als eine geeinte und offene Glaubensgemeinschaft." "Unsere Kirche ist eine Mosaikkirche" Der Erzbischof von Algier, Kardinal Jean-Paul Vesco, zeichnete in seinem Grußwort ein buntes Bild der algerischen Kirche. "Unsere Kirche ist eine Mosaikkirche, die sich aus mehreren Dutzend Nationalitäten zusammensetzt. Sie ist eine Kirche Nordafrikas, der Sahara und Subsahara-Afrikas. Sie gehört zu diesem Land, Algerien, und sie gehört auch der ganzen Welt", sagte der Kardinal laut "Vatican News". Die Marienbasilika sei ein Ort der Begegnung und Geschwisterlichkeit, mehr als neun von zehn Menschen, die herkämen, seien Muslime, so der Kardinal. Die katholische Kirche unterhalte Kontakte zum Islam, zum Judentum wie auch zu den anderen christlichen Denominationen im Land. Christliche und muslimische Gläubige stimmten bei der Feier gemeinsam eine Friedenshymne an, mit der sie alle Menschen dazu einluden, zu Handwerkern des Friedens zu werden. Die Vortragenden waren Teil einer Gemeinschaft, die in Algerien seit 40 Jahren interreligiösen Dialog pflegt. Privates Treffen mit Bischöfen Nach der Begegnung mit der katholischen Gemeinschaft fuhr der Papst am Abend in die Apostolische Nuntiatur in Algier, wo für Montagabend noch ein privates Treffen mit den Bischöfen von Algerien auf dem Programm stand. Algerien ist die erste Station einer elftägigen Afrika-Reise von Papst Leo. Christen bilden in dem nordafrikanischen Land eine kleine Minderheit. Katholiken machen heute etwa 0,2 Prozent der rund 46 Millionen Algerier aus. In der Spätantike war die Region Numidien in Nordafrika ein christlich geprägtes Gebiet. Der Kirchenvater Augustinus wurde 354 in Thagaste, dem heutigen Souk-Ahras in Algerien, geboren. Er starb im Jahr 430 in Hippo Regius in Numidien, das auch seine Bischofsstadt war. Am Dienstag fliegt der Papst in die Stadt Annaba und wird die archäologische Stätte von Hippo besuchen. Anschließend feiert Leo XIV. in der örtlichen Augustinus-Basilika einen Gottesdienst. Auch ein privates Treffen mit seinen Ordensbrüdern im Haus der Augustiner-Gemeinschaft steht auf dem Programm.
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Foto: (c) Vaticanmedia
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