Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Belgischer Bischof Johan Bonny kündigt Weihe verheirateter Männer zu Priestern an
  2. Kardinal Woelki: Kirche ohne Priester wäre "nicht mehr katholisch"
  3. „Genau das, was wir heute in Deutschland beim Synodalen Weg erleben, dieselben Themen, Ansichten“
  4. Besser keine Laienpredigt
  5. US-Regierung kündigt nach Tod von Noelia Untersuchung gegen Spanien an
  6. Ehemaliger Bischof verteidigt Papst Leo XIV. gegen Vorwürfe im Zusammenhang mit Pachamama
  7. Norwegen: Bischof Hansen bittet, dass jeder Gläubige des Bistums Oslo zur Beichte geht
  8. IOC klärt: Künftig nehmen keine Transfrauen mehr an Frauenwettbewerben bei Olympischen Spielen teil!
  9. „Einheit heilen, ohne Wahrheit zu verdunkeln“
  10. Papst sprach mit Familie eines Opfers des Amoklaufs an Grazer Schule
  11. Besuch des syrischen Präsidenten - „Kirche in Not“ fordert Bundeskanzler Merz zum Handeln auf
  12. Israel verwehrt Patriarch Zugang zur Grabeskirche – Scharfer internationaler Protest
  13. Demokratischer Politiker aus Texas behauptet, die Bibel unterstützt Abtreibung
  14. Das „Ur-Datum“ des Heils: Warum der 25. März als Tag der Kreuzigung gilt
  15. Gericht: HateAid Geschäftsführerinnen dürfen als ‚linkswoke Faschistende‘ bezeichnet werden

EU-Bischöfe zu „My Voice, My Choice“: „Eine Entscheidung, die ernsthafte Bedenken aufwirft“

6. März 2026 in Prolife, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


COMECE zeigt sich „ernsthaft“ besorgt, weil EU-Kommission erklärt, EU-Mittel könnten verwendet werden, um einen grenzüberschreitenden „Zugang zu rechtlich zulässigen, sicheren und erschwinglichen Schwangerschaftsabbruchsdiensten“ zu ermöglichen.


Brüssel (kath.net/COMECE) „Die COMECE bekräftigt, dass Europa — wenn es seinen grundlegenden Werten von Menschenwürde, Solidarität und Gleichheit treu bleiben will — konkrete und nachhaltige Unterstützung für Frauen in schwierigen Lebenslagen braucht. Frauen müssen wirklich befähigt werden, Mutterschaft anzunehmen, und dürfen sich niemals aufgrund sozialer oder wirtschaftlicher Zwänge zum Schwangerschaftsabbruch gedrängt fühlen. Politiken, die Mutterschutz, Familienförderung und soziale Inklusion stärken, fördern die Würde der Frau und stärken den Zusammenhalt in der Union. Abschließend fordern wir nachdrücklich, dass Fragen, die die innewohnende Würde der menschlichen Person, das grundlegende Recht auf Leben und den Schutz der Schwächsten betreffen, im politischen Diskurs weder instrumentalisiert noch für ideologische Zwecke missbraucht werden dürfen.“ Darauf weist die „Kommission der Bischofskonferenzen der Europäischen Gemeinschaft“ (COMECE) in ihrem aktuellen Statement hin.

kath.net dokumentiert die Erklärung des Präsidiums der COMECE zur Entscheidung der Europäischen Kommission betreffend die Europäische Bürgerinitiative „My Voice, My Choice“ in voller Länge:

Eine Entscheidung, die ernsthafte Bedenken aufwirft: Anerkennung der Subsidiarität bei gleichzeitiger Ermöglichung der ausdrücklichen Verwendung von EU-Mitteln für grenzüberschreitenden Schwangerschaftsabbruch


Das Präsidium der COMECE begrüßt die Entscheidung der Europäischen Kommission, dem Europäischen Parlament und dem Rat keinen Vorschlag für einen Rechtsakt zur Einrichtung eines neuen Finanzierungsprogramms vorzulegen, wie es von der Europäischen Bürgerinitiative (EBI) „My Voice, My Choice“ gefordert und vom Parlament unterstützt wurde. Diese Entscheidung anerkennt, die Grenzen der Zuständigkeiten der Europäischen Union zu respektieren und das Subsidiaritätsprinzip zu wahren.

Gleichzeitig bringt die COMECE ihre ernsthafte Besorgnis darüber zum Ausdruck, dass die Kommission ausdrücklich erklärt, EU-Mittel könnten verwendet werden, um einen grenzüberschreitenden „Zugang zu rechtlich zulässigen, sicheren und erschwinglichen Schwangerschaftsabbruchsdiensten“ zu ermöglichen. Die Kommission verweist insbesondere auf die Möglichkeit, den bestehenden Europäischen Sozialfonds Plus (ESF+) durch Änderungen der nationalen oder regionalen Programme zu mobilisieren.

Der ESF+ wurde ursprünglich geschaffen, um soziale Inklusion zu fördern, Beschäftigung zu unterstützen und Familien — insbesondere solche mit Kindern — vor Armut zu bewahren. Die Umwidmung dieses Finanzinstruments zur Finanzierung von Schwangerschaftsabbrüchen, auch für Frauen aus Mitgliedstaaten mit restriktiverem Zugang, entfernt sich von seinem ursprünglichen Zweck und birgt die Gefahr politischer Spannungen anstatt der Stärkung des Zusammenhalts. Ein solcher Ansatz stellt keine echte Unterstützung für Frauen in vulnerablen Situationen dar. Vielmehr benötigen vulnerable Frauen in allen Regionen der Union wirksame soziale, wirtschaftliche und gesundheitliche Unterstützung, die es ihnen ermöglicht, ihre Schwangerschaft, ohne negative soziale oder wirtschaftliche Folgen für sich selbst oder ihr Kind auszutragen. Daher lehnen wir die Verwendung eines ursprünglich zur Armutsbekämpfung vorgesehenen europäischen Fonds zur Finanzierung grenzüberschreitender Schwangerschaftsabbrüche ab.

Auf der Ebene der Prinzipien und Werte, die das politische Handeln und die Politik der Europäischen Union stets leiten müssen, bekräftigt die COMECE:

Direkter Schwangerschaftsabbruch — das heißt als Ziel oder Mittel gewollt — ist ein schwerwiegender Verstoß gegen das sittliche Gesetz. Dies ist die ständige Lehre der katholischen Kirche. Wissenschaftliche Forschung bestätigt zunehmend, dass mit der Befruchtung ein neuer Mensch entsteht, der eine ihm innewohnende Würde besitzt und des grundlegenden Schutzes bedarf, der jedem menschlichen Leben zukommt.

Die COMECE bekräftigt, dass Europa — wenn es seinen grundlegenden Werten von Menschenwürde, Solidarität und Gleichheit treu bleiben will — konkrete und nachhaltige Unterstützung für Frauen in schwierigen Lebenslagen braucht. Frauen müssen wirklich befähigt werden, Mutterschaft anzunehmen, und dürfen sich niemals aufgrund sozialer oder wirtschaftlicher Zwänge zum Schwangerschaftsabbruch gedrängt fühlen. Politiken, die Mutterschutz, Familienförderung und soziale Inklusion stärken, fördern die Würde der Frau und stärken den Zusammenhalt in der Union.

Abschließend fordern wir nachdrücklich, dass Fragen, die die innewohnende Würde der menschlichen Person, das grundlegende Recht auf Leben und den Schutz der Schwächsten betreffen, im politischen Diskurs weder instrumentalisiert noch für ideologische Zwecke missbraucht werden dürfen.

Archivfoto (c) COMECE


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Europa

  1. Bischofskonferenzen Europas beten in der Fastenzeit für Frieden
  2. Mein Held des Monats: Marco Rubio – Ein Weckruf für das Abendland
  3. Menschenrecht auf Abtreibung?
  4. CDL: „EU-Parlament entscheidet ein weiteres Mal gegen das Recht auf Leben“
  5. Katholische Bischöfe zeigen sich besorgt vor Abtreibungs-Abstimmungen des EU-Parlaments
  6. Papst fordert Schutz des religiösen Erbes Europas
  7. Wegweisend! - COMECE unterstützt Polen gegen EU-Druck zur Anerkennung sogenannter „Homo-Ehen“!
  8. Kardinal Filoni: "Europa braucht Re-Evangelisierung"
  9. P. Wallner: Weltmission Schlüssel für Aufbruch der Kirche in Europa
  10. US-Vizepräsident Vance: ‚Europa läuft Gefahr, zivilisatorischen Selbstmord zu begehen‘






Top-15

meist-gelesen

  1. Große SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  3. Belgischer Bischof Johan Bonny kündigt Weihe verheirateter Männer zu Priestern an
  4. „Genau das, was wir heute in Deutschland beim Synodalen Weg erleben, dieselben Themen, Ansichten“
  5. Norwegen: Bischof Hansen bittet, dass jeder Gläubige des Bistums Oslo zur Beichte geht
  6. Besser keine Laienpredigt
  7. Kardinal Woelki: Kirche ohne Priester wäre "nicht mehr katholisch"
  8. Kanada: 84-Jährige wegen Rückenschmerzen in Notaufnahme, bekommt als Erstes Sterbehilfe angeboten!
  9. US-Regierung kündigt nach Tod von Noelia Untersuchung gegen Spanien an
  10. Blutiger Palmsonntag in Nigeria: Dschihadisten massakrieren über 40 Christen in Jos
  11. Vom Todesurteil zur Hoffnung: 'Irans geistliche Ketten werden brechen'
  12. Israel verwehrt Patriarch Zugang zur Grabeskirche – Scharfer internationaler Protest
  13. Ehemaliger Bischof verteidigt Papst Leo XIV. gegen Vorwürfe im Zusammenhang mit Pachamama
  14. Neuer Präfekt des Päpstlichen Hauses, Erzbischof Rajič, betont kirchliche Lehre zur Homosexualität
  15. Das „Ur-Datum“ des Heils: Warum der 25. März als Tag der Kreuzigung gilt

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz